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Es ist ein Trauerspiel, wie viele Christen Mission ablehnen“


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Rolf

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Es ist ein Trauerspiel, wie viele Christen Mission ablehnen“

 

 

 

 

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Der JuMiKo-Initiator und Gründer der Entwicklungsdienste Christliche Fachkräfte International und Hilfe für Brüder, Pfarrer Winrich Scheffbuch. Foto: nxtwphotos/Andreas Stein

Echterdingen (idea) – „Es ist ein Trauerspiel, wie viele Christen Mission ablehnen.“ Diese Ansicht vertrat der JuMiKo-Initiator und Gründer der Entwicklungsdienste Christliche Fachkräfte International und Hilfe für Brüder, Pfarrer Winrich Scheffbuch (Stuttgart), in einem Seminar bei Deutschlands größter Fachmesse für Berufe in Mission und Entwicklungshilfe, der Jugendmissionskonferenz (JuMiKo). Sie fand am 7. Januar in Echterdingen bei Stuttgart unter dem Thema „Gebet: Gott. Machen. Lassen.“ mit gut 5.000 Teilnehmern statt. Jesus habe einen eindeutigen Befehl gegeben, nämlich: „Geht hin und macht zu Jesusjüngern alle Völker“, sagte Scheffbuch. Er persönlich finde es anziehend, dass in der Mission keine Helden arbeiteten, sondern häufig schwache Menschen und Versager: „Aber Jesus hat mit ihnen etwas gemacht.“ Sie selbst wollten nur „Werkzeug in der Hand des Meisters“ sein.

 

Was ist wichtiger: Evangelistische Verkündigung oder soziale Entwicklungshilfe?

 

Er ging ferner auf die Frage ein, ob evangelistische Verkündigung wichtiger sei als soziale Entwicklungshilfe. Darüber werde auch hinter den Kulissen der JuMiKo diskutiert, berichtete Scheffbuch. Er halte das für einen „nutzlosen Streit“: „Es gibt kein Christenleben ohne Taten der Liebe im Namen von Jesus.“ Allerding tue eine Christenheit, die nur noch die aktuellen politischen, karitativen und moralischen Aufgaben kenne, besser daran, sich „zu liquidieren und den Betrieb dem Roten Kreuz zu vermachen“. Christen hätten in erster Linie nur eine Botschaft: „Sie haben die Nachricht von Jesus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen weiter zu tragen.“

 

Auf Gott vertrauen – auch wenn er scheinbar Gebete nicht erhört

 

Der Leiter des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (ejw), Pfarrer Cornelius Kuttler (Schopfloch bei Freudenstadt), beschäftigte sich in einem Seminar mit dem Thema Gebetserhörung. Manchmal helfe Gott, ein anderes Mal scheine er nicht zu antworten. Oft suchten Christen die Schuld dann bei sich. Sie meinten, sie hätten nicht fest genug gebetet. Christen sollten auch in solchen Situationen auf Gott vertrauen. „Beten heißt zu rufen, auch wenn ich nicht sehe, dass da jemand da ist.“ Wenn Gott wolle, geschehe das, was keiner für möglich halte. Wie er aber auf Gebete reagiere, liege allein bei ihm, „aber er wird uns hören“. Zum Abschluss der Jugendmissionskonferenz wurden rund 50 Kurz- und Langzeitmissionare nach Afrika, Asien und Südamerika sowie Westeuropa ausgesandt. Der Vorsitzende der ChristusBewegung „Lebendige Gemeinde“, Dekan Ralf Albrecht (Nagold), rief unter Bezug auf das Veranstaltungsthema dazu auf, die richtige Balance zwischen „Machen“ und „Lassen“ zu finden: „Gott braucht dich nicht. Aber er will dich gebrauchen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.“

 

2.400 Stellen sind in der Mission frei

 

Großer Andrang herrschte auf der JuMiKo bei den 104 Ausstellungsständen, an denen sich die Besucher über Einsatzmöglichkeiten sowohl im Ausland als auch in Deutschland informieren konnten. Die Mitgliedswerke der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) haben rund 2.400 Stellen frei. Veranstalter der JuMiKo ist die „Lebendige Gemeinde – ChristusBewegung in Württemberg“ in Zusammenarbeit mit Gemeinschafts- und Jugendverbänden, Bibelschulen sowie evangelikalen Missionswerken.


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