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Interesse an Homo-Trauung hält sich in Grenzen


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Rolf

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Interesse an Homo-Trauung hält sich in Grenzen

 

 

 

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Die Trauung gleichgeschlechtlicher Paare ist in der evangelischen Kirche nach wie vor umstritten. Foto: picture-alliance/AP Photo

Berlin (idea) – Die Nachfrage gleichgeschlechtlicher Paare nach einer kirchlichen Trauung hält sich bislang überwiegend in Grenzen. Das hat eine Umfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ergeben. Bislang können sich homosexuelle und lesbische Paare in eingetragener Lebenspartnerschaft in vier EKD-Gliedkirchen trauen lassen: der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Landeskirche in Baden und seit 1. Juli auch in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Die Berliner Kirchenleitung wisse nur von einem Paar, das von dem neuen Angebot Gebrauch machte, teilte Pressesprecher Christoph Heil mit. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ist die bislang einzige EKD-Mitgliedskirche im Osten Deutschlands, die gleichgeschlechtliche Paare traut.

 

Baden: „Die Zahl der unmittelbar Betroffenen ist überschaubar“

 

In der badischen Landeskirche wird diese Form der Amtshandlung bislang nicht statistisch erfasst, erklärte Doris Banzhaf vom Zentrum für Kommunikation im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe. Verlässliche Zahlen gebe es deshalb nicht. Schätzungen zufolge haben sich seit dem entsprechenden Beschluss der Landessynode im April zehn Paare trauen lassen. Hinzu kämen einige Partnerschaften, die ihre bereits im seelsorgerlichen Rahmen vollzogene Segnung nachträglich als Trauung ins Kirchenbuch eintragen lassen wollten. Banzhaf: „Die Zahl der unmittelbar Betroffenen ist also überschaubar.“ Das Thema als solches bewege aber deutlich mehr Kirchenmitglieder – einerseits jene, die den Beschluss als einen Verstoß gegen biblische Weisungen verstünden und andererseits diejenigen, die in der bisherigen Praxis, die nur Segnungshandlungen im nicht-öffentlichen Raum zuließ, eine Diskriminierung gesehen und sich für diese Praxis ihrer Kirche geschämt hätten. Die Evangelische Kirche im Rheinland, die die Trauung homosexueller Paare ebenfalls im Frühjahr ermöglicht hatte, konnte noch keine Zahlen nennen. Die statistischen Daten, zu denen auch die Amtshandlungen gehörten, würden in den 719 Gemeinden der rheinischen Kirche jeweils zum Ende eines Kalenderjahres abgefragt, sagte Pressesprecher Jens-Peter Iven (Düsseldorf).

 

Hessen-Nassau: Homosexuellentrauungen nehmen zu

 

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, wo Trauungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften bereits seit 2013 möglich sind, hingegen wächst das Interesse daran. 2015 gaben sich 188 homosexuelle Paare das Jawort, wie aus dem Jahresbericht der Kirche hervorgeht. Im Jahr zuvor waren es noch 45 gewesen. Das entspricht einer Steigerung um über 300 Prozent. Kirchenpräsident Volker Jung (Darmstadt) stellte sich im Vorwort erneut hinter die Möglichkeit, homosexuelle Partnerschaften in der Kirche zu trauen und sie nicht nur zu segnen. Er schreibt: „Familie ist da, wo Menschen verbindlich und verantwortlich zueinanderstehen, sich kümmern und sich für das Wohl der Jüngeren und Schwächeren einsetzen.“ Trotz der Zunahme ist die Zahl von 188 gleichgeschlechtlichen Paaren sehr gering im Vergleich zu den 3.590 heterosexuellen Paaren, die sich 2015 trauen ließen: 5,2 Prozent.


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