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Sollte sich die Kirche an einer Homosexuellen-Parade beteiligen?


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Rolf

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Sollte sich die Kirche an einer Homosexuellen-Parade beteiligen?

 

 

 

 

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Der Journalist Thorsten Alsleben und die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein. Fotos: Privat; Martin Kirchner

Wetzlar (idea) – Die evangelischen Berliner Kirchenkreise werden sich am 22. Juli in Berlin mit einem Wagen an der Homosexuellen-Parade „Christopher Street Day“ (CSD) beteiligen. Sie wollen auf einem Sattelschlepper unter dem Motto „Trau Dich“ für die kirchliche Trauung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften werben. Ist das eine gute Entscheidung? Eine führende Kirchenvertreterin und ein evangelischer Journalist äußern sich dazu in einem Pro und Kontra für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

 

Pro: Die Kirche wirbt für die „Trauung für alle“ und Gottes Liebe zu den Menschen

 

Nach Ansicht der Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein ist der CSD eine gute Gelegenheit, auf die „Trauung für alle“ aufmerksam zu machen. Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hatte sie im vergangenen Jahr beschlossen. Man werbe damit „für eine Lebensbeziehung, geschlossen vor Gott in wechselseitiger Verantwortung füreinander auf der Basis liebenden Vertrauens“, so Trautwein. Die Kirche wolle auch zeigen, dass sie um ihre „eigene schuldhafte Verstrickung in die Diskriminierungs- und Verfolgungsgeschichte von Homosexuellen“ wisse. Man sage ihnen heute: „Ihr seid mit eurer Art zu lieben akzeptiert und willkommen.“ Jedem, der meine, davon stehe nichts in der Bibel, dem entgegne sie, so Trautwein: „Es reicht nicht, die Bibel zu zitieren, sondern wir sind gehalten, sie von ihrer Mitte her zu verstehen. Diese Mitte bezeugt die Liebe Gottes zu seinen Menschen, sie zeigt einen Gott, der die Arme weit geöffnet hat.“

 

Kontra: Eine Kirche, die sich der Homosexuellen-Bewegung anbiedert, verfehlt ihren Auftrag

 

Gegen eine Mitwirkung der Kirche am CSD wendet sich der Journalist Thorsten Alsleben, Hauptgeschäftsführer eines wirtschaftspolitischen Verbandes in Berlin. „Wenn die Kirche ihre Beteiligung als politische Botschaft nutzt oder zur Anbiederung an die Homosexuellen-Bewegung, hat sie ihren Auftrag verfehlt“, schreibt der frühere ZDF-Hauptstadtkorrespondent. Nachdem der Bundestag die völlige Gleichbehandlung von Homo- und Heterosexuellen beschlossen habe, sei der CSD keine politische Demonstration mehr, sondern eine „Spaßveranstaltung“. Statt „Ehe für alle“ proklamierten einige „Sex mit allen“. Alsleben: „In unserem freien Land ist das alles möglich. Nur sollte die Kirche sich damit nicht gemein machen.“ Nach seiner Ansicht ist eine Beteiligung der Kirche am CSD nur dann vertretbar, wenn sie dort die „heilsbringende Botschaft“ von Jesus Christus verkündige und Seelen rette. Denn der letzte Befehl Jesu an seine Jünger sei nicht gewesen „Behandelt Homo-Paare genauso wie heterosexuelle Paare“, sondern „Geht hin und machet zu Jüngern alle Völker“.


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