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Die Gemeindewachstumsfraktion der „Brüderbewegung“


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Eine Antwort in diesem Thema

#1
Rolf

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„Gemeinde NEU denken“: Die Gemeindewachstumsfraktion der „Brüderbewegung“ ist weiter auf missionalem Kurs






14.10.2013



Auch nachdem das Buch „Zerstörerisches Wachstum“ die Verführung durch das missional-emergente Gemeindenetzwerk in Deutschland enthüllt hat und die Irrlehren der missionalen Gemeindegründungsbewegungen ausführlich widerlegt hat, machen die „Neuerer“, die hauptsächlich im Forum Wiedenest und den AGB eine Plattform haben, ungerührt und unbeirrt weiter wie gehabt. Alle öffentliche Kritik und wohlmeinende brüderliche Ermahnung von mancher Seite hält diese Leute nicht davon ab, weiter ihre irreführenden Konzepte von einer missionalen Gemeindegründungsbewegung zu verfolgen. „Dieses Netzwerk entwickelt gemeinsam neue Angebote für Inspiration, Training und Multiplikation, damit vielfältige, innovative und wirkungsvolle (neue) Gemeinden entstehen …“. So heißt es in einem Einladungsprospekt für den „GemeindeNEUdenken“-Kongreß am 7.-9. 11. 2013.

Das „GemeindeNEUdenken“-Netzwerk wird getragen vom „Forum Wiedenest“, vom „City Mentoring Program“, vom „International Mission Board“ der Südlichen Baptisten, von der IAM, der DIM (Deutsche Inland-Mission), dem Missionswerk „To All Nations“, der „Kirche für Oberberg“, SRS und der Arbeitsgemeinschaft der Brüdergemeinden (AGB) im BEFG – alles Einrichtungen, über in dem Buch „Zerstörerisches Wachstum“ auf den Seiten 311 bis 389 ausführlicher berichtet wird. Auch die Referenten des Jahres 2013 werden dem Leser dieses Buches sehr bekannt vorkommen. Diesmal hat man den afrikanischen Gemeindewachstums-Pastor Oskar Muriu (Referent 2005 u. 2009; vgl. Buch S. 372-373;377-379) kombiniert mit dem emergenten Vordenker Prof. Johannes Reimer (vgl. u.a. Buch S. 336-340;371-373; 383). Muriu spricht u.a. über „Großes von Gott erwarten“, Reimer über „Gottes Traum von Gemeinde“. Unter den Referenten der Seminare, die auf dem Kongreß ergänzend angeboten werden, finden sich einige im dem Buch erwähnte Multiplikatoren – u.a. Dr. Dietrich Schindler (FEG), Christian Göttemann, Gerd Goldmann (AK Wachstum der Brüdergemeinden), Harald Nikesch, Klaus Schönberg (BEFG, Paradies-Projekt).

Auch die Seminarthemen zeigen die verkehrte „missionale“ Ausrichtung des Kongresses: „Vom Hinterhof in die Öffentlichkeit – wie eine Gemeinde sich permanent weiterentwickelt“; „Entdecker-Bibelkreise, einfache Gemeinden, Hingehen zu Menschen – was wir von weltweiten missionarischen Bewegungen lernen können (hier bringt DIM-Missionar Hergen vor dem Berge anscheinend die Konzepte von David Watson mit ein); „Multiplizierende Hauskirchen“ (gehalten von Marcus Rose von „Hoffnung Deutschland“, der Text nennt „ein klares Verständnis von Jüngerschaft, geistlichen Umgang mit Vision und apostolische Praxis“ als Rezepte für sich multiplizierende Hausgemeinden und klingt sehr nach charismatischer Hauskirchenbewegung).

Ein anderes Projekt, das fast von demselben Trägerkreis unterstützt wird, nennt sich „K5-Leitertraining“; es wird von Martin Schneider (Forum Wiedenest) und Artur Siegert (Kirche für Oberberg) geleitet und findet in den Räumen des Forum Wiedenest statt. Hier sollen Leiter berufsbegleitend geschult werden. Zu den Referenten gehören u.a. Volker und Martina Kessler (Akademie für Führungskräfte), Dr. Dietrich Schindler (FEG), Harald Nikesch, Christian Göttemann, Ulrich Neuenhausen (Leiter des Werkes Forum Wiedendest). Bei der Jugendleiterschulung „K5+U30“ wirken mit: Markus Kalb, Leiter der Wiedenester Jugendarbeit, sowie Regina Guterding (Studierende am BTA Wiedenest, Mentorin bei Leaders of Influence) und Markus Guterding (Gründer und Leiter des überregionalen Jugendgottesdienstes Lifeline mit ca. 2.000 Besuchern).

Auch an anderen Stellen werden die missionalen Einflüsse in Brüderkreisen weiter offenbar. So hat auf der diesjährigen Dillenburger Konferenz der vollzeitlich bei den „Freien Brüdern“ angestellte Wolfgang Seit ein Referat zum Thema „Menschen mit Jesu Augen sehen“ gehalten – einen Vortrag „Mit Jesu Augen sehen“ hielt Seit als Mitreferent von Prof. Reimer auf den Impulstagen des Arbeitskreises Wachstum im November 2006.

Diese Ausschnitte aus den Aktivitäten des pro-missionalen Netzwerkes, das unter Brüderkreisen wirkt, zeigen deutlich, daß die Warnungen und aufklärenden Informationen des Buches Zerstörerisches Wachstum keinesfalls übertrieben, überflüssig oder überholt sind. Das dort beschriebene Netzwerk arbeitet zielstrebig weiter an der Verführung biblisch geprägter Gemeinden und sucht vor allem jüngere Christen in diese oberflächlich gesehen attraktiven missionalen Gemeindegründungsbewegungen abzuziehen. Hier sind weiterhin Wachsamkeit, Aufklärung und entschiedener Widerstand nötig.


Quellen: „GemeindeNEUdenken. Gemeindegründung und missionarische Neuausrichtung. Der Kongress 7.-9.11.2013. Forum Wiedenest“ (Kongreßprospekt); „K5 Leitertraining. Nah an Gott und nah am Menschen führen lernen“ (Prospekt)


Rudolf Ebertshäuser 14. 10. 2013 www.das-wort-der-wahrheit.de


Zu diesem Beitrag können Sie auf unserer Webseite lesen:

"Missional" und "gesellschaftsrelevant": Neue Gemeindebewegungen im Überblick

Gemeindegründungsbewegungen - Gemeindewachstumskonzepte - neue Missionslehren unter den Evangelikalen. Eine Stellungnahme aus bibeltreuer Sicht (insbesondere S. 206-246)
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#2
Wahrheit minus eins

Wahrheit minus eins

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Es ist durchaus nachvollziehbar, daß eine Bewegung, die Gemeindeneugründungen, in denen sich geistlich "hinzugetane" (Apg.2,47) versammeln, so manchem "Verkündiger & Propheten" suspekt erscheinen müssen, zumal wenn dieser der "Vorherbestimmungslehre" des Calvin wohl anhängt.

Es ist wohl wahr, wie es bereits die Schrift sagt, dass zum Ende hin nicht das Wachstum die Gemeinde des Christus prägen wird, sondern "die kleine Herde" (Lk.12,32). Doch wie vermessen dürfen wir sein, Evangelisation und deren Protagonisten jetzt schon in die Ecke der "Irrlehrer" zu stellen, selbst unter dem edlen Anspruch, Brüder lediglich "korrigieren" zu wollen.
Auch ich habe gewisse Vorbehalte gegenüber dem BfeG, habe Vorbehalte gegen "zentrale Ausbildungsinstitutionen" wie "Wiedenest", oder auch Diezhölztal-Ewersbach beim BefG. Die "Glaubenskongregation" der r.k.K. findet m.E. hier zunehmend ihr "evangelikales" Pendant.

Doch pauschal über "die Brüderbewgung" als vom Zeitgeist verseuchte Struktur öffentlich herzufallen, steht auch einem Bruder Rudolf Ebertshäuser nicht zu, zumal dieser sich nach wie vor als "Bruder" sieht.
Ich kenne einige Brüder, die in ähnlicher Weise denken und handeln, die "die Bewahrung der Wenigen" als ihre Aufgabe erkannt zu haben meinen: dies ist durchaus auch schriftkonform, doch gilt der Missionsauftrag ebenso bis der Herr wiederkommt.
l.g. Karl Sprengart (ex w.m.e.)
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