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Kirchen spielen „unrühmliche Rolle“ wie im 3. Reich


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Rolf

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Kirchen spielen „unrühmliche Rolle“ wie im 3. Reich

 

 

 

 

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Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel. Foto: picture-alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa

München/Hannover (idea) – Scharfe Kritik an den beiden großen Kirchen in Deutschland hat die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, geübt. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ (München) sagte sie: „Wir wissen mittlerweile, dass die Amtskirchen, egal ob evangelisch oder katholisch, durch und durch politisiert sind. Die Trennung von Staat und Kirche wird nicht mehr eingehalten. Damit spielen weite Teile der Kirchen bis auf wenige Ausnahmen genau die gleiche unrühmliche Rolle, die sie auch im Dritten Reich gespielt haben.“

 

EKD: Frau Weidel soll an Weihnachten „zur Besinnung kommen“

 

Ein Sprecher der EKD in Hannover erklärte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zu den Vorwürfen Weidels: „Diese Entgleisung kommentieren wir nicht. Die vor uns liegenden Festtage sind eine gute Gelegenheit, um zur Besinnung zu kommen. Auch für Frau Weidel.“ Auch die (katholische) Deutsche Bischofskonferenz wollte sich zu der „Polemik” nicht äußern. Sprecher Matthias Kopp (Bonn) sagte lediglich: „Wir wünschen Frau Weidel eine licht- und erkenntnisreiche Weihnacht.” Führende evangelische und katholische Kirchenvertreter hatten wiederholt Kritik an der AfD geübt. So äußerte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, er halte auf der Basis christlicher Grundlagen ein Engagement in der AfD nicht für glaubwürdig.

 

Weidel: Die AfD ist „die einzige christliche Partei“

 

Weidel bezeichnete die AfD in dem Interview ferner als „die einzige christliche Partei, die es noch gibt“. Im Blick auf die CDU äußerte sie, das „C“ im Parteinamen sei ad absurdum geführt worden: „Christliche Werte spielen dort keine Rolle mehr.“ Dagegen gebe es „mit den ‚Christen in der AfD‘ eine sehr große und starke Vereinigung von Gläubigen in einer Partei“. Im Oktober hatte die bisherige Vorsitzende dieser Bundesvereinigung, Anette Schultner (Düsseldorf), ihr Amt niedergelegt und war aus der Partei ausgetreten. Als Grund nannte sie die Radikalisierung der AfD.

 

EAK der CDU/CSU: AfD-Gedankengut widerspricht dem Evangelium diametral

 

Der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (Düren), wies die Vorwürfe Weidels zurück. Bei einer Partei, die zum Kirchenaustritt aufgerufen habe und deren Fraktionsvorsitzende der katholischen und der evangelischen Kirche die gleiche unrühmliche Rolle wie im Dritten Reich unterstelle, könne man schwerlich eine christlich fundierte Programmatik erkennen. Die heutigen demokratischen Verhältnisse mit der Nazizeit zu vergleichen, sei „absurd und diffamierend”. Außerdem bekenne sich die AfD nirgendwo in ihrem Grundsatzprogramm ausdrücklich zum christlichen Menschenbild. Die Äußerungen von Weidel seien ein weiteres Beispiel dafür, wie die AfD auf Spaltung und Polarisierung in der Gesellschaft setze. Rachel: „Diese Partei ist ein Sammelbecken von Leuten mit zum Teil unverhohlen nationalistischem und völkischem Gedankengut, das Menschen ausgrenzen will. Dies widerspricht der Botschaft des Evangeliums diametral.” Die AfD-Fraktionschefin Weidel macht in ihrer Biografie für den Bundestag keine Angaben dazu, ob sie einer Kirche angehört. Die 38-Jährige Diplom-Volkswirtin ist nach eigener Aussage homosexuell, führt mit ihrer Partnerin eine eingetragene Lebenspartnerschaft und hat zwei Kinder.


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