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EKD-Beschluss treibt den Protestantismus auseinander


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Rolf

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EKD-Beschluss treibt den Protestantismus auseinander

 

 

 

 

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Der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis”, Pfarrer Steffen Kern. Screenshot: Youtube/DieApis

Stuttgart (idea) – Der Vorsitzende des Evangelischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis”, Pfarrer Steffen Kern (Walddorfhäslach bei Reutlingen), hat den von der EKD-Synode gebilligten Beschluss des Haushaltsausschusses sowie des Rates der EKD, den finanziellen Zuschuss für die Evangelische Nachrichtenagentur idea zu streichen, als „fragwürdig“ bezeichnet. Der EKD-Synodale äußerte sich dazu in seinem Bericht über die Tagung des Kirchenparlaments vor der württembergischen Landessynode in Stuttgart. Wie Kern – er ist auch stellvertretender Vorsitzender der „Lebendigen Gemeinde“ innerhalb der württembergischen Landeskirche – sagte, muss derzeit niemand in der EKD den Gürtel enger schnallen. 2016 habe die evangelische Kirche 5,5 Milliarden Euro Kirchensteuern eingenommen: „Das ist wohl mit ein Grund dafür, warum der Beschluss, den Zuschuss für idea zu kürzen und mittelfristig zu streichen, viel Kritik und eine eskalierende öffentliche Debatte ausgelöst hat.“ Obwohl es begrüßenswert sei, mit dem Betrag stattdessen auch andere Publikationen aus dem evangelikalen Bereich zu unterstützen, sei die EKD doch eine Begründung für die Streichung der idea-Mittel schuldig geblieben.

 

132.000 Euro sind gemessen am Gesamthaushalt marginal

 

Er halte diesen Schritt für unglücklich, „zuerst weil die Summe von 132.000 Euro gemessen am Gesamthaushalt marginal ist, zweitens weil er – was vorhersehbar war – öffentlich polarisiert und Strömungen des Protestantismus nicht zusammenhält, sondern auseinandertreibt, und drittens, weil er gerade im Reformationsjahr eines vernachlässigt: Freiheit braucht Vielfalt.“ Das gelte insbesondere für die evangelische Publizistik: „Eine Kirche der Freiheit muss verschiedenste Schlagzeilen aushalten, auch wenn es gelegentlich Schlagzeilen mit Schlagseite sind.“ Die EKD wird ihren Zuschuss für idea in den nächsten zwei Jahren kürzen und ab 2020 schließlich vollständig streichen. Das sieht der Haushalt für 2018 vor, den die Synode Mitte November in Bonn verabschiedete. Demnach wird er von bislang 132.000 Euro jährlich auf 90.000 Euro im Jahr 2018 und auf 60.000 Euro im Jahr 2019 gekürzt werden. Ab 2020 soll die seit den 80er Jahren gewährte Finanzspritze entfallen. idea ist das einzige evangelische Medienwerk, dessen Zuschuss gekürzt wird. Der Haushalt wurde bis auf eine Enthaltung – von Kern – einstimmig verabschiedet.


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