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Falsche Mosestafeln


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Rolf

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Falsche Mosestafeln






Kurioser Irrtum bei Sanierung in Kirche aufgeflogen

Fremdenführer in der Wiesentheider Sankt-Mauritius-Kirche müssen künftig umlernen. Das, was sie bislang stolz als "Gesetztafeln von Moses" präsentierten, ist eigentlich etwas ganz anderes, völlig banales.


06.02.2015


Bei der Kirchensanierung zeigte sich, dass die vermeintlichen Gesetztafeln eigentlich ein ganz banaler Wasserschaden sind. | Bild: Bistum Würzburg

Bei der Sanierung der Wiesentheider flog ein kurioser Irrtum auf: Bisher hatten die Fremdenführer an dem barocken Deckenfresko von Giovanni Francesco Marchini im Chorraum stets auch zwei "Gesetztafeln von Moses" gezeigt.

Wasserflecken statt Mosesschriften

Bei der Kirchensanierung zeigte sich, dass die vermeintlichen Gesetztafeln eigentlich ein ganz banaler Wasserschaden sind. | Bild: Bistum Würzburg

Die beiden Flecken über dem Kreuz wurden bisher für die bedeutungsvollen Gesetztafeln gehalten.

Denkmalpfleger fanden jetzt heraus, dass die dunklen Verfärbungen ein ganz banaler älterer Wasserschaden sind. Damit können die Fremdenführer zwar zukünftig keine christlich bedeutsamen Gesetzestafeln mehr vorführen, dafür können sie eine skurrile Geschichte zu den Wasserflecken erzählen, die lange als Mosestafeln gegolten haben. Sehenswert ist die Kirche auch ohne Tafeln.

Das mit seinem 58 Meter hohen Turm beeindruckende Gotteshaus wurde nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut und 1732 geweiht. Insgesamt müssen allein 3.000 Quadratmeter Fresken saniert werden, das ist knapp fünf Mal die Fläche des berühmten Treppenhauses der Würzburger Residenz. Besonders beeindruckend an den Decken ist die Illusion einer gewaltigen Kuppel in der Mitte des Langhauses. Die letzte vollständige Sanierung fand im Jahr 1896 statt. Außen ist die aktuelle Restaurierung bereits abgeschlossen. Insgesamt sollen die Arbeiten an der Kirche 4,7 Millionen Euro kosten.




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