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Zypern


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#1
Rolf

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Zypern





www.jeremia.ch 27.9.13



Bitte mich, so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. Ps. 2,8

Liebe Geschwister, ich durfte diesen September zwei Wochen in Nikosia/Lefkosia, Zypern sein. Den Namen Nikosia haben die Engländer der Stadt gegeben, Lefkosia ist der griechische Name der Hauptstadt Zyperns. Wie einige von euch wissen, hat es 1974 Krieg gegeben bei dem die Türkei den nördlichen Teil der Insel besetzte. Die Hauptstadt Nikosia/Lefkosia ist getrennt wie früher Berlin. Inmitten der Stadt sind Grenzen, aber wenn man seinen Pass zeigt ist es einfach auf die andere Seite zu gehen. So gehen täglich Touristen aber auch Griechen auf die türkische Seite um günstig einzukaufen, denn dort ist die Währung nicht der Euro sondern die türkische Lira. Auch die Türken gehen auf die griechische Seite um vielleicht bessere Qualität zu kaufen oder einen Kaffee zu trinken.

Was jemandem der zum ersten mal in die Stadt und auf die Insel kommt auffällt, sind die tausende von Philippinos, Inder, Bengalis, Singalesen, etc. die dort für ca. 20 Euros pro Tag oder ca. 350 Euros pro Monat arbeiten plus Zimmer, etc. Wenn du denkst wir haben hier in der Schweiz viele Ausländer, so musst du nach Nikosia gehen. Die Situation dort ist unglaublich. Die Insel erlebt die Finanzkrise, die eigenen Leute finden kaum Arbeit und tausende von Menschen von irgendwoher arbeiten dort oder suchen eine Arbeit. Die EU hat ganz bewusst die Türen weit geöffnet, so werden Menschen entwurzelt, die Löhne werden gedrückt und die Massen sind so besser zu kontrollieren. Vor ein paar Tagen wurde ein Mann, ein griechischer Zypriot, tot aufgefunden, er starb an Hunger. Furchtbar wenn man denkt, dass ein paar Meter weiter andere die Fülle haben.

Das Schöne war zu sehen, wie diese unzähligen Menschen aus Asien fröhlich sind obwohl sie wenig verdienen, doch für diese ist es viel. Eine Inderin erzählte mir, sie habe ihren Eltern in der Heimat eine Wohnung gekauft. Am Sontag sieht man ganze Gruppen picknicken und spielen. Die Philippinos, Singalesen, Inder, Rumänen, Russen, Tamilen, etc. haben ihre Kirchen; natürlich sind nicht alle Gläubige. Das Einzige was wir machen können ist ihnen das Evangelium bringen, sich zu ärgern über die Situation dort oder hier bringt nichts, denn diese Invasion in Europa ist kein Zufall, das wissen wir.

Die Griechischen Zyprioten sind griechisch Orthodox, das bedeutet, dass sie glauben sie seien schon Christen, so wie bei uns die Katholiken. Es war für mich am Anfang knallhart und ich habe etwas erlebt das ich in keinem anderen Land erlebt habe: die jungen Leute sind auf den Glauben hin fast nicht ansprechbar, sie sind wie verhext. Man kommt an sie kaum heran. Warum es so ist, weiss ich nicht. Die EU hat jetzt verlangt, dass die Kinder kein Kreuz mehr tragen, keinen Religionsunterricht mehr erhalten, aus Rücksicht auf die anderen Religionen und die Soldaten in der Armee dürfen auch kein Kreuz mehr anhaben. Jetzt werde ich etwas sagen, was vielleicht ein paar deutsche Geschwister böse macht! Wer führt die EU? Herr Barroso? Nein, es ist Frau Merkel und alle anderen laufen hinter ihr her. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Wie gesagt, es war für mich knallhart und fast jeder Zypriote, sogar die türkischen Zyprioten fragten mich, ob ich eine Zeugin Jehovas sei. Von unseren Freien Kirchen hatten sie kaum eine Ahnung, aber die Zeugen Jehovas sind überall. Ich habe es so erlebt, dass ich nach ein paar Tagen ein Inserat in der Zeitung aufgeben wollte mit dem Text: „wo ist die Gemeinde Jesu? Existiert sie? Lebt sie noch?“

Als mein recht grosser Vorrat an Traktaten wieder zur Neige ging, habe ich mehrere Pastoren und Gemeinden/Kirchen angerufen um für Schriftmaterial zu bitten; ausser einem hatte niemand etwas und dieser eine sagte mir: „die dafür verantwortliche Person ist nicht da, so könne er mir nichts geben“. Unglaublich! Es scheint, als kümmert sich kaum jemand anders um die griechischen Zyprioten als die Jehovas. Immer wieder kam ich mit den Menschen ins Gespräch und erlebte dabei wie sie so wütend auf die Orthodoxe Kirche sind. Sie würden dir erklären, dass der grösste Teil der Insel der Kirche gehört, dass der Oberste der Kirche super Autos besitzt, etc. etc. Viele sind enttäuscht, darum wollen viele nicht mehr von Gott hören. Ich kann sie verstehen und doch werden wir alle einmal alleine vor Gott stehen um uns persönlich vor IHM zu verantworten. Ich musste den Leuten immer wieder den Unterschied zwischen Religion und Jesus Christus erklären. Die Menschen haben so viele Fragen und es braucht Leute die hingehen und Antworten geben.
Ich habe die Bibelgesellschaft gesucht und musste mit Bedauern feststellen, dass sie in den Händen der Orthodoxer Kirche ist und nicht unter der Obhut der Evangelikalen. Soweit ich es weiss ist das nur in der Türkei und Zypern so. Die Frau im Büro der Bibelgesellschaft war lieb und nett, sie hat für mich sogar Kopien gemacht von meinen Traktaten und trotzdem, es ist nicht dasselbe, wenn die Person nicht wirklich bekehrt ist und dazu noch der Landeskirche angehört. Viele Menschen haben die Bibel in Altgriechisch oder ähnlich und haben von daher Schwierigkeiten sie zu verstehen. So habe ich versucht ihnen eine Bibel in einfacher Sprache zu bringen oder habe sie auf die Bibelgesellschaft aufmerksam gemacht. Wäre es nicht die Aufgabe der Gemeinde den Menschen die Bibel in einfacher Sprache zu bringen? Wenn wir ca. 800‘000 Menschen nicht evangelisieren können, was können wir dann?

Ich war mehrmals auch auf der türkischen Seite. Eine von den ersten Personen welche ich dort traf war ein Medizinstudent aus der Türkei, sehr offen, ein feiner Mensch, eine junge Frau in ihrem Geschäft war auch sehr offen. In einem Café sprach ich einen Pakistani an der dort arbeitet. Nachdem ich ihm das Evangelium erklärte, sagte er mir: vor ein paar Stunden habe ich mich in einem Traum vor einer Kirche gesehen und jetzt kommen Sie und sprechen mit mir darüber! Ich habe einen türkischen Bruder und seine russische Frau kennengelernt und sie gebeten diesen Mann zu besuchen. Durch die Vermittlung dieser Geschwistern kam ich in Kontakt mit einen kleinen Gemeinde von türkischen Zyprioten. Es war für mich eine Freude ein paar Geschwister kennenzulernen. Immer wieder habe ich auch auf der türkischen Seite Traktate und DVD’s verteilt. Viele Türken sind offen, aber es braucht viel bis sie wirklich bereit sind eine Gemeinschaft aufzusuchen.

An einem Samstag sah ich auf der griechischen Seite ein Türkisch sprechendes Paar mit den Heften der Jehovas herumgehen um die Türken zu erreichen. Ein paar Meter weiter dann ein anderes Paar das griechisch sprach und mit Literatur der Jehovas versuchten die Griechen und die Ausländer zu erreichen. Und wo war die Gemeinde? Nirgendwo. Es hat mir so weh getan. Als ich am letzten Samstag meines Aufenthaltes auf der türkischen Seite war, habe ich eine Türkin aus Berlin mit den Heften der Jehovas in den Händen angetroffen welche vor einer Moschee versuchte ihre Hefte weiterzugeben. Ich sprach mit ihr und sagte zu ihr: „es ist so schade, dass du vom Islam zu den Jehovas gegangen bist. Was für eine Tragödie! Später bin ich um die Moschee gegangen und habe einige Zeit mit einigen Türken geredet. Auch auf ihren Tischen waren die Hefte der Jehovas. Wie ist es möglich, dass ein paar wenige Jehovas überall sind und hunderte Millionen von Gläubigen nirgendwo sind? Wir haben Menschen zu Jesus gebracht, aber nicht Jünger gemacht sondern Stuhlhocker.

Am Sonntag habe ich dann die griechische evangelikale Gemeinde besucht und am Schluss einen Verantwortlichen gefragt: wissen Sie, dass es auf der türkischen Seite ein paar Gläubige gibt? Seine Anwort war: Ja, aber sie sind im Untergrund. Ich musste lachen. Im Untergrund? Die Jehovas gehen frei herum, die wenigen Gläubigen treffen sich frei und dieser Mann spricht vom Untergrund? Warum können wir nicht Gruppen von Geschwistern aus beiden Seiten dieser Insel machen und auf die Strassen gehen und den Menschen zeigen, dass wir in Jesus eins sein können, dass es in Jesus weder Griechen noch Türken gibt sondern nur Kinder Gottes? Wenn wir alle Bitterkeit und allen Schmerz nicht überwinden können, wie sollen die Ungläubigen diese überwinden? Ein griechischer Zypriot kann sich nicht vorstellen, dass ein Türke Christ werden kann. Das ist für ihn unmöglich. Ich sagte zu dem türkischen Bruder Hussein, er soll sein Zeugnis schreiben, es übersetzen lassen und den griechischen Zyprioten zum Lesen geben. Er war drogensüchtig, kaputt, hatte in einem Hotel gearbeitet und eine Russin kam und sagte ihm: Dir kann nur Jesus helfen! Er hatte geweint und wollte mehr wissen über Jesus. Diese Russin wurde seine Frau. Geschwister, auf der anderen Seite sind keine Löwen und Schlangen. Auf der anderen Seite sind Menschen die Jesus brauchen und es braucht jemanden, der kommt und ihnen sagt: dir kann nur Jesus helfen, denn viele Menschen sind unglücklich, haben Fragen.

Gestern Mittwoch an der Bahnhofstrasse in Zürich stand ein junger Mann vor mir und nachdem ich für ihn gebetet hatte, sagte er: wow, kann ich wieder vorbei kommen? Viele griechische Zyprioten, türkische Zyprioten, Singalesen, Bengalis, Philippinos, ein Schweizer Pärli, ein Deutsches Pärli, eine Holländerin, sogar ein Palästinenser und andere haben das Evangelium in Zypern gehört und waren dankbar.
Vor drei Wochen war ich in St. Gallen und nebst vielen anderen Menschen habe ich auch eine ältere Frau angesprochen. Ich fragte sie, ob ich für ihren Arm beten kann, der verbunden war. Sie sagte: der Arm ist eine kleine Sache, der ganzer Körper ist krank. Während dem Gebet kam die Kraft Gottes auf sie, ihr ganzer Körper hatte gezittert und sie sagte mir: wissen Sie, ich habe letzten Sontag den Teufel gesehen. Sie erklärte mir, dass nachdem sie vom Spital nach Hause gegangen sei, sie die Medikamente genommen habe, die man ihr gab. Ihr Körper hat diese nicht vertragen, sie war zu schwach, ist kollabiert und in dem Moment sieht sie Satan…Enorm, was die Menschen alles erleben und wir haben Angst zu ihnen zu gehen, weil nicht jeder so reagiert, wie wir es erwarten. Schade, wir verpassen so viel.

Letzten Sontag hat der Pastor in Nikosia in seiner Predigt etwas erzählt. Er war mit Freunden in seinem Wochenendhäuschen in den Bergen. Plötzlich aus heiterem Himmel kommt ein Kätzli und miaulet und miaulet. Er hat sich darüber geärgert und wollte es wegjagen. Das Katzli hat mit seinen Pfoten auf etwas geschlagen. Da war doch die ganze Zeit in ihrer Nähe eine giftige Schlange, sie sind mehrmals an ihr vorbeigegangen ohne sie zu sehen und aus heiterem Himmel kommt das Katzli. Wie viele Pastoren haben sich schon geärgert über die „Katzlis“, die Gott ihnen geschickt hat, um sie zu bewahren vor der Schlange aber sie haben nicht gehört und die „Katzlis“ in die Flucht gejagt? Auch in Zypern wie überall werden die Bücher von den Verführern verkauft, doch kein Bruder oder Schwester hatte etwas über die Verführung gewusst, sie haben keine Ahnung. So ist die Schlange in der Gemeinde, beisst herum und kaum jemand kümmert sich darum weil man die warnenden „Katzlis“ die einem so ärgern hinausgeworfen hat.

Kürzlich hatten die Pfingstgemeinden in Amerika ihre Landeskonferenz und dazu haben sie Ruth Harley Burton eingeladen, eine ex-Mitarbeiterin von Bill Hybels die ihr eigenes spirituelles Zentrum eröffnet hat um Pastoren Kontemplation, Yoga und was noch zu lehren. Ich hatte über diese Frau in einem meiner Briefe einmal geschrieben. Obwohl Geschwister in Amerika die Leiter der Pfingstbewegung (Assemblies of God) deswegen gewarnt haben, wollen sie nicht hören und so verbreitet sich der Kundalini Geist und andere weiter in der Gemeinde Jesu. Wer Ohren hat, der höre was der Geist den Gemeinden sagt!

Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann oder Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.


Gal. 3,28
Danke für alle Gebete und Unterstützung,
Catherine
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