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Vergleich von Snowden mit Luther ist „geistlich absurd“


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Rolf

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Vergleich von Snowden mit Luther ist „geistlich absurd“






Hamburg/Hannover (idea) – Kritik an Äußerungen des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister hat der Vorsitzende der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), geübt. Meister hatte dem Spionage- und Überwachungsenthüller Edward Snowden (Moskau) zur Verleihung des Alternativen Nobelpreises gratuliert. Durch die Veröffentlichung von Geheimdokumenten habe der 31-Jährige der Weltgesellschaft einen großen Dienst erwiesen. Snowden berufe sich auf sein Gewissen; damit erinnere er an eine „gute protestantische Tradition“. Beim Evangelischen Medien-Kongress in Leipzig stellte Meister am 24. September einen Zusammenhang her zwischen Snowden und dem Reformator Martin Luther (1483-1546). Die individuelle Freiheit des Gewissens, mit der sich Snowden gegen den Staat stelle, habe eine ihrer Wurzeln in Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. In Medienberichten hieß es anschließend, Meister habe Snowden mit Luther verglichen.

Luther ging es um Rechtfertigung – Snowdon geht es um Menschenrechte

Einen solchen Vergleich hält der theologisch konservative Theologe Rüß für „geistig verwegen und geistlich absurd“. Wie er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte, sollte ein lutherischer Landesbischof die Unvergleichbarkeit beider Personen kennen: „Luther geht es um die Frage der Rechtfertigung vor Gott, um das ewige Heil, die Wiederentdeckung der Grundlagen des christlichen Glaubens, die Autorität der Heiligen Schrift, um den Glauben an Jesus Christus. Snowden geht es um Menschenrechte.“ Auch wenn Bischof Meister lediglich den gleichen Mut von Snowden und Luther habe hervorheben wollen, so bleibe es „abwegig und verfehlt“, beide zu vergleichen.

Auch Zeitungsverleger geehrt

Snowden wird von den USA wegen Diebstahls von Regierungseigentum, widerrechtlicher Weitergabe geheimer Informationen sowie Spionage strafrechtlich verfolgt. Im Juli 2013 gewährte ihm Russland Asyl; er hat inzwischen eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre erhalten. Die schwedische Stiftung des Alternativen Nobelpreises (Preis für richtige Lebensführung) verleiht Snowden die undotierte Ehren-Auszeichnung, „weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt“. Den Preis erhält auch der Verleger und Chefredakteur der britischen Zeitung „The Guardian“, Alan Rusbridger (London). Das Blatt hatte Snowdens Enthüllungen veröffentlicht.

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