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Nackt vor Mitschülern


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Rolf

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Hersbrucker Polizistin warnt vor Sexting

 

 

 

Nackt vor Mitschülern

 

 

 

 

 

04.03.2018

 

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Ein möglicher Dialog in einem Messenger, der zu Sexting-Erpressung führen kann. | Foto: Michael Scholz
 

HERSBRUCK – „Möchtest du wirklich, dass ein Nacktbild von dir auf einer Plakatwand in Altensittenbach oder am Schwarzen Brett deiner Schule hängt?“ Diese Frage sollten Eltern ihren Kindern stellen, wenn die nichts daran finden, allerbesten Freunden übers Smartphone mal eben ein freizügiges Foto zu schicken.

 

Polizistin Sybille Seiffert konfrontiert immer wieder Schüler in der Hersbrucker Schweiz mit diesem Vergleich, wenn sie vor Gefahren von Handy und Co. warnt. Aber es passiert trotzdem – auch in der Region.

 

Der Vergleich mit der Plakatwand und dem Schwarzen Brett klingt zunächst lustig. Denn niemand würde ja ernsthaft so doof sein und sich freiwillig in dieser Art bloßstellen. Aber auf andere Weise geschieht es doch: Online, unter „BFF“ (Best Friends Forever) zum Beispiel, also den allerbesten Freundinnen, die sich unendlich vertrauen, absolut keine Geheimnisse voreinander haben und schon mal alle möglichen Pin-Codes, sei es für Social Media oder mit Zugang zu eigenen Bilderserien, austauschen.

 

Dumm nur, wenn sich die Best Friends Forever von gestern heute hassen. Das kann schnell gehen, erst recht im Jugendalter. Sybille Seiffert kennt das und kann nicht genug vor schrankenloser Offenheit warnen. Denn freizügige oder bloßstellende Fotos können prächtig für Rache-Aktionen verwendet werden, wie sich immer wieder zeigt.

 

Am häufigsten tauschen Liebespartner erotische Fotos aus, zum Flirten und als Ausdruck von Intimität und Vertrauen.

 

So weit so privat, aber scheitert die Beziehung, wird aus dem zweisamen Geturtel unter einem Dessous-Selfie dann schon mal ein öffentliches „Bitch“. Und dieselbe Aufnahme kursiert plötzlich hundertfach in Social-Media-Netzwerken.

 

„Ein Foto, das einmal ins Internet hochgeladen ist, kann nicht mehr zurückgeholt werden“, weiß die Polizistin. „Darum sollte man gut überlegen, welches Bild man weitergibt und wo man postet“, warnt Sybille Seiffert. Viel zu viel geschehe unbedacht.

 

Sie nennt Beispiele aus der Region: Von elfjährigen Mädchen, die Unterwäsche-Fotos von sich auf einem Flirtportal hochladen, Kontakt mit einem 38-Jährigen haben und es beim Stichwort BDSM, einem Kürzel aus der Sado-Maso-Szene, und einem angekündigten Besuch des Fremden dann doch mit der Angst zu tun bekommen und zur Polizei gehen. Die höre von den Teenies dann oft, sie seien von dem „bösen Mann“ angeschrieben worden. Die Chat-Protokolle sagen nicht selten etwas anderes.

 

In der Hersbrucker Schweiz komme es im Jahr nur zu ein bis zwei polizeibekannten Fällen von Sexting. Wie hoch die Dunkelziffer ist, kann Sybille Seiffert nicht einschätzen. Sie geht davon aus, dass sie „um ein Vielfaches höher“ liegt.

 

Im Gespräch kommt die Polizistin immer wieder auf das Grundproblem: wie bedenkenlos Menschen Intimes digitalisieren. Das gilt erst recht für die jungen Menschen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, die Digital Natives. Sie kennen es gar nicht anders, selbstverständlich kommunizieren sie über digitale Netzwerke mit ihren Freunden und flirten natürlich auch.

 

Ein Film, den die Polizistin immer wieder Schülern zeigt,

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zeigt in aller Deutlichkeit, was passieren kann: bis hin zu professionellen Erpressern, die sich in Sozialen Netzwerke per Freundschaftsanfrage einklinken, um sich das Vertrauen von Jugendlichen oder auch Erwachsenen zu erschwindeln.

 

Das Problem dabei: Während sich das Nacktbild von einer Plakatwand wieder abreißen lässt und die Erinnerung daran irgendwann verblasst, lassen sich digitale Spuren nie mit Sicherheit endgültig löschen. Also: Erst informieren und nachdenken, dann posten!

 

 

Weitere Infos auch über Strafen für Sexting-Rache und -Erpressung (Tipps der Polizei):

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N-Land Michael-Scholz.jpg
Michael Scholz

 


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