Zum Inhalt wechseln

Welcome to Irrglaube und Wahrheit
Register now to gain access to all of our features. Once registered and logged in, you will be able to create topics, post replies to existing threads, give reputation to your fellow members, get your own private messenger, post status updates, manage your profile and so much more. If you already have an account, login here - otherwise create an account for free today!
Foto

Was Prediger zu Fall bringen kann


  • Bitte melde dich an um zu Antworten
Eine Antwort in diesem Thema

#1
Rolf

Rolf

    Administrator

  • Administrator

  • PIPPIPPIP
  • 26281 Beiträge
  • Land: Country Flag

Please Login HERE or Register HERE to see this link!





Evangelisation






Was Prediger zu Fall bringen kann






Rehe (idea) – Evangelisten droht besonders in zwei Bereichen das Scheitern: bei Geld- und Sex-Affären. Dieser Ansicht ist der frühere ProChrist-Leiter, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Er sprach auf der Jahrestagung der Evangelistenkonferenz, die vom 2. bis 5. Dezember in Rehe (Westerwald) tagt. Um beim Umgang mit Geld nicht in Versuchung zu geraten, empfahl er, dass Evangelisten nicht auch als Geschäftsführer ihrer Werke fungieren. Diese Aufgabe solle man einem Experten oder einem unabhängigen Gremium überlassen. Parzany: „Ich habe noch nie geglaubt, dass Theologen etwas von Finanzen verstehen.“ Als ein Vorbild in finanziellen und sexuellen Angelegenheiten nannte er den US-Evangelisten Billy Graham, der am 7. November sein 95. Lebensjahr vollendet hat. Der Baptistenpastor habe zum Beispiel nie Gespräche mit Frauen unter vier Augen geführt.

Gott nicht die Ehre rauben

Eine weitere Gefahr für Evangelisten bestehe darin, dass sie sich von unlauteren Motiven leiten ließen, etwa dem Drang, die eigene Ehre zu suchen. Damit raubten sie Gott die Ehre: „Das ist der schlimmste Sündenfall für einen Evangelisten.“ Parzany wies ferner darauf hin, dass die Christen in Europa noch nie so eine große äußere Freiheit und so viele Kommunikationsmöglichkeiten und reiche Gemeinden hatten wie heute. Wer seinen Glauben bekenne, müsse schlimmstenfalls befürchten, dass andere schlecht über ihn reden. Es gebe lediglich einen „milden Druck“, sich Mehrheitsmeinungen anzupassen. Dennoch seien viele Christen eingeschüchtert und nutzten zu wenig die evangelistischen Chancen. Parzany rief die Evangelisten ferner auf, sich in ihrem Dienst nicht zu schonen: „Ausruhen können wir uns in der Ewigkeit.“

Verschiedene Lebenswelten erreichen

Der Theologieprofessor Heinzpeter Hempelmann (Schömberg/Schwarzwald) vertrat die Auffassung, dass sich die Evangelisation stärker auf die unterschiedlichen Lebenswelten einstellen muss. Gemeinden erreichten in erster Linie bürgerlich-traditionelle Milieus, aber zum Beispiel kaum leistungsorientierte und kreative Eliten sowie spaßorientierte Kreise. Hier gehe es um die Frage: „Wie stelle ich mich auf den anderen und seine Mentalität ein?“ So glaubten viele Menschen nicht mehr, dass es eine absolute Wahrheit gebe. Wer ihnen die Wahrheit des christlichen Glaubens vermitteln wolle, werde als intolerant missverstanden. Hempelmann empfahl, über Erfahrungen mit dem christlichen Glauben im eigenen Leben zu sprechen und wie Jesus Geschichten und Gleichnisse zu erzählen. Der Apostel Paulus sei das beste Beispiel gewesen, wie man das Evangelium verständlich in eine Kultur hineinspricht. Hempelmann ist wissenschaftlicher Direktor des TANGENS-Instituts für Kulturhermeneutik und Lebensweltforschung an der Evangelischen Hochschule Tabor (Marburg).

Für persönliche und öffentliche Evangelisation

Der Vorsitzende der Evangelistenkonferenz, der Baptistenpastor und Liedermacher Jörg Swoboda (Buckow/Märkische Schweiz), warnte davor, die persönliche Evangelisation und evangelistische Veranstaltungen gegeneinander auszuspielen. Beides müsse sich ergänzen, sagte er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Über Jahre sei die Veranstaltungsevangelisation – auch die Zeltmission – zerredet worden. Dies habe zu einem Rückgang dieser Verkündigungsform geführt. Zum Teil würden stattdessen Glaubenskurse angeboten: „Das ist eine positive Alternative. Es ist aber verhängnisvoll, wenn nichts an die Stelle der Evangelisation tritt – zum Beispiel aus Bequemlichkeit.“ Allein auf die persönliche Weitergabe der christlichen Botschaft zu setzen, habe sich nicht bewährt: „Denn viele Christen sind damit überfordert.“ Swoboda empfahl Gemeinden, zunächst einen Freundeskreis aufzubauen und die persönlichen Kontakte in eine Evangelisation münden zu lassen.

  • 0

#2
Wahrheit minus eins

Wahrheit minus eins

    Advanced Member

  • Mitglied
  • PIPPIPPIP
  • 194 Beiträge

Verschiedene Lebenswelten erreichen

Der Theologieprofessor Heinzpeter Hempelmann (Schömberg/Schwarzwald) vertrat die Auffassung, dass sich die Evangelisation stärker auf die unterschiedlichen Lebenswelten einstellen muss. Gemeinden erreichten in erster Linie bürgerlich-traditionelle Milieus, aber zum Beispiel kaum leistungsorientierte und kreative Eliten sowie spaßorientierte Kreise

.
Naja, die Evangelisation unter "spaßorientierten Kreisen" betrachte ich als ein ganz schwieriges Unterfangen, weil die Evangelisation dieser "Zielgruppe" allzuoft Gefahr läuft, von frommen Spaßmachern, jedoch keinen ernsthaften und berufenen Evangelisten als Tätigkeitsfeld mißbraucht zu werden. Die "Praise & Shout" Events sind hierfür Beleg genug!
Was die Evangelisation unter "leistungsorientierten und kreativen Eliten" betrifft, möchte ich auf ernstzunehmende (Missions-)Werke, die sich an Führungskräfte in der Wirtschaft, an Selbstständige und auch an Künstler wenden, hinweißen. Leider finden diese anscheinend nicht genügend geistliche Anerkennung und (Gebets-)Unterstützung. Anders kann ich mir die Unkenntnis eigentlich nicht erklären.

Hier gehe es um die Frage: „Wie stelle ich mich auf den anderen und seine Mentalität ein?“ So glaubten viele Menschen nicht mehr, dass es eine absolute Wahrheit gebe. Wer ihnen die Wahrheit des christlichen Glaubens vermitteln wolle, werde als intolerant missverstanden. Hempelmann empfahl, über Erfahrungen mit dem christlichen Glauben im eigenen Leben zu sprechen und wie Jesus Geschichten und Gleichnisse zu erzählen.


Genau dies geschieht, nach eigenem Erleben, in den Evangelisationsveranstaltungen der o.g. Werke: wenn z.B. einem "Entscheider" aus der Wirtschaft dabei die Grundlagen einer Entscheidung für Christus vorgelegt werden, wenn "Soll und Ist" entsprechend derer "Mentalität" vorgelegt werden, so ist dies m.E. genau die geforderte, verständliche Sprache!

Für persönliche und öffentliche Evangelisation

Der Vorsitzende der Evangelistenkonferenz, der Baptistenpastor und Liedermacher Jörg Swoboda (Buckow/Märkische Schweiz), warnte davor, die persönliche Evangelisation und evangelistische Veranstaltungen gegeneinander auszuspielen. Beides müsse sich ergänzen, sagte er gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Über Jahre sei die Veranstaltungsevangelisation – auch die Zeltmission – zerredet worden.


Leider ist Hebr. 5,11 Darüber haben wir viel zu sagen, und es lässt sich schwer darlegen, weil ihr im Hören träge geworden seid.
12 Denn während ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr wieder nötig, dass man euch lehre, was die Anfangsgründe der Aussprüche Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die Milch nötig haben und nicht feste Speise.
für weite Teile, gerade auch des sog. "evangelikalen Lagers", zutreffend: auch in diesem "Lager" ist die Wortverkündigung zunehmend von "Events" abgelöst worden, weil viele dessen "Verkündiger" den Hörern keine "feste Speise"mehr zumuten wollten, sondern eher die Ohren der Zuhörer "kitzeln" wollten. Die träge gewordenen Hörer wurden von den "Rednern" ja vorbereitet!

Es ist aber verhängnisvoll, wenn nichts an die Stelle der Evangelisation tritt – zum Beispiel aus Bequemlichkeit.“ Allein auf die persönliche Weitergabe der christlichen Botschaft zu setzen, habe sich nicht bewährt: „Denn viele Christen sind damit überfordert.“


Ja, sie sind aus den soeben genannten Gründen überfordert! Eine Zelt- oder Saalevangelisation erfordert natürlich eine weitaus größeren Aufwand (Abstimmung mit lokalen Behörden, Terminfindung mit dem Evangelisten etc.). Das ist natürlich nicht so bequem, weil hierfür "Brüder und Schwestern" angefragt und gebeten werden müssen, und "unser eigenes Vermögen", unser eigenes "fleischliches Denken" verbietet uns dann das Eingeständnis eines perssönlichen geistlichen Unvermögens!

Swoboda empfahl Gemeinden, zunächst einen Freundeskreis aufzubauen und die persönlichen Kontakte in eine Evangelisation münden zu lassen.


Ich schätze den Bruder Swoboda außerordentlich und als Bruder in Christus stimme ich seiner Meinung auch zu, doch gebe ich eines zu bedenken: wenn ich in evangelistischer Absicht zu einem christlichen Freundeskreis einlade, sollte ich da nicht zuvor auch entsprechend Hebr.5, 11-12 ein klein wenig mehr gesagt haben können?
LG
w-m-e
  • 0