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Die Sünde ist der Leute Verderben


Eine Antwort in diesem Thema

#1
Rolf

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Die Sünde ist der Leute Verderben

 

 

 von  Rolf Wiesenhütter, Lübeck

 

2. Samuel2 "Und es begab sich, dass David um den Abend aufstand von seinem Lager und ging auf dem Dach des Königshauses und sah vom Dach ein Weib sich waschen; und das Weib war sehr schöner Gestalt 3 Und David sandte hin und ließ nach dem Weibe fragen, und man sagte: Ist das nicht Bath-Seba, die Tochter Eliams, das Weib des Urias, des Hethiters 4 Und David sandte Boten hin und ließ sie holen. Und da sie zu ihm hineinkam, schlief er bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit und kehrte wieder zu ihrem Hause."

 

Eine unglaubliche Geschichte, die uns hier erzählt wird. David, der von Gott auserwählte König, begeht Ehebruch. Lesen wir die Geschichte weiter, dann wird uns der Vertuschungsversuch einer unbußfertigen Seele dargestellt. Ehebruch ist nach Gottes Wort eine Sünde, die zum Tod führt. David jedoch spricht sich selbst das Gericht. Er wird einsichtig und tut Buße. Wo ein Herz aufrichtig umkehrt, da ist viel Vergebung. So war es damals im Alten Bund, und so ist es heute, solange noch Gnadenzeit ist.

 

Laodizea lässt grüßen

 

Wie verhält es sich in unseren heutigen Gemeinden mit der Sünde? Wird sie überhaupt noch als solche erkannt? Gilt Gottes Wort noch heute, wenn die Bibel beispielsweise in 1. Thessalonicher 4, 3 sagt: "Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr meidet die Unzucht."Was verstehen wir heute unter Sünde? Wird sie in der Gemeinde noch wahrgenommen, oder hat uns der Geist von Laodizea bereits so zugesetzt, dass Toleranz wichtiger ist als Wahrheit? Was geschieht, wenn Sünde in der Gemeinde zugedeckt wird? Jemand hat einmal gesagt: "Eine tote Mutter kann keine lebendigen Kinder bekommen." Er wollte damit zum Ausdruck bringen, dass Gott eine Gemeinde, in der Sünde geduldet oder zugedeckt wird, nicht segnen kann. Wir fragen uns, warum in unseren Gemeinden kein Wachstum ist. Unsere Missionsbemühungen bleiben ohne Wirkung, weil der Mensch der Sünde sich in seinem eigenen Element langweilt. Solange wir Sünde in der Gemeinde dulden, schönreden oder durch unsere eigene Unfähigkeit verteidigen, zieht sich der Geist Gottes zurück.

 

Unsere Gemeinden im Jahr 2013

 

Darüber zu schreiben fällt nicht leicht. Was ich jetzt schreibe, bezieht sich auf mein eigenes Erleben. Sünde wird in der Gemeinde geduldet und verteidigt. Wie jede Verführung, beginnt die Akzeptanz von Sünde scheinbar harmlos. Da sind Geschwister, die unverheiratet in wilder Ehe zusammenleben. Das wird nicht nur geduldet, sondern akzeptiert, wenn diese Geschwis-ter öffentliche Ämter und Aufgaben übernehmen. Ein bekennender und praktizierender Homosexueller sitzt an der Orgel im Gottesdienst, weil es nach Auffassung des Predigers seine Sache ist, wen er einsetzt. Sexueller Missbrauch und Ehebruch werden in der Gemeinde bekannt, ohne dass Prediger und Gemeindeleiter aktiv werden. Verantwortung für den, der schuldig geworden ist wird ebenso ignoriert, wie Verantwortung für die Gemeinde, die unter der Schuld Einzelner leidet oder gar zugrunde geht. Sünde wird vertuscht, wenn Argumente fallen wie: "Für Geschädigte, die nicht Mitglied unserer Gemeinde sind, sind wir nicht zuständig." "Unser Gemeindehandbuch besagt die Zwei - Zeugen Regelung. Da nur ein Augenzeuge präsent ist, ist die Sache erledigt. Der Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück." Gottes Wort spielt offensichtlich keine Rolle, ebenso wenig das Gemeindehandbuch. Ein Mitglied des Leitungsausschusses behauptet gar: "Das Gemeindehandbuch brauchen wir nicht." Obwohl eine Vielzahl erhärtender Indizien vorliegt, wird jede Prüfung kategorisch abgelehnt.

 

Ein Seelsorgebeauftragter, der sich bibeltreu verhält, den Schuldiggewordenen einen Brief schreibt, in dem der entstandene Schaden, der Ruf zur Umkehr, Buße und Vergebung, sowie die Außenwirkung zur Welt beschrieben ist, wird zur Anklage für den Seelsorger und endet schließlich damit, dass dem Seelsorger Hausverbot erteilt wird mit der Androhung, mit Polizeigewalt aus dem öffentlichen Gottesdienst entfernt zu werden. So ist heute die Realität einer Gemeinschaft, die sich an Babylon verkauft hat. Babylon macht aus ehemals bibeltreuen Christen religiöse Totalversager, in denen keine Gottesbeziehung mehr ist. Der Heilige Geist hat sich völlig zurückgezogen, und so weiß man nicht mehr, wie man sich im Fall schwerwiegender Sünde in der Gemeinde zu verhalten hat. Das Gemeindehandbuch liegt auf dem Tisch, wird aber nicht aufgeschlagen. Die Bibel wird willkürlich zitiert, Texte, die den Umgang mit "Ältesten der Gemeinde" beschreiben, werden zum Schutz der Sünder falsch zitiert, das Problem versucht man auszusitzen. Lehrt uns nicht Psalm 1: "Sitzt nicht da, wo die Spötter sitzen?" Hält man es heute statt mit der Bibel lieber mit den Freunden der babylonischen ACK, die ihre Verfehlungen meisterhaft verschleiern und vertuschen? Will man Gottes Wort nicht, weil man es nicht mehr kennt? Man muss wohl konstatieren: Gottes Wort ist abhanden gekommen, das prophetische Wort ist abhanden gekommen, und den weisen Rat von Schw. White hat man längst schon abgelehnt. Wollte man sich korrekt verhalten, müsste man sich um die Anerkennung durch Babylon  sorgen machen.

 

Richtiger Umgang mit Sünde in der Gemeinde

 

Man könnte sich richtig verhalten, wenn man es denn wollte. In unserer Gemeindeordnung (Gemeindehandbuch Ausgabe 2006) lesen wir auf S. 233, was Schw. White uns hinterlassen hat. Sie schreibt unter der Überschrift: Die Verantwortung der Gemeinde, bei Verfehlungen zu handeln:

 

"Gott macht sein Volk als Ganzes für die Sünden einzelner Glieder verantwortlich. Wenn die Leiter der Gemeinde es versäumen, die Sünden, die Gottes Missfallen über die Gemeinde bringen, gewissenhaft anzusprechen, machen sie sich für diese Sünden mitverantwortlich." (Testimonis of the Church, Band 3, S. 269) Sie schreibt weiter:

"Er lehrte sein Volk, dass Ungehorsam und Sünde ihn beleidigen und niemals leicht genommen werden dürfen. Gott zeigt uns, dass die Gemeinde da, wo Sünde in ihren Reihen bekannt wird, unverzüglich und entschlossen daran gehen soll, sie zu bereinigen, damit Gottes Missbilligung nicht alle trifft. Wenn die Sünden in der Gemeinde von den Verant-wortungsträgern übersehen werden, wird Gott das missbilligen und das Volk Gottes als Ganzes wird für diese Sünden verantwortlich gemacht. Die Art und Weise, wie Gott mit seinem Volk in der Vergangenheit gehandelt hat, zeigt die Notwendigkeit, die Gemeinde von Unrecht zu reinigen. Ein einziger Sünder kann so viel Finsternis verbreiten, dass das Licht Gottes für die ganze Gemeinde verdunkelt wird. Wenn die Kinder Gottes spüren, dass Finsternis sie umhüllt und ihnen die Ursache nicht bekannt ist, sollten sie sich ernsthaft, demütig und selbstkritisch an Gott wenden, bis das Unrecht, dass ihn betrübt, erkannt und beseitigt ist. Wenn Unrecht in der Gemeinde offensichtlich ist und Gottes Diener es gleichgültig übersehen, unterstützen und rechtfertigen sie im Grunde genommen den Sünder. Sie machen sich darum mitschuldig und werden darum Gottes Missfallen erfahren, denn er wird sie verantwortlich machen für die Sünden des Schuldigen." (Testimonis of the Church, Band 3, S. 265f.)

Soweit Schw. White.

 

Können wir denn noch glauben, was sie uns anvertraut hat? Sind wir noch bereit, diese prophetischen Worte anzunehmen? Sind wir uns noch über die Boshaftigkeit der Sünde im Klaren? Wie sehr Schw. White sich am Wort Gottes orientiert, mögen einige Bibelstellen zeigen.

Jeremia 2;5, Jesaja 1;4: "Wie ein starker Magnet zieht Sünde das Herz von Gott weg."

Jesaja 59;2, Jakobus 1;21: "Sünde beschmutzt so sehr mit Dreck, Unreinheit und Verwesung, dass der Zutritt zu Gott diesem Menschen dadurch verwehrt wird."

Jesaja 33;14, Matthäus 25;41: "Sünde gleicht dem Öl, und der Zorn Gottes dem Feuer - das Brennen wird ewig sein."

Schw. White sagt: "Die ganze Gemeinde wird betroffen sein durch das Fehlverhalten Einzel-ner."

 

Eine tote Gemeinde kann keine lebendigen Kinder bekommen. Gott wird einer toten Gemeinde keine Neubekehrten anvertrauen! Dies geschieht, wenn Gläubige ihr Leben nicht aufräumen, wenn es bei den Eheleuten in der Ehe nicht stimmt, wenn Geschwister in offenkundiger Sünde leben und die Sünde nicht ernst nehmen. Wie soll der Herr dann segnen? Gott ist sein Name zu heilig, als dass er sich mit unserem Unrecht verbindet. Gott ist heilig, und er hat gesagt, wir sollen heilig leben. Ihr Lieben, ich muss es noch deutlicher sagen. Wenn der schlimmste Okkultist von ganz Deutschland, ein Zauberer, jeden Sabbat in der Gemeinde sitzen würde unter den Zuhörern, und er hätte vielleicht das 6. und 7. Buch Mose in der Tasche, und er hätte vielleicht noch fünf seiner bösen Freunde bei sich, und sie wären nur mit dem Ziel gekommen, den Dienst zu stören, das Wort Gottes bekannt zu machen, vor denen hätte ich keine Angst. Mit denen wird unser Herr fertig! Wenn wir im Gebet stehen und in der Heiligung, und dem Feind keine Angriffsfläche geben, dann wird der Herr mit denen fertig. Aber wenn Geschwister in der Sünde verharren, sie leugnen und stattdessen die Gerechten verleumden, dann wird es mir Angst um die ganze Gemeinde. Das sehen wir doch ganz deutlich an der Geschichte Israels. Wenn die Feinde von außen kamen, das war nicht das Problem.  

 

Ob sie Philister hießen, oder Midianiter oder Amalekiter. Gott hatte gesagt: „Einer von euch schafft Tausend!“ – Aber wenn es innen, bei Israel, bei Gottes Volk nicht stimmte, dann gab es eine Niederlage nach der anderen. Dann können wir lange auf dem Boden liegen wie Josua. Dann wird Gott sagen: Steh auf! Es ist Banngut in eurer Mitte. Du brauchst gar nicht weiter beten, es hat gar keinen Sinn. Steh auf, und räum das Banngut aus. Damals war es eine Stange Gold und Silber und ein Mantel. Und was kann es heute sein, was den Herrn hindert? Verborgene Sünde in den Reihen der Gläubigen und unter Gottes Volk. Mein lieber Bruder, meine liebe Schwester, ich frage dich vor dem Angesicht des lebendigen Gottes: Willst du der Achan sein in der Gemeinde? Ich will es nicht sein! Willst du es sein? (Josua 22;20) Dass doch keiner von uns ein Achan sein möchte. Josua wurde nachhaltig gewarnt: „Ich werde hinfort nicht mehr mit euch sein, wo ihr nicht den Bann (oder die Sünde, denn Sünde trennt) aus euch vertilget.“ (Jos. 7:12) Nehmen wir doch wahr, dass der lebendige Gott kein Jota seines Wortes geändert hat, noch ändern wird. Darum bitte ich dich, gehe doch in die Stille vor dem Herrn. Lasst uns alle in die Stille gehen und unser Leben im Licht des Heiligen Geistes durchleuchten. Und die Dinge, die uns aufgezeigt sind, die wir vielleicht schon lange wissen, die auf unseren Gewissen liegen, lasst sie uns ablegen. Lasst uns mit der Sünde brechen. Was sind wir oft für stolze Leute. Wie wenig kriegen wir das fertig, einander um Vergebung zu bitten. Lasst uns so handeln, lasst uns geistlich sein, und der Herr wird großen Segen darauf legen. Schreib den Brief, tätige den Anruf, versöhne dich. Lass los, die du gebunden hast und gehorche dem Herrn neu. Pflügt ein Neues, ruft Gott seinem Volk zu.

 

Wie die Gemeinde handeln sollte

 

Matthäus 18,15-17 Vom Zusammenhang wird das Thema der Vergebungsbereitschaft Gottes und des Menschen, sowie das Ziel, den Sünder von seinem gefährlichen Weg abzubringen, vorgegeben. Ob Jesus formulierte „sündigt dein Bruder“ (rev. Elberfelder, Einheits-übersetzung), oder „sündigt dein Bruder an dir / gegen dich“ (Luther, Hoffnung für alle), ist auch in den alten Handschriften des NTs unterschiedlich überliefert. Obwohl natürlich beide Aussagen Sinn machen, sollte man der kürzeren Lesart wohl den Vorzug geben. Das bedeutet, dass jede Sünde (das griechische Verb ist bewusst allgemein gewählt), die ich bei einem Mitchristen beobachte, mich zum seelsorgerlichen Handeln veranlassen muss. Nicht nur die Gemeindeleitung oder der Prediger sollen aktiv werden, sondern jeder Christ trägt hier Verantwortung. Wie so oft beruft sich Jesus auf Gedankengut des ATs: „Du sollst deinen Nächsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld trägst“ (3Mo 19,17). Sünde soll weder vertuscht, noch unnötig an die große Glocke gehängt werden (vgl. Spr 25,9). Der Sünder soll mit seinem Fehlverhalten konfrontiert werden. Oberstes Ziel bleibt es aber immer, ihn zurückzugewinnen. Nach der Parallelstelle Lk 17,3 ist dies erreicht, wenn er bereut und ihm vergeben wird. Jesu Verfahrensregel sieht eine private und darüber hinaus zwei gemeindeöffentliche Stufen  vor. Bevor die Gemeindevollversammlung die Ange-legenheit untersucht, sollen Zeugen zugezogen werden (Jesus zitiert 5Mo 19,15), wie es auch in Qumran üblich war. Die Zeugen gewährleisten die Objektivität des Verfahrens, verleihen dem Anliegen Nachdruck und können bestätigen, dass alle Anstrengungen, den Sünder zu erreichen, erfolglos blieben. Der dritte Schritt besteht darin, dass die Ortsgemeinde den unbußfertigen Sünder ausschließt und dem Heiden und Zöllner gleich rechnet. Der Heide ist der Nichtchrist außerhalb der Gemeinde. Der Zöllner steht für Ausgegrenztheit. Im Judentum zur Zeit Jesu zählten beide Gruppen zu den übelsten Menschensorten. Dabei darf aber nicht übersehen werden, dass Jesus gerade diese Außenseiter der damaligen Gesellschaft sehr wohl zum Objekt seiner Missionsbemühungen machte.

 

"Damit Du nicht seinetwegen Schuld trägst..." das ist, was Schw. White uns versucht klarzumachen, wenn sie davon schreibt, dass unbereinigte Sünde auf die ganze Gemeinde zurückfällt. Da hilft es nicht, sich damit herauszureden, dass es einer "Zweizeugenregelung" bedarf. Was aber ist zu tun, wenn es nur einen Zeugen gibt, zum Beispiel im Blick auf die Hurerei (Unzucht) einer als gläubig bekannten Person? Hier weist

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den Weg, wo es zwar nicht um das Thema Hurerei geht, wir aber ein Gott gemäßes Vorgehen bei nur einem Zeugen finden. Offenbar hat ein einzelner Bruder gegen einen einzelnen anderen gesündigt – es gibt also nur einen Zeugen. Hier ist der Bruder aufgefordert, zu dem anderen hinzugehen, um ihn zu gewinnen, also zu einem Bekenntnis zu bewegen. Dass es sich hierbei nicht um eine Sünde bzw. einen sündigen Zustand im Sinn von

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handeln kann, macht die in

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gezogene Konsequenz klar. Denn jemand, der Hurerei etc. treibt, muss ausgeschlossen werden. Jemand dagegen, der die in

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genannte Sünde gegen seinen Bruder begangen hat, muss nicht ausgeschlossen werden, es sei denn, dass er seine Sünde nicht einsieht und bekennt. Wenn der sündigende Bruder nicht hört, soll man einen oder zwei Brüder mitnehmen, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund die Sache bestätigt wird. Noch immer gibt es nur einen Augenzeugen. Aber die Sache ist für andere offenbar so deutlich und überzeugend, dass auch sie, obwohl sie keine Augenzeugen waren, den Bruder zu gewinnen suchen. Wenn der sündigende Bruder aber auch nicht auf sie und nicht einmal auf die Versammlung hört, ist er für den Bruder, gegen den er gesündigt hat, wie ein Heide und Sünder. Wer sich in seiner Gesinnung so als Böser offenbart hat, wird dann nach

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auch aus der praktischen Gemeinschaft der Versammlung ausgeschlossen werden müssen (vgl.

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). Noch immer gibt es nur einen Augenzeugen. Aber die Dinge sind für die Geschwister und die örtliche Versammlung so deutlich und klar, dass sie vor Gott den Auftrag und die Verpflichtung haben, zu handeln.

 

Das wird auch im Alten Testament bestätigt. Im Anschluss an den Vers in

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, dass eine Sache zweier Zeugen bedarf, um auf dieser Zeugenaussage ein Gerichtsurteil zu vollziehen, folgt ein ergänzendes Gesetz. Es kann vorkommen, dass zwei Männer Streit haben und einer davon eine Zeugenaussage gegen den anderen macht, so dass Wort gegen Wort steht. Sollte die Gemeinde in Israel dann sagen: Wir haben nur einen Zeugen, wir können uns der Sache nicht annehmen? Nein, sie mussten „genau  nachforschen“ (

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). Die Sache musste vor die Priester und Richter gebracht werden. Neutestamentlich gesprochen muss die Angelegenheit also vor die örtliche Versammlung gebracht werden, die im Namen des Herrn handeln muss, falls Sünde vorliegt und diese nachweislich von einer Person begangen worden ist. Wer

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genau liest, wird bestätigen, dass es nicht darum geht, immer über mehrere Zeugen verfügen zu müssen, um handeln zu können. Entscheidend ist, dass nicht allein auf die Aussage einer einzelnen Person gehandelt wird. Wenn nur ein Zeuge vorhanden ist und keine weiteren Indizien vorliegen, ist eine Versammlung handlungsunfähig. Wenn dagegen über den Zeugen hinaus noch Tatsachen oder Indizien existieren, welche die eine Zeugenaussage bestätigen, wird das Urteil „nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin“ vollstreckt, sondern auf eine Zeugenaussage zuzüglich weiterer Indizien, die zusammen ein ausreichend bezeugtes Urteil bewirken.

 

Auch der Fall einer auf dem Feld vergewaltigten Frau (vgl.

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ff.) zeigt, dass es nicht darum geht, in jedem Fall zwei Zeugen vorweisen zu können (gleiches gilt übrigens für den Dieb, den nicht einmal irgendjemand gesehen hat, in dessen Hand man aber das Diebesgut findet). Entscheidend ist, dass man nicht allein auf die Aussage einer Person handelt, sondern dass man sich auf einen klaren Beweis der Sünde beziehen kann. (vgl. "wenn nur ein Zeuge vorhanden ist; Manuel Seibel; Bibelpraxis;

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Die Verantwortung der Ortsgemeinde

 

In einer seiner berühmten Fabeln erzählt uns Aesop die Geschichte von den Fröschen im Teich. Unbedingt wollten die Frösche einen König haben. Ihr Anliegen brachten sie immer und immer wieder vor Jupiter, bis dieser ihnen schließlich einen ansehnlichen Balken in den Teich warf. Die Frösche waren zunächst begeistert von ihrem Anführer: majestätisch und ruhig schwamm er auf dem Teich umher. Aber nach einiger Zeit kamen ihnen doch Bedenken. Was war das für ein Führer, auf dem man ohne Gegenwehr herum springen konnte, der sich immer nur an der Oberfläche treiben ließ und nichts von sich gab! So gingen sie wieder zu Jupiter: „Wir wollen einen starken Führer“, sagten sie, „einen, der Macht ausübt und Initiative ergreift!“ „Gut“, sagte Jupiter nach einigem Zögern, „ ihr sollt Euren starken Führer bekommen!“ Und so schickte er ihnen den Storch an den Teich. Wieder waren die Frösche begeistert. Ihr Storch war von imponierender Größe, und er stakte majestätisch im Teich herum. Er machte Lärm und viel Wind und zog alle Aufmerksamkeit auf sich. Von ihm ging Initiative aus! Aber dann entdeckten sie zu ihrem Entsetzen, dass dieser König eine sehr problematische Seite hatte: er begann seine Untertanen einen nach dem anderen aufzufressen... Diese Fabel zeigt uns ein Dilemma, das wir Menschen immer wieder mit Macht und Führerschaft gehabt haben. Auf der einen Seite gehen Führung und Autorität weithin verloren – und dann fällt man in das andere Extrem und wählt die Tyrannei.

 

Natürlich braucht die Gemeinde Führung und Autorität. Sie wählt sich daher in aufwändigem Procedere einen Leitungsausschuss. Nach Gottes Wort haben die Gemeindeältesten den Auftrag, über das Wort Gottes zu wachen, welches nicht den Predigern, sondern der Gemeinde gehört. Insofern hat der Leitungsausschuss die biblische Pflicht, dafür zu sorgen, dass es in der Gemeinde schriftgemäß zugeht. Was aber ist zu tun, wenn sich die Leiterschaft schriftwidrig oder sogar rechtswidrig verhält, indem sie Sünde duldet und gegen bibeltreue Geschwister Ausschussbeschlüsse aufgrund einseitiger Berichterstattung, die sich noch dazu als vorsätzliche Falschaussagen durch den Prediger herausstellen, die sogar zu dem Verbot zur Teilnahme am Gottesdienst derer führen, die sich nichts zuschulden kommen ließen? Die Statuten der Adventgemeinde besagen, dass die Gemeinde das oberste Souverän ist. In dieser Eigenschaft hat die Gemeindeversammlung die Pflicht, von ihrer Leitung bibelkonformes Verhalten einzufordern und wenn nötig falsche Leitungsbeschlüsse mehrheitlich zu überstimmen. Die Gemeindeversammlung hat das Recht der Zurechtweisung auch gegenüber dem Prediger und muss sich berechtigt fragen, ob im Fall von Uneinsichtigkeit und Festhalten an Fehlverhalten der Leiterschaft diese berechtigt sind, die Gemeinde in die Irre zu führen, oder ob hier nicht eine Ablösung erforderlich ist. Da inzwischen in den Ortsgemeinden viel Einschüchterung durch eine fehlgeleitete Obrigkeit zu beobachten ist, muss man den Gemeinden mit Off. 3;18 empfehlen: " Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchläutert ist, dass du reich werdest, und weiße Kleider, dass du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Blöße; und salbe deine Augen mit Augensalbe, dass du sehen mögest." Wir brauchen selbstbewusste Gemeinden auf der Grundlage des Wortes in Fragen von Sünde in der Gemeinde und weit darüber hinaus.

 

 

 


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#2
HansKuenzle

HansKuenzle

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Lieber Rolf,

 

Du schreibst:

 

"Sünde wird in der Gemeinde geduldet und verteidigt.". 

 

und damit sprichst Du das Kernproblem der Kirchen aller Denominationen an. Eigentlich könntest Du geradesogut an eine Wand sprechen, die Reaktion auf diese Wahrheit wird dieselbe sein. Eine Kirche lebt davon, die Sünde zu verschweigen, bzw. zu tolerieren, sonst blieben die Leute aus und die Kirche hört auf, Kirche zu sein. 

 

Das Problem liegt eindeutig darin, dass das lutherische Dogma lehrt, dass der Mensch niemals frei sein wird vom Sündigen, also dass er sündigt, solange er sich auf Erden aufhält. Dafür aber kann er täglich unters Kreuz, die Sünden bekennen und dann ist er wieder rein. Aber das ist reine Irrlehre, eine Irrlehre, welche auf Luther zurückgeht.

 

Das Evangelium sagt etwas ganz anderes. Es sagt, dass Jesus nicht in erster Linie für die "Vergebung" der Sünden gestorben ist, sondern für die Erlösung von der Sünde. Die Vergebung ist dann ein Lateral-Effekt. Er hat die Ketten gesprengt, hat uns erlöst von der Knechtschaft der Sünde und der Gefangenschaft Satans. Das ist die Gnade, von der Paulus spricht. Ob wir nun durch den Glauben wirklich vom Sündigen freiwerden wollen, das ist dann alleine unsere Sache, was mit Hilfe der Kraft Gottes auch geschehen kann.

 

Deshalb hat Paulus im Eph. 2. 1 bis 3 klar gesagt: "Auch euch, die ihr tot waret, durch eure Übertretungen und Sünden, in welchen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt, nach dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geiste, der jetzt in den Kindern des Unglaubens wirkt, unter welchen auch wir alle einst einhergingen in den Lüsten unsres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten; und wir waren Kinder des Zorns von Natur, gleichwie die andern."

 

Grammatikalisch ist das in die Vergangenheitsform gesetzt, was uns ein klarer Hinweis gibt, dass wir eben jetzt nicht mehr sündigen, sondern in der Ordnung Gottes leben. 

 

Weil hier im Kernpunkt des Evangeliums von den (evang.) Kirchen eindeutig Unwahrheiten verkündet wird, sind diese für mich Sekten  mit lutherischen Irrlehren.

 

Weiter so, Rolf, bin Dir dankbar, wenn Du die heissen Eisen auf den Amboss legst!

 

Mit liebem Gruss, Hans


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