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Missbrauchsvorwürfe gegen christlichen Motorradclubchef


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Rolf

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Missbrauchsvorwürfe gegen christlichen Motorradclubchef

 

 

 

 

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Turgay Yazar stellt auch Andachten und Predigten auf seinem YouTube-Kanal. Screenshot: YouTube/Turgay Yazar Ministries

Freudenstadt/Uttwil (idea) – Schwere Vorwürfe wegen Manipulation und sexuellen Missbrauchs erheben mehrere Frauen auf Facebook und YouTube gegen den selbst ernannten Apostel, Evangelisten und Chef des christlichen Motorradclubs „True Life“ (Wahres Leben), Turgay Yazar (Freudenstadt). Eine der Betroffenen – Tabea S. – hat ihre Anschuldigungen in einem Video öffentlich gemacht. Nach eigenen Angaben war sie mehrere Monate lang Teil des Evangelisationsteams Yazars. Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte sie, dass sie während einer Lebenskrise Mitte 2016 evangelistische YouTube-Videos von Yazar entdeckt habe. Sie habe ihm über Facebook Unterstützung im Gebet zugesichert. Es sei dann zu Telefonaten und einem Videogespräch über Skype gekommen. Dabei habe er sexuelle Handlungen an sich vorgenommen und von ihr Nacktfotos gefordert. An sexuelle Missbräuche in ihrer Kindheit erinnert, habe sie gehorcht. Einige Wochen später sei es bei einem Treffen in seinem Haus zum Geschlechtsverkehr gekommen. Auch wenn dieser einvernehmlich gewesen sei, fühle sie sich missbraucht, weil er sie so gedrängt habe. Nachdem sie die Gruppe verlassen habe, habe Yazar ihr jeglichen Kontakt zu Mitgliedern des Evangelisationsteams verboten und sie „verflucht“. Nach der Veröffentlichung ihres Videos habe sie mit etwa zwölf Frauen gesprochen, die von sehr ähnlichen Erlebnissen mit Yazar berichtet hätten.

 

Schweizer Pastor: Die Frauen haben Angst

 

Der Pastor einer schweizerisch-brasilianischen Gemeinde in St. Gallen und Altstätten, Patrick Altendorfer (Uttwil), erhebt ähnliche Anschuldigungen gegen Yazar. In mehreren Videos auf seinem YouTube-Kanal „Gott weiss es“ wirft er ihm unter anderem sexuellen Missbrauch, Einschüchterung von Kritikern und Anwendung von Gewalt vor. Gegenüber idea erklärte der Pastor, er wisse von „etwa 20 bis 30 missbrauchten Frauen“ zwischen 18 und 50 Jahren. Der Großteil schweige aus Angst vor Yazar und seinem Motorradclub. Er kenne den YouTube-Kanal von Yazar bereits seit einigen Jahren, habe sich jedoch erst vor kurzem näher mit ihm und den seit Jahren im Internet erhobenen Vorwürfen gegen ihn beschäftigt. Dabei habe er auch Kontakt zu Aussteigern und Betroffenen bekommen. Ihre Aussagen und weitere Recherchen nahm er zum Anlass, auf YouTube kritisch Stellung zu beziehen. Yazar wiederum hat gegen Altendorfer in der Schweiz Klage wegen „Verletzung der Persönlichkeit“ eingereicht. Daraufhin musste der Pastor die entsprechenden Videos vorerst entfernen. Da es bei einer Gerichtsverhandlung mit anschließendem Vergleichsgespräch am 14. Februar in Arbon zwischen ihm und Yazar zu keiner Einigung kam, wird voraussichtlich ein ordentliches Verfahren mit einer Hauptverhandlung folgen. Dort können beide Parteien Belege für ihre Aussagen vorlegen. Laut Altendorfer wollen auch betroffene Frauen dabei aussagen. Ein Termin für die Verhandlung stehe noch nicht fest.

 

Motorradclubchef: Es gibt keinen sexuellen Missbrauch

 

Auf Anfrage von idea sagte der türkischstämmige Yazar – der nach eigenen Angaben in Gefängnissen, im Rotlichtmilieu und unter Motorradbanden evangelisiert –, sämtliche Beschuldigungen gegen ihn seien falsch. Altendorfer habe bei Gericht keine Beweise dafür vorlegen können. Er hoffe, dass bald die Wahrheit ans Licht komme. Dass bislang keine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs gegen ihn vorliege, sei ein Beweis für die Unhaltbarkeit der Vorwürfe: „Es ist eine mediale Hetzkampagne gegen mich gestartet worden, die keinen Bestand hat.“ Der wahre Grund für die Anschuldigungen sei, so Yazar, dass er mit seiner „unangepassten Art“ nicht in das „christliche Weltbild“ vieler Menschen passe. Durch seine kriminelle Vergangenheit spreche und handele er anders als sie. Für die Vorwürfe von Tabea S. habe er wenig Verständnis. Er habe zwar mit ihr ein Verhältnis gehabt, doch von sexuellem Missbrauch könne keine Rede sein. Das gelte sowohl für den Umgang mit ihr wie auch mit anderen Frauen. Am 29. Juni 2016 habe er auf Facebook öffentlich „Buße“ für sexuelle Verfehlungen getan. Er habe gegen Tabea S. Strafanzeige gestellt wegen Rufmords und Verleumdung. Der frühere Muslim hat nach eigenen Angaben fast zehn Jahre im Gefängnis verbracht. Dort sei er, so Yazar, Christ geworden.


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