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Was „konservativ“ heute bedeutet


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Rolf

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Was „konservativ“ heute bedeutet

 

 

 

 

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Christean Wagner war von November 2005 bis Januar 2014 CDU-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag. Foto: CDU Hessen

Berlin (idea) – Der „Berliner Kreis“ in der CDU/CSU tritt dafür ein, das konservative Profil in den Unionsparteien zu schärfen. Dazu hat der Initiator Christean Wagner (Lahntal bei Marburg) jetzt ein Papier vorgelegt. Er war von November 2005 bis Januar 2014 CDU-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag. Wagner schreibt darin: „Der Konservative zeichnet sich dadurch aus, dass er auf einem festen Wertefundament stehend den Fortschritt fördert und daher mit Realitätssinn für eine Verbesserung der Verhältnisse kämpft.“ Zu diesem Fundament gehöre die Verwurzelung im christlichen Glauben. Gefordert sei deshalb Mut zum Bekenntnis – nicht aufdringlich, aber hörbar: „Warum soll ein Politiker nicht darüber sprechen, dass er betet. Denn wer betet, verbindet seine begrenzten Möglichkeiten mit den unbegrenzten Möglichkeiten Gottes.“ Als eine Konstante konservativer Lebenseinstellung bezeichnet Wagner auch den Patriotismus – die Liebe zum eigenen Land. Sie werde von Linken als „Nationalismus“ verunglimpft. Man müsse jedoch beides unterscheiden: „Der Nationalist hasst das Fremde, der Patriot liebt das Eigene.“ Die Vaterlandsliebe schaffe eine innere Bindung zum eigenen Staat. Der Konservative schützt, so Wagner, auch die kulturelle Identität seiner Heimat und seiner Nation: „Er weiß, dass er andere Kulturen nur zu würdigen versteht, wenn er sich seiner eigenen Identität gewiss ist und wenn er sich der Stärken und Schwächen der eigenen Geschichte – der politischen und der kulturellen – bewusst ist.“

 

Konservative sind gegen die „Diktatur der politischen Korrektheit“

 

Wie Wagner weiter schreibt, lebt der Konservativismus von Praxis und Erfahrung, nicht von Spekulation und Ideologie. Hieraus ergebe sich eine Ablehnung von Denk- und Sprechverboten: „Die moralisch verbrämte Diktatur der sogenannten Political Correctness ist ihm fremd.“ Aufgabe des Konservativismus heute sei es, auf der Grundlage christlicher Orientierung Botschaften zu senden zur Bedeutung von Verantwortung und Freiheit, zur Leitkultur, zur sozialen Marktwirtschaft, zur inneren und äußeren Sicherheit, zur Familie, zum Lebensschutz, zum Umwelt- und Naturschutz sowie zum Patriotismus. In einem Kommentar von Gunnar Schupelius in der Berliner Zeitung B.Z. heißt es zu dem Papier: „Die CDU ist in die bedauerliche Lage geraten, dass man ihr ihre eigene Identität erklären muss. Gut, dass es wenigstens ein paar Leute gibt, die das versuchen.“ Zum „Berliner Kreis“ – er trat 2012 erstmals an die Öffentlichkeit – gehören nach eigenen Angaben rund 30 Bundes- und Landtagsabgeordnete.


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