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BGG-Pressesprecher in wikipedia


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21 Antworten in diesem Thema

#1
TimPetersen

TimPetersen

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Der BGG-Pressesprecher hat sich auf der wikipedia-Diskussionsseite zu den Vorwürfen gegen die BGG geäußert. Ich habe ihm kritische Fragen gestellt. Mal schauen, ob er antwortet (vgl.

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).
Herzl. Grüße.
Tim Petersen
  • 0

#2
TimPetersen

TimPetersen

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Anbei zur Frage Toronto-Segen in der BGG:http://www.cleansed.de/bggtoronto.php
Vielleicht auch ganz interessant ein Artikel der SZ. Der vorletzte Absatz wirft Fragen auf, wie das dort in der Gegenwart gehandhabt wird (vgl.

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)
Das soll es von mir zum Thema BGG aber auch gewesen sein.
Herz. Grüße und schönes Wochenende.
Tim Petersen
  • 0

#3
Rolf

Rolf

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Hallo Herr Petersen,

und danke für die Beiträge. Ich war vor Jahren selbst einmal in dioeser Gemeinde um mir ein eigenes Bild zu machen. Damals waren die noch auf dem Killesberg im Messegelände. Mein Eindruck war schon damals, dass man dort erheblich mit Massensuggestion arbeitet. Eine Frau, von der erzählt wurde, sie hätte eine professionelle Moderatorenschulde besucht hatte die Gottesdienstleitung. Es waren etwa 2.000 Leute in der Halle und wenn die Frau mit dem Finger in der Luft Bewegungen machte, dann gingen alle Augenpaare dem Finger nach.

Selbst alte Frauen von schätzungsweise siebzig Jahren kamen in engen Jeans um auf den Stühlen stehend, zum ohrenbetäubenden Lärm der "Lobpreisrockband" kräftig abzurocken. Das konzert ging mindestens eine stunde, dann war es plötzlich totenstill und der Meister (Wenz) betrat die Bühne. Das Volk war inzwischen so müde, dass der herr Wenz da alles hätte predigen können, da hätte keiner mehr wahrgenommen, ob die Predigt schriftgemäß ist. Wenz sprach dann ausschließlich über Geld und dass die Leute doch Haushaltsbücher führen sollten um besser zu kontrollieren, nicht unnützes Zeug zu kaufen und vopr allem die Gemeinde nicht zu vergessen. Ich bin dann gegangen, bevor die Predigt zu Ende war. Für mich war das nicht mehr ertäglich.

Öfter hört man man ja auch davon, welch tolle Erweckung in Stuttgart gewesen sein soll. Von "Megagemeinde" ist ja auch in dem bericht die Rede. Tatsächlich habe ich miterlebt, wie die BGG Stuttgart im Umkreis von etwa 150km systematisch alle Jugendkreise abgeworben hat. Auch in unserer Gemeinde in Balingen war das so. Man hatte unserem Jugendleiter eine kostenlose Bibelschulausbildung angeboten und danach die vollzeitige Übernahme in Aussicht gestellt. An einem Sonntag waren dann plötzlich alle 25 jungen Erwachsenen für immer weg.

In solchen Machenschaften kann ich keine biblische Erweckung sehen. Es handelt sich bei dieser Megagemeinde vor allem darum, dass man andere, die jahrelang mühsame Arbeit geleistet haben, um ihre Früchte dermaßen betrogen hat, dass anschließend so manche kleine Gemeinde geschlossen werden musste.

Herzliche Grüße

Rolf Wiesenhütter
  • 0

#4
Guest_Karl R_*

Guest_Karl R_*
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Hallo Rolf,

sind die Gläubigen um die wir uns kümmern UNSERE FRÜCHTE?
Oder was meinst du damit!
Gemeinden und Gläubige gehören AUSSCHLIEßLICH dem Herrn, und wohin sie gehen, ist nicht unsere
Sache! Ich war übrigens auch öfter in BGG Versammlungen, das ist aber schon Jahre her! Aus meiner Sicht und
Erfahrung kann ich da nicht meckern, und was man vielleicht an Negativem hören kann, da verlass ich mich besser
nicht drauf!
  • 0

#5
homer

homer

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Lieber Rolf,

auch ich kann mich deinen Ausführungen nicht ganz anschließen: Du sagtest, du warst vor Jahren selbst einmal in der Gemeinde, um dir ein Bild zu machen. Von der Zeit in den Messehallen bis zum heutigen Datum sind zig Jahre vergangen und die Gemeinde hat sich ziemlich verändert - natürlich auch was Lehre und Gemeindepraxis betrifft. Jede Gemeinde macht Fehler und kann immer wieder versuchen, aus den Fehlern zu lernen.

So kann man sagen, dass z.B. der Toronto-Segen heute in der Gottesdiensten der BGG praktisch keine Rolle spielt. Was das "Abwerben" betrifft, kommt es natürlich immer drauf an, welche Position man sich anhört. Die eine Seite sagt "bösartig abgeworben", die andere Seite sagt "freiwillige Entscheidung".

Die perfekte Gemeinde wird nirgends zu finden sein, daher sollten wir andere Gemeinden nicht anhand von alten, einmaligen Erfahrungen oder Berichten aus zweiter Hand kritisieren. Das scheint uns Christen manchmal leider wirklich Spaß zu machen...

Gruß,
homer
  • 0

#6
ENF

ENF

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So kann man sagen, dass z.B. der Toronto-Segen heute in der Gottesdiensten der BGG praktisch keine Rolle spielt.


Praktisch! Oder praktisch?

Hat sich die BGG offiziell davon distanziert? Hat sich Peter Wenz dazu geäußert dass das Phänomen Toronto-Segen zutiefst unbiblisch ist? Hat man mit den betroffen Personen Gespräche geführt um diese aufzuklären?

Nur weil ich etwas nicht mehr praktiziere heißt das doch noch lange nicht dass man sich von diesem Gedankengut , auch öffentlich, distanziert hat :???:
  • 0

#7
homer

homer

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Wenn du wissen möchtest, ob sich die BGG Stuttgart davon offiziell und öffentlich distanziert hat und mit betreffenden Personen Gespräche geführt hat, dann solltest du dort einfach mal eine eMail hinschreiben und nachfragen. Es ist immer besser, man hat die Infos aus erster Hand.

Allgemein möchte ich aber anmerken, dass ich ein öffentliches Distanzieren nicht immer für angebracht halte: Dadurch schafft man neue und tiefere Gräben innerhalb des Leibes Christi. Manchmal ist es selbstverständlich nötig, so etwas zu tun - keine Frage!
  • 0

#8
Rolf

Rolf

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Es ist leider eine Tatsache, dass die BGG Stuttgart nach wie vor extremcharismatisch ist und für Extremcharismatiker Werbung macht, wie z.B. für den Freimaurer und Satanisten Benny Hinn. Ein Blick auf die Internetseite reicht da völlig aus.

Die Grundlehren von Hagi und Copeland, der unbiblische befreiungsdienst, die falschen Propheten die da auftreten sprechen ihre eigene Sprache.

Ich kann nicht sehen, wo sich die Gemeinde korrigiert hat.

Bei den früheren Abwerbungen war ich selbst dabei. Klar entscheidet man sich freiwillig, wenn man eine komplett bezahlte Bibelschule und die garantie einer anschließenden Festanstellung als Jugendleiter bekommt. Da muss man dann nur noch dafür Sorge tragen, dass die Jugendlichen alle mitgehen. Bei uns waren das zwischen 25 und 30.

solange solche Vorgänge so zynisch kommentiert werden, von wegen Freiwilligkeit, solange sehe ich Grund vor dieser Gemeinde zu warnen.

Herzliche Grüße

Rolf
  • 0

#9
homer

homer

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Lieber Rolf,

Es ist leider eine Tatsache, dass die BGG Stuttgart nach wie vor extremcharismatisch ist und für Extremcharismatiker Werbung macht, wie z.B. für den Freimaurer und Satanisten Benny Hinn. Ein Blick auf die Internetseite reicht da völlig aus.

auf der Internetseite der BGG wird keine Werbung für Benny Hinn gemacht. Im Gegenteil: Die BGG wird sich an dem Hinn-Auftritt in Stuttgart nicht beteiligen. Welche Extremcharismatiker sind es, für die sonst noch Werbung gemacht wird?


Die Grundlehren von Hagi und Copeland, der unbiblische befreiungsdienst, die falschen Propheten die da auftreten sprechen ihre eigene Sprache.

Kannst du in der Gesamtheit der Predigten (z.B. der letzten 5 Jahre) wirklich erkennen, dass etwa Hagin und Copeland nennenswerten Einfluss auf die Lehre in der Gemeinde haben? Was bzw. wen meinst du mit falschen Propheten die da auftreten?


Ich kann nicht sehen, wo sich die Gemeinde korrigiert hat.

Schade. Sicherlich hat die Gemeinde viele, viele Fehler! Wie andere Gemeinden halt auch. Sie hat sich aber auch ziemlich verändert im Laufe der Jahre. Für mich ist das offensichtlich. Bestimmt spielt es bei der Meinungsbildung auch eine Rolle, wie viele Informationen aus erster Hand man bekommt, wie die geographische Nähe zur Gemeinde ist, wie oft man dort Gottesdienste besucht bzw. die Predigten hört, wieviele Leute man aus der Gemeinde kennt, ...


solange solche Vorgänge so zynisch kommentiert werden, von wegen Freiwilligkeit, solange sehe ich Grund vor dieser Gemeinde zu warnen

Ich hatte in meinem Kommentar nicht behauptet, dass es sich bei dem Vorgang um Freiwilligkeit handelte. Ich habe lediglich die beiden gängigen Sichtweisen zu so einer Abwerbe-Thematik gegenübergestellt. Da ich nicht dabei war, erlaube ich mir kein Urteil. Jedoch möchte ich auch bitten, dass jener Kommentar deshalb nicht als zynisch bezeichnet wird. Danke :)


Viele Grüße,
homer
  • 0

#10
1Joh1V9

1Joh1V9

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Hallo homer,

gemeint war sicherlich auch das Angebot im Online-Shop der BGG. Dort werden unter anderem Bücher von Hagin, Copeland, Hinn und Margies vertrieben um nur ein paar prominente Irrlehrer und Extremcharismatiker zu nennen. Dahingehend hat Rolf Recht. Wer so etwas zum Verkauf anbietet, hat noch nicht damit gebrochen.
  • 0

#11
ENF

ENF

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Die BGG veranstaltet "Heilungsgottesdienste"...

Wer sich mit dieser Thematik beschäftigt weiß was man davon halten kann und muss! Und vorallem weiß ich aus welcher Ecke sowas kommt...
  • 0

#12
Rolf

Rolf

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Es ist natürlich alles eine Frage der Handhabung. Da Jesus ja derselbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit ist, ändert man nicht jeden Tag seine Auffassungen. Bei einer Gemeinde mit mehreren tausend Leuten kann man natürlich den rsprung nicht einfach ausblenden, nach dem Motto, wir haben auf den und den Lehraussagen die Leute geworben und dann alles korrigiert.

Die BGG in Stuttgart hat durchaus ihr Selbstverständnis und auch ihren roten Faden, der sich durch die Geschichte dieser Gemeinde zieht. Ich hatte während meiner Zeit in Baden Württemberg viel Gelegenheit die Hauptgemeinde und auch die Filialen in Münsingen und Albstadt kennenzulernen. Damals hatte man in Albstatt klar einen "Rechtsanspruch auf Heilung" verkündigt und davon abgeleitet, dass, da man selbst nicht mehr krank wurde, weil man im Namen Jesu Krankheit einfach zurückweisen konnte, einen eigenartigen Umgang mit Krankheit gepflegt. In einem Gottesdienst, den ich mir ansah, fing eines der Mitglieder an zu niesen, ging dann sofort zum "Pastor", um sich den Dämon austreiben zu lassen, der da geniest hatte.

Man hatte sich u.a. auch den "Gnadenbegriff" von Margies zueigen gemacht, der zum Ausdruck brachte, Gnade würde bedeuten, dass Gott uns pausenlos mit Geschenken überhäufte. Bei einem von dieser Gemeinde veranstalteten evangelistischen freigottesdienst in der Fussgängerzone in Albstatt - Ebingen war zwei stunden nichts von Sünde, Busse oder Umkehr zu hören. Und so wahnsinnig lange ist das noch garnicht her.

Es kam leider auch Geistlicher Missbrauch, vor allem durch eine falsche Autoritäts- und Unterordnungslehre vor. Die Leute wurden von ihrer Gemeinde ziemlich gegängelt und hatten so gut wie keine persönlichen Spielräume. Ihnen wurden Hauskreise von der Leitung zugewiesen in die sie nicht gehen wollten und es gab sogar Kontrollen in den Wohnungen. Nicht selten wurde gesagt, dass die Leute ihre Freizeit nicht so nutzen, dass Gott sie weiterbringen konnte.

Kritik oder Beschwerden wurden damals wie heute offensichtlich nicht selbstkritisch überprüft. Früher hat man geschwiegen oder abgewiegelt, heute reagiert die BGG wie man bei www.cleansed.de nachlesen kann auf den Vorwurf des geistlichen Missbrauchs mit Rechtsanwälten.

Der Hinweis auf den Medienverkauf ist richtig, aber nicht erschöpfend. Die BGG taucht häufig als Mitveranstalter bei überregionalen extremcharismatischen Großveranstaltungen auf, Herr Wenz ist international immer wieder als Redner bei mehr als fragwürdigen Veranstaltungen mit teilweise sehr mysteriösen Predigern zu Gast. Man bezieht sich dort durchaus auch auf Propheten und Prophetien, die hier im Forum zu recht kritisiert wurden.

Herzliche Grüße

Rolf
  • 0

#13
Rolf

Rolf

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Hier eine aktuelle neutrale Darstellung, wie die BGG Stuttgart gesehen wird.



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Die erste deutsche Mega-Church




"Hey, der Herr ist hier, wir geben ihm mal einen richtigen Applaus"

Wo der Heilige Geist lauert: Eine Kirchengemeinde in einem Stuttgarter Industriegebiet lockt jedes Wochenende Tausende in die Gottesdienste.


Von Matthias Drobinski


Wie er das schafft, dass er nicht von der Bühne fällt, so wie Peter Wenz da an der Kante steht. Wie er die Sohlen seiner glänzenden Schuhe über den Rand hinaus geschoben hat, die Hände und den hemdsärmligen Oberkörper rhythmisch zu seinen Zuhörern hin federn lässt, als wolle er gleich mit einem Sprung ins Publikum tauchen. ¸¸Hey, der Herr ist hier", ruft Pastor Wenz. ¸¸wir geben ihm mal einen richtigen Applaus!" Er legt den Kopf in den Nacken, blickt hinauf zur Hallendecke und hebt die Hände; 2300 Menschen klatschen mit ihm. Die Jugendlichen wie auf einem Popkonzert, viele Frauen und Männer mit geschlossenen Augen, einige Ältere bewegen ihre Hände verlegen in Brusthöhe. Die Stimmung ist gut, eine Viertelstunde schon hat die Lobpreisgruppe die Gläubigen mit Schlagzeug und Gitarre aufgewärmt. Und jetzt ist er da, Gott. ¸¸Halleluja", ruft Pastor Wenz. ¸¸Wer ist zum ersten Mal hier?" 30 Finger heben sich. Für die Neuen gibt es Gummibärchen.

Es ist ein trüber Wintertag, an dem auch treue Christen versucht sind, vom Bett aus den Herrn zu loben. Zudem ist der Stuttgarter Pragsattel keine anziehende Gegend: Sechsspurige Ausfallstraßen zerschneiden ein zusammengewürfeltes Industriegebiet. Umso mehr fallen die Menschen auf, die von der U-Bahn-Station Richtung Junghansstraße laufen; junge Leute, Familien, die Kinderwagen schieben.

Das Gospelforum der Biblischen Glaubens-Gemeinde (BGG) könnte auch die Fertigungshalle eines Unternehmens sein: ein vielleicht 20 Meter hoher Bau mit Flachdach und Glasfronten. Drinnen lotsen Platzanweiserinnen späte Besucher zu den letzten freien Stühlen. Am Sonntagmorgen kommen mindestens 2000 Menschen hierher, am Samstagabend und Sonntagnachmittag jeweils zwischen 800 und 1000, alle aus Stuttgart und Umgebung. In den evangelischen Landeskirchen kann man lange nach vergleichbarem suchen. Ins Gospelforum kommen mehr Beter als in den Berliner Dom, sagt die BGG stolz; die Predigten werden mittlerweile in 13 Sprachen übersetzt. Verglichen mit den Mega-Churches in den Vereinigten Staaten mit 20000 und mehr Besuchern ist das immer noch bescheiden. Aber die BGG lässt ahnen, wie sich die religiöse Landschaft auch in Deutschland verändern könnte.
¸¸Kommen Sie ein paar Tage vor dem Gottesdienst zu mir", hat Peter Wenz gesagt, ¸¸am Sonntag wird es hektisch". Und so sitzt man schon am Donnerstag im Büro des Pfarrers. Wenz, heute 47, war gerade Medizinstudent bei der Bundeswehr in Freiburg geworden, als ihn, es war 1978, die ¸¸innere Begegnung mit Jesus" widerfuhr, ohne die eine evangelikale Glaubensgeschichte nun einmal nicht auskommt. An der Uni zeigten junge Christen einen Film über einen Landpastor, der mit Gottes Hilfe Jugendliche aus Brooklyn von Drogen befreite. ¸¸Entweder ist das der größte Bluff der Geschichte oder eine Kraft, die du noch nicht kennen gelernt hast", sagte sich der junge Katholik und suchte Kontakt zu der freikirchlichen Gruppe.

Er fing Feuer, brach das Studium ab, absolvierte ein freikirchliches Seminar. Und kam, gerade 28 Jahre alt, 1984 in eine sterbende Gemeinde in betulicher württembergisch-pietistischer Tradition. Paula Gassner hatte sie 1937 gegründet und über die NS-Zeit gerettet, 1964 baute die Gemeinde ein kleines Zentrum, wo heute die Büros der BGG sind. Nach dem Tod der strengen Gründerin 1981 waren keine 100 Gemeindemitglieder geblieben. Wenz tauschte die Orgel mit dem Schlagzeug und die Erbauungspredigt mit der hemdsärmligen Ansprache. 1987 waren 305 Leute im Gottesdienst, 1992 1000, seit 2001 steht das Gospelforum. Ein Wunder, sagt Pastor Wenz. Ein Sieg Gottes im Kampf gegen den Teufel.

An diesem trüben Sonntagmorgen predigt Christian Ziegler, dem Gott einen Klassiker ans Herz gelegt hat. Paulus an die Epheser, vom rechten christlichen Leben. ¸¸Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn Christus, denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist!" Ziegler steht nicht so weit vorne an der Rampe wie Wenz; seine Emotionen schlagen auch seltener Purzelbäume als die des BGG-Chefs. Ist nicht gegen die Frauen gerichtet, beruhigt er. Es ist aber eine alte Lebensweisheit, dass eine Ehe, die aus Machtkämpfen besteht, nicht gut geht. ¸¸Und schließlich verpflichtet die Bibel auch den Mann, sich zum Wohl der Frau und der Familie einzusetzen", weshalb in einer guten christlichen Ehe der Missbrauch des männlichen Primats ausgeschlossen sei.

Die Theologie der BGG ist schlicht: Es gilt, was in der Bibel steht. Die BGG tritt längst nicht so aggressiv, fundamentalistisch und politisch eindeutig auf wie die Glaubensgeschwister jenseits des Atlantiks, der Kern des Glaubens ist jedoch der gleiche: Alles steht in der Schrift, vom Anfang bis zum Ende der Welt. Hinzu kommt das Bewusstsein, dass der Heilige Geist praktisch immer im Gospelforum lauert, die Gläubigen zur religiösen Ekstase beflügelt, in Zungen reden lässt, Wunder bewirkt. ¸¸Das Theologisieren interessiert die Leute nicht", hat Pastor Wenz gesagt. ¸¸Gott hat Antworten für die, die suchen, nicht für die, die schon alles wissen." Und: ¸¸Gott hat gute Gedanken, er ist positiv." Zweifel sind da nur Zeichen der Schwäche.

Im Gegensatz dazu steht die Modernität der Form. Die Musik fetzt, die Predigten sind schlicht und eingängig, es gibt eine Betreuung für Kinder von der Geburt bis ins Teenager-Alter. Statt der Orgel gibt es ein fest installiertes Schlagzeug; der Altarraum ist zur Bühne geworden. Ein Kreuz fehlt - und darauf, dass das Vaterunser gebetet wird, wartet man vergebens. Dafür gibt es nach dem Gottesdienst für 3,50 Euro eine CD mit der gerade gehaltenen Predigt zu kaufen.

¸¸Und nun darf ich Euch eine wunderbare Frau vorstellen", ruft Peter Wenz. Sabine Wenz, seine Frau. Die ankündigt, dass es nach dem Gottesdienst ¸¸Fleischkäsbrötle" gibt, die um Spenden für Afrika wirbt (¸¸Wir spenden nicht Geld, wir retten Leben"), und um Teilnehmerinnen für den Frauentag. Männer deuten die Bibel, Frauen sind fürs soziale Netz zuständig. Es gibt kaum einen Bereich des Lebens, für den die Gemeinde kein Angebot hat. Es gibt eine eigene Jugendarbeit und einen christlichen Sportverein mit eigener Halle neben dem Gospel-Forum. Es gibt Gruppen für Alleinerziehende, einen eigenen Kindergarten, Arbeitslosenprojekte und eine Drogenhilfe; werktags sollen sich die Christen in Hauskreisen zusammenfinden. Das Milieu ähnelt dem katholischen Milieu der 20er und 30er Jahre: Auch die Katholiken schufen sich damals eigene Existenzformen parallel zu einer unverständigen Außenwelt.
Es kommen die Menschen, die diese eigene Welt suchen. Weil sie Halt in klaren Glaubensgrundsätzen und einer wärmenden Gemeinschaft wollen, weil sie die liberale Außenwelt satt haben. Wie Cordula Wendschlag. 49 Jahre ist sie alt, in ihrem früheren Leben war sie bei den sozialistischen Falken, spielte politisches Theater, diskutierte in Frauengruppen - ¸¸ich war ziemlich links", sagt sie und lacht. Und unzufrieden mit dem Leben, ¸¸das so dahinging". Jetzt ist sie zufrieden, verheiratet, Mutter von zwei Kindern, und die Predigt von Jean Ziegler hat ihr aus dem Herzen gesprochen: ¸¸Das sind die Werte, die unserer Gesellschaft fehlen." Unterordnung - kein Problem, ¸¸ich bin selbstbewusst genug dafür."

Andere suchen noch mehr: Heilung. Ein Wunder. Während des Gottesdienstes gehen Frauen durch die Reihen und sammeln Zettel ein. Elmar, 61, Krebs. Albrecht, 42, Herzinfarkt, Wolfgang, 40, vom Bullen schwer verletzt, Gerhard, 71, inoperabler Lebertumor, Daniel, zwei Jahre, Morbus Crohn. Bittet für uns, auch gegen alle ärztliche Prognose.

Dauernd passieren ihm Wunder, sagt Peter Wenz. Die Frau, die an ihm vorbeihumpelt, doppelter Bänderriss. ¸¸Darf ich für Sie beten?" hat er gefragt, und während des Lobpreises sei ¸¸ein warmer Strom" durch sie gefahren, der Fuß war wieder belastbar. Oder das Mädchen, 12, mit Rückenschmerzen, fünf Freundinnen beteten für sie - weg war der Schmerz. Die vielen Paare mit Kinderwunsch. Die verschwundenen Krebstumore, Hautausschläge, Hörsturzfolgen. Gott greift ein, jetzt, hier, sofort.

Luigi Ceddia ist der berühmteste Geheilte der Gemeinde. 32 Jahre ist er jetzt alt und Leiter der italienischsprachigen BGG-Mitglieder. Er hatte Lymphdrüsenkrebs, Morbus Hodgkin, ¸¸die Ärzte behandelten mich nur noch mit Schmerzmitteln", erzählt er. Und dann, auf einmal, der Traum: Ich sterbe nicht, ich heirate. Und der Moment, in dem er ein großes Stück geronnenes Blut in eine Nierenschale spuckte und sich mit einem Mal besser fühlte und die Ärzte überrascht den Kopf schüttelten. Die Hodgkinsche Krankheit hat eine gute Prognose, Heilungen sind auch im fortgeschrittenen Stadium möglich. Aber Luigi ist überzeugt: ¸¸Gott hat geholfen". Und die ganze Gemeinde ist es mit ihm.

Solche Heilungsgeschichten wecken gerade bei verzweifelten Menschen unrealistische Erwartungen, hat Hansjörg Hemminger, Weltanschauungsbeauftragter der Württembergischen Landeskirche, kritisiert. Seitdem geht die Gemeinde vorsichtiger mit dem Thema um: ¸¸Uns ist es genauso wichtig, dass Menschen mit ihren Krankheiten leben lernen", sagt Wenz. Ansonsten stecke hinter der Kritik der Neid einer Kirche, der die Mitglieder wegliefen: ¸¸Ich glaube, es war der Fehler der evangelischen Kirche, die Emotion zu verbannen."

12 Uhr - zwei Stunden hat der Gottesdienst gedauert. Noch einmal treten 30 Frauen und Männer nach vorne und übergeben, untermalt von den Akkorden des Keyboards, ihr Leben demonstrativ dem Herrn. Man trifft sich noch ein bisschen im Foyer vor dem Gottesdienstraum, auch Tobias und Joachim, Jessica und Manuela, die Jugendlichen, zwischen 12 und 17 Jahre alt. Cool sei die Gemeinde, finden sie. Egal, was sie in der Schule über die ¸¸Fundis vom Pragsattel" sagen. Besonders, wenn eine der christlichen Rockgruppen spielt. Oder wenn sie dabei sind, wenn die Gläubigen wie in Trance sich selbst vergessen. Neulich hätten sie für einen gebetet, ¸¸den hat es voll umgehauen, der ist einfach umgekippt". Sowas erlebt man nur hier.

In einer Ecke sitzt Peter Wenz bei einem Fleischkäsbrötle, müde, verausgabt. Gleich hat er eine Stunde Ruhe, dann kommt der Nachmittagsgottesdienst. ¸¸Jeder vierte Christ ist inzwischen ein Charismatiker", sagt er. ¸¸Da stehen wir in Deutschland erst ganz am Anfang."
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#14
homer

homer

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Hallo nochmal,

Zeitungsberichte sind seltenst neutral. Und je nach dem was man zwischen den Zeilen des Artikels liest, kommt man zu anderen Folgerungen.

Heilungsgottesdienste halte ich allgemein auch für eher keine gute Idee, es gibt Ausnahmen.

Dass der Medienshop z.B. Bücher von Benny Hinn anbietet, stößt mir auch auf - da gibt es Handlungsbedarf. Andererseits muss der Kunde auch selbst entscheiden können, was er kaufen und lesen möchte. In dem Shop kann man von pietistisch bis "extremcharismatisch" halt alles kaufen. Würden bestimmte Autoren aussortiert, käme auch Kritik von allen Seiten von wegen man würde den Gemeindemitgliedern vorschreiben was sie lesen bzw. nicht lesen sollen.

Ich werde mich aus diesem Thema vorerst zurückziehen, aus folgenden Gründen:

1.) Es wird von der Vergangenheit auf die Gegenwert geschlossen
2.) Aus alten Erfahrungen in selbständigen Tochtergemeinden wird auf die aktuelle Lehre und Praxis in der BGG Stuttgart geschlossen, das ist für mich keine Diskussionsgrundlage.
3.) Es wird aus dem Bücherangebot des rechtlich selbständigen Bücherladens auf die Gesamtsituation und Lehre der Gemeinde geschlossen.

Sollte wieder ein sinnvoller Austausch zustande kommen, bin ich natürlich wieder dabei.


Viele Grüße,
homer
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#15
Rolf

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Lieber homer,

das kann ich so nicht stehen lassen. Du versuchst hier den Eindruck zu vermittlen, jeder Arbeitsbreich der BGG sei in sich selbständig und damit auch nicht von der Leitung der Gemeinde weisungsgebunden. Das wäre die erste extremcharismatische Gemeinde, in der das so laufen würde.

Tatsächlich ist es so, dass ich mir in den gemeinden in die ich komme, immer die Büchertische anschaue, ebenso wie mich die Bücher bei Privatpersonen interessieren, die da so in den Wohnzimmern stehen. Ich tue das gerade dewegen damit ich erkenne, mit wem ich es zu tun habe.

Sekbstverständlich werden im Buchladen der BGG ausschließlich Bücher angeboten, die auch der Ausrichtung der Gemeinde entsprechen. Peter wenz nimmt auch heute an konferenzen als Sprecher teil, auf denen auch z.B. Benny Hinn spricht.

Es ist auch so, dass die Tochtergemeinden der BGG mit der Muttergemeinde zusammen eine Einheit bilden. Es ist überhaupt nicht legitim uns hier zu suggerieren, die seien in sich selbständig, denn das entspricht nicht der Wahrheit. Ich habe noch heute Verwandte in der BGG und weiß sicher, dass dies nicht so ist.

Der Umgang mit Geistlichem Missbrauch ist damals wie heute immer noch der Gleiche. Man stellt sich keiner Verantwortung, wenn Fehler passieren, denn man ist schlicht nicht bereit Verantwortung zu übernehmen und damit auch nicht bereit offensichtliche Misstände zu korrigieren. Fehler kann man überall machen, kein Problem, aber diese nicht anzuerkennen und Misstände beizubehalten ist etwas anderes.

Zeitungsartikel mögen in biblischem Sinn nicht immer sachlich oder hundertprozentig korrekt sein, aber sie zeigen immerhin, wie so eine Gemeinde auf Aussenstehende, vor allem auf Ungläubige wirkt und sollten von daher einen großen stellenwert bei den Verantwortlichen haben. Man wird da gelegentlich mit der Nase auf notwendige Korrekturen gestoßen, wenn man nicht zu überheblich ist und meint, über den Dingen zu stehen.

Herzliche Grüße

Rolf
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#16
homer

homer

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Hallo Rolf,

jetzt melde ich mich doch gleich wieder ;) ... in manchen Punkten stimme ich nämlich (zum Teil) mit dir überein...

Lieber homer,

das kann ich so nicht stehen lassen. Du versuchst hier den Eindruck zu vermittlen, jeder Arbeitsbreich der BGG sei in sich selbständig und damit auch nicht von der Leitung der Gemeinde weisungsgebunden. Das wäre die erste extremcharismatische Gemeinde, in der das so laufen würde.

Ich habe lediglich geschrieben, dass der Medienshop (und damit nicht "jeder Arbeitsbereich") rechtlich selbstständig ist - also eine GmbH. Sicherlich gibt es Kommunikation zwischen Gemeindeleitung und Buchladen, keine Frage. Inwiefern man hier von Weisungsbefugnis reden kann, kann ich nicht beurteilen. Mein Eindruck ist eben, dass der Buchladen relativ selbständig arbeitet. Weiter reicht mein Wissen in diesem Punkt nicht.
Ich glaube nicht, dass die BGG Stuttgart als "extremcharismatisch" zu betrachten ist. Meinen Erfahrungen zufolge würde ich sie vielmehr als "gemäßigt charismatisch" beschreiben, aber das ist natürlich auch Definitionssache und gehört eher in ein eigenes Thema ;)


Tatsächlich ist es so, dass ich mir in den gemeinden in die ich komme, immer die Büchertische anschaue, ebenso wie mich die Bücher bei Privatpersonen interessieren, die da so in den Wohnzimmern stehen. Ich tue das gerade dewegen damit ich erkenne, mit wem ich es zu tun habe.

Das mache ich auch so! Der Büchertisch sagt schon was aus. Allerdings bei weitem nicht alles. Genau wie das Bücherregal in einem Privatwohnzimmer.

Sekbstverständlich werden im Buchladen der BGG ausschließlich Bücher angeboten, die auch der Ausrichtung der Gemeinde entsprechen. Peter wenz nimmt auch heute an konferenzen als Sprecher teil, auf denen auch z.B. Benny Hinn spricht.

Die Gemeinde ist groß, es gibt innerhalb der Gemeinde (Gott sei Dank) zu bestimmten Themen auch unterschiedliche Auffassungen, wie das in ner Gemeinde halt so ist. Ebenso bietet der Buchladen ein breites Angebot: Bill Hybels, Peter Hahne, Rolf/Winrich/Ulrich Scheffbuch, Bayless Conley, Roland Werner sowie viele andere. Also ein Gemisch aus verschiedensten Richtungen.
Mir ist nicht bekannt, dass Peter Wenz aktuell auf Konferenzen spricht, wo auch Benny Hinn ist. Welche Konferenz ist das?

Es ist auch so, dass die Tochtergemeinden der BGG mit der Muttergemeinde zusammen eine Einheit bilden. Es ist überhaupt nicht legitim uns hier zu suggerieren, die seien in sich selbständig, denn das entspricht nicht der Wahrheit. Ich habe noch heute Verwandte in der BGG und weiß sicher, dass dies nicht so ist.

Die Gemeinden sind über ein lockeres Netzwerk verbunden, es ist jedoch kein Filialsystem wie z.B. bei WuG und auch kein Gemeindebund. Das merkt man auch daran, dass die Gemeinden z.T. eigene Bezeichnungen und Logos haben und jeweils einen eigenen Vorstand des e.V.. Wie groß die Abhängigkeiten zur Muttergemeinde sind, ist sicherlich von Fall zu fall unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Dennoch ist es meines Erachtens nicht möglich, in bestimmten Fragen von der Tochter- auf die Muttergemeinde zu schließen. Jede Gemeinde entwickelt sich in gewissen Bereichen anders als ihre Muttergemeinde.

Der Umgang mit Geistlichem Missbrauch ist damals wie heute immer noch der Gleiche. Man stellt sich keiner Verantwortung, wenn Fehler passieren, denn man ist schlicht nicht bereit Verantwortung zu übernehmen und damit auch nicht bereit offensichtliche Misstände zu korrigieren. Fehler kann man überall machen, kein Problem, aber diese nicht anzuerkennen und Misstände beizubehalten ist etwas anderes.

Ja, das scheint z.T. so der Fall zu sein - leider. Wobei ich den Berichten von cleansed.de teilweise wenig Glauben schenken kann, nachdem ich jemanden kenne, der versucht hat, sich mit dem Betreiber über bestimmte Punkte zu unterhalten.

Zeitungsartikel mögen in biblischem Sinn nicht immer sachlich oder hundertprozentig korrekt sein, aber sie zeigen immerhin, wie so eine Gemeinde auf Aussenstehende, vor allem auf Ungläubige wirkt und sollten von daher einen großen stellenwert bei den Verantwortlichen haben. Man wird da gelegentlich mit der Nase auf notwendige Korrekturen gestoßen, wenn man nicht zu überheblich ist und meint, über den Dingen zu stehen.

AMEN dazu :)

Gruß,
homer
  • 0

#17
Dave

Dave

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Es ist immer erstaunlich wie schnell man Begriffen wie "Irrlehre" und "Satanisten" am Start ist und wie wenig biblische Belege man in diesen kritischen Schriften findet.
Schade, dass Christen heute immer so schnell zum Verurteilen neigen.

Denn selbst bei extrem fehlgeleiteten Leuten wie Benny Hinn, steht uns das imo nicht zu. Zwischen einem "fehlgeleiteten Prediger" und einem "Satanisten" besteht zum Glück schon noch ein Unterschied

Gruß, Dave
  • 0

#18
Alwin

Alwin

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Lieber Rolf,

auch ich kann mich deinen Ausführungen nicht ganz anschließen: Du sagtest, du warst vor Jahren selbst einmal in der Gemeinde, um dir ein Bild zu machen. Von der Zeit in den Messehallen bis zum heutigen Datum sind zig Jahre vergangen und die Gemeinde hat sich ziemlich verändert - natürlich auch was Lehre und Gemeindepraxis betrifft. Jede Gemeinde macht Fehler und kann immer wieder versuchen, aus den Fehlern zu lernen.

So kann man sagen, dass z.B. der Toronto-Segen heute in der Gottesdiensten der BGG praktisch keine Rolle spielt. Was das "Abwerben" betrifft, kommt es natürlich immer drauf an, welche Position man sich anhört. Die eine Seite sagt "bösartig abgeworben", die andere Seite sagt "freiwillige Entscheidung".

Die perfekte Gemeinde wird nirgends zu finden sein, daher sollten wir andere Gemeinden nicht anhand von alten, einmaligen Erfahrungen oder Berichten aus zweiter Hand kritisieren. Das scheint uns Christen manchmal leider wirklich Spaß zu machen...

Gruß,
homer


Hallo homer,

mag sein, dass der Toronto-"Segen" heute in der BGG keine Rolle mehr spielt und auch wenn sich diese Gemeinde verändert hat tut man dennoch dafür keine Buße. Ich habe nichts mitbekommen. Übrigens hat man auch für die falschen Prophetien und Propheten der vergangen Jahre keine Buße getan. Ich verlange ja nicht einmal, dass die falschen Propheten gesteinigt werden sollen!!! Das wäre allding mal echt biblisch.

Zum Thema Abwerben:
In meiner Gemeinde sind auch einige zur BGG gegangen. Die wurden nicht von PW abgeworben, sondern von der "charismatischen" Art der BGG und den Geistern die da wirken. Die Charismatik ist meiner Meinung nach kein Segen für den Leib Jesu. Dadurch gehen so viele lebendige Gemeinden in Spaltung kaputt.

Zum Thema geistlicher Missbrauch in der BGG:
Ich habe es am eigenen Leib erfahren, und zwar nicht nur durch Menschen im Hauskreis sondern auch von allerhöchster Stelle in der BGG genehmigt. Da ich stark genug war bin ich gegangen.

Baruch ha Schem!

Alwin
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#19
Rolf

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Hallo Alwin,

zunächst herzlich Willkommen bei uns im Forum. Genau das, wass Du schreibst, ist auch meine Intention. Von der BGG selbst und von Leuten, die da mehr oder weniger nahe dran waren, ging falsche Lehre aus und vor allem, es wurde im Namen dieser falschen Lehre auch vielen Menschen Unrecht getan.

Heute mag sich die BGG gewandelt haben, weil sie ihr Ziel ereicht haben und eine sog. "Megagemeinde" geworden sind.
Aber kann man darüber wirklich einfach zur Tagesordnung übergehen? Wo bleibt die Einsicht, wo die Busse, die zu einer bibeltreuen Umkehr unverzichtbar dazugehören.

Diese Oreganisation hat viele Jahre mächtigen Rummel in der Öffentlichkeit gemacht und stellt sich heute als vorbildiche "Erweckungsbewegung" in Deutschland dar. Glaubwürdig würde sie, wenn sie genauso öffentlich zu ihren Fehlern stehen würde.

Herzliche Grüße

Rolf
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#20
Alwin

Alwin

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Hallo Alwin,

zunächst herzlich Willkommen bei uns im Forum. Genau das, wass Du schreibst, ist auch meine Intention. Von der BGG selbst und von Leuten, die da mehr oder weniger nahe dran waren, ging falsche Lehre aus und vor allem, es wurde im Namen dieser falschen Lehre auch vielen Menschen Unrecht getan.

Heute mag sich die BGG gewandelt haben, weil sie ihr Ziel ereicht haben und eine sog. "Megagemeinde" geworden sind.
Aber kann man darüber wirklich einfach zur Tagesordnung übergehen? Wo bleibt die Einsicht, wo die Busse, die zu einer bibeltreuen Umkehr unverzichtbar dazugehören.

Diese Oreganisation hat viele Jahre mächtigen Rummel in der Öffentlichkeit gemacht und stellt sich heute als vorbildiche "Erweckungsbewegung" in Deutschland dar. Glaubwürdig würde sie, wenn sie genauso öffentlich zu ihren Fehlern stehen würde.

Herzliche Grüße

Rolf


Hallo Rolf,

weißt du, früher hat mich das furchbar geärgert, wenn ich soviele falsche Lehren gehört habe. Gottes Wort ist nicht falsch, nur kommt drauf an in welchem Zusammenhang es im Wort steht. Bestes Beispiel ist Maleachi 3:10. Damit kann man heftig viel Geld für Gemeinde und Pastor einsammeln. Das Problem ist nur, dass es keinen Tempel mehr gibt und deswegen auch kein Speicherhaus. Wenn das Gospelforum allerdings ein Tempel sein soll dann mache ich mal einen großen Bogen drum herum.

Und wegen den vielen falschen Propheten:
Freue dich, die Endzeit ist da!! Mt 24: Es werden VIELE falsche Propheten kommen und es werden VIELE verführt. Schon interessant, dass es in der BGG eine Prophetenschule gibt.


Herzlichst

Alwin
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