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da hogn: “Komm nach vorn, gib dein Geld her” – ein Abend bei


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3 Antworten in diesem Thema

#1
1Joh1V9

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“Komm nach vorn, gib dein Geld her” – ein Abend bei “Wort+Geist”
veröffentlicht von da Hogn|25.07.2013 |

Freyung. Was macht Wort+Geist so besonders? Warum sind deren Anhänger scheinbar immer gut gelaunt und umarmen sich ständig? Ist die neureligiöse Glaubensgemeinschaft womöglich näher dran am Menschen als unsere oftmals verstaubt daherkommenden Kirchen? Ein Freyunger Bürger, dessen Name der Redaktion bekannt ist, wollte es genauer wissen und besuchte im August des vergangenen Jahres einen öffentlich zugänglichen Erweckungsabend im Rahmen der WORT+GEIST 4-JAHRESZEITEN AKADEMIE. Die Beobachtungen, die er während der Veranstaltung im Freyunger Kurhaus machte, stimmten ihn nachdenklich:

Lautes Gekreische, Stampfen und aufbrausendes Klatschen


“Es war an einem Freitag im August 2012, als ich den Erleuchtungsabend von „Wort und Geist“ besuchte. Um 19.45 Uhr betrat ich das Kurhaus, um die öffentliche Veranstaltung zu besuchen. Im Foyer traf ich bereits auf lauter gut gelaunte, teilweise sich umarmende Menschen. Um 20 Uhr konnte man den Kursaal betreten. Dieser war gut gefüllt und ein Blick auf die Bühne, wo eine professionelle Licht- und Tonanlage aufgebaut war, ließ in mir Vorfreude aufkommen. Nach einer kurzen Begrüßung begann die Band zu spielen und recht hübsche Sängerinnen stimmten ihre Lieder an.

Der Text wurde in einer Leuchtschrift angezeigt, obwohl sich die beiden Textzeilen wohl jeder im Saal ohnehin merken konnte. Die Musik war recht rhythmisch, angesichts der Top-Anlage nicht optimal, aber auch nicht schlecht abgemischt. Inhaltlich kreisten die Texte um Liebe und Geist, wobei nicht wirklich ein Inhalt zu erkennen war. Was mir sofort auffiel, als ich den Saal betrat, war die extrem ausgelassene Stimmung des Publikums. Jede Aufforderung zum Mitsingen wurde sofort mit lautem Gekreische, Stampfen und aufbrausendem Klatschen bejubelt. Für mich völlig unverständlich, da sich die Musik eher auf einem unteren Niveau bewegte und die Texte … (siehe oben).

Sich völlig dem Heiligen Geist überlassen und den Verstand ausschalten

Nach einigen Songs wieder unbändiger Applaus, denn eine Frau namens Marita betrat die Bühne. Sie erzählte uns, dass alles Alte jetzt vorbei sei, und das Neue begonnen hat, insbesondere mit dem Sommerseminar, an dessen Abschlussabend ich teilnehmen durfte. Für mich waren ihre Worte wenig schlüssig, die Leute um mich herum bejubelten jeden ihrer Atemzüge als stünde ein weiblicher Messias vor ihnen. Einerseits amüsierte mich die Szenerie, andererseits hatte sie auch etwas Beängstigendes.

Jetzt muss ich einflechten, dass für mich als praktizierenden Christen Begriffe wie “Gott” oder “Heiliger Geist” beileibe keine Fremdwörter sind. In diesem vereinfachten, um nicht zu sagen primitiven Zusammenhang waren sie mir aber völlig neu. Scheinbar wusste die Dame ganz genau wo und wann der Heilige Geist wirkt, sie nannte auch Beispiele, die für mich allerdings völlig alltägliche Begebenheiten waren. Immer wieder und mit einfachen Worten, erstaunlich einfachen Worten, beschwor sie das Publikum sich doch bitte völlig dem Heiligen Geist zu überlassen und den Verstand ganz auszuschalten. (Nennt man das nicht Gehirnwäsche?)

W+G-Gründer Helmut Bauer: “Wir sind alle Außerirdische”

Dabei unterschied sie immer zwischen dem Alten und dem Neuen, wobei offensichtlich mit dem Bestehen der Sekte “Wort und Geist” das Neue angebrochen ist, und man das Alte getrost vergessen könne, ja müsse. Nur merkwürdig, dass Marita dann doch Fragmente einer Bibelstelle zitierte und die ist ja doch einige hundert Jahre alt.

Insgesamt will man aber mit Religion nichts zu tun haben, Religion ist etwas Altes, sogar Ungehorsames, wie die Predigerin ausführt. Und immer wieder, wenn ich kurz davor bin, laut vorzurufen, dass das alles unlogisch ist, gröhlt und klatscht die Masse auf: “Genauso ist es!” Außerdem bin ich mir sicher, dass es niemand verstanden hätte, wenn ich an der Logik der Ausführungen gezweifelt hätte, der Verstand soll ja ohnehin ausgeschaltet werden. Marita beendet ihre Predigt mit ein paar undefinierbaren Grunzlauten, der Mob tobt.

Angestrengt denke ich darüber nach, was sie jetzt inhaltlich eigentlich ausgesagt hat, doch bevor ich einen Gedanken fassen kann, scheint dem Applaus nach, der wahrhaftige Gottvater die Bühne zu betreten. Ich bin dann doch etwas enttäuscht als ich im Scheinwerferlicht nur einen Mann im schwarzen Anzug erblicke, der mich an Tony Marshall erinnert, aber bei weitem nicht dessen Charisma hat. Das braucht er auch nicht, da jede Geste von ihm genügt, um den Saal nahezu explodieren zu lassen. “Wir sind alle Außerirdische”, beginnt Helmut, wie er sich nennt, seine Predigt. Er fordert sein Publikum jetzt auf, auch die Nachbarn als Außerirdische zu begrüßen. Eine etwas ältere Dame neben mir begrüßt mich auch mit den Worten “Hallo, du Außerirdischer”, erntet aber von mir nur ein müdes Lächeln.

“Komm nach vorn, gib dein Geld her” – die “Goldkisten” stehen bereit

Inhaltlich ist seine Rede ähnlich nichtssagend wie Maritas. Der Heilige Geist scheint es aber auch ihm angetan zu haben. Ansonsten ist die christliche Religion bei ihm sehr reduziert auf alles Gute und Schöne. Schwierigkeiten im Leben oder gar Unheil bleiben ausgespart. Sollte das Leben eines Sektenmitglieds nicht optimal verlaufen, hat eben der Heilige Geist noch nicht “auf Grün geschaltet”. Wann die geistliche Ampel umschaltet, scheinen Marita und Helmut zu beeinflussen (oder zu bestimmen?).

Als Höhepunkt kündigt er eine Überraschung an: Eine blonde Sängerin betrat die Bühne und stimmte einen Rap an, der nur aus den Liedzeilen “Komm nach vorn, gib dein Geld her” besteht. Helmut hatte schon zwei große “Goldkisten”, wie ich sie aus den Pippi-Langstrumpf-Filmen kenne, bereitgestellt, die die zur Bühne wabernde Masse allmählich zum Beat des Raps füllte.

Die Musik wurde nur von Helmuts‘ Zwischenrufen “Wer hat noch nicht?” unterbrochen. Dann gingen die Scheinwerfer ins Publikum und man sah die vielen Hände mit Geldscheinen in die Luft ragen. Einer heiligen Handlung gleich trugen zwei “Ministranten” die gefüllten Kisten zum “Priester” Helmut, der sich bei seiner “Herde” für den üppigen Schein-Segen bedankte. Das Geld werde ja nicht einem weltlichen Verein geschenkt, sondern Gott selbst!!! Na dann.

Von da an ward Helmut nicht mehr gesehen. Mir wurde klar, dass der Erweckungsabend in erster Linie dem Konto der Veranstalter gedient hat. Für das aufgeputschte Publikum endete die Show in grenzenloser Ekstase zu einem Song, bei dem es irgendwie um “Love” ging. Für Helmut, Marita und Co. hat sich der Abend gelohnt.”
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#2
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Was für eine furchtbare Veranstaltung, und das ist ja noch die frei zugängliche, wo man mit kritischen Gästen rechnen kann. Was in den mehr geschlossenen Veranstaltungen von W+G abgeht, mag ich mir gar nicht ausmalen...
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#3
Rolf

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Ein bisschen was gibt der Bericht ja her von dem, was sonst aus den Tonträgern rausgeschnitten wird. Aber dass es ums Geld geht, wissen wir ja schon seit etlichen Jahren. Bei diesen "Akademien" geht es ja immer gleich um eine ganze Woche und wer weiß, wie oft die Goldkisten da zum Einsatz kommen.

Klar ist doch auch was wir schon immer schreiben: Inhaltlich fehlt jede Substanz. Bauer ist nach meiner Meinung jemand, der es geschafft hat, aus Stroh Gold zu machen.

So läuft das ja auch in den Regionalversammlungen. Ein Aussteiger aus Hamburg erzählte mir, dass vor dem Geldeinsammeln von vorn bestimmt wird, welche Farbe der Geldschein zu haben hat. Und wehe dem, der sich nicht dran hält.

W+G behauptet ja immer, das alles freiwillig sei und niemand gezwungen würde Geld zu spenden. Das Geheimnis wird hier im Bericht angedeutet. Es nennt sich Gruppendynamik. Man will absolut dazugehören und macht von daher das Programm, dass vorher indoktriniert wurde.

Wird Zeit, dass die "Räuberhöhle endlich ausgeräuchert wird.


Herzliche Grüße


Rolf
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#4
Rolf

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Hierzu ein Kommentar, der mir heute zugesandt wurde:


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Nein, das Geld wird wirklich keinem weltlichen Verein geschenkt, sondern einem falschen Messias, einem religiös getarnten Menschen, der eine lohnenswerte Methode gefunden hat, Christen, die er zuvor aufgefordert hat, ihren Verstand auf Null zu schalten, das Geld aus der Tasche zu ziehen.(Das ist meine persönliche Meinung!)


Und warum funktioniert das? Warum geben Menschen freiwillig ihr Geld her?
Weil man ihnen eintrichtert (indoktriniert) und demonstriert, dass man durch Geben reich wird, wie die Oberen selbst. Ihnen wird suggeriert, dass der Reichtum von Autos und Villen durch eigenes Aussäen von Geld zustande kam und dass jeder einzelne dies ebenso erreichen könne. Doch in Wirklichkeit haben weder Helmut Bauer noch Marita jemals viel gesät, sondern einfach nur die rechte Methode angewandt, um andere zum Säen zu veranlassen. So funktioniert diese "Saat und Ernte - Methode" wenigstens bei einigen wenigen, die das dann auch gerne als biblischen Reichtum, als Geschenke Gottes vorzeigen. Hatte nicht Abraham schon Gold und Silber?! Klar doch - alles biblisch!


Es funktioniert also, weil Christen nach materiellem Reichtum streben, weil sie falsche unchristliche Ziele haben und offensichtlich alles dafür bereit sind zu tun, sogar ihren Verstand, der eigentlich göttlich erleuchtet und vom neuen Geist beherrscht sein sollte, schon an der Garderobe abzugeben - spätestens jedoch bei den ersten musikalisch-manipulativen Klängen.




"Kinder, wie schwer ist es für die, welche ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, in das Reich Gottes hineinzukommen!"


Link zur Wohlstandslehre mit vielen Bibeltexten zum Reichtum

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So kommts, dass es bei Wort+Geist rauscht. Bei den einen rauscht es aus dem Geldbeutel und bei den anderen rein ins Geldkästchen: Geldrausch! Klappe zu! Aktion im Kasten! Vorbei an jeder Steuer, da ja gemeinnützig, fließt und rauscht es bei Wort + Geist - alles aber für GOTT! Fragt sich nur für welchen? Der wahre Allmächtige braucht unser Geld nicht, doch Gott Helmut könnte es gut gebrauchen für die neue Villa am Stadtrand, die Millionen verschlingt ..... ?

Natürlich will ich hier nicht unterstellen, dass es sich um Steuerbetrug handelt. Keinesfalls! Ich stelle mir hier nur laut einige Fragen, denn mein Verstand reagiert noch! Wie siehts bei dir aus?




Solche Ziele, solche Vorgehensweise als christlich zu bezeichnen ist eine Lüge; es ist exakt das Gegenteil, nämlich wahrhaft antichristlich!
Da passt es ganz gut dazu, dass Jesus in so einem "Gottesdienst, in dem man dem Gott Helmut dient, auch gar nicht mehr erwähnt wird. Da spricht man vom Geist, der alles wirkt - doch wessen Geist wirkt hier wohl? M.E. der Geist des Antichristen!


Jeder möge selbst prüfen und vor allem "sich selbst" prüfen und beurteilen, ob er "noch im Glauben ist" und was seine wahren Beweggründe sind, an so einer gotteslästerlichen Veranstaltung teilzunehmen. Irgendwann wirst du vor dem Richterstuhl Gottes stehen und er wird dich mit Sicherheit danach fragen! Deshalb empfehle ich: Beurteile dich selbst; richte dich selbst (richte dich neu aus! ändere die Richtung!), damit dich Gott nicht richten muss, denn "das Gericht beginnt beim Hause Gottes"! 1.Kor.11:30-32, 1.Petr.4:17




Jer.17:10 Ein Wort des Allmächtigen:
»Ich, der HERR, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, und zwar um einem jeden zu vergelten nach seinem Wandel, nach der Frucht seiner Taten (= wie sein ganzes Tun es verdient).«


Römer 12:2

Gestaltet eure Lebensführung nicht nach der Weise dieser Weltzeit, sondern wandelt euch um durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr ein sicheres Urteil darüber gewinnt, welches der Wille Gottes sei, nämlich das Gute und (Gott) Wohlgefällige und Vollkommene.


JedidaMD
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