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Religionsgemeinschaft: Bleibe Jehova gegenüber loyal!


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Rolf

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Religionsgemeinschaft: Bleibe Jehova gegenüber loyal!

 

 

 

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Das Titelblatt des Kongressprogramms mit dem Titel „Bleibe Jehova gegenüber loyal“. Foto: www.jw.org

Hannover (idea) – 9.700 Teilnehmer haben den norddeutschen Regionalkongress der Zeugen Jehovas unter dem Motto „Bleibe Jehova gegenüber loyal“ vom 24. bis 26. Juni in der TUI-Arena in Hannover besucht. Wie der Pressesprecher des Kongresses, Ruben Gräf (Lamspringe), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, war es das Ziel, die Treue gegenüber Gott zu stärken: „Auch wenn sich die eigenen Lebensumstände schwierig gestalten, sollen wir zu Jehova stehen.“ Laut Gräf zählte zu den Höhepunkten der Veranstaltung unter anderem eine Taufe von 52 Teilnehmern. Der Regionalkongress ist Teil der weltweit jährlich stattfindenden Veranstaltungen der Zeugen Jehovas. In Deutschland werden diesen Sommer 38 Kongresse angeboten. Die nächste Großveranstaltung im Norden ist vom 29. bis 31. Juli in Hamburg geplant. Hierzu werden bis zu 15.000 Teilnehmer erwartet.

 

Kritiker: Durch soziale Isolation wird emotionaler Druck erzeugt

 

Kritik am Kongress äußerte der Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Michael Utsch (Berlin). Gegenüber idea sagte er, dass die dort geforderte „Loyalität“ oft eine Abkehr von ehemaligen Mitgliedern bedeute. Utsch: „Die Leitung ermuntert ihre Mitglieder dazu, Familienmitglieder auszugrenzen, damit sie zurück in die Gemeinschaft kommen. Durch soziale Isolation soll emotionaler Druck erzeugt werden, um Abtrünnige zurückzugewinnen.“ Das Kongressmotto ziele auf einen „bedingungslosen Gehorsam“ gegenüber der Organisation ab. Utsch: „Manche der Mitglieder würden die Gemeinschaft gerne verlassen, aber sie fürchten die soziale Ächtung.“ Die große Zahl der Besucher erklärte er mit der „emotionalen Zuwendung“, die die Zeugen Jehovas böten: „Für manche sind sie ein Familienersatz.“ Der Preis sei allerdings hoch: „Man zahlt mit seiner persönlichen Freiheit.“

 

Kirchen können von der professionellen Kommunikation lernen

 

Laut Utsch stagniert in Deutschland die Mitgliederentwicklung der Zeugen Jehovas. So gehörten in Deutschland 2015 zur Religionsgemeinschaft 165.754 aktive Mitglieder (2011: 165.387). Zu ihren missionarischen Aktivitäten zählt die Nutzung der digitalen Medien. Utsch: „Ihre Kommunikation ist hochprofessionell. Landeskirchen und Freikirchen können sich hier etwas abgucken.“ Auch unter den Flüchtlingen seien die Zeugen Jehovas sehr aktiv. Weltweit die meisten Mitglieder verzeichnen die USA (1,23 Millionen). In Europa ist Italien das Land mit den meisten Zeugen Jehovas (251.032).

 

Jesus ist nicht Gott

 

Die Ursprünge der Religionsgemeinschaft liegen in den USA, wo um 1870 eine Gruppe von Bibellesern um den Kaufmann Charles Taze Russell (1852–1916) nach dem Ende der Welt und der Wiederkunft Jesu forschte. Die Gruppe datierte das Weltende zunächst auf 1872/73 und später auf 1874. Für 1914 erhoffte man den Beginn eines Friedensreiches auf der Erde. Nach Russells Tod übernahm Joseph Franklin Rutherford (1869–1942) die Leitung. Er schuf ein streng hierarchisches System und führte die Hausbesuche ein. Jehovas Zeugen glauben nicht an die Göttlichkeit Jesu. Sie lehnen das Feiern von Geburtstagen und kirchlichen Festen wie Weihnachten und Ostern als „heidnische Bräuche“ ab. Die weltweit über acht Millionen Mitglieder in 240 Ländern verweigern sich Bluttransfusionen ebenso wie dem Militärdienst und der Teilnahme an Wahlen. In Deutschland sind die Zeugen Jehovas mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen in allen Bundesländern als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Die Geschäftszentrale befindet sich in Selters (Taunus).


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