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Evangelikaler Leiter wirbt um Anerkennung homosexueller...


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Eine Antwort in diesem Thema

#1
Rolf

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Großbritannien: Evangelikaler Leiter wirbt um Anerkennung homosexueller Partnerschaften






Der britische Baptistenpastor Steve Chalke hat sich für die Anerkennung "liebevoller, stabiler homosexueller Partnerschaften" ausgesprochen. Die britische Zeitung "The Independent" bezeichnet dies als "Schockwelle" für die evangelikale Gemeinschaft.


In der aktuellen Ausgabe des Magazins "Christianity" sowie auf der Homepage der von ihm gegründeten Wohltätigkeitsorganisation "Oasis" fordert Chalke in einem ausführlichen Artikel ("A Matter of Integrity") und einer Videobotschaft die gesamte Kirche dazu auf, Ihre Einstellung gegenüber Homosexuellen zu überdenken. Er selbst fühle sich "gezwungen" diesen Artikel zu schreiben, gleichzeitig aber auch "ängstlich". Kritiker würden ihm nun vermutlich vorwerfen, den Boden der Heiligen Schrift verlassen zu haben. Er habe seine Überzeugung jedoch nicht aus einer Missachtung der Bibel heraus gewonnen, sondern durch eine von viel Gebet getragene Reflektion und Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift, immer mit dem Ziel Gottes Wort ernst zu nehmen.

Einen sehr umfangreichen Teil seines Artikels widmet Chalke dementsprechend der biblischen und theologischen Begründung seiner Sichtweise. Er stellt die Frage, warum so viele Christen beispielsweise die biblische Billigung des Sklavenhandels kulturell begründeten, jedoch die negative Darstellung von Homosexualität in der Bibel grundsätzlich als "zeitlos-überkulturell" einstuften. Die Einstufung der mosaischen Gesetze in „zeremoniell, bürgerlich und moralisch“ sei hinsichtlich ihrer Gültigkeit und Verpflichtung zu vereinfachend und nicht haltbar. So werde in 3. Mose 20,13 die Todesstrafe für homosexuelle Handlungen als Vorschrift genannt. Im darauf folgenden Kapitel würden jedoch Behinderte von der Opfergabe ausgeschlossen (3. Mose 21, 16ff). Danach geht Chalke noch auf einige neutestamentliche Stellen ein (Römer 1, 26-27, 1. Korinther 6, 9-11 und 1. Timotheus 1, 9-11) und untersucht zudem die Rezeption homosexueller Handlungen im Römischen Reich zu Paulus’ Zeiten. Eine Analyse gerade der Römer-Stelle zeige, dass lesbische oder homosexuelle Christen nicht in das von Paulus gezeichnete Bild des Götzendienstes passten. Liebevolle, treue homosexuelle Beziehungen stünden nicht im Fokus der Betrachtung.

Es sei eine Sache, einen promiskuitiven Lebensstil zu verurteilen, also das häufige Wechseln der Sexualpartner. Dies sei schädlich, egozentrisch und reflektiere nicht Gottes Gnade, Treue und Liebe. Aber, so fragt Chalke, sollte die Kirche "beständige, monogame homosexuelle Partnerschaften" nicht anerkennen? In der Vergangenheit habe die Kirche durch ihre Zurückweisung solcher Partnerschaften zu viele Menschen "verwundet und isoliert" zurückgelassen. Das Leben vieler Menschen stehe auf dem Spiel, die Selbstmordquoten unter Homosexuellen seien erschreckend hoch, gerade bei jungen Menschen. Daher setze er sich so leidenschaftlich für diese Sache ein. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte Chalke einen Segnungsgottesdienst für ein homosexuelles Paar aus seiner Gemeinde geleitet, die zuvor eine "civil partnership" eingegangen waren.

Deutliche Kritik an Chalkes Artikel äußerte Steve Clifford, Generaldirektor der Evangelischen Allianz in Großbritannien. In einem offenen Brief bezeichnete er Steve Chalke als langjährigen Freund, der sich große Verdienste um die Kirche in Englang erworben habe. Gerade deshalb empfinde er Traurigkeit und Enttäuschung darüber, dass sich dieser durch seinen Meinungswandel nicht nur von der Mehrheit der Evangelikalen in Großbritannien sondern der Kirche weltweit und 2000 Jahren biblischer Auslegung distanziert habe. Chalkes Schlüsse seien falsch.

"Wir alle stehen in der Gefahr, uns einen Gott nach unseren Vorstellungen zu erschaffen - oder der Kultur, innerhalb derer wir leben", betonte Clifford. Dieser Gefahr sei Chalke wohl erlegen. "Steves Herangehensweise an biblische Interpretation ermöglicht die Schaffung eines Gottes, der zur westeuropäischen Geisteshaltung im 21. Jahrhundert passt." Diesem Vorwurf widersprach Chalke umgehend. Galileo und Kopernikus seien exakt dessen beschuldigt worden: einer "säkularen, europäischen Geisteshaltung". Ihm gehe es um den Umgang mit der Bibel, um die Frage nach Exegese und Hermeneutik. "Wir haben jetzt ein viel tiefer gehendes Verständnis von der Bibel selbst und den kulturellen Gegebenheiten, in die hinein Paulus und die anderen Autoren des Neuen Testaments geschrieben haben", so Chalke.

Jerome Taylor, Redakteur für Kirchenangelegenheiten bei der britischen Zeitung "The Independent" geht davon aus, dass die Entscheidung Chalkes Schockwellen durch die gesamte englische Evangelikalen-Gemeinschaft senden wird.

Der evangelikale US-Pastor Tony Campolo, selbst mit Chalke befreundet, kommentierte Chalkes Artikel für die Online-Zeitung "Huffington-Post". Er persönlich bleibe bei seiner "konservativen Position", sei aber schon länger bereit in einen Dialog mit jenen einzutreten, die "liebenden, homosexuellen Partnerschaften" offener gegenüberständen.
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Steve Chalke (Jahrgang 1955) ist leitender Pastor der "Oasis Church Waterloo" in London, Gründer der Wohltätigkeitsorganisation "Oasis", UN-Berater und Autor zahlreicher Bücher und Artikel. Bereits im Jahr 2004 hatte Chalke die Kritik anderer Evangelikaler auf sich gezogen, als er in seinem Buch "The Lost Message of Jesus" die Theologie des Sühneopfers Christi in Frage gestellt hatte.
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#2
Joh. 14,6

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Das geht ja schneller als ich dachte!

Im Juni 2012 interviewte Brannon Howse John MacArthur und stellte folgende Frage:

In welche Richtung wird sich die Gemeinde in 5-10 Jahren entwickeln? MacArthurs Antwort: „Ich denke, was geschehen wird, ist, dass Homosexualität akzeptiert werden wird; die christliche Gemeinde wird ihre Toleranz ausweiten für diejenigen, die man als ‚Christen‘ bezeichnen kann, Katholiken werden als ‚Christen‘ bezeichnet werden, Mormonen werden als ‚Christen‘ bezeichnet werden. Jeder, der irgendwie behauptet, Christ zu sein, wird als Christ bezeichnet werden, und die falsche christliche Gemeinde wird ein gewaltiges Ausmaß annehmen.“

Und einige andere sogenannte geistliche Leiter und Buchautoren stoßen ebenfalls in dieses Horn, z. B. Rob Bell:

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Hier ist es für meinen Geschmack schon sehr bedenklich, wenn deutsche, angeblich "christliche" Verlage die Bücher von solchen Autoren vertreiben und sich damit hinter diese unbiblischen Anschauungen und Bestrebungen stellen.

Der Abfall schreitet mit Riesenschritten voran.
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