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Inhaftierter Missionar legt ein Geständnis ab


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Rolf

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Inhaftierter Missionar legt ein Geständnis ab






Pjöngjang (idea) – Das kommunistische Regime in Nordkorea hat einen inhaftierten südkoreanischen Missionar ein Geständnis ablegen lassen. Der 50 Jahre alte Baptist Kim Jung Wook bat in einer Pressekonferenz um Gnade für seine angeblichen Verfehlungen. Er habe im Auftrag des südkoreanischen Geheimdienstes Hausgemeinden im Norden aufgebaut, um Spione anzuwerben. Auch in der chinesischen Grenzstadt Dandong habe er illegale christliche Gemeinden gegründet. Kim war im Oktober festgenommen worden; am 27. Februar ließen ihn die Machthaber öffentlich auftreten. Südkorea streitet jegliche geheimdienstliche Verbindung zu dem Missionar ab und fordert seine sofortige Freilassung. Beobachtern zufolge werden ausländische Häftlinge in Nordkorea zu öffentlichen Geständnissen gezwungen. Man verspreche ihnen eine zügigere Freilassung. Kim hatte sieben Jahre lang in Dandong gearbeitet. Er half Nordkoreanern mit Nahrung und Unterkünften, die auf Arbeitsuche nach China gekommen waren. Im Oktober war Kim nach Nordkorea gereist, um mit ehemaligen Flüchtlingen Kontakt aufzunehmen, die von China in ihre Heimat zurückgeschickt worden waren.

Australier nach China abgeschoben

Kim ist nicht der einzige ausländische Christ, den Nordkorea verhaftet hat. So war der Australier John Short am 16. Februar in einem Hotel in der Hauptstadt Pjöngjang festgenommen worden, nachdem er Traktate in einem buddhistischen Tempel hinterlassen hatte. Die Verbreitung der christlichen Botschaft ist in Nordkorea außerhalb von vier staatlich kontrollierten Kirchen streng verboten. Inzwischen wurde der 75 Jahre alte Short nach Peking ausgewiesen. Seit 50 Jahren betreibt er mit seiner Frau Karen in Hongkong einen Verlag für christliche Schriften. Weiter in einem nordkoreanischen Straflager befindet sich der 46 Jahre alte US-Amerikaner Kenneth Bae. Er war am 3. November 2012 in der Hafenstadt Rajin im Nordosten des Landes unter dem Vorwurf festgenommen worden, er plane einen Umsturz. Er wurde zu 15 Jahren Straflager verurteilt. US-Präsident Barack Obama setzte sich am 6. Februar beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington für ihn ein: „Die Vereinigten Staaten werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um seine Freilassung zu erreichen, denn Kenneth Bae verdient es, ein freier Mann zu sein.“

Rund 30.000 Christen in Straflagern

Das 24 Millionen Einwohner zählende Nordkorea gilt als Land mit der schärfsten Verfolgung von Christen. Weil sie Gott verehren und nicht die Herrscher-Dynastie von Diktator Kim Jong-Un, gelten sie als Staatsfeinde. Offiziellen Angaben zufolge leben in dem Land etwa 12.000 Protestanten und 800 Katholiken. Doch Menschenrechtler schätzen, dass mindestens 30.000 Christen in Straflagern gefangen gehalten werden. Gleichwohl wachse die christliche Gemeinde. Etwa 100.000 Christen versammelten sich im Untergrund.

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