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Charismatisch-ökumenische MEHR-Konferenz mit Vatikanprediger Cantalamessa


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#1
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Charismatisch-ökumenische MEHR-Konferenz mit Vatikanprediger Cantalamessa

 

 

 

Veröffentlicht: 7. Januar 2017
 

 

 

Der italienische Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa wurde von Johannes Paul II. zum „Päpstlichen Hausprediger“ ernannt und hat seit über drei Jahrzehnten dieses Amt inne.

 

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Er hat sich durch sein häufiges Lob für Martin Luther in protestantischen Kreisen ebenso beliebt gemacht wie durch seine charismatischen Aktivitäten in der Pfingstlerszene und bei katholischen Erneuerungsbewegten.

 

Derzeit läuft die charismatisch-ökumenische MEHR-Konferenz in Augsburg mit ca. 10.000 Teilnehmern. Das neo-konservative und erscheinungsbewegte Spektrum, wozu auch die katholische Nachrichtenseite „kath.net“ gehört, ist von diesem Kongreß seit Jahren sehr angetan.

 

Diesmal ist Pater Cantalamessa als prominenter Redner auf dieser Mega-Veranstaltung des „Gebetshauses Augsburg“ mit von der Partie. Am Dreikönigsfest predigte er dort in der hl. Messe über Lobpreis und Anbetung, worüber „kath.net“ berichtet: 

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Vorigen Herbst trat der päpstliche Hausgeistliche auf dem  –  größtenteils von pfingstlerischen Protestanten geprägten  –  Kongreß „Pfingsten 21“ in Würzburg auf, ebenso Dr. Johannes Hartl (siehe Foto), katholischer Theologe und Leiter des bereits erwähnten Gebetshauses Augsburg:

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(Sehn-)Sucht nach einem neuen Pfingsten

Dabei ging es um die „Sehnsucht nach einem neuen Pfingsten im 21. Jahrhundert“  – also die typisch charismatische Erwartung einer allgemeinen Erweckung in der Christenheit als angeblicher Vorbote für die Wiederkunft Christi.

 

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BILD: Dr. Johannes Hartl, Leiter des Augsburger Gebetshauses, hier auf der MEHR-Konferenz 2016 (Fotoquelle:

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)

 

Bei seiner Karfreitagspredigt 2016 im Vatikan hatte der Kapuzinerpater wie so oft wieder ein Loblied auf die „Reformation“ gesungen. Zu den verheerenden Folgen der Glaubensspaltung (darunter ein von Luther selbst eingeräumter Sittenverfall oder auch der 30-jährige Krieg) hat sich der Prediger nicht geäußert.

 

Wie der kath. Nachrichtendienst ZENIT damals berichtete, erklärte Cantalamessa, Luther habe die „Wahrheit“ über Gottes „Gerechtigkeit“ erst wieder „ans Licht gebracht“. Er spielte damit auf die reformatorische Rechtfertigungslehre an, wonach allein der Glaube selig und „gerecht“ mache; die Einhaltung der göttlichen Gebote und gute Werke seien zwar erfreulich, so Luther, aber nicht heilsnotwendig.

 

Angeblich habe die Kirche in den Jahrhunderten zuvor den Sinn für Gottes wahre Gerechtigkeit verloren, bedauerte Cantalamessa. Doch es sei der Reformation zu „verdanken“, daß sie wieder entdeckt worden sei.

Katholisches Lehramt gegen Werkgerechtigkeit

In Wirklichkeit hat die katholische Kirche schon in der Frühzeit des Christentums jede falsche Werkgerechtigkeit oder Leistungsfrömmigkeit abgelehnt, weshalb sie der Irrlehre des Pelagius entschieden widersprach. Dieser hatte erklärt, die Gnade Gottes sei zwar eine helfende Zugabe, aber nicht absolut notwendig, da ein nach Gerechtigkeit strebender Mensch die Gebote Gottes auch aus eigener Kraft einhalten könne.

 

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Dem hat die katholische Kirche ihre biblisch begründete Gnadenlehre entgegengesetzt, wonach Gottes Huld und Hilfe den Menschen überhaupt erst zum Glauben und zur Nachfolge Christi befähigt.

 

Die Betonung der Gnade Gottes ist also keine „Entdeckung Luthers“, wie Pater Cantalamessa suggeriert, sondern seit jeher katholische Lehraufassung gewesen und geblieben; sie wurde von Thomas v. Aquin ebenso betont wie vom Trienter Konzil bestätigt. 

 

2015 erklärte der päpstliche Hofprediger laut „Livenet“-

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auf einem evangelisch-charismatischen Kongreß sogar, er habe sich auf einer pfingstlerischen Veranstaltung in Kansas City 1977 gleichsam zum zweiten Mal „bekehrt“, als er dort die „Geistestaufe“ empfangen habe. Cantalamessa weiter: „Wir werden Busse tun über alle unsere Abspaltungen. Der Herr giesst seinen Geist in allen Kirchen aus.“

 

Zudem erklärte er darüber: „Die Geisttaufe änderte meine Einstellung den anderen christlichen Kirchen gegenüber –  nicht aufgrund von theologischen Überlegungen, sondern ganz spontan, ohne dass ich es selbst wahrgenommen hatte. Gemeinsam mit der Gabe des Geistes war die Gnade der Einheit gekommen.“  
 
(Quelle:

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– dort auf S. 18 unten)
Erwartung einer weltweiten Erweckung

Zurück zur charismatischen Hoffnung auf ein „neuen Pfingsten“. Seit Jahrzehnten wollen „Geistbewegte“ eine Zeit großartiger weltweiter „Erweckung“ herbeireden, indem sie eine Art Neuauflage des Pfingstereignisses ankündigen.

 

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Diese Endzeitschwärmerei stimmt allerdings mit der nüchternen biblischen Prophetie nicht überein. Aber das enthusiastische Wunschdenken ist hier offenbar stärker als der Sinn für die Wirklichkeit.

 

In seiner vierten Vatikan-Fastenpredigt im Jahre 2009 erklärte Pater Cantalamessa diesbezüglich:

 

„Dieselbe Spannung zwischen Verheißung und Erfüllung, die in der Schrift hinsichtlich der Person Christi zu bemerken ist, ist auch hinsichtlich der Person des Heiligen Geistes festzustellen.

 

Wie Jesus zunächst in der Schrift verheißen und dann im Fleisch offenbar war und schließlich in seiner endgültigen Wiederkunft erwartet wurde, so wurde auch der Geist, einst „Verheißung des Vaters“, an Pfingsten gegeben und wird jetzt erneut „mit unausdrückbarem Seufzen“ vom Menschen und von der ganzen Schöpfung erwartet und angerufen, die die Fülle seines Geschenkes erwarten, nachdem sie dessen Erstlingsfrucht gekostet haben.“

 

Pfingsten war also – wohlgemerkt – nur eine „Erstlingsfrucht“ des Heiligen Geistes, mit größeren Ereignissen ist erst in der Zukuft zu rechnen.

Theologischer Rückgriff auf Joachim von Fiore

Der Geistliche neigt zur Lehre von den „drei Zeitaltern“ des mittelalterlichen Mönches Joachim von Fiore, die von der Kirche nie anerkannt wurde, wenngleich er diese Thesen zu spiritualisieren versucht.

 

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Vereinfacht gesagt bedeutet die Drei-Reiche-Lehre: Der Alte Bund war die Epoche des Vaters, der Neue Bund ist die Epoche des Sohnes – und in der Endzeit folgt die Epoche des Heiligen Geistes, das „Dritte Reich“ (wie die Joachimiten es damals nannten).

 

Pater Cantalamessa predigte weiter:

 

„Was meint Jesus, wenn er den Heiligen Geist „Verheißung des Vaters“ nennt? Wo hat der Vater diese Verheißung getan? Das gesamte Alte Testament ist, so könnte man sagen, eine Verheißung des Geistes. Das Werk des Messias ist ständig so präsentiert, daß es seinen Höhepunkt in einer neuen universalen Ausgießung des Geistes Gottes auf Erden findet.

 

Der Vergleich mit dem, was Petrus am Pfingsttag sagt, zeigt, daß Lukas insbesondere an die Prophezeiung Joels denkt: „In den letzten Tagen wird es geschehen, so spricht Gott: Ich werde von meinem Geist ausgießen über alles Fleisch“ (Apg 2,17).“

 

 

Zur erwähnten AT-Prophezeiung Joels hierzu einige Klarstellungen:

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Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 

 

Hier drei weitere Artikel zur MEHR-Konferenz und einigen bisherigen Referenten:
ARNE ELSEN:

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BOB FRASER:

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HEIDI BAKER:

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Fotos: Radio Vatikan, Dr. Bernd F. Pelz, Archiv


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#2
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Die MEHR-Konferenz und der „Hammersegen“

 

 

 

Veröffentlicht: 13. Januar 2017

  Von Felizitas Küble

 

 

Allenthalben wird auf katholischen Webseiten   –  von der konservativen bis hin zur traditionellen Richtung  –  positiv bis begeistert über die charismatisch-ökumenische MEHR-Konferenz berichtet.

Personen und Gruppen, die sonst mit einem überschäumenden Ökumenismus eher wenig am Hut haben und überdies Wert auf eine gediegende liturgische „Form“ legen oder direkt der alten Messe anhängen,  lassen sich seit einiger Zeit in zunehmendem Maße von schwarmgeistigen Tendenzen beeindrucken.

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Ich frage mich, ob nicht einmal die Tatsache, daß im Gebetshaus Augsburg  –  dem Träger der MEHR-Konferenz  –  fleißig der Hammersegen propagiert und praktiziert wird, zum kritischen Nachdenken anregt.

Oder hält man etwa das sogenannte „Ruhen im Geist“ ernsthaft für eine Manifestation des Heiligen Geistes?

Handelt es sich bei diesem plötzlichen und tranceartigen Umkippen, wie MEHR-Leiter Dr. Johannes Hartl behauptet, um eine „Kraftbezeugung Gottes“? Vermittelt dieser „Toronto-Segen“ (wie er in protestantischen Kreisen genannt wird) neuerdings eine besondere Gotteserfahrung?

Wirkt unser HERR in solchen enthusiastischen Stimmungsmomenten auf ganz ungewöhnliche Weise? Zeigt er in der „Ohnmacht“ der Rückwärtskippenden seine außerordentliche „Macht“?

 

Mehr-Konferenz mit „Ruhen im Geist“ inklusive

 

Daß auch in diesem Jahr auf der MEHR-Konferenz wieder  – wie dort üblich  –  munter der „Hammersegen“ erteilt wurde, wird von Fan-Seite selber geschildert, zB. hier unter dem bezeichnenden Motto Viel Spass und viel Segen

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Daß es sich hierbei aber nicht um Ausrutscher oder Auswüchse am Rande dieser Mega-Veranstaltung handelt, ist für jeden klar, sich der sich der charismatischen Szenerie auskennt  –  einmal abgesehen davon, daß der katholische Theologe Dr. Johannes Hartl selber kein Geheimnis daraus macht, wie großartig er dieses Phänomen findet, das man aus der pfingstlerisch-protestantischen Bewegung seit über 100 Jahren kennt, seit einigen Jahrzehnten aber auch in katholisch-charismatischen Kreisen.

 

Dr. Hartl: „Meine aufregende Reise ins Gebet“

 

Dr. Hartl schreibt in seinem Buch „In meinem Herzen Feuer   –  Meine aufregende Reise ins Gebet“ im Kapitel „Heiliges Chaos“ (!), bei dem sog. „Ruhen im Geist“ handle es sich um eine „Kraftbezeugung Gottes“, die er bereits 1999 bei einem von ihm geleiteten Jugendwochenende beobachtet habe.

Während der üblichen Lobpreismusik ging es dort richtig rund – und dann kam ER (gemeint ist Gott):

 

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„Doch während des 2. Liedes kommt er. Und übernimmt die Kontrolle…Ohne dass jemand sie berührt, beginnen Einzelne, umzufallen. Bum!…Die Betroffenen berichten, sie seien von der Kraft Gottes überwältigt worden….Im ganzen Raum fallen Jugendliche um und bleiben liegen….Einige liegen ganz ruhig am Boden und berichten hinterher, den Frieden und die Liebe Gottes auf tiefe Weise erfahren zu haben.

Andere beginnen laut zu weinen, weil Gott Bereiche intensiven Schmerzes in ihnen berührt. Andere lachen, weil sie Gottes Freude in sich spüren, anderen haben Visionen der geistlichen Realität, einige sogar über lange Zeit hinweg.“

Dr. Hartl wird nun klar: „Jemand hat mir die Leitung aus der Hand gemommen. In alledem jedoch die überwältigende Präsenz von etwa Heiligem. Von jemand Heiligem.“

Wirkt der Heilige Geist gegen Verstand und Bewußtsein?

Hierzu stellen wir fest:

  1. Der Heilige Geist wirkt grundsätzlich nicht gegen oder völlig ohne Verstand und Bewußtsein, sondern erleuchtet unsere Erkenntnis und unsere Vernunft mit dem Licht des Glaubens. Die Gnade baut auf der Natur auf –  aber er überwältigt sie nicht, er „wirft sie nicht um“, denn Gott ist ein Freund der menschlichen Freiheit, die ER selber uns verliehen hat.
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  3. Als Katholiken sind wir überzeugt, daß uns durch das Sakrament der Firmung die Sieben Gaben des Heiligen Geistes (die zudem auch ausdrücklich biblisch bezeugt sind) schenkt, wobei wir diese Gnadengabe Gottes in unserem Leben fruchtbar machen sollen. Zu den „7 Gaben“ gehören interessanterweise auch die Gabe des VERSTANDES und der WISSENSCHAFT (Erkenntnis) sowie der WEISHEIT. Will jemand ernsthaft behaupten, beim quasi-ohnmächtigem Umkippen seien Verstand, Weisheit und Wissenschaft wirksam?
  4.  
  5. Es ist in zweitausend Jahren nicht in einem einzigen Fall bezeugt worden, daß bei einem Sakrament, welches besonders den Heiligen Geist und seine Gaben vermittelt (Taufe, Firmung, Priesterweihe) jemals jemand „im Geiste geruht“ hat. Nun wissen wir aber im Glauben, daß bei der sakramentalen Begegnung mit Gott tatsächlich auch seine Gaben und wirksame Gnaden verliehen werden. Freilich kommt es hierbei aber keineswegs zu charismatischen Manifestationen wie dem Hammersegen, „Heiliges Lachen“, „Heiliges Weinen“, Zungenreden usw.
  6.  
  7. Unser Glaube beruhnt nicht in erster Linie auf dem Gefühl, schon gar nicht auf ekstatischen, außer Kontrolle geratenen Emotionen oder Trance-Erfahrungen ähnlich wie bei Zen oder Yoga. Auch und gerade der Heilige Geist ist ein Gott der Ordnung, Besonnenheit und Nüchternheit, wozu beispielsweise der Apostel Paulus die damaligen Gemeinden in seinen Briefen häufig ermahnt.

Weitere Infos zur Hammersegen-Problematik:

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HIER sechs weitere Artikel über die MEHR-Konferenz und das Gebetshaus Augsburg:

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#3
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„Ruhen im Geist“? – Rückwärtsfallen in Trance existiert auch in Esoterik und Heidentum

 

 

 

Veröffentlicht: 13. Januar 2017 | Autor:

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Warum der „Hammersegen“ kein christliches Phänomen ist

 

 

 

Immer häufiger tritt in charismatischen bzw. pfingstlich gepräg­ten Versammlungen ein Phänomen auf, das von Anhängern dieser Bewegung „Ruhen im Geist“ genannt wird. „Erschlagen werden im Geist“ („slain in the spirit“) ist eine andere Bezeichnung dafür.

 

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Bemerkenswert ist, daß der überwiegende Teil der Leute, die von dieser Geisteswirkung erfaßt werden, nicht nach vorne, sondern auf den Rücken fallen. So berichtet jemand zeugnishaft, der früher einer extremen charismatischen Gemeinde angehörte und sich inzwischen davon distanziert hat: 

 

„Unter Handauflegung von Reinhard Bonnke wurde ich wie von einem Blitz getroffen und nach hinten auf einen harten Steinboden geschleudert, wobei jegliches körperliche Gefühl verschwunden war. Verletzt wurde ich bei die­sem Sturz nicht. Bei einer anderen Handauflegung erlebte ich für einige Sekunden, wie ich aus meinem Körper herausschwebte und eine beglückende Schwerelosigkeit mich umfing. Gleichzeitig fiel ich nach hinten.“

 

Gibt es jedoch Hinweise in Gottes Wort für das Fallen auf den Rücken? Die Bibelstellen, die davon berichten, deuten an, daß bei solchen Ereignissen ein Gericht Gottes vorliegt. Als der Hohe­priester Eli die Nachricht erfährt, daß die Bundeslade von den Philistern geraubt worden ist, fällt er rücklings vom Stuhl und erschlägt sich (1. Sam. 4,18). Gott hatte dies vorher als Gericht angekündigt (1 Sam 2,34 und 3,11).

 

In Jesaja 28 spricht Gott ab Vers 7 von dem Gericht über die falschen Propheten. Der 13. Vers sagt schließlich: „…daß sie hingen und rücklings fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden.“ Dies ist um so mehr bemerkenswert, als die Verse unmit­telbar davor (Vers) von Paulus in 1. Kor. 14 zitiert werden.

 

Der Mensch, der sich vor Gott aufs Angesicht wirft, bedeckt seine Blöße. Wer aber auf dem Rücken liegt, deckt sie auf. Es ist der Geist des Widersachers, der den Menschen entblößt (Offb 16,15), nie und nimmer aber ist so etwas das Wirken des Heiligen Geistes.

 

Ruhen im Ungeist: Ritual aus der Finsternis

 

Auch weiß man von der Missionsgeschichte, wie Menschen durch das Wirken dämonischer Geister auf den Rücken fallen. 

 

 

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So wird in dem Buch „Chinas Märtyrer“ berichtet, wie die Chinesen, die am Boxeraufstand teilnahmen, sich einem besonderen Ritual unterzogen. Der betreffende Initiand mußte sich in einem Kreis stellen, sich verbeugen und Beschwörungsformeln so lange aufsagen, bis der angeru­fene Geist kam und von ihm Besitz nahm, wobei er rücklings platt auf die Erde fiel. Er geriet in Trance und erwachte erst  wieder aus diesem Zustand, wenn der Zeremonienmeister seine Stirn be­rührte.

 

Auch aus heidnischen Religionen kennt man solche Phänomene. So schreibt Rabi Maharaj in seinem Buch „Der Tod eines Guru“ unter der Worterklärung Shakti Pat: 

 

„Bezeichnet die Berührung des Guru, gewöhnlich seiner rechten Hand an der Stirn des Anbetenden, die übernatürliche Wirkungen hat… Durch Verabreichung des Shakti Pat wird der Guru zum Kanal der Urkraft, der kosmischen Kraft, wel­cher das ganze Universum zugrunde liegt… Die übernatürliche  Wirkung des Shakti durch die Berührung des Guru kann den Anbeten­den zu Boden werfen, oder er kann ein helles Licht wahrnehmen und eine innere Erleuchtung oder eine sonstige mystische oder psychi­sche Erfahrung machen.“

 

Bekannter Vorgang aus der Hypnose

 

Karl Guido Rey berichtet in seinem Buch „Gotteserlebnisse im Schnellverfahren“, wie die Mesmeristen ihre Schüler in Hypnoseexperimenten rücklings fallen ließen. Sie bezeichneten es als „Expe­rimente der magnetischen Anziehungskraft“ (Seite 88).

 

Mesmerismus und Hypnose sind praktisch identisch. Franz Anton Mesmer gilt als Begründer des Suggestionsbegriffs.

 

Auf gleicher Ebene sind die Darbietungen des russischen Hypnotiseurs Kasparowskis in öffentlichen Stadien. Menschen sin­ken auf den Rücken, die Gesichter tranceähnlich mystisch verzückt bis verzerrt.

 

Es handelt sich hier eindeutig um das Wirken des Verführers, dessen Auftreten mit lügenhaften Zeichen und Wundern (2 Thess 2,9-11) uns für das Ende der Tage von der Bibel vorausgesagt ist.

 

 

Quelle und vollständiger Text des evangelikalen Autors Alexander Seibel hier:

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Fotos: Dr. Bernd F. Pelz, Archiv


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#4
Laene

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Ruhen im Geist, Hammersegen, Rückwärtsfallen - Trance?

 

Ich war nicht dabei, verspüre auch keine Ambitionen mir so etwas anzutun.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das so ein Unfug etwas mit dem heiligen Geist zu tun hat.

 

Warum lesen die Menschen nicht einfach mal nur die Bibel?


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#5
Rolf

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Johannes Hartl – ein verlängerter Arm der katholischen Kirche? (Hans-Werner Deppe)

 

 

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(Quelle: Hans-Werner Deppe

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)

 

 

johannes_hartl.jpg

 

Gerade im Jahr des Reformationsjubiläums schlägt ein Trend unter Evangelikalen vollends durch, der die Reformation quasi umkehrt: eine Rückkehr zum Katholizismus. Nur eines von vielen aktuellen und besorgniserregenden Beispielen ist, wie der katholisch-charismatische Autor und Prediger Johannes Hartl von Evangelikalen empfohlen, gepriesen und vermarktet wird. Hartl ist Gründer und Leiter des Augsburger Gebetshauses, einem Ableger des „International House of Prayer“, das 1999 von dem Extrem-Charismatiker Mike Bickle ins Leben gerufen wurde. Das Augsburger Gebetshaus veranstaltet jährlich zu Jahresbeginn die MEHR-Konferenz, die dieses Jahr einen Rekordbesuch von etwa 10.000 meist jungen Teilnehmern verzeichnete. Redner waren u.a. der päpstliche Hofprediger Raniero Cantalamessa aus dem Vatikan. Neben viel Popmusik-Lobpreis stand auch die gemeinsame Eucharistiefeier – die katholische „unblutige Wiederholung des Kreuzesopfers“ im Zentrum dieser Konferenz.

 

Einerseits also eine klar römisch-katholisch und zugleich charismatisch geprägte Sache, aber andererseits fungierte Hartl im November 2016 auch als Hauptredner auf dem Männertag des Forums Wiedenest, ursprünglich einem Werk der Brüderbewegung. Vereinzelt geäußerte Bedenken wurden von den Wiedenster Verantwortlichen mit dem Hinweis zurückgewiesen, Hartl habe doch so eine „klare Verkündigung“. Hartl gilt als einer der gefragtesten Redner auf evangelikalen Großveranstaltungen und sprach u.a. auch auf dem Willow-Creek-Leitungskongress im Februar 2016 in Hannover. Seine Bücher werden vom evangelikalen Verlag SCM R. Brockhaus verlegt. Momentan läuft eine groß angelegte Werbekampagne für sein neuestes Buch „Einfach Gebet“. Per E-Mail, Briefpost-Flyern, sozialen Netzwerken und Videos wird SCM-Kunden dieses Buch als Must-Have angepriesen. Alexander Seibel schrieb bereits 2015:

Die unkritische Anerkennung Hartls unter Evangelikalen verdeutlicht, wie wichtig die reformatorischen Grundsätze

„Johannes Hartl ist auch wegen seiner Eloquenz nicht nur in der katholisch-charismatischen Strömung ein neuer Star geworden. Dank der Remystifizierung der Evangelikalen, die mit Richard Fosters Megabestseller „Nachfolge Feiern“ vor ca. 30 Jahren ihren Anfang nimmt, wird er auch in der evangelikalen Welt immer beliebter und einflussreicher werden.“

  • allein die Schrift
  • allein aus Glauben
  • allein durch Gnade
  • allein durch Christus

sind, um auf dem biblischen Glaubensweg zu bleiben und das nötige geistliche Unterscheidungsvermögen zu haben, um nicht solchen immer tückischer werdenden Abirrungen auf den Leim zu gehen. Genau das soll Sinn und Zweck dieses Artikels sein – nicht in erster Linie ein Verurteilen von Johannes Hartl oder seines Gebetshauses, sondern eine Verdeutlichung, a) wie täuschend und scheinbar bibeltreu Verführungen aus dem katholischen und charismatischen Spektrum heute auftreten, B) wie hilfreich und nötig die Solae („allein“) der Reformation dafür sind, verfängliche Strömungen aufzudecken, c) wie dringend nötig wir eine Verbesserung der eigenen biblischen Verkündigung brauchen, wenn als Hauptredner unserer Veranstaltungen katholische Charismatiker importiert werden müssen.

 

Zweifellos gibt Hartl in seinen Vorträgen und Publikationen viel von sich, was biblisch und geistlich erweckend klingt. In ethischer Hinsicht sind Hartls Vorträge sicher auch größtenteils richtig, denn in punkto Werte und Gebote gibt es großflächige Überschneidungen zwischen bibeltreuem und katholischem Glauben. Unter meinen bibeltreuen Bekannten stoße ich immer wieder auf Empfehlungen von Hartls Vorträgen und Büchern. Etliche bibeltreue Christen beurteilen den gesamten Aufbruch um das Augsburger Gebetshaus – dort wird seit mehreren Jahren rund um die Uhr (im katholischen Sinne) gebetet – als echte Erweckung und Werk Gottes.

 

Wie gesagt, soll das hier gar nicht in Abrede gestellt oder verurteilt werden. Da mögen gute Motive zugrunde liegen. Allerdings kommt es auf gute Motive nicht an, sondern darauf, ob es sich um gesunde biblische Lehre auf Grundlage des Evangeliums handelt oder um falsche Lehre und Verführung. Paulus begrüßte eine biblisch richtige Verkündigung sogar bei schlechten Motiven (Phil 1,18), warnt hingegen vor der Verkündigung von einem “anderen Jesus … anderen Geist … anderen Evangelium” durch täuschend geistlich wirkende Leute “in Gestalt eines Engels des Lichts”, worauf die Korinther sogar bereits hereingefallen waren (1Kor 11,4.15).

 

Wenn Katholiken wie Hartl über christliche Themen sprechen, mag das in den Ohren von Bibeltreuen oberflächlich betrachtet durchaus gut und richtig klingen. Vieles mag auch richtig sein, ein Großteil Wahrheit ist mit einer entscheidenden Portion Irrtum vermengt. Zudem werden Begriffe wie Kreuz, Glaube, Gnade, Erlösung oder Gebet usw. auch von katholischen Rednern und Autoren gern verwendet, und dann denken Bibeltreue an das, was sie aufgrund der biblischen Lehre darunter verstehen. Aber in der katholischen Kirche wird etwas ganz anderes unter diesen Begriffen verstanden. Gnade z.B. ist im Katholizismus eine Art mystische Substanz, die Gott dem Menschen aufgrund von Verdiensten einflößt. Unter Buße und Vergebung wird das rituelle Sakrament der Beichte verstanden.

 

Wolfgang Nestvogel erklärt in einem Vortrag über den Judasbrief, dass Verführer sich typischerweise unmerklich „einschleichen“ und quasi durch die Hintertür in bibeltreue Kreise eindringen (Judas 1,4). Auch die besagte Beschlagnahme und Uminterpretation eigentlich biblischer Begriffe gehört zu dieser Methode. Irrlehrer „kapern“ sozusagen diese biblischen Begriffe. Deshalb müssen wir immer genau hinschauen, was denn vom Kontext und Hintergrund des Redners oder Autors mit dem Begriff gemeint ist. Nestvogel nennt auch insbesondere Johannes Hartl als Beispiel für diese Unterwanderung der Evangelikalen. Sein Vortrag kann unter

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heruntergeladen werden (über Hartl ab Minute 49:00).

Die charismatische Ausrichtung von Hartl

Im Folgenden möchte ich einfach einige Informationen, Fakten und Zitate zu Johannes Hartl zusammentragen, um dann anschließend ein Resümee zu ziehen. Zunächst: Wer ist Johannes Hartl? Der Informationdienst Topic (12/2016) schreibt in seinem Bericht über Hartls begeisterte Aufnahme am Wiedenester Männertag:

 

In seinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ beschreibt Hartl selbst seine „Geistestaufe“ und seine „Bekehrung“ ein halbes Jahr später (Seite 18-20):

 

 

„Hartl (Jahrg. 1979) ist ein überzeugter Katholik, der seinen christlichen Weg u. a. beim Studium der Mystiker wie Teresa von Avila oder Henri Nouwen begann. In der Jugendarbeit der Charismatischen Erneuerung erlebt er eine pfingstlerische „Geistestaufe“. Erst ein halbes Jahr später „bekehrt“ sich Hartl … Er liest Bücher von Extrem-Charismatikern wie Mike Bickle oder Yonggi Cho. 2003 … bekommt er von Kim Kollins, einer katholischen Charismatikerin, die Vision geschildert, dass es einen Ort geben solle, an dem Tag und Nacht gebetet würde. Kollins nimmt die Hartls mit zum International House of Prayer, einem überkonfessionellen Gebetszentrum in den USA, das von Mike Bickle geleitet wird. Dort erhält Hartl eine Vision für ein Gebetshaus in Deutschland, das er dann mit anderen 2007 in Augsburg eröffnet.“

 

Hartl hat auch einen Doktorgrad in Theologie erworben; seine Dissertation hat den Titel „Metaphorische Theologie“. Die wirft allerdings Fragezeichen auf, was seine grundsätzliche Haltung zur Bibel betrifft, wenn er schreibt:

 

 

„… mehr aus Langeweile heraus, dass ich diesem Aufruf nach vorne folge. Wer den Heiligen Geist empfangen wolle, könne vorne für sich beten lassen … Was folgt, ist das, wofür ich bis heute Zeuge bin: Gott küsst mich … Das ist der Heilige Geist … Doch es vergeht ein halbes Jahr, bis ich zufällig höre, man könne „Jesus sein Leben übergeben“. Ja, das will ich. Vielleicht ist das das Geheimnis. Ich habe ihn nie bereut, diesen Vertrag, den ich an jenem Sonntagvormittag in meinem Zimmer in mein Tagebuch schreibe: „Ich übergebe dir mein Leben, ganz und voll. Und du gibst mir dafür deinen Heiligen Geist für immer, ganz und voll.” Etwas dreist vielleicht, doch von Herzen …“ (Zitat übernommen von

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. Dieser ausführliche Artikel von Georg Walter bietet viele fundierte Informationen zu Johannes Hartl.)

„Auch darf die Theologie nicht vergessen, dass die Anfänge des Glaubens über weite Strecken hinweg von einer naiven religiösen Weltsicht geprägt waren. Die Israeliten glaubten an einen an ihrer Seite kämpfenden Gott, die frühen Christen an einen in Jesus Mensch gewordenen, Wunder wirkenden, die Erde einst richtenden Gott … Metaphorische Theologie ist Theologie unterwegs zu einer zweiten Naivität … Metaphorische Theologie lädt ein zu einer Hermeneutik des Vertrauens. Sie ermöglicht einen rational verantwortbaren Wiedereinstieg in die religiöse Bildwelt – wissend, dass es sich um eine Bildwelt handelt.“ (Seite 486f)

Die Gebetshaus-Bewegung ist eigentlich als ein typisch charismatisches Phänomen zu bewerten. Ein Besucher der MEHR-Konferenz berichtet:

„[Ich kann] nicht mit letzter Sicherheit sagen kann, ob es sich um normale Festival-Phänomene handelte oder ob da der Heilige Geist am Werk war. ‚Da hinten liegt eine junge Frau auf dem Boden, und alle streicheln an der jungen Frau herum‘, teilte mir einer der ‚Jungs‘ am Freitagnachmittag mit. ‚Äh … soll das so?‘ ‚Keine Ahnung. Geh hin und schau’s dir an, es ist nur ungefähr zwei Meter von dir entfernt.‘ Das tat ich. Richtig, da lag eine junge Frau auf dem Boden, ein junger Mann hielt ihre Hand in seiner und streichelte sie, und drumherum standen zwei, drei weitere junge Leute, die wohl für die Liegende beteten, wobei eine sich selbst streichelte. […]  Im Laufe der folgenden Tage hörte ich andeutungsweise immer mal wieder von einem Phänomen, das ‚Ruhen im Geist‘ genannt wird und äußerlich betrachtet wohl Ähnlichkeit mit einer Ohnmacht hat. Soll eine tolle Erfahrung sein für die, die sich darauf einlassen. (

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)

Auf der MEHR-Konferenz gab es nicht nur stundenlang rockigen Lobpreis, sondern sogar ein Konzert des zum katholischen Marienverehrer „bekehrten“ Popmusikers Paddy Kelly (von der Kelly Family) Kurze Videomitschnitte dieses Konzertes finden sich unter

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und

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(Vorsicht, das extreme Flackerlicht kann kognitive Ausfälle hervorrufen …) Eine längere „Rock’n’Praise“-Session ist hier zu sehen (

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(auch nur für feste Gemüter geeignet, die extrem weltförmige Musik und Darbietung kann womöglich seelische Belastung hervorrufen). Das Gebetshaus schreibt als Kommentar zum Video: „… wir möchten, dass solch ein starker Lobpreis wieder Deutschland und Europa erfüllt“. Aber wäre nicht viel mehr Verkündigung des Sühnewerkes von Golgatha, Buße und Hinwendung zum Christus der Bibel nötig? Und würde nicht das geistliche Frucht bringen, statt so einem Zirkus der Eitelkeiten?

Johannes Hartl selbst glaubt, dass das „Fallen im Geist“ eine „Kraftbezeugung Gottes“ ist. In seinem Buch „In meinem Herzen Feuer“ beschreibt er im Kapitel „Heiliges Chaos“ seine erstmalige Begegnung mit diesem Phänomen bei einer Lobpreiszeit auf einem Jugendwochenende 1999:

„… während des 2. Liedes kommt er. Und übernimmt die Kontrolle … Ohne dass jemand sie berührt, beginnen Einzelne, umzufallen. Bum! … Die Betroffenen berichten, sie seien von der Kraft Gottes überwältigt worden … Im ganzen Raum fallen Jugendliche um und bleiben liegen … Einige liegen ganz ruhig am Boden und berichten hinterher, den Frieden und die Liebe Gottes auf tiefe Weise erfahren zu haben. Andere beginnen laut zu weinen, weil Gott Bereiche intensiven Schmerzes in ihnen berührt. Andere lachen, weil sie Gottes Freude in sich spüren, andere haben Visionen der geistlichen Realität, einige sogar über lange Zeit hinweg … Jemand hat mir die Leitung aus der Hand genommen. In alledem jedoch die überwältigende Präsenz von etwas Heiligem. Von jemand Heiligem.“

Die Gebetsmystik von Hartl

Neben der charismatischen Prägung von Hartl ist vor allem sein mystisch-kontemplatives Verständnis von Gebet aus bibeltreuer Sicht kritisch zu beurteilen. In seinen drei Hauptbüchern „In meinem Herzen Feuer“ (SCM Brockhaus 2014), „Gott ungezähmt“ (Herder 2016) und „Einfach Gebet“ (SCM Brockhaus 2016) geht es vor allem um das Thema Gebet. Martin Erhardt hat das Buch rezensiert:

„Das Buch ist gefüllt mit mystisch-esoterischen Erlebnissen. Der Autor beschreibt Visionen, ‚meditatives Bibellesen‘ (3 Wochen lang täglich vier Stunden lang einen Psalmvers beten), Gebet als künstlerischen Akt, schildert ‚Power-Erfahrungen‘, stellt die klösterliche Abgeschiedenheit als lehrreich und als begehrenswertes Lebensziel dar, spricht über ‚Jesus-Ecken‘ als Gebetsplatz, über diverse charismatische Praktiken, über Energydrink-Stapeln für Gebetsmarathon, über Totenerweckungen im Namen Jesus usw. Vieles klingt sehr befremdlich und teilweise haarsträubend!“ (

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, ausführlicher in „Bibel und Gemeinde“ 1/2015)

Hartl schreibt in „In meinem Herzen Feuer“ zum Beispiel auf Seite 212:

„… Einübung des Schweigens, der Bibelmeditation, des Lobpreises, des liturgischen Gebets, der beständigen Fürbitte, des 24-Stunden-Gebets, der eucharistischen Anbetung, des Rezitierens oder Singens biblischer Passagen, des hörenden Gebets, des Gebets bei Exerzitien oder auf einer Pilgerreise, des kontemplativen Gebets, des Jesusgebets — all das sind Formen, die den Beter Unterschiedliches lehren.“

In seinen Büchern bleibt unklar, ob er sich an Christen wendet oder an alle Menschen und wie ein Mensch überhaupt erstmal mit Gott versöhnt werden kann. Das Evangelium fehlt (wie könnte es bei einem treuen Katholiken auch überhaupt enthalten sein?). In einem Werbe-Video von SCM Brockhaus für sein jüngstes Buch „Einfach Gebet“ sagt er als Voraussetzung für seine Gebetslehre sogar „du brauchst nicht einmal Christ sein“ (Facebookseite von SCM. R. Brockhaus, Video vom 1.1.2017)

 

Die Gebets-„Übungen“ in „Einfach Gebet“ sind teilweise so körperbetont und rituell-technisch („Schritt 1, Schritt 2, Schritt 3“ …), dass sie an Anleitungen für Fitness-Workouts erinnern. Naturwahrnehmung, Körperhaltung und Atmung sollen trainiert werden, um „achtsam“ für Glaubenswahrheiten und den Heiligen Geist im eigenen Körper zu werden. Aber nach meinem Verständnis der Bibel ist der Heilige Geist weder bei noch so viel Achtsamkeit körperlich spürbar, noch wohnt er in jedem Leser von Hartls evangeliumsfreien Buch. Statt dem Evangelium lehrt Hartl gebetsmagische Übungen als Weg in die Gemeinschaft mit Gott.

Hartl ist treu römisch-katholisch

Obwohl es innerhalb der katholischen Kirche vereinzelt Skepsis gegenüber der charismatischen Bewegung gibt, ist sein Gebetshaus Augsburg offiziell von der römisch-katholischen Kirche gutgeheißen. In einem Bestätigungsschreiben vom Bistum Augsburg, Bischöfliches Ordinariat, heißt es:

„Aufgrund der immer größer werdenden Zahl der Teilnehmer am Leben und an den Initiativen des Gebetshauses e.V. sahen sich die Verantwortlichen des Bistums Augsburg veranlasst, Intention, Zielsetzung, und vor allem auch die theologischen Grundlagen des Gebetshauses eingehend zu prüfen. Dies geschah in einem längeren Prozess, dabei wurden auch zahlreiche Personen befragt. Als Ergebnis dieser Prüfung wurde festgestellt, dass im Gebetshaus nichts gelehrt und verkündet wird, was im Gegensatz zur Lehre der katholischen Kirche steht. Allein dies war auch der Auftrag und Gegenstand der Prüfung. Der Bischof von Augsburg hat aufgrund dieses Ergebnisses der Untersuchung und im Einvernehmen mit Herrn Dr. Johannes Hartl entschieden, das (den) Gebetshaus e.V. in Zukunft seitens der Diözese zu begleiten.  Für diese Aufgabe wurde als bischöflicher Beauftragter Msgr. Dr. Alessandro Perego bestellt.

 

Das Gebetshaus e.V. sieht sich als ein Werk der Charismatischen Erneuerung in der Katholischen Kirche (CE), in deren Gesamtbund es einen Sitz hat. Zugleich ist es aber doch eine ganz eigenständige Größe, die der CE entwachsen ist. Harald Heinrich, Generalvikar“

In einem Interview mit dem Magazin Amen (von Campus für Christus) sagt Hartl vom Gebet, dass dadurch die Beziehung zu Jesus zustande kommt (also nicht durch den Glauben an das Evangelium von der stellvertretenden Sühne). Dann wird er gefragt: „Gibt es für dich neben dieser persönlichen Beziehung zu Jesus noch etwas anderes, das wir beachten müssen, um voll Glauben zu leben?“ Seine Antwort: „Ja, das ist der Glaube der Kirche. Als Christ bin ich Teil der Kirche und damit Teil eines Glaubens, der eine viel längere Geschichte hat als mein persönlicher Glaube oder meine persönliche Jesus-Beziehung. Dieser Glaube der Kirche ist geprüft und verlässlich. Im persönlichen Bibelstudium kann es auch einmal passieren, dass eine Stelle missverstanden oder falsch interpretiert wird. Der Glaube der Kirche gibt hier Richtung und Sicherheit.“ (

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)

 

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Wie also gelangt man Hartl zufolge in eine errettende Beziehung zu Jesus? Durch (Hartls Vorstellung von) Gebet und durch den „Glauben der Kirche“, wobei der „Glaube der Kirche“ im römisch-katholischen Verständnis die Gesamtheit der katholischen Dogmen sind. Das katholische Standardwerk „Der Glaube der Kirche“ (hrsg. von Karl Rahner) stellte diese Dogmen systematisch zusammen, die entscheidenden gelten als unfehlbar, insbesondere jene, die auf dem gegenreformatorischen Konzil von Trient (1545-1563) formuliert wurden. In diesen Dogmen – im „Glauben der Kirche“ – werden alle reformatorischen Überzeugungen buchstäblich verdammt: Wer glaubt, dass die Errettung allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein durch Christus ist und wer allein an die Schrift und nicht an die außerbiblische Überlieferung der Kirche glaubt, ist „verdammt“. Das also ist der „Glaube der Kirche“, der neben dem Gebet für Hartl der Weg zum Heil ist. (Das Buch „

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bietet eine Zusammenfassung und Bewertung der katholischen Dogmen).

Resümee – umgriffen vom verlängerten Arm der römischen Kirche

Hartl selbst kann ich seine Meinung nicht vorwerfen, sie ist einfach glasklar römisch-katholisch und er ist halt ein katholischer Charismatiker. So weit, so ungut. Meine großen Bedenken betreffen seinen Einfluss. Ein mir bekannter bibeltreuer Christ aus Augsburg hat örtlich bedingt selbst Kontakte zum dortigen Gebetshaus und sieht Hartl schlicht als „verlängerten Arm der Kirche“. Und das ist das Besorgniserregende: dass sich so viele Evangelikale und Bibeltreue, die sich unkritisch von diesem Arm umgreifen und sich von Hartl einlullen lassen.

 

Johannes Hartl ist sicher sehr sympathisch, gewinnend, eloquent und sagt viel Richtiges. Kurz gesagt ist er aus bibeltreuer Sicht eine sehr ambivalente, vielseitige Persönlichkeit. Seine römisch-katholischen, charismatischen und mystischen Seiten liegen aber klar auf der Hand, und man fragt sich: Wie können Evangelikale und Bibeltreue diese Seiten einfach völlig unkritisch übersehen? Wie kann ein Vertreter anti-reformatorischer Lehre auf als bibeltreu geltenden Veranstaltungen als Hauptredner eingeladen und seine Vorträge empfohlen und seine Bücher verlegt und vermarktet werden? Was sind die Motive dahinter? Und warum hat die evangelikale Masse das nicht nur unkritisch abgenickt und geschluckt, sondern genießt diesen hippen Prediger in vollen Zügen? Ist es nicht so, dass Katholizismus, Mystik und Charismatismus durch Johannes Hartl einen Fuß in der Tür unter Bibeltreuen haben und diese falschen Lehren, die von Christus und seinen Wort wegführen, geschickt eingeschleust werden?

 

Das vereinende Prinzip von katholischem und charismatischem Glauben ist die sinnliche Religiosität – im Gegensatz zum schlichten Glauben des Protestantismus – Gottes Gegenwart soll emotional und sinnlich erfahrbar gemacht und der Segen Gottes und das Wirken des Heiligen durch bestimmte Werke (seien es Sakramente, Übungen oder Techniken) verfügbar gemacht werden. Dies steht im klaren Gegensatz zu den Prinzipien der Reformation.

 

Es geht in Katholizismus, Mystik und Charismatismus darum, „die Gegenwart Gottes erfahrbar zu machen“. Diese Gottesunmittelbarkeit steht im Gegensatz zum Glauben, denn Glauben ist nicht Schauen, Erfahren oder Fühlen. Sie steht im Gegensatz zum Wort, Erfahrung zählt hier mehr als die Bibel. Sie steht im Gegensatz zur Abhängigkeit von der Gnade Gottes, denn Techniken, Übungen, Rituale, Sakramente sind nötig, und auch der Christus der Schrift reicht nicht allein, denn es sind andere Hohepriester am Mikrofon, an Schlagzeug und Gitarre nötig, um uns in die spirituelle Stimmungslage zu versetzen.

 

Doch Suggestion (sei es durch Ekstase oder weniger spektakuläre Gefühle und Eindrücke, sei es als Massenmanipulation oder allein im Kämmerlein) ist keine Gotteserfahrung, es ist ein eingebildeter Gott, ein Götze. Gott offenbart und naht sich uns im Wort, im geistig verständlichen Wort der Bibel und nicht durch transzendente, wortlose Mystik. Wir können hier nur schwarz-weiß urteilen, es gibt nur entweder-oder: Entweder sind Mystiker, Charismatiker und andere gefühls- und erfahrungsorientierte Christen wirklich Gott unmittelbar begegnet, oder ihre Erfahrung war Einbildung, Suggestion, Lüge. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen religiösen Katholiken, Charismatikern, Mystikern einerseits und bibeltreuen Protestanten einerseits. Für die einen zählt die Erfahrung der Gottesunmittelbarkeit, die anderen halten fest am „Allein die Schrift / das Wort“, „allein der Glaube“ (und nicht das Schauen/Erfahren), allein die Gnade, allein Christus.

Kommen wir damit kurz zurück auf den Zweck dieses Artikels:

a) Verführungen aus dem katholischen und charismatischen Spektrum treten täuschend und verführerisch auf. Seien wir nicht unkritisch und blauäugig, sondern schärfen wir unser geistliches Unterscheidungsvermögen durch Gottes Wort!

 

B) Die Solae („allein“) der Reformation sind nötig und hilfreich, um gefährliche Strömungen aufzudecken. Prüfen wir also stets: 1. Wird allein die Schrift bejaht, oder glaubt man an weitere Offenbarungen Gottes, andere Autoritäten, Gottes unmittelbares Reden? 2. Wird die Errettung allein aus Glauben bejaht, oder werden katholische Zusätze wie Werke, Sakramente, Rituale, Übungen usw. anerkannt? 3. Weiß man sich allein von Gottes souveräner Gnade abhängig, oder meint man, mit eigenen Mitteln und Techniken Gottes Segen, Wirken und Gegenwart bewirken zu können? 4. Wird anerkannt, dass der Christus der Bibel alles ist, was wir brauchen? Oder worin wird Glück und Seligkeit gesucht?

 

c) Eine Verbesserung der eigenen biblischen Verkündigung ist dringend nötig. Wenn Hartl deswegen quasi alternativlos als Redner eingeladen wird, weil er angeblich eine so klare Verkündigung hat, was sagt das dann über die Verkündigung in unseren eigenen Reihen? Wir brauchen eine Rückkehr zu und Wiederbelebung von gesunder biblischer Verkündung des ganzen Wortes Gottes, fortlaufend in auslegender Weise. Das ist genug, denn allein Gottes Wort hat die Kraft, zu erwecken und zu reformieren.

 

 

Hans-Werner Deppe

 

 

Bildquelle: By Christliches Medienmagazin pro (Johannes Hartl) [CC BY 2.0 (

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)], via Wikimedia Commons

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Eingestellt von Siegfried Schad mit der freundlichen Genehmigung von Hans-Werner Deppe © alle Rechte an diesem Artikel vorbehalten.

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siehe weitere Artikel zu Johannes Hartl:

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#6
Rolf

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Dr. Johannes Hartl Gebetshaus Augsburg

 

 

 

Dr. Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg ist gegenwärtig das neue Irrlicht im Bereich der
Evangelikalen. Er entpuppt sich als vielseitiges Multitalent. Katholisch-charismatisch, Verehrer und
Verteidiger des Papstes, Mystiker, Freund des Buddhismus, Freund von Yonggi Cho, Redner auf
dem letzten Kirchentag bei der Lebendigen Gemeinde und last not least, aktiv beim Kampf gegen
Rechts.

Hartl schreibt über sich selbst: Die Tendenz, aus dem Rahmen auszubrechen und „mein eigenes
Ding zu drehen“, geht in meine Kindheit zurück…Trotz der unreifen Eskapaden dieser Phase war
darin auch viel Wegweisendes… Die Offenheit für alles Neue (damals begann ich auch, mich für
„östliche Weisheiten und das „Zen“ Buddhismus“ zu interessieren und das wilde Ausprobieren
hatten schon etwas von dem späteren Abenteuer eines radikalen Weges mit Jesus. Hartl berichtet
über ein Gespräch mit einer Chinesin: Ich erzähle ihr, wie viel Hochachtung ich vor dem
Buddhismus habe und mit welch großem Interesse ich mich mit dem Zen beschäftigt habe.
(

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) .

Gebetshaus Augsburg: Aus der Geschichte Gebetshaus Augsburg: Die Faszination für das Gebet
vertieft sich im Leben von Johannes Hartl durch Reisen in viele Klöster, Begegnung mit Werken
wie „Wachet und betet“ (Barbara Busowietz), „24/7-prayer“ (Pete Greig), „Wächterruf“ (Ortwin
Schweizer), den Gebetsbergen in Uganda und in Südkorea (Paul Yonggi Cho), sowie die Lektüre
der Klassiker der Karmel-Mystik und des kontemplativen Gebets.
(

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)

Karmel-Mystik: Im Laufe seiner über 800-jährigen Geschichte hat der Karmel große Heilige und
Traditionen hervorgebracht, die für den „mystischen Zugang zu Gott“ stehen, d.h. für eine
persönliche Beziehung mit Gott, der dem Menschen seine Freundschaft und Liebe anbietet und ihn
zur Vereinigung mit sich und seiner ganzen Schöpfung führen will.
(

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)

Der Prophet Elija, der im Alten wie im Neuen Testament eine wichtige Rolle spielt, ist untrennbar
mit dem Berg Karmel verbunden (vgl. 1 Könige 18-19). Er wurde aber nicht nur deshalb zu
unserem spirituellen Gründer, sondern vor allem wegen seiner leidenschaftlichen
Gottverbundenheit. Sein Bekenntnis „Gott lebt, und ich stehe vor seinem Angesicht“ (vgl. 1 Könige
17, 1) wurde zum Wahlspruch unseres Ordens. Maria ist die zweite biblische Gestalt, die zum
Leitbild für uns wurde. Dabei geht es weniger um ihre Verehrung als um die Einübung ihrer
kontemplativen Grundhaltung, wie sie immer wieder im Evangelium deutlich wird.
Maria, als kontemplative Frau, die nichts aus sich selbst vermag, lässt sich Maria auf Gottes Wort
ein, bewegt es in ihrem Herzen und erwartet das Unmögliche von Gott her und lässt es dann
geschehen. So ist Maria zu einem leuchtenden Vorbild geworden für das, was die Spiritualität des
Karmel aus dem Reichtum der christlichen Tradition in besonderer Weise betonen und
verwirklichen will. (

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)

Christliche Spiritualität aus den Quellen des Karmel: Teresa von Ávila, Therese von Lisieux,
Elisabeth von Dijon, Edith Stein und Johannes vom Kreuz sind die großen Vorbilder.
(

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)

Yonggi Cho: David Yonggi Cho, extrem-charismatische Pastor und Gründer der größten Gemeinde
der Welt, der „Yoido Full Gospel Church“ mit über 800.000 Mitgliedern,ist für seine Lehre der
Visualisierung bekannt.

Was für ein »Jesus« ist das, der Yonggi Cho folgende »Erkenntnisse« geoffenbart hat: »Jesus wird
gebunden an das, was Sie aussprechen. (...) Darum denken Sie daran, daß Christus von Ihnen
abhängig ist und von Ihrem gesprochenen Wort, um Seine Gegenwart freizusetzen. Was werden Sie
tun mit diesem Jesus [!!], der auf Ihrer Zunge liegt? Werden Sie Ihn freilassen [!!] zum Segen
anderer oder werden Sie Ihn einsperren mit einer stillen Zunge und einem geschlossenen Mund?«
Dr. Paul Yonggi Cho, ”Die vierte Dimension”, S: 16: Ich habe die Wirklichkeit dieser dynamischen
Dimension, die durch eine Schau entsteht, im Gebet selbst erfahren … Versuchen Sie gar nicht erst
das zu verstehen. Fangen Sie einfach damit an und freuen Sie sich daran! Es ist wahr. Es
funktioniert. Ich habe es ausprobiert. So wie hier angeführt schreiben auch Hermann Riefle, Nein –
ich bin zu dumm, JMS Altensteig . Siegfried Müller, Karlsruhe. Es gibt keine Grenzen für Jesu
Macht. Siehe auch W. Bühne ,Dritte Welle” … Gesunder Aufbruch? S. 52 ff. CLV 1993 Auch
Ignatius von Loyola bediente sich solcher Techniken.

Yonggi-Cho sagt seinen Lesern, „Sie erschaffen mit ihrem Mund die Gegenwart von Jesus. Er ist
durch ihre Worte gebunden. Denken Sie daran,Christus ist von ihnen und ihrem gesprochenen Wort
abhängig , um Seine Gegenwart auszulösen. Gleichermaßen versichert uns Richard Foster
(Mitbegründer der Renovaré Bewegung und Herausgeber der Renovaré Spiritual Formation Bible),
seine Wünsche in der eigenen Vorstellungskraft zu visualisieren, sei nicht bloße Phantasie, sondern
Wirklichkeit, die im Geist geschaffen wurde. Dr. Paul Yonggi Cho: Der Gläubige kontrolliert Jesus
mit seinem Mund.

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bewegung.html

Charismatischer Megagemeindenpastor Yonggi Cho wegen Betrugs verurteilt

David Yonggi Cho, der 78jährige extremcharismatische Pastor und Gründer der größten Gemeinde
der Welt, der „Yoido Full Gospel Church“ mit über 800.000 Mitgliedern, wurde von einem
südkoreanischen Gericht zu 3 Jahren Gefängnisstrafe wegen Finanzbetrugs und Steuerhinterziehung
verurteilt, deren Vollzug allerdings angesichts seiner „Verdienste um die Gesellschaft“ erst einmal
für 5 Jahre ausgesetzt wurde. Er hatte seine Gemeinde um ca. 8,7 Millionen Euro geschädigt, weil
er Mitarbeiter anwies, zu einem vierfach überhöhten Preis Aktien von seinem ältesten Sohn, Cho
Hee-jun, zu kaufen, der auf diese Weise Spekulationsverluste ausgleichen wollte. Außerdem hat er
den Staat um ca. 2,4 Millionen Euro Steuern betrogen. Schon zuvor hatte es offensichtlich ernste
und massive Vorwürfe führender Gemeindeverantwortlicher gegeben, die Yonggi Cho bezichtigten,
große Geldsummen für seine Zwecke abgezweigt und veruntreut zu haben. Yonggi Cho ist einer der
führenden Irrlehrer des falschen „Wohlstandsevangeliums“ und verkündete viele Jahre, ein Christ
müsse nur richtig glauben, und er könne reich werden.

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Hartl - Mein Traum: Ich träume davon, dass die Kirche sich durch „Fasten und Gebet“
revolutionieren lässt und dadurch zu völlig neuer Fruchtbarkeit durchbricht. Außerdem schlägt mein
Herz für die Einheit der Christen.

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NETZ-GEGEN-NAZIS-DE: Hartl bringt sich auch im NETZ-GEGEN-NAZIS-DE ein, das eng
mit der „Amadeo Antonio Stiftung“, der links gerichteten Anetta Kahane verbunden ist. Er
bezeichnet sich als Gegner der Neonazis und berichtet, wie er von diesen bedroht wird.

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Hartl und die Evangelikalen

Stuttgarter Christustag auf dem Kirchentag: Pietisten setzen Zeichen der Versöhnung.
Intensives Hören auf die Bibel als gemeinsames Kennzeichen. An Fronleichnam, 4. Juni 2015,
wurde der Christustag mitten auf dem 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag in der Porsche-
Arena in Stuttgart gefeiert.

Der Stuttgarter Christustag in der Porsche-Arena beginnt um 9.30 Uhr mit einer Bibelzeit zum
Gleichnis vom unehrlichen Verwalter (Lukas 16,1-13), das parallel auch den Gegenstand der
Bibelarbeiten des Kirchentags darstellt. Ausgelegt wird der Text am Christustag vom Vorsitzenden
des Evangelischen Gemeinschaftsverbands "Die Apis", Pfarrer Steffen Kern aus
Walddorfhäslach, sowie von der aus Südkorea stammenden Neutestamentlerin Prof. Mihamm Kim-
Rauchholz und dem römisch-katholischen Theologen Dr. Johannes Hartl vom Gebetshaus in
Augsburg. "Das intensive Hören auf die Bibel als Wort Gottes verbindet uns - auch über die
Kulturen und Konfessionen hinweg", kommentiert Kern die außergewöhnliche Zusammenstellung.
Kern gehört der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an und ist auch
Vorstandsmitglied der Christusbewegung Lebendige Gemeinde.

Außer der Stuttgarter Konferenz finden zeitgleich sechs weitere Christustage in Bahnbrücken,
Karlsbad, Mannheim, Neuenburg am Rhein, Spöck sowie in Winterlingen statt - in Winterlingen
erstmals als ökumenischer Christustag unter Beteiligung des römisch-katholischen Weihbischofs
Thomas Maria Renz Ehrenmitglied Rotaty Club Esslingen) sowie des ehemaligen
württembergischen Landesbischofs Dr. Gerhard Maier.

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pietisten-setzen-zeichen-der-versoehnung/

Dr. Johannes Hartl Gebetshaus Augsburg
Albrecht-Bengel-Haus:
In Theologische Orientierung Nr. 111, Juli 1998, dem Mitteilungsblatt des Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen, Theologische Orientierung, war über einen Besuch bei Kardinal Ratzinger folgendes lesen: Unter der vielsagenden und folgenschweren Überschrift „Alle Wege führen nach Rom ...“  berichtete Volker Gäckle als Teilnehmer über eine Audienz von Theologiestudenten unter der Leitung von Dr. Gerhard Maier, damals Prälat in Ulm, im Amtssitz des Kardinal Ratzinger, dem Vorsitzenden der päpstlichen Glaubenskongregation. „Dieser aktuelle Höhepunkt fand nur etwa 100 Meter neben dem Petrusgrab statt. Ratzinger erläuterte während der halbstündigen Audienz seine Ansichten zur Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre, seine Kritik an der historischen Kritik und seine Meinung über die Evangelikalen.“

Wiedenest lädt katholischen Extremcharismatiker Johannes Hartl zum Männertag ein.
Vor kurzem waren von Ulrich Neuenhausen, dem Gesamtleiter des Werkes Forum Wiedenest e.V.
noch entrüstete Dementis zu hören, wie jemand auf den Gedanken kommen könnte, Wiedenest
charismatische Einflüsse zu unterstellen. Nun liest man im Jahresprogramm 2016 des Forums
Wiedenest, daß man für den Wiedenester Männertag 2016 als Hauptreferenten den katholischen
Theologen und extremen Charismatiker Dr. Johannes Hartl einlädt. Das Motto: „In meinem Herzen
Feuer. Gebet als Leidenschaft!“ Leider kann der zur Zeit sehr populäre katholische Charismatiker
nur ein falsches Feuer und eine schwärmerische Leidenschaft ausbreiten, die in tiefem Gegensatz zu
echtem geistlichem Gebet steht. Hartl ist bekannt als Leiter und Begründer des „Gebetshauses
Augsburg“, in dem ein Team von überwiegend katholischen Charismatikern 24 Stunden am Tag
charismatische „Fürbitte und Anbetung“ praktiziert.

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Der Kurswechsel der Evangelischen Allianz

Autoren: Hans-Werner Deppe, Dr. Lothar Gassmann

Wer heute die politisch korrekte Allianz-Gesinnung vertritt, darf nichts mehr gegen Charismatiker,
Katholiken und ihre Lehrauffassungen sagen. Die Allianz möchte, dass alle sich "zur Förderung der
Einheit unter den Christen" verpflichten und verteilt auf der Einheits-Impulstour eine entsprechende
Verpflichtung an alle Besucher. Diese Verpflichtung spiegelt keine biblische Haltung, sondern die
neue Toleranz des Postmodernismus wider…

In dem Interview wurde der frühere Allianzvorsitzende Peter Strauch auch mit der Frage
konfrontiert, ob ein katholischer Bischof zur Allianz gehören könnte. Der Allianzvorsitzende hält
dies von Seiten des Bischofs her zwar für unwahrscheinlich, spricht aber von keinerlei Vorbehalten
seitens der Allianz gegenüber dem Bischofsposten. Die Allianz würde demnach also sogar
katholische Kirchenführer mit offenen Armen aufnehmen, wenn diese nur wollten. Bereits in einem
Interview mit der Zeitschrift "Aufatmen" hatte Peter Strauch für Offenheit gegenüber dem
Katholizismus plädiert und erklärt, die Evangelische Allianz sei seit ihrer Gründung 1846 stets

Dr. Johannes Hartl Gebetshaus Augsburg
ökumenisch ausgerichtet gewesen und man habe sich schon damals nicht gegen katholische
Christen gewandt. Das stimmt jedoch nicht. Hans Hauzenberger schreibt über die Anfangszeit der
Allianz: "Von allem Anfang an sahen die meisten tonangebenden Leute in der Allianz eine Aufgabe
in der Bekämpfung der römisch-katholischen Kirche und des Anglo-Katholizismus. Der Kampf
gegen den Katholizismus wurde aber ins Programm der Allianz aufgenommen. Aber auch aus
theologischen Gründen sah man sich durch den Katholizismus herausgefordert, der als der "große
Feind des Christentums" verstanden wird." … Nach Allianz-Ansicht sollen die "vielfältigen"
Denominationen und Gruppierungen auch mit ihren jeweiligen Falschlehren bestehen bleiben,
Hauptsache, sie vereinen sich auf einer höheren Einheits-Instanz auf Grundlage eines
Minimalkonsenses. Weitergehende lehrmäßige Abweichungen werden einem fragwürdigen
"Dialog" oder einfach der neuen Toleranz anbefohlen.

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allianz

Siehe dazu auch:

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uno-baldur-gscheidle/

Dazu passt exakt der neu erschienene Bericht bei idea:
Vatikan 19. Januar 2017 Evangelische und katholische Kirche vertiefen ihre Gemeinschaft
Die evangelische und die katholische Kirche wachsen zu einer immer tieferen Gemeinschaft
zusammen. Das erklärten die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus
(Bielefeld), und Papst Franziskus am 18. Januar in Rom. Die leitende Geistliche der westfälischen
Kirche, die zugleich stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende ist, eröffnete dort eine Etappe des
Europäischen Stationenweges zum 500-jährigen Reformationsjubiläum. Bei einem Treffen mit
Kurschus würdigte Papst Franziskus das Reformationsgedenken als „ein bedeutsames
ökumenisches Zeichen“, das die Gemeinschaft zwischen den Kirchen zum Ausdruck bringe:
„Im Geist des gemeinsamen Reformationsgedächtnisses schauen wir mehr auf das, was uns
verbindet, als auf das, was uns trennt.“

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99604.html

Annette Kurschus: In der Bibel werde zwar Homosexualität deutlich anders bewertet als die
Sexualität zwischen Mann und Frau. Eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft, die in Liebe, Treue
und Verantwortung gelebt werde, sei aber damals nicht im Blick gewesen, erklärte die leitende
Theologin der westfälischen Kirche.

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nicht-verweigern

 

Hier gilt es dem Aufruf zu folgen: Verlaßt Eure Allianzgemeinden!

 

Baldur Gscheidle 19. 01. 2017
 


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#7
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Augsburg: „Gebetsheiler“ Dr. Arne Elsen bei der charismatischen MEHR-Konferenz

 

 

 

Veröffentlicht: 4. Januar 2014 | Autor:

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Glaube und Heilung, Zeichen und Wunder…

„Leidenschaftlich, explosiv und voller Möglichkeiten, einem faszinierenden Gott zu begegnen!“  –   Mit diesen Worten wird die MEHR-Konferenz, die das ökumenische „Gebetshaus“ in Augsburg in diesen Tagen veranstaltet, auf deren Webseite vollmundig angepriesen.

 

Am heutigen Samstagnachmittag sprach Dr. Arne Elsen aus Hamburg zu den zahlreichen, meist jugendlichen Teilnehmern. Er ist eng verbunden mit dem charismatischen Verein „Glaube und Heilung“, der ebenfalls in der Hansestadt ansässig ist. Der 1961 geborene Arne Elsen ist Mediziner im Fachbereich Diabetik und leitet ein entsprechendes Zentrum in Hamburg.

 

Sein Vortrag, der mitunter von seiner „spontan“ auftretenden „Zungenrede“ begleitet war (ohne daß eine Auslegung der vermeintlichen „Sprachengabe“ erfolgte), wurde vom Livestream der MEHR-Konferenz direkt übertragen und danach auf youtube präsentiert.

 

Das erwähnte „Gebetshaus“ sowie die dazugehörende 24/7-Bewegung vereinigen in sich sowohl protestantisch-pfingstlerische Strömungen wie auch katholisch-schwarmgeistige Bewegungen.

 

Am Sonntag spricht Gabriele Kuby

 

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Für Morgen ist dort  –  zu unserem  nicht geringen Erstaunen  –  die kath. Publizistin Gabriele Kuby (siehe Foto) als Rednerin angekündigt; sie ist vor allem durch ihre berechtigte Kritik am Genderismus in konservativen Kreisen bekannt geworden. Allerdings schrieb sie zugleich eine theologisch eher unausgreifte Biographie

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Der Leiter dieses Gebetshauses in Augsburg ist der Katholik Dr. Johannes Hartl, einigen vielleicht auch durch seine Beiträge in der kath. „Tagespost“ aus Würzburg ein Begriff. Dr. Hartl lädt zu der von ihm moderierten MEHR-Konferenz, die stets Anfang Januar stattfindet, häufig und gerne evangelisch-freikirchliche „Star-Evangelisten“ ein, darunter den US-Prediger

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  – und diesmal z.B. den „Gebetsheiler“ Dr. Elsen, der sich heute zu einer stundenlangen enthusiastischen Rede aufschwang.

 

„Hunderte von Heilungen“ erlebt…

 

In der Ankündigung der Veranstalter heißt es über diesen Charismatiker , er habe „hunderte“ von „Heilungen“ erlebt, die von Gott bewirkt worden seien.

 

Entsprechend gestaltete sich auch die Rede Dr. Elsens, der reihenweise von den durch seine Gebete bewirkten „Heilungen“ erzählte, wobei vom Kopfschmerz über Gehirntumor bis zum Rheuma kaum ein Leiden unerwähnt blieb, das durch seinen gesegneten bzw. gesalbten „heißen Draht nach oben“ verschwunden sei.

 

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Als sich z.B. ein Leserbriefkommentator im parallel laufenden Chat-Bereich über eigene enttäuschende Erfahrungen mit Dr. Elsen beklagte, wurde er von der Gebetshaus-Moderation zurechtgewiesen: derlei Kritik gehöre nicht in diesen Chat.

 

Auch die kleinen Kinder des „Heilungspredigers“ sind   –  Dr. Elsens Angaben zufolge  –  derart missionarisch drauf, daß sie dem Eifer des Herrn Papa alle Ehre machen und man nicht so recht weiß, ob sie ihm „nachfolgen“ oder gar „vorausgehen“…

 

Direkter „Draht nach oben“

 

Während der „normale Christ“ bemüht ist, den Willen des Höchsten anhand der göttlichen Gebote sowie durch Vernunft und „gesunden Hausverstand“ zu erkennen, dabei sicherlich auch auf die „sieben Gaben des Heiligen Geistes“ vertrauen, läuft das bei Dr. Elsen auf einem viel direkteren Wege.

 

In seiner Rede zitierte er mehrfach die wörtlichen Einsprechungen des Allmächtigen, der offenbar einen recht hemdsärmeligen Kontakt mit dem charismatischen Gebetsheiler pflegt, zB: „Der HERR sagte: „Arne, ich möchte, daß Du…“ (dies oder jenes unternimmst etc.)  – und so geht das in einem fort.

 

Demnächst tourt Elsen wieder durch deutsche Lande, wie er begeistert ankündigte  –  und weiß schon jetzt, daß es dabei sehr erwecklich zugeht: „Der HERR sagte, es werde eine Offenbarung des Geistes geben!“  –  Bald darauf erfolgte noch einmal die Kundgabe, es werde ein „neues Wirken des Heiligen Geistes entstehen“ etc.

 

Wie könnte es auch anders sein, arbeitet er doch, wie er ausdrücklich bekräftigte, mit dem Werk und Nachfolger des hochgradig schwarmgeistigen „Starpredigers“ Reinhard Bonnke zusammen, jenem bekannten „Mähdrescher Gottes“, durch den sich  –  dessen Angaben zufolge  –  schon Millionen Menschen „bekehrt“ haben…

 

Motto: „Gott heilt auch heute noch“

 

Das Thema der Elsen-Ansprache lautete „Gott heilt auch heute noch!“  und brachte damit Programm und Erwartungshaltung charismatischer Frömmigkeit auf den Punkt.

 

Dabei berichtete von schwerer Erkrankung seines einst dreijährigen Sohnes, für den er langanhaltend gebetet und dabei „Jesu Sieg proklamiert“ habe: „Die Krankheit muß weichen! Du hast uns Gesundheit verheißen!“  

 

 

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Das ist ein typisches Beispiel für charismatisches „Beten“ mit seinem drängenden, aufdringlichen Stil, das Gott gleichsam vorschreibt, wie er zu reagieren und zu handeln hat. 

 

Diese unstatthafte, unangemessene Haltung gegenüber unserem Schöpfer und Erlöser wird mit wohlklingenden Worten umnebelt („Den Sieg Jesu proklamieren“), so daß diese dreiste Anmaßung gar wie eine fromme Tugend erscheinen  mag. Dazu paßt auch die ständige Ausrufung „Halleluja“, welche die ganze Ansprache von A bis Z durchzog.

 

Dabei wurden auch Tendenzen eines sog. charismatischen „Wohlstandsevangeliums“ sichtbar, wenn Elsen etwa erklärte, daß es „uns so gut geht“, sei eine Auswirkung des Heiligen Geistes…

 

Fixierung auf „Lobpreis“ verdrängt sittliches Ethos

 

Typisch schwärmerisch auch die einseitige Konzentration auf den sog. „Lobpreis“, der möglichst oft und unentwegt vollbracht werden solle. Hingegen scheinen die sittlichen Gebote des Christentums kaum zu interessieren, stattdessen stehen „Zeichen und „Wunder“, Heilungen und besondere „Geistesgaben“ und „Salbungen“ von oben im Zentrum der Aufmerksamkeit.

 

Zwischendurch brachte Elsen seine typisch protestantische Rechtfertigungslehre zum Ausdruck, indem er sich abfällig über eine sog. „Werkgerechtigkeit“ äußerte und bekräftigte: „Wir sind gerechtfertigt durch den Glauben.“

 

Der recht verstandene Glaube ist zweifellos die Grundlage unserer „Rechtfertigung“ vor Gott, doch für das ewige Heil ist sehr wohl auch die Einhaltung der göttlichen Gebote und praktizierte Nächstenliebe angesagt, wie die Heilige Schrift uns nicht „nur“ im Jakobusbrief einschärft.

 

Zur oberflächlichen Schmalspur-Theologie paßt es dann auch, daß der Redner dem überwiegend jugendlichen Publikum folgende angenehme Ansage bietet: „Gott ist kein strenger, strafender, sondern ein liebender Gott“ –  so ganz der gefühlsselige Kuschelgott der Schwärmerszene eben, stets eifrig darauf bedacht, die Bedürfnisse und Wünsche seines irdischen Fanclubs zu erfüllen und deren „Proklamationen“ nachzukommen.

„Nicht jeder, der HERR, HERR sagt…“

 

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In der Heiligen Schrift werden theologische Zusammenhänge doch ganz anders erkennbar, zB. in folgenden Worten Christi (Mt 7,21 ff):

 

„Nicht jeder, der HERR, HERR zu mir sagt, wird ins Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters erfüllt.

 

Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: HERR, HERR, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Wunderwerke getan?   –  Und dann werde ich ihnen sagen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!“

 

Diese Bibelstelle ist hinsichtlich der wachsenden schwärmerischen und wundersüchtigen Tendenzen unserer Zeit aufschlußreich und mahnt zur Wachsamkeit und Nüchternheit.

 

Zurück zu Elsens Ansprache: Nach einem öffentlichen „Übergabe-Gebet“, das der Redner vorsagte und das die versammelten Konferenz-Teilnehmer ihm Wort für Wort laut nachsprechen sollten, rief Dr. Elsen in die Runde: „Applaus für Jesus!  –  Halleluja!“ 

 

Als ob der göttliche Erlöser in seiner himmlischen Erhabenheit auf solch lächerlichen Beifall und Theaterdonner angewiesen wäre! 

 

Ähnlich kurios erscheint auch seine Bemerkung, wir sollten „ein bißchen nett zu unserem Gott“ sein, gleichsam so „von Mensch zu Gott“.  – Dr. Elsens „Lobpreis“-Reden waren ebenfalls reichlich salopp in ihrer sprachlichen Darbietung und Selbstinszenierung: „Du bist so sagenhaft, Gott, ich bin so begeistert!“ 

 

In seinen Kurzgebeten am Ende der Predigt wurde Gott u. a. dafür gedankt,

„daß Du jeden hier berührst“, „daß Du uns einen großen Sprung nach vorne schenkst“, „daß Du jetzt so eingreifst“, „daß Du Gesundheit wiederherstellst“, „daß wir uns die Butter nicht vom Brot nehmen lassen“.

 

Daß sich charismatische „Starprediger“ und „Glaubensheiler“ grundsätzlich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen, ist allerdings bekannt (siehe zB.

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).

 

 

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Jugendverlags und Christoferuswerks in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


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#8
Laene

Laene

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  • Land: Country Flag

Falsche Propheten ohne Respekt und Gottesfurcht.

Jeder Mensch steht irgendwann vor dem höchsten Gericht (klar, ich auch).

 

Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, ist die Dummheit der Menschen, diesen falschen Propheten zu folgen.


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