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HEILIGER WANDEL und DAS ENDE ALLER DINGE


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Rolf

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HEILIGER WANDEL und DAS ENDE ALLER DINGE






Von Dr. Lothar Gassmann
An rolf.wiesenhuetter



Zur Besinnung

„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.“ (1. Petrus 4,7)

Es ist auch möglich, mit „nahe gekommen das Ziel aller Dinge“ zu übersetzen. „telos“ heißt „Ziel“ oder „Ende“. Der HERR Jesus betet am Kreuz: „Es ist vollbracht.“ Es ist vollendet. „Tetelestai“. Das Ziel ist erreicht, zu dem Er gekommen ist. Das war der letzte Siegesruf am Kreuz. Mit dem Kommen von Jesus von Nazareth als der Messias Israels, des Heilskönigs, hat die Endzeit im weiteren Sinne begonnen. Jetzt ist der Heilsbringer erschienen. Jetzt ist die himmlische Herrlichkeit, die himmlische Wohnung zubereitet. Das Ziel aller Dinge ist gekommen.

Ich habe schon erwähnt, dass das Ende der Endzeit mit der Staatsgründung Israels 1948 begonnen hat. Das ist der Zeiger Gottes an der Weltenuhr. Denn wenn der Feigenbaum wieder grünt, saftig wird und Früchte bringt, dann wissen wir, dass es nahe vor der Tür ist (vgl. Matth. 24,32 ff.). An dieser Stelle möchte ich nur auszugsweise darauf hinweisen, was in Matth. 24 als Zeichen der Endzeit aufgezählt wird. Da werden falsche Christusse, Kriege und Kriegsgeschrei, Hungersnöte, Seuchen, Erdbeben, Christenverfolgung, gegenseitiges Verraten (auch innerhalb der Gemeinde), viele falsche Propheten, Überhandnehmen der Gesetzlosigkeit genannt wie auch, dass die Liebe in vielen erkaltet. Außerdem wird gesagt, dass allen Völkern das Evangelium verkündigt wird. All dies sind Zeichen der Endzeit, vor allem auch der Feigenbaum Israel. Zusehends erfüllen sich diese Zeichen vor unseren Augen und zwar nicht nur ein Zeichen, sondern alle Zeichen! So erkennen wir, wenn wir neben der Bibel auch in die Zeitungen schauen, wie sich alles im Weltgeschehen erfüllt.

Wenn das so ist, dann gilt ganz besonders das, was in unserem Vers steht: „So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet.“ Besonnen und nüchtern heißt, dass wir nicht auf jeden Wind der Lehre hereinfallen. Satan versucht, uns zu verführen und wegzuführen von der biblischen gesunden Lehre zu irgendwelchen Seitenwegen, Irrlehren und Sekten sowie zu falschen Propheten. Es heißt ja auch: „Viele falsche Propheten“ werden auftreten, nicht nur wenige. Und diese vielen falschen Propheten werden viele verführen. Ich hörte gerade erneut von einem falschen Propheten, der zurzeit in der Schweiz auftritt. Auch dieser sammelt wieder eine Schar um sich mit ganz gefährlichen Lehren, die Jesus verfälschen und einiges andere verdrehen. Von solchen sind schon einige bekannt, auch in Deutschland. Deshalb ist dieser Aufruf so wichtig, dass wir besonnen und nüchtern sind und uns nicht wegziehen lassen vom Zentrum des Glaubens.

Wir sollen auch nüchtern im Gebet sein. Wenn wir im Gebet und in der Verbindung mit dem HERRN stehen, mit Ihm reden, Ihn fragen, Ihn auch bei der Geisterunterscheidung um Hilfe bitten, dann werden wir beim HERRN bleiben und nicht verführt werden. Man sollte besonders auf solche Brüder in den Gemeinden hören, denen Gott die Gabe der Geisterunterscheidung geschenkt hat. Aber diese haben auch eine sehr undankbare Aufgabe. Man will ihre Warnungen oft nicht mehr hören. Oftmals werden sie auch hinausgetrieben. Das sollte jedoch nicht so sein. Wenn eine biblisch begründete Warnung gegen eine Irrlehre oder andere Verführung geäußert wird, dann sollte man es prüfen und die Brüder ernst nehmen. Das ist auch Aufgabe der Ältesten und Hirten, dass sie dann die Verführung erkennen und entsprechend handeln.

Ferner gibt es die Gemeindezucht (1. Kor. 5), was heute leider auch nicht oft genug praktiziert wird. Natürlich darf sie nicht überstürzt werden. Hier gilt die Gemeinderegel (Matth. 18), dass man erst ein Gespräch unter vier Augen führt, dann jemanden hinzuzieht und danach erst die Gemeinde mit einbezieht. Auch heute noch gilt: Wenn wirklich Verführung, ein böser Sauerteig der Sünde, um sich frisst, sollte auch Ausschluss praktiziert werden können, um die Gemeinde reinzuhalten vor Verführung und Sünde - und auch, um den Verführer selbst zur Umkehr zu bewegen durch diesen drastischen Schritt.



Vers 8:

„Vor allen Dingen habt untereinander beständige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge.“

Hier haben wir eine sehr positive Aussage, die aber gar nicht immer so leicht zu erfüllen ist. Für „beständige“ kann man auch „innige“ Liebe übersetzen. Man kann Liebe nicht befehlen. Aber man kann sie sich schenken lassen, gerade durch das Gebet, was hier vorher genannt wurde. Wir können bitten: „HERR, erfülle mein Herz mit dieser Liebe, denn Du hast mich zuerst geliebt. Lass mich Dich wiederlieben - und meinen Nächsten wie mich selbst.“ Solch eine beständige oder innige Liebe können wir uns nur vom HERRN erbitten wie auch die Vergebung, wenn wir versagt haben.

Dann steht hier dieser wunderbare Satz: „…denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge.“ Wie ist das zu verstehen? Es liegt in unserem Naturell, in unserem fleischlichen Wesen, dass wir die Sünden der anderen oft mit einem Vergrößerungsglas darstellen. Vielleicht präsentieren wir andere sogar, wohingegen wir unsere eigenen Sünden gern verkleinern. Das heißt, wir sehen also „den Splitter im Auge“ des Bruders, vergrößern den, und den „Balken in unserem eigenen Auge“ sehen wir nicht. Das sollte nicht sein. Man soll immer erst sich selbst prüfen: „HERR, wo habe ich versagt?“ Dann können wir auf die Brüder und Schwestern zugehen, die auch Sünder sind und versagt haben. Die Liebe deckt der Sünden Menge. Das heißt, sie ist vergebungsbereit. Sie kann anerkennen, wenn die Sünde ins Meer der Gnade versenkt ist, dass sie nicht immer wieder herausgefischt werden darf. Die Sünde ist wirklich abgetan, wenn ein Mensch sie bereut hat.

Das sollten wir dann auch sehr ernst nehmen. Das ist eben ein Kennzeichen der Liebe, dass sie der Sünden Menge zudeckt. Der Hass, der Neid und der Hochmut dagegen neigen immer dazu, die Sünden des anderen herauszufischen und zu vergrößern. Die Liebe tut gerade das Gegenteil. Sie holt sie nicht heraus, sondern deckt sie zu. Damit ist nicht gemeint, dass man Sünden einfach unter den Teppich kehrt. Sie müssen wirklich aufgrund einer ehrlichen Buße vergeben werden. Dann können sie zugedeckt bleiben, also erst nach der Bereinigung vor dem HERRN und vor den Menschen, soweit es zwischenmenschliche Dinge betroffen hat.



Vers 9:

„Seid gastfrei untereinander ohne Murren!“

Die Gastfreundschaft ist eine Gabe des HERRN. Es ist wunderbar, wenn es innerhalb einer Gemeinde wechselseitig geschieht, dass sich die Familien gegenseitig einladen. Da lernt man sich besser kennen und lieben. Offene Türen ohne Murren sind geradezu ein Kennzeichen der Heiligen. Natürlich darf man es auch nicht übertreiben, so dass man zu gar nichts anderem mehr kommt. Das wäre falsch, und das will Gott auch nicht. Aber man soll aufeinander achten.

Wenn es beispielsweise einer Familie schlecht geht, soll man sie zu sich einladen, ein Gespräch führen, ihnen vielleicht auch materiell helfen oder durch praktische Dienstleistungen. Hier gibt es mannigfaltige Möglichkeiten. Oder wenn wir von Frauen wissen, die ein Kind erwarten und sich Gedanken über eine Abtreibung machen, sollten wir uns um solche kümmern, sie vielleicht auch in die Gemeinde einladen und ihnen beistehen. Wie viele Leben könnten da gerettet werden!

Wir hören oft von Zeugnissen: Wenn sich jemand aus dem Islam bekehrt, verliert er in aller Regel seine moslemische Familie und braucht dringend eine neue Familie bei Christen, die ihn liebevoll aufnehmen. Haben wir da auch offene Türen? Gastfreundschaft sollte an sich jeder Christ praktizieren. Daher gilt auch für uns dieser Aufruf, den der Apostel im Auftrag Gottes der Gemeinde zuruft.

An einer anderen Stelle heißt es: „Denn etliche haben ohne ihr Wissen Engel beherbergt“ (Hebr. 13,2). Das ist immer wieder eine Ermutigung. Wenn ich innerlich murren will, denke ich oft an diesen Vers. Es hilft dann, diesen Liebesdienst am HERRN zu tun. Der HERR ist auch dem Abraham als Engel erschienen im Hain Mamre und auch bei Lot in Sodom.



Vers 10:

„Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: …“

Die Gaben sind Dienstgaben, nicht zur eigenen Auferbauung, sondern zur gegenseitigen Auferbauung in der Gemeinde. Die Frage der Gaben wird in 1. Kor. 12 ausführlich beschrieben. Hier im Petrusbrief wird betont, dass wir einander dienen sollen. Auch sollen wir gute Haushalter der Gnade Gottes sein und keine eigensüchtigen Haushalter, die alles für sich verwenden.

Wenn du eine Gabe hast, dann bringe sie in deiner Gemeinde ein. Bete darum, dass der HERR dir zeigt, womit du dienen kannst. Eine Gemeinde soll kein Ein-Mann-Betrieb sein, wie es leider in den Landeskirchen oftmals aufgrund des Pfarrermonopols geschieht. Eine gute Gemeinde funktioniert so, dass möglichst jeder Bruder seine und jede Schwester ihre Gabe einbringen kann. Das kann natürlich nicht dauernd und permanent sein, aber so, dass es die Gemeinde erbaut und der Gottesdienst, die Bibelstunde, die Gebetstunde, die Gemeindeversammlung bereichert werden. Dazu gehören der Putzdienst, die Musik und viele weitere Möglichkeiten …





Dies ist ein Auszug aus dem soeben erschienenen Buch:



Lothar Gassmann:

Heiliger Wandel und das Ende aller Dinge

Die Botschaft der Petrusbriefe

Reihe Der schmale Weg Band 3




Inhalt

Durch Leiden geht`s zur Herrlichkeit (1. Petrus 1,1-12) 5

Ihr sollt heilig sein (1. Petrus 1,13-25) 30

Die königliche Priesterschaft (1. Petrus 2,1-10) 49

Als Christen Christus gemäß leben (1. Petr. 2,11-25) 70

Heiliger Wandel bei Frauen und Männern (1. Petr. 3,1-7) 95

Gottes Augen sehen auf Gerechte (1. Petr. 3,8-22) 111

Sondere dich von allem Bösen ab! (1. Petrus 4) 138

Weidet die Herde Gottes! (1. Petrus 5) 158

Vertraue völlig auf Gottes Wort! (2. Petrus 1) 183

Der HERR kann die Frommen retten (2. Petr. 2,1-11) 212

Glaube nicht den Irrlehrern! (2. Petrus 2,12-22) 235

Bereit für das Kommen des HERRN! (2. Petrus 3) 255



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