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Empörung über Sex-Fragen im Aufklärungsunterricht


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Rolf

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Mutter ging zu Polizei
26.02.2018
 
 
 
 
Empörung über Sex-Fragen im Aufklärungsunterricht

 

 

 

 

„Muss man nackt ficken?“, „Können Kinder schwul sein?“ oder „Können Lesben Kinder kriegen?“ - Große Aufregung herrscht derzeit wegen dieser und ähnlicher Fragen an der Neuen Mittelschule 1 in Jenbach in Tirol. Eine Mutter ist sogar so aufgebracht, dass sie zur Polizei ging. Die Schulsozialarbeiter, die die Fragen im Unterricht verteilten, verweisen auf Fachliteratur – für Kinder ab acht Jahren.

 

„Sind solche Fragen an Zehn- bis Zwölfjährige noch normal? So kann man Kindern doch gleich einen Porno zeigen. Das ist ja pervers!“, ist Sandra W. aufgebracht. Am vergangenen Freitag wurden die elfjährige Tochter und ihre Klassenkameraden im Zuge des Aufklärungsunterrichts mit einem Fragebogen konfrontiert, der nicht nur der besorgten Mutter merkwürdig vorkam. „Ich bin damit zur Polizei und auch die Beamten trauten ihren Augen nicht“, so die Unterländerin.

Zudem kritisiert Wallner, dass die Fragen ohne Vorankündigung und Verständigung der Erziehungsberechtigten ausgeteilt wurden. „Sonst müssen wir Eltern für alles unterschreiben.“

 
 
 

„Alle Fragen stellten Kinder im Unterricht

 

Philipp Bechter, Leiter der Schulsozialarbeit Tirol, versteht die Aufregung nicht, nimmt die Bedenken der Mutter aber ernst. „Sexualität ist ein schwieriges Thema. Die SCHUSO Jenbach wurde gebeten, sich mit der Klasse dahingehend zu beschäftigen, da das Thema Sexualaufklärung im Unterrichtsplan bereits in der ersten Klasse vorgesehen ist“, erklärt Bechter. Zum Einsatz kamen Auszüge aus „Klär mich auf: 101 echte Kinderfragen rund um ein aufregendes Thema“ - ein Buch, das für Schüler ab acht Jahren empfohlen wird. „Es handelt sich um Fachmaterial. Es gibt sicherlich unterschiedliche Meinungen, wie man diese findet“, meint der Sozialarbeiter, der auch darauf verweist, dass die Teilnahme an derartigen Projekte in der Schule freiwillig ist.

 

Palfrader reagiert empört

 

Entrüstet über die gewählte Vorgangsweise zeigt sich die Amtsführende Präsidentin des Landesschulrates, Bildungslandesrätin Beate Palfrader: „Es ist inakzeptabel. Einerseits ist es nicht Aufgabe der Schulsozialarbeit, Aufklärungsunterricht zu halten, und andererseits sind die verwendeten Materialien aus Deutschland nicht für den Unterricht an österreichischen Schulen vorgesehen.“

 

Nun wird es ein Gespräch mit den Sozialarbeitern und der Mutter geben, bestätigt auch Direktor Anton Prock. „Zu ähnlichen Vorfällen darf es nie mehr kommen“, so Palfrader.

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Samuel Thurner

 


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