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Wir sind nicht zu „Rom“-freundlich


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Rolf

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Weltweite Evangelische Allianz
 
05. November 2017
 
 
 
Wir sind nicht zu „Rom“-freundlich

 

 

 

 

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Bischof Thomas Schirrmacher (Mitte) bei einem Treffen mit dem Erzbischof von Wien, Christoph Schönborn (links), und dem Präsidenten der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (rechts). Foto: Thomas Schirrmacher

Rom/Bonn (idea) – Die Weltweite Evangelische Allianz hat Kritik zurückgewiesen, sie kooperiere zu eng mit Spitzenvertretern der römisch-katholischen Kirche. Sie reagiert damit auf Kritik, die die Spanische und Teile der Italienischen Evangelischen Allianz vorgebracht hatten. „Uns wurde vorgeworfen, in eine spirituelle Union mit dem Antichristen einzutreten“, schreiben der stellvertretende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Bischof Thomas Schirrmacher (Bonn), und der Botschafter der Allianz beim Vatikan, Thomas K. Johnson (Rom), in einem Grundsatzbeitrag. „Einige Evangelikale weigerten sich, an Treffen mit uns teilzunehmen, weil wir Papst Franziskus die Hand gegeben haben.“ Interessanterweise geschehe das nicht nach Begegnungen mit orthodoxen Christen, Muslimen, Buddhisten oder Hindus. Es sei nötig, auf respektvolle Weise mit Vertretern der katholischen Kirche zusammenzuarbeiten. Das bedeute nicht, eigene theologische Überzeugungen aufzuweichen oder zu ändern: „Wir haben wiederholt die Autorität der Heiligen Schrift und die Erlösung durch Glaube und Gnade allein bekräftigt.“ Man könne sehr wohl eng mit Vertretern anderer Konfessionen befreundet sein und trotzdem skeptisch gegenüber einzelnen theologischen Auffassungen bleiben. Aber um auch Außenstehende für den christlichen Glauben und die biblische Botschaft zu interessieren, sei es nötig, innerchristliche Geschlossenheit zu demonstrieren.

 

Die größte Gefahr für die Rechtfertigungsbotschaft ist nicht die katholische Kirche

 

Die größte Gefahr für die Lehre von der Rechtfertigung allein aus Gnade stelle nicht die römisch-katholische Kirche dar, sondern Debatten unter Protestanten und Evangelikalen, schreiben Schirrmacher und Johnson. Dazu gehörten unter anderem eine Unkenntnis der Bibel und Lehren, die die Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes kleinredeten oder ganz verneinten. Der Papst hingegen lehre inzwischen selbst die Rechtfertigung des Menschen aus dem Glauben heraus. Die theologischen Differenzen zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche seien heute andere als zu Zeiten der Reformation. So sei etwa die katholische Marienverehrung für Protestanten in der Gegenwart ein größeres Hindernis als zu Martin Luthers (1483–1546) Zeiten.


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