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Der Irrlehrer Dr. Joseph Luxum (Luxum Light)


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6 Antworten in diesem Thema

#1
Arno

Arno

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Nach etwas längerer, intensiverer Beschäftigung mit den Lehren dieses Mannes, möchte ich hier nun einmal eindrücklich warnen, sich auf dessen Lehren einzulassen. Mir scheint, dass gerade ehemalige WdG / Rhema- und W+G - Anhänger sehr empfänglich für diese Lehren sind. Zudem erlebe ich aktuell, dass durch seine vor Kurzem ins Deutsche übersetzten Bücher, sich mittlerweile sogar schon wieder Gemeinden spalten.

Wie üblich halten seine Lehren und Bücher erst einmal dadurch Einzug, dass er mit einer Wunder-gespickten Biografie aufwarten kann, die ihn – als Evangelisten – seit Jugendzeiten übernatürlich aus Polen über die USA bis nach Israel geführt hat, so dass jeder der diese Biografie liest, schon mal – wie auch bei Todd Bentley und vielen anderen – gar nicht mehr anders kann, als zu sagen: wer solche Wunder und Führungen erlebt (bis hin zu Rettung aus der drohenden Verbannung nach Sibirien), der muss ja „richtig“ sein…
Was Luxum lehrt, verkauft er als Schriftauslegung mit jüdisch-hebräischen Wurzeln, ähnlich der Jerusalem school of synoptic research, deren deutsche Anhänger auch schon vor Jahren in vielen Gemeinden Schaden angerichtet haben (immer mit dem Argument bis jetzt falscher Bibelauslegung, weil man angeblich die „hebräischen Wurzeln“ nicht genügend beachtet habe.) Doch was steckt wirklich hinter diesen neuen Offenbarungen?
Im Kern vertritt Joseph Luxum und sein "Dienst" Luxum Light einen Radikal-Calvinismus. Er leugnet z.B. die Wahrheit, dass Satan Gottes Feind ist, und stellt ihn, ebenso wie die Engel, als Statisten in einem von Gott inszenierten Versuchslabor dar. Letztlich hat sich damit Gott im Garten Gethsemane selbst versucht. Mit der typischen sektiererischen Taktik, alle, die seinen Lehren nicht folgen, eine Zukunft in brennendem Feuer ins Aussicht zu stellen. Hier ein Originalauszug von ihm (aus dem "Artikel zum Denken", zu finden auf Luxum Light Deutschland):

"Jeder Hasser der Wahrheit und dieser Offenbarung, das unser Vater der souveräne und alles unter Seiner absoluten Kontrolle habende Eine Gott ist,
und jeder, der sich nicht trennen will von dieser unzulänglichen und völlig überalterten Theologie von Satan als Gottes und unserem Feind mit gefallenen Engeln als Dämonen und so weiter, widersteht der Wahrheit und dem Allmächtigen und wird deshalb vom (unauslöschlich-ewigen) Feuer zerstört werden.“


Es ist nicht nur erschreckend, wie unverhohlen sich Dr. Jospeh Luxum hier als völlig dem Geist Jesu und dem Evangelium entgegengesetzter Sektierer outet, sondern ebenso erschreckend empfinde ich, dass gerade aktuell viele deutsche Christen zu Fans dieses Mannes werden, und persönlich wie auch über Internet (Facebook) für diesen Mann Werbung machen.
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#2
Arno

Arno

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Herr "Lightinview", scheinbar der deutsche „PR-Berater“ für Joseph Luxum, schrieb mir auf mein obiges Posting aktuell per Facebook-PN, und bedauerte, dass er sein folgendes Antwort-Posting (s.u.) nicht an meine Pinnwand setzen konnte. Gerne tue ich das für ihn auch in diesem Forum und möchte gleichzeitig seine Fragen beantworten:

Zunächst seine PN:

Es ist immer leicht, etwas als falsch oder als Irrlehre hinzustellen, wenn man exakte Angaben vermeidet.
Um nur einen Punkt ihrer Ausführungen aufzugreifen: Welche Bibelstelle belegt, dass Satan ein Feind Gottes ist? Ist es nicht vielmehr so, dass er, angefangen bei Hiob, exakt die Befehle Gottes ausführt? Selbst Paulus sieht ihn nicht als Feind Gottes, wie sonst könnte er Menschen dem Satan übergeben, damit dieser sie lehre, NICHT MEHR Gott zu lästern? Müsste Satan ihrer Meinung nach nicht alles daran setzen, dass die Betreffenden auf ihrer gottesfeindlichen Einstellung beharren? Ich würde mich freuen, wenn sie mal darüber nachdenken und diese Fragen für sich beantworten würden, ehe sie jemanden als Irrlehrer abstempeln.

Dazu meine Antwort:

Und hier meine Antwort:

Hallo Herr „Lightinview“ (haben Sie auch einen richtigen Nachnamen?),

zunächst mal: mir liegt absolut nichts daran Leute als „Irrlehrer abzustempeln“, aber wenn ich persönlich miterlebe, welche Verwirrungen, Streitereien und Spaltungen die Lehre von J. Luxum in meinem Umfeld hinterlässt, habe ich ein herzliches Anliegen, hier Stellung zu beziehen.

Mir persönlich reicht es völlig, wenn JESUS CHRISTUS Satan als UNSEREN Feind bezeichnet (z.B. in Mt. 13,39). Wenn mein Sohn einen Feind hätte, wäre es definitiv auch MEIN Feind, denn als Vater werde ich meinen Kindern sicher nicht extra Feinde schaffen, damit ein spannendes kosmisches Schmierentheater dadurch möglich wird. Was für ein verdrehtes Gottesbild!!!
Und umgekehrt: wenn die Söhne SATANS als Feinde der Gerechtigkeit (= Gottes) bezeichnet werden (Apg 13,10), ist es sicher auch der Vater (=Satan) selbst!
Zudem gibt es genügend Bibelstellen und Passagen, die Satan zumindest als Feind für Gottes Werk bezeugen, ebenso wie satanische Mächte als Feinde der Mächte Gottes bezeugt werden (z.B. Dan 10,13; 10,20).
Davon abgesehen ist für mich der eigentliche Ausweis für die Verirrung von Joseph Luxum, dass er in typisch sektiererischer Manier direkt „ewiges Feuer“ für all die prophezeit, die nicht seiner falschen Bibelauslegung folgen. Wie es hier auch schon geschrieben wurde: darin wird sicher nicht die Gesinnung Jesu, sondern die des fundamentalistischen Eiferers sichtbar.
Jesus hat niemals als heilsentscheidend verkündet, ob wir an Satan „glauben“ und wie wir Satan werten, sondern allein ob wir ihm – und dem der ihn gesandt hat – vertrauen.
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#3
Arno

Arno

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Hallo,
ich wurde öfters nach der Quellenangabe für obiges Zitat gefragt, hier also noch der betreffende Link (der zumindest bis heute 17:30 Uhr noch aktuell ist):

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Viele Grüße
Arno
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#4
sissi

sissi

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Vor ein paar Jahren hieß Joseph Luxum noch Benjamin Rubin! Er ist messianischer Jude. Keine Ahnung was ihn dazu berufen hat, seinen Namen zu änderen.

Predigte einmal im Jahr in meiner ehem. Gemeinde. Das letzte Mal ( bevor die Gem. völlig zerbrach) viel die Gemeinde in eine regelrechte Depression. Wir hatten unseren damaligen Pastor und die Leiterschaft darauf hingewiesen, dass er eine Irrlehre predigt. ( Sie waren bei der Verkündigung nicht oder nur zu einem kleinen Teil anwesend ) Aber das normale Volk wurde nicht gehört. Und sehr gegen Frauen.
:???: sissi
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#5
Arno

Arno

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Die „Wahrheit“ des Herrn Jospeh Luxum

Wieder einmal habe ich ein neues Heft von Herrn Luxum gelesen, der viel versprechende Titel lautet: „Die universelle Wahrheit“
(Quellenangabe:

http://de.scribd.com/doc/117876784/Die-universelle-Wahrheit

)

Fortan werde ich übrigens erst einmal auf das Anführen seines Doktortitels – der ja all seine Veröffentlichungen ziert – verzichten, da ich trotz Recherche bis jetzt keinen Anhaltspunkt für eine nachgewiesene Promotion entdecken konnte.

Auch in diesem Artikel will Luxum, ebenso, wie in seinem Standardwerk „Wahrheit und Illusion“, uns wieder einmal seine Sicht von Wahrheit verkaufen.
Wahrheit ist für ihn kurz gesagt, die „Realität“ der „Überwinder“, welche durch Erleuchtung das wahre spirituelle Wesen von der materiellen Illusion trennen können (zur Illusion zählt daher z.B. auch die Hölle).
Man könnte sagen, Luxum bietet hier Wort + Geist – Version 2.0 an. Eine teils erschreckend identische gnostische Neuoffenbarungslehre, aber mit gewissen Vorzügen, denn die Hölle und Satan als Feind Gottes wurden abgeschafft, solche Ansichten von sogenannten „Sciene-Fiction-Schriftstellern“ (Luxum meint damit die Autoren mancher Verse der Bibel!), werden von den „Überwindern“ nun als reine Illusion „entlarft“.

Zu Beginn der Abhandlung offenbart Luxum seine „Wahrheit“ einmal mehr als die eines Extrem-Calvinismus, bei dem ein Teil der Menschheit (und wer sein obiges Hauptwerk gelesen hat, wird feststellen, dass er damit die Abstammungslinie Kains meint – also eine reine Blutslinie ohne jede Chance, dieser Linie zu entkommen) zum Verderben vorherbestimmt ist, und ein anderer Teil zum Heil (man rät es schon: die „offenbar werdenden Söhne“ aus Röm 8,19f, als Nachfahren der weiteren Söhne Adams – Luxum nennt sie auch gerne „die Überwinder“).

Bei Luxum sind nicht etwa Alle Sünder und werden ohne Verdienst aus Gnade errettet, sondern einige haben den kleinen „Vorteil“, schon die richtige Blutsverwandschaft zu haben und sind daher „aus der Wahrheit“. So kann er auch folgern:

„Offensichtlich gibt es welche die nicht von der Wahrheit sind, sondern aus Illusionen, die gut verpackte Lügen sein können. Dadurch wissen wir dass einige ausschließlich dem physischen Raum angehören und Andere dem Spirituellen. Mit Bedauern muss ich feststellen, dass die, die von nichts anderem als dem physischen Bereich wissen, auch damit zufrieden sind Teil von diesem zu sein. Sie verfallen, weil sie an dieser kurzen Lebenszeit festhalten. Wir können da nichts tun. Die Dinge sind wie sie sind. Einige sind von der Wahrheit während andere es nicht sind.“

Als ein Beispiel für „Wahrheit“ und „Illusion“ erlaubt er sich dann in Anspielung an die alttestamentliche Praxis des Opfers am Versöhnungstag, aus seiner „Wahrheits“-Sicht zu schreiben:
„Opferrituale, bei denen Tiere getötet werden […], beinhalten nicht das kleinste Jota von Wahrheit. Eine blinde Indoktrination und die Unterwerfung unter diese, selbst wenn sie total widerlich ist, ist ein absonderliches Phänomen.“

Aha. Gottes Gesetz ist also „total widerlich“ und ein „absonderliches Phänomen“ gewesen. Die Bibel nennt selbst das Gesetz des alten Bundes zwar „heilig“, aber das mit der Bibel ist ja sowieso so eine Sache bei Herrn Luxum. Denn WAS in der Bibel Wahrheit und Illusion ist, kann ja nur der „Weise“ erkennen, und – man rät es schon – diese Weisheit besitzt hauptsächlich Luxum, denn:

„Ich bereiste den Globus und spreche einige Sprachen, habe die Menschen studiert, ihre nationalen Gefühle und die tiefliegenden Gründe dafür. So bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen: kaum jemand lehrt gerade heraus und ungehemmt die Wahrheit die vollkommen, schön und herrlich ist. Kaum jemand versteht das Wesen der Wahrheit, ihre Herkunft und unter welchen Bedingungen, in welcher Umgebung sie lebt. Als ich 12 Jahre alt war, ich bin jetzt 57, habe ich mich entschieden den notwendigen Preis dafür zu zahlen. Ich habe gefastet, gebetet und sehr viel studiert. Je mehr ich in der Natur der Wahrheit verweile umso heller wird sie und ihre erleuchtende Kraft offenbart alles andere. […] Die von der Wahrheit sind, werden das was ich hier darüber sage zu schätzen wissen.“

Tja, diese „Natur der Wahrheit“ in der Luxum hier verweilt, ist zwar nach seinen eigenen Aussagen nicht mit dem Wort Gottes identisch, aber sie bewirkt zumindest mal wieder eine neue „Erleuchtung“ für die vermeintlich zum Heil Vorherbestimmten – willkommen im Land der Neuoffenbarungen…

Wer bis hierhin als Freund der Bibel nicht so ganz glauben kann, das Luxum das wirklich so meint, was ich u.a. über seine Ansicht zum Wort Gottes schreibe, wird wohl angesichts der folgenden Originalzitate, klarer entscheiden können, ob er die „Wahrheit“ des Herrn Luxum in Zukunft wirklich der Bibel vorziehen möchte, hier weitere Zitate aus obigem Heft, die auch Luxums Argumentationskette deutlicher machen:

„Um den Unterschied von Wahrheit und Illusion besser zu veranschaulichen, werde ich einige Lügen aus dem Buch Henoch zitieren. […] Dieser Science Fiction Schriftsteller täuscht nicht nur sich selbst sondern beeinflusst auch seine Leser mit Lügen, Geheimnissen und Illusionen.“

Ich will jetzt nicht über den Wahrheitsgehalt des pseudoepigraphen Henochbuches diskutieren, wohl aber über Luxums weitere Vorgehensweise. In den Fällen nun, wo die Apostel in Ihren Briefen, nach Luxums Sicht „illusorisches Gedankengut“ aus dem Henochbuch aufgreifen, stellt Luxum auch diese Stellen schlicht auf eine Stufe mit obigem „Sciene-Fiction-Autor“. Ein Beispiel ist hier 2Petr. 2,4. Da dieser Vers natürlich nicht in Luxums „Wahrheit“ passen kann, fällt er dann das lapidare Resümee über den gesamten Brief:
„Beachte hierbei, dass über die Autorenschaft des 2 Petrusbriefs Zweifel bestehen. Viele Gelehrte glauben dass es nicht Petrus, der Jünger von Jesus, war der diesen Brief schrieb, sondern ein anderer Petrus.“

Aha. Und nur weil die „Autorenfrage“ dieses biblischen Buches nicht geklärt ist, wird es damit nun direkt auf das vermeintliche Niveau von „Lügen und Illusionen“ gezogen?!!

Mit unbestechlicher Logik kann Luxum darum auch folgern:

„Der Schreiber des Buches Henoch ‚brütete‘ über dem Sensationellen um zu verkaufen, zu beeinflussen und zu leiten, jedoch nicht in die Wahrheit. […] Diese Verführung des Verstandes durch Phantastereien, begann in Babylon und Medo Persien setzte sich über 600 Jahre fort bis zum griechischen Zeitraum UND FAND SO PLATZ IM NEUEN TESTAMENT.
[…] Die vollkommen religiösen Menschen schlangen diesen Mist über Gott und Sein Königreich hinunter und, es ist traurig, entfernten sich so vom Ursprung der Wahrheit. Dieses verdrehte Vermächtnis haben wir geerbt.“


Im Übrigen sei erwähnt, dass auch der Judasbrief (dessen Autorenschaft nicht in Frage steht), diesen von Luxum als „Mist“ titulierten Inhalt wiedergibt (vgl. Judas 1,6-7).

Hhm, heißt es nicht, dass alle Schrift von Gott eingegeben und nützlich ist?!!

Aber wahrscheinlich ist dieser Vers auch nur eine Illusion, der von mir aber nicht als falsch entlarft werden kann, da ich die Wahrheit ja nicht erkenne, denn Luxum schreibt zum Schluss:

„Entweder man ist in Illusionen verloren, oder hat die Saat der Wahrheit in sich durch die der Unterschied zwischen Beidem erkannt werden kann. Man muss aus der Wahrheit sein um sich auf sie zu beziehen. Die von Illusionen geleitet sind werden sich mit Gleichgesinnten im selben Bereich suhlen.“

Das Evangelium klingt irgendwie doch etwas hoffnungsvoller für mich. Und ich persönlich habe mich entschieden KEIN „Überwinder“ des Evangeliums zu werden!

Arno
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#6
Rolf

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Autor rückt Satan in neues Licht






Gerd Friedrich ist Mitautor eines provozierenden Buches zur Rolle des Teufels

Rodewisch/Dresden. Gerd Friedrich aus Rodewisch hat gemeinsam mit Joseph Luxum, einem Prediger aus Edmiston in den USA, ein Buch brisanten Inhalts verfasst. Im Mittelpunkt steht Satan, den die Autoren in ein freundlicheres Licht rücken wollen. Allerdings können sich die beiden auf kräftigen Gegenwind einstellen. Harald Lamprecht, Sektenbeauftragter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Sachsen, wundert sich über Autoren, die sich im Besitz einer solch starken Wahrheit wähnten, dass sie "die Bibel korrigieren" und "mit göttlicher Autorität sprechen können".

"Wahrheit & Illusion - Die letzte Reformation" ist im September erschienen und vorerst nur in der Buchhandlung Unger in Rodewisch erhältlich. Bislang fand sich kein Verlag, der das Buch herausgeben wollte. So haben es die Autoren im Eigenverlag veröffentlicht und vertreiben es übers Internet. "Der Verlag ist für mich auch ein Versuch, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen", sagt der 45-Jährige, der früher als Elektriker tätig war und heute mit Frau und acht Kindern in Rodewisch lebt.

"Ein Werkzeug Gottes"

Friedrich und Luxum wollen inhaltlich an Martin Luther und dessen Aussage anknüpfen, dass es Erlösung nur aus Gnade geben kann und nicht zu erkaufen sei. Satans Bild sei in der Bibel falsch dargestellt. "Wir stellen infrage, dass Satan böse ist. Vielmehr ist Satan ein Werkzeug Gottes, er handelt auf Anweisung", argumentiert der Rodewischer. Fiele Satan als Verführer weg, bedeute dies nichts anderes, als "dass Christen die Verantwortung für ihr eigenes Leben in den Vordergrund stellen müssen". Selbst ein bekennender Christ, will Gerd Friedrich keinesfalls den Glauben infrage stellen. Doch mit Angst vor Satan versuche die Kirche, Menschen an sich zu binden. Friedrich meint: "Gott als der Vater würde seine Kinder nie in einem Schwefeltopf bis in alle Ewigkeit kochen lassen."

Sektenbeauftragter Harald Lamprecht kennt das Buch nicht und hält es daher für geboten, zurückhaltend zu urteilen. Die vorliegenden Informationen reichen ihm dennoch für einen vehementen Einspruch. "Die christliche Botschaft ist keine Botschaft vom Teufel. Der Teufel kommt im christlichen Glaubensbekenntnis nicht vor. Die Kirchen vermitteln statt dessen die Botschaft von der befreienden Liebe Gottes", betont Lamprecht. Immerhin sieht der Weltanschauungs-Beauftragte der Landeskirche "die lobenswerte Absicht, falsch verstandene Teufelsangst zurückzudrängen". Das Inhaltsverzeichnis zeige indes, dass sich fast alles um Satan dreht.

So wird "Schrecken verbreitet"

Dass dieses Buch keine "Zugehörigkeit zu einem religiösen System" beinhalte, sei möglicherweise der größte Irrtum der Autoren, meint Lamprecht und knöpft sich Joseph Luxum vor, der für ihn kein Unbekannter ist. Der "selbst ernannte Prediger" sei weltweit unterwegs - mit einer Unduldsamkeit, "die keinen Teufel mehr braucht, weil sie selbst genug Schrecken verbreitet". Per Internet (luxumlight.com) erkläre er, wer den Erkenntnissen seines Buches nicht folge, der "widersteht der Wahrheit und dem Allmächtigen und wird deshalb vom (unauslöschlich-ewigen) Feuer zerstört werden".

Gerd Friedrich will sich dennoch nicht entmutigen lassen. Wohl laute die erste Reaktion meist "Du spinnst doch!" oder "Das ist Ketzerei!", das ändere sich jedoch meist nach dem Lesen. Friedrich meint: "Jeder hat die Freiheit, damit zu machen und darüber zu denken, was er will. www.forte-shop.com

.erschienen am 13.11.2011 ( Von Heike Mann und Ulrich Riedel )
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#7
Rolf

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Autor rückt Satan in neues Licht






Gerd Friedrich ist Mitautor eines provozierenden Buches zur Rolle des Teufels
Rodewisch/Dresden. Gerd Friedrich aus Rodewisch hat gemeinsam mit Joseph Luxum, einem Prediger aus Edmiston in den USA, ein Buch brisanten Inhalts verfasst. Im Mittelpunkt steht Satan, den die Autoren in ein freundlicheres Licht rücken wollen. Allerdings können sich die beiden auf kräftigen Gegenwind einstellen. Harald Lamprecht, Sektenbeauftragter der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Sachsen, wundert sich über Autoren, die sich im Besitz einer solch starken Wahrheit wähnten, dass sie "die Bibel korrigieren" und "mit göttlicher Autorität sprechen können".

"Wahrheit & Illusion - Die letzte Reformation" ist im September erschienen und vorerst nur in der Buchhandlung Unger in Rodewisch erhältlich. Bislang fand sich kein Verlag, der das Buch herausgeben wollte. So haben es die Autoren im Eigenverlag veröffentlicht und vertreiben es übers Internet. "Der Verlag ist für mich auch ein Versuch, aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen", sagt der 45-Jährige, der früher als Elektriker tätig war und heute mit Frau und acht Kindern in Rodewisch lebt.

"Ein Werkzeug Gottes"

Friedrich und Luxum wollen inhaltlich an Martin Luther und dessen Aussage anknüpfen, dass es Erlösung nur aus Gnade geben kann und nicht zu erkaufen sei. Satans Bild sei in der Bibel falsch dargestellt. "Wir stellen infrage, dass Satan böse ist. Vielmehr ist Satan ein Werkzeug Gottes, er handelt auf Anweisung", argumentiert der Rodewischer. Fiele Satan als Verführer weg, bedeute dies nichts anderes, als "dass Christen die Verantwortung für ihr eigenes Leben in den Vordergrund stellen müssen". Selbst ein bekennender Christ, will Gerd Friedrich keinesfalls den Glauben infrage stellen. Doch mit Angst vor Satan versuche die Kirche, Menschen an sich zu binden. Friedrich meint: "Gott als der Vater würde seine Kinder nie in einem Schwefeltopf bis in alle Ewigkeit kochen lassen."

Sektenbeauftragter Harald Lamprecht kennt das Buch nicht und hält es daher für geboten, zurückhaltend zu urteilen. Die vorliegenden Informationen reichen ihm dennoch für einen vehementen Einspruch. "Die christliche Botschaft ist keine Botschaft vom Teufel. Der Teufel kommt im christlichen Glaubensbekenntnis nicht vor. Die Kirchen vermitteln statt dessen die Botschaft von der befreienden Liebe Gottes", betont Lamprecht. Immerhin sieht der Weltanschauungs-Beauftragte der Landeskirche "die lobenswerte Absicht, falsch verstandene Teufelsangst zurückzudrängen". Das Inhaltsverzeichnis zeige indes, dass sich fast alles um Satan dreht.

So wird "Schrecken verbreitet"

Dass dieses Buch keine "Zugehörigkeit zu einem religiösen System" beinhalte, sei möglicherweise der größte Irrtum der Autoren, meint Lamprecht und knöpft sich Joseph Luxum vor, der für ihn kein Unbekannter ist. Der "selbst ernannte Prediger" sei weltweit unterwegs - mit einer Unduldsamkeit, "die keinen Teufel mehr braucht, weil sie selbst genug Schrecken verbreitet". Per Internet (luxumlight.com) erkläre er, wer den Erkenntnissen seines Buches nicht folge, der "widersteht der Wahrheit und dem Allmächtigen und wird deshalb vom (unauslöschlich-ewigen) Feuer zerstört werden".

Gerd Friedrich will sich dennoch nicht entmutigen lassen. Wohl laute die erste Reaktion meist "Du spinnst doch!" oder "Das ist Ketzerei!", das ändere sich jedoch meist nach dem Lesen. Friedrich meint: "Jeder hat die Freiheit, damit zu machen und darüber zu denken, was er will. www.forte-shop.com

.erschienen am 13.11.2011
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