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Christliche Flüchtlinge erfahren in deutschen Unterkünften Gewalt


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Rolf

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Christliche Flüchtlinge erfahren in deutschen Unterkünften Gewalt

 

 

 

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v. l.: Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Foto: picture-alliance/Sven Simon

München (idea) – Christen und andere religiöse Minderheiten erfahren in deutschen Flüchtlingsunterkünften teilweise Ablehnung, Einschüchterung und Gewalt. Diese Meinung vertreten der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (beide München), in einer am 12. Juli veröffentlichten Stellungnahme. Hintergrund sind vermehrte Berichte über Angriffe von muslimischen Asylbewerbern und Sicherheitsdienstmitarbeitern auf Christen. Die Vorfälle seien, so die beiden Kirchenleiter, nach derzeitigem Erkenntnisstand „vergleichsweise selten“, dürften aber nicht bagatellisiert werden. Zahlen werden in der Stellungnahme nicht genannt. Eine flächendeckende und systematische Diskriminierung sei aber nicht festzustellen. Viele Konflikte entzündeten sich an Alltagssituationen. Besonders häufig entstünden sie bei der Verteilung von Lebensmitteln sowie der Benutzung von Küchen und Sanitäranlagen.

 

Exmuslime stoßen bei muslimischen Sicherheitskräften auf „deutliche Ablehnung“

 

Laut Marx und Bedford-Strohm haben aber etliche christliche Asylbewerber Angst, sich in den staatlichen Unterkünften offen zu ihrem Glauben zu bekennen. Insbesondere in Berlin sollen muslimische Sicherheitsdienstmitarbeiter christliche Asylbewerber gezielt benachteiligt haben. In einer speziellen Situation befänden sich vom Islam zum Christentum übergetretene Flüchtlinge: „Hier wird vergleichsweise häufig von körperlichen Übergriffen und der Schmähung religiöser Symbole bis hin zu Morddrohungen berichtet.“ Erschwerend komme hinzu, dass Konvertiten bisweilen auch bei muslimischen Sicherheitskräften und Dolmetschern auf „deutliche Ablehnung“ stießen. Einrichtungen in christlicher Trägerschaft berichteten hingegen, dass interreligiöse Konflikte bislang nur in Einzelfällen aufgetreten seien.

 

Bedford-Strohm und Marx: Kirchen nehmen die Berichte ernst

 

Bedford-Strohm und Marx betonen, dass beide großen Kirchen Berichte über religiöse Probleme von Beginn an sehr ernst genommen hätten: „Wer wären wir, wenn uns das Schicksal der christlichen Schwestern und Brüder kaltließe, die vor Verfolgung in der Heimat geflohen sind.“ Aus den Medien habe sich aber bislang kein klares Bild über das Ausmaß von religiösen Konflikten ergeben. Es gebe bei dem Thema neben viel gutem Willen zur Wahrheit und einem echten Interesse an der Lage von Christen auch ein beträchtliches Maß an Heuchelei: „Für manche scheinen die Probleme in Asylbewerberunterkünften vor allem ein willkommener Anlass zur Propaganda gegen muslimische Flüchtlinge und den Islam im Allgemeinen zu sein.“ Die Kirchenleiter lehnen eine nach Konfessionen getrennte Unterbringung ab. Sie empfehlen stattdessen hohe Qualitätsstandards in den Heimen. Dazu zähle ein professionelles Beschwerdemanagement und eine sorgfältige Auswahl des Personals. Angehörige verschiedener Religionen sollten nicht im selben Zimmer untergebracht werden, und bei Sicherheitskräften sowie Dolmetschern sei darauf zu achten, dass ihr „weltanschaulicher Hintergrund“ nicht zur Diskriminierung beitrage.


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