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Joyce Meyer: "Das Leben genießen"


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#1
Rolf

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Das Leben genießen“






Das charismatische Wohlstandsevangelium der Joyce Meyer

Wer das Wort genießen in einer Konkordanz sucht, wird in der revidierten Elberfelder Bibel gerade einmal neunzehn Mal auf dieses Wort stoßen.1 Doch in keiner der angeführten Bibelstellen kann man etwas darüber lesen, dass der Gläubige „das Leben genießen“ soll. Auf die einzige Bibelstelle, die von Menschen spricht, die das Leben genießen, trifft man im Buch Hiob: „Im Glück genießen sie ihre Tage, und in Ruhe sinken sie in den Scheol hinab“ (Hiob 21:13) - doch in dieser Bibelstelle ist die Rede vom Wohlergehen der Gottlosen! Dem Gottesfürchtigen hingegen, der durch viel Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen wird (Apg 14,22), wird es in zukünftigen Tagen „gut gehen, denn die Frucht seiner Taten wird er genießen“ (Jes 3,10).

Askese, Kasteiung oder eine weltverneinende Haltung ist der Bibel ebenso fremd wie die Freundschaft mit dieser Welt verbunden mit einer inneren Ausrichtung, die sich zum Ziel setzt, das Leben zu genießen. Die in den USA so erfolgreiche christliche Fernsehsendung Enjoy Everyday Life von Joyce Meyer wird im deutschsprachigen Raum unter dem Titel Das Leben genießen in säkularen wie christlichen Fernsehsendern ausgestrahlt.2 Auf der deutschen Webseite von Joyce Meyer stellt sie sich selbst auf diese Weise dar: „ Joyce Meyer ist eine erfahrene Bestsellerautorin und weltbekannte Bibellehrerin. Mit ihrer humorvollen und direkten Art bringt sie die Dinge des Alltags anhand der Bibel auf den Punkt - lebensnah, überzeugend und echt. Millionen von Menschen sind von ihrer schlagfertigen Art begeistert und haben durch ihre Bücher und Sendungen praktische Lebenshilfe erfahren. Durch Joyce Meyer Ministries lehrt Joyce Meyer Hunderte von Themen. Sie hat über siebzig Bücher geschrieben und gibt bis zu 15 Konferenzen im Jahr. Bis heute sind über drei Millionen ihrer Bücher rund um die Welt verschenkt worden, in 2005 wurden fast 3,5 Millionen Exemplare verkauft. Joyce produziert auch eine Fernseh- und Radiosendung mit dem Titel Enjoying Everyday Life® (Das Leben genießen), die in über zwei Dritteln der Welt ausgestrahlt wird. Zusätzlich kann im Internet täglich eine neue Sendung rund um die Uhr angeschaut werden…“3 Angesichts dieser Zahlen muss man von einem nicht geringen Einfluss ausgehen, der von Joyce Meyer ausgeht.

Joyce Meyer wurde am 4. Juni 1943 geboren. Sie machte schwere Kindheitsjahre durch, in denen sie von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde. Nach eigenen Angaben hatte sie bereits mit neun Jahren ein Bekehrungserlebnis. Ihre unglückliche Kindheit und Jugend prägten sie auch als junge Frau. Nach ihrer ersten gescheiterten Ehe, sollte sich im Jahre 1976 alles ändern, als sie eines Tages die Stimme Gottes hörte, der sie mit ihrem Namen ansprach. An diesem Tag, so berichtet sie, sei sie im Heiligen Geist getauft worden und redet seither in neuen Zungen. Auf ihrer Webseite wird diese lebensverändernde Begegnung mit Gott zusammengefasst: „Gott befreite sie von Bitterkeit, Wut und Hass und gab ihr stattdessen Lebensfreude, Zuversicht und Ausgeglichenheit.“4

Bald nach diesem Erlebnis mit Gott wurde Joyce Meyer Co-Pastorin der charismatischen Freikirche Life Christian Center und leitete das wöchentliche Bibelstudium für Frauen – Life in the Word (Leben im Wort). 1985 verließ Meyer allerdings ihre Gemeinde und gründete einen eigenen Dienst, indem sie den mittlerweile durch die gleichnamige Radiosendung bekannt gewordenen Namen Life in the Word beibehielt. Seit 1993 strahlt sie ihre Sendungen auch im Fernsehen unter dem Titel Enjoy Everyday Life (Das Leben genießen) aus. Im TIME Magazine erreichte sie im Jahre 2005 unter den 25 einflussreichsten, evangelikalen Leitern in den USA den Rang 17.5 Ihren Einfluss weiß sie zu nutzen, indem sie ihren Zuhörern die Botschaft bringt, dass Gott „einen Platz für jeden Menschen hat und ihm auf dem Weg, sich jeden Tag des Lebens zu freuen, helfen kann.“6 In dieser Selbstbeschreibung ihres Dienstes zeigt sich deutlich das Hauptanliegen von Joyce Meyer; „Sich jeden Tag des Lebens zu freuen“ ist Ziel und Zentrum ihrer „Evangeliums“-Botschaft.

Joyce Meyer wird den Vertretern der Wort-des-Glaubens-Bewegung zugerechnet, die das „Wohlstandsevangelium“ propagieren – in der englischsprachigen Welt als prosperity gospel oder health and wealth gospel (Gesundheits- und Wohlstandsevangelium) bekannt. Als Gründer der Wort-des-Glaubens-Lehre gilt der amerikanische Prediger Kenneth E. Hagin (1917-2003), der Anfang der 1970er-Jahre Kenneth Hagin Ministries und das RHEMA Bible Training Center, eine Bibelschule in Tulsa, Oklahoma (USA), ins Leben rief. Das populäre Glaubensmagazin Hagins The Word of Faith (Das Wort des Glaubens) sowie die zahllosen Veröffentlichungen von Büchern und Audiomedien und die sehr beliebten Fernsehdienste von Kenneth Copeland, Oral Roberts, Benny Hinn und andere trugen dazu bei, das Wohlstandsevangelium in den USA und darüber hinaus weltweit zu verbreiten.

Während die Wort-des-Glaubens-Bewegung bis in die 1970er Jahre selbst unter Pfingstlern und Charismatikern verhaltene Kritik bis offene Ablehnung erfuhr, kam es seit den 1980er Jahren zu einer Trendwende. Die Lehren dieser Bewegung fanden zunehmend Eingang in pfingstlich-charismatische Denominationen, welche das Wohlstandsevangelium offen übernahmen oder unterschwellig von ihm beeinflusst wurden. Doch die fragwürdigen Lehren dieser Bewegung und vor allem die damit verbundenen Exzesse konnten nicht verborgen bleiben und waren im Jahre 1993 Anlass für die Kommission der Evangelischen Allianz zu Einheit und Wahrheit unter Evangelikalen (ACUTE: Evangelical Alliance Commission on Unity and Truth among Evangelicals) in Großbritannien, sich mit den fragwürdigen Lehren und Praktiken auseinanderzusetzen. Der enorme Zulauf vieler neuer Anhänger und die große Popularität, die das Wohlstandsevangelium in den 1990er Jahren erfuhr, rief vierundfünfzig führende evangelikale Leiter (darunter auch Pfingstler und Charismatiker) auf den Plan; weil sie die Entwicklungen der letzten Jahre innerhalb dieser immer populärer werdenden charismatischen Strömung mit Besorgnis beobachteten, war es an der Zeit, Christen über diese Bewegung aufzuklären und sie vor den Gefahren einer unausgewogenen Theologie zu warnen. Im Jahre 2003 veröffentlichte Andrew Perriman nach zweijährigen Beratungen die Ergebnisse der theologischen Untersuchung in einem Buch mit dem Titel Faith, Health and Prosperity (Glaube, Heilung und Wohlstand).

Theologen streiten sich noch, ob Lehre und Praxis dieser Bewegung noch als rechtgläubig oder schon als Irrlehre zu gelten haben. Perriman zitiert in seinem Buch Robert Bowman, der diese Lehre als „suborthodox“ einstuft; Bowmans Begründung: „Erstens, die Lehrer der Wort-des-Glaubens-Bewegung verwerfen nicht ausdrücklich die orthodoxe Lehre. Zweitens, manchmal bestätigen sie orthodoxe Lehre. Drittens, die Bewegung gehört einem radikalen Flügel der orthodoxen christlichen Tradition an. Viertens, die Bewegung lehrt offenkundig unbiblische Vorstellungen über die Natur Gottes, des Menschen und der Person und Erlösung Jesu Christi. Fünftens, einige Lehrer der Wort-des-Glaubens-Bewegung vertreten eindeutig Irrlehren bis hin zu blasphemischen Vorstellungen. Letztens, die Lehre der Wort-des-Glaubens-Bewegung hat sich nachweisbar als schädlich für ein gesundes Christenleben erwiesen.“7

Eine Grundannahme des Wohlstandsevangeliums ist, dass der Glaube eines Christen immer Reichtum, Heilung und Wohlergehen hervorbringt. Diese Aussage widerspricht der Botschaft des Evangeliums (z.B. Lk 9,23-25); sie verneint die Theologie des Kreuzes und verändert die christliche Botschaft dahingehend, dass sie das eigene Wohl des Menschen in den Mittelpunkt stellt. Diese falsche theologische Betonung sowie der luxuriöse Lebensstil von Joyce Meyer waren für den charismatischen Pastor Larry Rice (New Life Evangelistic Center) der Anlass, seine Zusammenarbeit mit Meyer im Jahre 2004 zu beenden. Rice ist Gründer des christlichen Fernsehsenders KNCL in St. Louis, der die amerikanische Sendung Meyers Das Leben Genießen viele Jahre lang ausstrahlte; er war lange Zeit ein Anhänger und Förderer von Meyer gewesen, musste aber letztlich zu dem Schluss kommen, dass Lehre und Leben von Joyce Meyer mit der Heiligen Schrift unvereinbar waren, was schließlich zum Bruch mit Joyce Meyer führte.8

Die Wort-des-Glaubens-Lehre lehnt „Verstandes-Wissen“ - das Lesen und Erfassen eines Bibeltextes mit dem Verstand - als unzureichend ab. An dessen Stelle tritt gemäß ihrer Lehre die „Offenbarungs-Erkenntnis.“ Nach Kenneth Hagins Überzeugung ist das geschriebene Wort der Bibel das logos; nur durch die Offenbarung des Geistes wird das logos zum gesprochenen, lebendigen Wort Gottes, zum rhema. Ein rhema zu empfangen, ist folglich die Offenbarungs-Erkenntnis, die es anzustreben gilt; und nur wer über diese Offenbarungs-Erkenntnis verfügt, ist geistlich handlungsfähig und vollmächtig. Wer hingegen einen Mangel an Offenbarungs-Erkenntnis hat, muss in seinem geistlichen Wandel versagen. Eine derartige verstandesfeindliche Haltung begegnet uns in der Bibel nicht. Der Verstand wird von der Bibel nicht abgelehnt, sondern muss durch den Heiligen Geist erneuert und verwandelt werden.

Eine weitere Lehre der Wort-des-Glaubens-Bewegung ist die Anschauung, dass der Gläubige „göttliche Gesetze“ für sich nutzen kann, um sich quasi seine eigene Welt zu erschaffen. Gott selbst, so die Lehre, war Gesetzen unterworfen, denen er selbst folgen und sich unterwerfen musste, um das Universum zu schaffen. Der Gläubige, der über „Offenbarungs-Erkenntnis“ verfügt, kann nun durch die Proklamation seiner Worte - rhema - seine eigene Welt schaffen, seine Umwelt verändern und seine Lebenssituation gestalten. Der Gläubige wird selbst zu einem kleinen „Schöpfer“ oder „Gott“ seiner Umstände und kann Krankheit oder Armut in Gesundheit oder Reichtum verwandeln. Diese Lehre verneint Gottes Allmacht und stellt Gottes Souveränität in Frage.

Eine der umstrittensten Lehren der Wort-des-Glaubens-Bewegung wurde bekannt unter dem Namen Jesus-Died-Spiritually – Jesus starb geistlich. Jesus musste am Kreuz nicht leiblich, sondern „geistlich“ sterben, um in die Hölle zu fahren und die Natur Satans auf sich zu nehmen. Dieser „geistliche Tod“ stellt demzufolge das eigentliche Erlösungswerk Gottes für die Menschheit dar. Nachdem Jesus als Mensch drei Tage und Nächte höllische Qualen durchlitten hatte, erweckte der Vater den „toten Geist“ Jesu durch den Heiligen Geist wieder zum Leben - die erste Wiedergeburt der Schöpfungsgeschichte wurde so vollzogen. Nicht das „leibliche Sterben“ Jesu, sondern sein „geistlicher Tod“ ist gemäß dieser Sonderlehre das eigentliche Zentrum der Erlösung. Diese Lehre erinnert an die gnostischen Irrlehren des 2. und 3. Jahrhunderts nach Christi und gilt vielen Theologen bestenfalls als unbiblisch, schlimmstenfalls als blasphemisch. Die Bibel lehrt unmissverständlich, dass der leibliche Tod Jesu am Kreuz die Erlösung aller Menschen erwirkt.

Eine weitere Konsequenz aus der Wort-des-Glaubens-Lehre ist, dass alle wiedergeborenen Christen die gleiche Macht und Autorität besitzen wie Gott. Autorität wird demnach nicht von Gott geschenkt, sondern ist im Geist eines jeden Christen angelegt. Die christliche Nachfolge besteht nun darin, den wiedergeborenen Geist im Menschen zu „entwickeln.“ Der Geist im Menschen muss eine „höhere Ebene“ erklimmen und es lernen, sich die geistlichen Gesetze zunutze zu machen, um die physische Welt zu verändern und Wunder zu tun. Die Vertreter dieser Lehre betonen, dass die wahre Identität des wiedergeborenen Menschen alleine in seinem „Geist“ zu finden ist. Der Mensch ist ihrer Ansicht nach nicht eine Einheit aus Leib, Seele und Geist, wie die Bibel es lehrt, sondern der Mensch ist gemäß der Wort-des-Glaubens-Lehre ein „Geist“, der in einem Leib lebt und eine Seele hat. Nur wer diese Offenbarung verinnerlicht und sich seines vollmächtigen, schöpferischen „Geistes“ bewusst wird, kann alles in dieser Welt erreichen. Eine solche Haltung fördert die Unabhängigkeit von Gott und führt sehr leicht zu einer elitären Überheblichkeit, da sich Christen geistlich auf einer höheren Stufe als ihre Mitchristen wähnen.

Die Wort-des-Glaubens-Lehre vergöttlicht den Menschen und steht in völligem Widerspruch zur biblischen Lehre über die Natur des Menschen. Nach der Wort-des-Glaubens-Lehre nimmt der Mensch immer die Natur seines jeweiligen Herrn an. Nach dem Sündenfall Adams nahm der Mensch also eine satanische Natur an, da Satan der Gott dieser Welt war. Erst durch Bekehrung und Wiedergeburt erlangt der Mensch seine „göttliche“ Natur wieder und damit das Recht, die Vorteile seiner Göttlichkeit zu nutzen (schöpferische Kräfte, Herrschaft über Welt, Krankheit, Armut). Unzählige Zitate aus der Literatur dieser Bewegung sprechen davon, dass der Mensch sozusagen ein „kleiner Gott“ ist, der über seine Umstände herrscht. Diese Herrscherstellung - den „Gott“ oder den „Geist“ im Menschen - gilt es zu entfalten, indem der erlöste Mensch seinen wiedergeborenen Geist auf immer höhere Ebenen erhebt. Ähnliche Vorstellungen der Gnostiker des 2. und 3. Jahrhunderts wurden von der frühen christlichen Gemeinde erfolgreich als Irrlehre abgewehrt, weil die Bibel immer deutlich macht, dass zwischen Schöpfer und Geschöpf, selbst zwischen dem erlösten Menschen und Gott noch immer eine große Distanz besteht. Gott in seiner Heiligkeit und Reinheit steht ewiglich weit über allen Menschen.

Das gesprochene Wort hat nach der Wort-des-Glaubens-Lehre Kraft. Daher ist es für die Anhänger dieser Lehre so wichtig, Gottes Wort kontinuierlich zu bekennen. Das gesprochene Wort mit seiner schöpferischen Kraft bringt neue Realitäten hervor. Ein Slogan der Bewegung lautet confession is possession – bekennen heißt besitzen. Doch diese Wort-des-Glaubens-Formel ersetzt Gebet durch Bekennen. Letztlich wird das gesprochene Wort Gottes – nicht Christus! – zum Mittelpunkt erhoben; erst die Proklamation des Wortes verleiht geistlichen Gesetzen Wirksamkeit und verändert die Lebenswirklichkeit. Der vermeintlich vollmächtige Christ, der seinen Geist „entwickelt“ hat und die geistlichen Gesetze „kennt“ und sie „richtig anwendet“, lebt nicht mehr aus Gottes Gnade, sondern durch die eigene Leistung - hier: Proklamationsleistung.

Der Akzent der Wort-des-Glaubenslehre liegt auf Erfolg, Wohlstand, Gesundheit und Stärke. Alle widrigen Umstände, die einen Menschen unterjochen, werden einem Mangel an Glauben, an Bekennen des Wortes oder einer verborgenen Sünde zugeschrieben. Durch Glauben und Bekennen (Proklamation) von Gottes Wort (insbesondere des rhema) werden alle diese Widrigkeiten des menschlichen Lebens überwunden. Diese Sieges- und Wohlstandstheologie, die den Menschen in den Mittelpunkt allen Handelns stellt, lässt sich aus dem Neuen Testament nicht ableiten, ohne die Schrift zu verdrehen.

Viele pfingstlich-charismatische Christen haben mittlerweile die unbiblischen Lehren „Ich bin Geist“, „Ich bin ein Gott“ resp. „Ich bin ein Gott-Mensch“ zu leichtgläubig und vor allem ungeprüft von der Wort-des-Glaubens-Bewegung übernommen. Dass ähnliche Irrlehren durch die christlichen Gnostiker in den ersten Jahrhunderten vertreten wurden, ist bereits erwähnt worden. Seit Jahrzehnten erleben diese und ähnliche gnostischen Lehren in der New-Age-Bewegung eine Renaissance. Der New Age Autor Eckhart Tolle, der für die Einheit aller Religionen eintritt, lehrt: „Christus ist Ihre göttliche Essenz oder Ihr Selbst, wie es im Osten manchmal genannt wird. Der einzige Unterschied zwischen Christus und Gegenwart ist, dass ›Christus‹ sich auf Ihre innewohnende Göttlichkeit bezieht, ob Sie sich dessen bewusst sind oder nicht, während unter ›Gegenwart‹ Ihre erwachte Göttlichkeit oder göttliche Essenz verstanden wird.“9 Die Ähnlichkeit der New Age Lehre über die „erwachte Göttlichkeit oder göttliche Essenz“ im Menschen zur Wort-des-Glaubens-Theologie ist verblüffend.

Die Wort-des-Glaubens-Lehrer zitieren das Jesu-Wort aus Johannes 10,34: „Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: ›Ich habe gesagt: Ihr seid Götter‹?“, um ihre Lehre der „Göttlichkeit“ des Menschen zu untermauern. Kann man aber aus Johannes 10,34 die Lehre ableiten, Christen seien Gott-Menschen? Die sorgfältige Auslegung der angeführten Schriftstelle wird eindeutig beweisen, dass diese Lehre völlig irreführend ist. Als Jesus Psalm 82,6 zitierte, wusste er genau, wie das Wort elohim für Götter im Hebräischen verwendet wird. Dieses alttestamentliche, hebräische Wort elohim hat eine vierfache Bedeutung:

(1) Gott: der hebräische Begriff für Gott, den Schöpfer.
(2) Götter oder Götzen: In den Zehn Geboten wird für die heidnischen Götter oder Götzen das Wort elohim verwendet: „Du sollst keine anderen Götter (elohim) haben neben mir“ (2Mose 20,3).
(3) Engel: Das rabbinische Judentum setzte den Begriff elohim mit Engeln gleich, was die Züricher Übersetzung in Psalm 8,6 berücksichtigt: „Du (Jahwe) hast ihn (den Menschen) wenig niedriger gemacht als die Engel (elohim), mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ (Luther übersetzt elohim in Psalm 8,6 mit Gott.)
(4) Menschen mit göttlicher Autorität: „… und er (Aaron) soll dein Mund sein und du (Mose) sollst für ihn Gott (elohim) sein“ (2Mose 4,16). Damit bringt Gott Aaron gegenüber zum Ausdruck, dass Mose der von Gott eingesetzte Leiter, also ein Mann von göttlicher Autorität, ist.

Die ungerechten Richter aus Psalm 82 sind folglich der Kategorie (4) zuzuordnen. „Ich sage zwar: Ihr seid Götter, Söhne des Höchsten, doch wie ein Mensch werdet ihr alle sterben, wie einer der Obersten werdet ihr fallen“ (Psalm 82,6-7). Gott wollte den Richtern ins Gewissen reden, damit sie sich besinnen; sie sind zwar elohim (V. 6) - also von Gott beauftragt und bevollmächtigt -, aber gleichfalls sollen sie sich bewusst machen, dass sie lediglich sterbliche Menschen (V. 7) sind! Mit anderen Worten, Gott zeigte den Richtern die hohe Verantwortung ihrer Vollmacht auf und erinnerte sie sogleich an ihre Vergänglichkeit. Der auf einer falschen Auslegung beruhende Irrtum der Wort-des-Glaubens-Bewegung ist, dass sie den Sinn der Bibelstelle geradezu auf den Kopf stellt. Durch eine falsche Auslegung einer Schriftstelle werden die alttestamentlichen Richter und letztlich alle Gläubigen auf eine geistliche Ebene erhoben, die sie zu Gott-Menschen (elohim) macht. Diese falsche Auslegung prägt eine ganze Bewegung und leistet einem elitären Denken Vorschub.

Ferner versäumten die Wort-des-Glaubens-Lehrer bei ihrer Auslegung, den Zusammenhang des Jesu-Wortes zu beachten, Jesus zitierte den 82. Psalm in seiner Auseinandersetzung mit den Juden über seine eigene Gottessohnschaft. Jesus verteidigte seinen eigenen Anspruch, Gottes Sohn und folglich Gott zu sein, und Jesus bewies den Pharisäern von der Schrift her, dass er elohim, Gott, der Sohn des Höchsten ist. Jesu Botschaft war: „Wenn schon die Richter im AT, die nur fehlbare, sterbliche Menschen waren, als elohim (Götter; Psalm 82,6) bezeichnet werden, warum glaubt ihr mir nicht, der ich in Wahrheit elohim (Gott), der Sohn des Höchsten Gottes, bin.“ Jesu hatte nie im Sinn, seine Nachfolger zu Göttern (elohim) zu machen.

Lukas hat in seiner Apostelgeschichte eine Reihe von Geschichten aufgenommen, um die weit verbreitete Lehre der Vergöttlichung des Menschen in der damaligen Welt zu entkräften. Lukas berichtet in Apostelgeschichte 12 von solch einer Vergöttlichung eines Menschen. Herodes Agrippa ließ sich als Gott verehren und bezahlte dies mit seinem Leben (Apg 12,21-23). Auf Malta sagten die Menschen von Paulus, als er von einer Giftschlange gebissen wurde und keine körperlichen Symptome einer Vergiftung aufwies, dass er ein Gott sei (Apg 28,6), und als Paulus den Gelähmten in Lystra heilte, wollten die Menschen ihn zum Gott machen (Apg 14,11). Lukas berichtet, wie Paulus es ablehnte, sich zu einem Gott oder Gott-Menschen machen zu lassen. Die Volksmenge und die Priester des Zeustempels wollten ihn und Barnabas als Götter verehren. Paulus entgegnete ihnen jedoch: „Männer, was tut ihr dies? Auch wir sind Menschen von gleichen Empfindungen wie ihr“ (Apg 14,15). Weiter berichtet Lukas, dass es Paulus und Barnabas etliche Mühe kostete, die aufgewühlte Menge zu beruhigen: „Und als sie dies sagten, beruhigten sie mit Mühe die Volksmengen, dass sie ihnen nicht opferten“ (Apg 14,18).

Lukas erwähnt diese Begebenheiten – der Tod des Agrippa, der sich zu Gott machen wollte, die Ablehnung von Paulus und Barnabas, sich von anderen zu Göttern machen zu lassen –, weil er unterstreichen wollte, dass kein Mensch ein Gott-Mensch ist oder jemals ein kleiner Gott sein wird! Mit den Worten des Paulus: „Wir sind Menschen von gleichen Empfindungen wie ihr“ (Apg 14,15). Paulus war sich gewiss, dass er als erlöster und wiedergeborener Mensch nur „ein irdenes Gefäß“ (2Kor 4,7) war und bis zur Verherrlichung und Enderlösung des Leibes mit seiner gefallenen, fleischlichen Natur zu kämpfen hatte. Auch die Briefe des Paulus deuten an keiner Stelle an, dass der Heidenapostel sich am Ende seines Lebens zu einem mächtigen Geistwesen (Ich bin Geist, Ich bin ein Gott-Mensch, ich bin ein kleiner Gott) entwickelt hatte. Im Gegenteil: Paulus rühmte sich seiner Schwachheiten. Er wusste, dass er nichts, aber Gott alles war. In seinem Leben zeigte sich die Demut Jesu Christi. Der elitäre und triumphalistische Geist der Vertreter der Wort-des-Glaubens-Lehre steht hierzu in krassem Widerspruch.

Welche Auswirkungen die Lehren des Wohlstandsevangeliums auf das persönliche Leben haben können, zeigt sich in folgendem Zeugnis eines ehemaligen Anhängers von Joyce Meyer. Melvin Jones war viele Jahre lang ein glühender Anhänger von Joyce Meyer. Jedes Wort, das er aus ihrem Munde hörte, war „die Wahrheit“ für ihn. Erst später wurde ihm klar, dass sich Halbwahrheiten und Irrlehren (z. B. Jesus starb geistlich) hinter den wohlklingenden Lehren von Joyce Meyer verbargen. Melvin Jones schreibt über Joyce Meyer: „Ich hing an jedem Wort, das aus ihrem Mund hervorging, als wäre es das direkte Wort Gottes an mich. Keine ihrer Fernsehsendungen verpasste ich, und ich schaute mir ihre Sendungen im Internet an. Ich versäumte keine der Konferenzen von ihr in meiner Gegend… Sie lehrte, dass es ein Zeichen von Hingabe an Gott sei, wenn man Urlaub nehmen und zu ihren Veranstaltungen fahren würde. So beantragte ich Urlaub und fuhr drei Stunden nach Tulsa, um sie predigen zu hören…“10

Neben Hunderten von Dollar, die Jones an Joyce Meyer für ihren Dienst überwies, spendete er auf den Veranstaltungen oftmals 100 Dollar, weil Meyer wie alle Vertreter dieser charismatischen Richtung lehrte, dass nur der finanziell gesegnet werde, der auch reichlich geben würde. Im Glauben sollte man sich auf Lukas 6,38 stellen und Gottes „rhema“ solange proklamieren, bis sich der erwünsche Erfolg einstellt: „Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß…“ Sollte sich der Erfolg nicht einstellen, hilft nur noch das Gebieten, um die finsteren Mächte in die Schranken zu weisen, die den Segen Gottes „verhindern.“ Jones erkannte, wie unbiblisch seine Proklamationen waren: „… wir gebieten allen Mächten der Finsternis, wir gebieten aller Armut und allem Mangel, usw. Das ist KEIN Gebet an Gott! Hier redet man mit dem Teufel, als sei man selbst Gott…“11

Jones war mit der Wort-des-Glaubens-Lehre aufgewachsen und sagte rückblickend, dass er Gott oft dafür gedankt hatte, dass er „die Wahrheit“ kannte, während vielen anderen Christen diese „tiefere Erkenntnis“ verborgen geblieben war. In seiner Jugend las er das Buch von Kenneth Copeland „The Laws of Prosperity“ (Die Gesetze des Wohlstands), und er entschloss sich, diese „Gesetze“ anzuwenden, denn es waren schließlich „Gottes Gesetze.“ Erst nach dreißig Jahren wandte er sich von der Wort-des-Glaubens-Lehre ab und musste eingestehen, dass diese geistlichen „Gesetze“ in seinem Leben nie funktioniert hatten. Ständig plagte ihn ein Selbstzweifel, weil er der Überzeugung war, dass er noch nicht genug Glaube hatte.

Jones erinnert sich: „Ich unterstützte ihren [Joyce Meyers] Dienst mit allem, was ich hatte… Aber je mehr ich ihr gab, um so ärmer wurde ich (das ist die Geschichte meines Lebens)! Erst als ich kurz davor stand, mein Haus zu verlieren, begann der Herr zu wirken… Ich konnte es nicht verstehen. Ich hatte so viel Geld für ihren (Gottes?) Dienst gegeben; mit meinem Geld wurde ihr Missionszentrum mit dem Mobiliar finanziert. Sie warb um Spenden und versprach, dass jeder der 100 Dollar gibt, zum ‚Besitzer’ von 1 Quadratmeter Land werden würde. (Ich spendete 300 Dollar und wurde so zum ‚Besitzer’ von 3 Quadratmeter Land). Hatte Gott das vergessen???... Dann kam der Tag, an dem ich Joyce Meyer im Fernsehen sah, und es schien so, als ob mir im wahrsten Sinne des Wortes die Schuppen von den Augen fielen! Am Ende der Sendung wurde für ihre Bücher geworben, die man für eine ‚Spende’ von einer bestimmten Summe erhalten könne… und ich hörte die Person sagen: ‚Joyce predigt Gottes Wort wie keine andere.’ Gott selbst sprach in diesem Moment in einer stillen Stimme zu mir und sagte mir: ‚Hier geht es nicht mehr um Gott, es geht nur noch um JOYCE!’ ‚Joyce’ hier und ‚Joyce’ da, und die Dollarzeichen auf dem Bildschirm erschienen um so größer…“12 Dies war der Anfang einer inneren Abkehr von einer Bewegung, die Melvin Jones dreißig Jahre lang in ihren Irr- und Sonderlehren gefangen hielt. Jones gab keine weiteren Spenden an Joyce Meyer und erlebte Gottes Fürsorge, der ihn vor dem Verlust seines Hauses bewahrte.

Finanzielle Verluste wie im Fall von Jones sind lediglich materieller Natur. Dass aber noch gravierendere Vorfälle in der Öffentlichkeit bekannt wurden, die sogar Leben und Gesundheit von Personen bedrohten, rief die britische Kommission ACUTE auf den Plan. ACUTE wurde bereits oben erwähnt. Aufgrund der Beratungen von ACUTE und nach einstimmiger Abstimmung sah sich die Evangelische Allianz Großbritanniens im Jahre 1996 gezwungen, den sehr bekannten Fernsehprediger und Wort-des-Glaubens-Lehrer Morris Cerullo wegen seiner unlauteren Spendenaufrufe aus der Allianz auszuschließen. Cerullos manipulative Spendenaufrufe, welche den Segen Gottes - eine erwünschte Heilung, ein besserer Job oder finanzielle Segnungen - direkt von der Höhe eines gespendeten Betrages abhängig machen, sind Bestandteil der Lehre des Wohlstandsevangeliums und in dieser Bewegung an der Tagesordnung. Morris Cerullo war bereits Anfang der 1990er Jahre in Großbritannien aufgefallen. Der umstrittene, aus Kalifornien stammende charismatische Heilungsevangelist entdeckte in jener Zeit Großbritannien als neues Wirkungsfeld. Sein Aufsehen erregendes Auftreten und sein Anspruch, Gott wirke mächtige Wunder durch ihn, ließ die Nation aufhorchen.

Cerullo legte mehr als Joyce Meyer besonderes Gewicht auf übernatürliche Heilungen. Das britische Fernsehen war auf Cerullo aufmerksam geworden und bat ihn darum, die „drei besten“ Wunder in einem Dokumentarfilm der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es dauerte einige Wochen, bis Cerullo die „neun besten Heilungen“ präsentierte; allerdings gewährten lediglich sechs Personen Einblick in die ärztlichen Unterlagen, und so verblieben dem Doku-Kanal Heart of the Matter (HOTM) lediglich noch die „sechs besten“ aus angeblich Hunderten oder gar Tausenden Heilungswundern. Doch die Recherchen des Doku-Kanals Heart of the Matter (HOTM) und anderer britischer Tageszeitungen fielen enttäuschend aus. Die Reporter kamen zu dem Schluss, dass die Vorstellung von übernatürlichen, göttlichen Wundern in den Bereich der Phantasterei gehört und Cerullos Aussagen als nicht vertrauenswürdig oder unwahr zu betrachten sind. Selbst Dr. med. Soole, einer der ärztlichen Berater in Cerullos Evangelisationsteam, musste einräumen, dass keine „unwiderlegbaren Beweise für Wunderheilungen“ vorliegen. Morris Cerullo sowie seine Anhänger ignorierten jedoch hartnäckig die Tatsachen. Diese „verbissene Hartnäckigkeit, darauf zu bestehen, dass sich Wunder ereignet haben trotz der praktischen und medizinischen Beweise, die dies widerlegten, ist eine der bedenklichsten Merkmale des angeblichen Heilungsdienstes von Morris Cerullo“13 – nicht untypisch für viele andere pfingstlich-charismatische „Heilungsdienste“.

Die unbiblischen und zugleich verantwortungslosen Lehrer des Wohlstandsevangeliums trichtern ihren leichtgläubigen Nachfolgern ein, dass man niemals sagen dürfe, man sei krank, denn dann würde man nie gesund werden. Stattdessen müsse man seine Heilung solange „im Glauben“ proklamieren, bis sie Realität wird. Nicht selten setzen Anhänger dieser Bewegung ihre Medikamente ohne oder gegen ärztlichen Rat ab und „beanspruchen im Glauben“ ihre Heilung. Während viele Fälle relativ glimpflich verlaufen, erregte der Todesfall der 25-jährigen Audrey Reynolds großes Aufsehen in der britischen Presse. Sie besuchte die Heilungsveranstaltungen von Morris Cerullo und glaubte, geheilt worden zu sein. Sie setzte alle Medikamente gegen ihre Epilepsie ab. Sechs Tage nach ihrer „Heilung“ bekam sie einen epileptischen Anfall in der Badewanne und ertrank!

Joyce Meyer vertritt die Lehren der Wort-des-Glaubens-Bewegung und propagiert das Wohlstandsevangelium in ihren Predigten und Büchern. Ihr Lebensstil veranschaulicht, was es heißt, in „göttlichem Wohlstand“ zu leben. Meyer verfügt über eine 2 Millionen US-Dollar teure Villa, einen Privatjet für 10 Millionen US-Dollar und diverse exklusive Luxusautos – das alles bezeichnet sie als „Segen vom Herrn“. Ihre Bücher und Predigten haben vorzugsweise die Themen innere Heilung, positive Lebensveränderung und natürlich Wohlstand und Gottes Segen in allen Bereichen des menschlichen Lebens zum Inhalt. Ihr Wohlstandsevangelium will in erster Linie Wege aufzeigen, das eigene Wohlergehen zu fördern und zu Wohlstand und Gesundheit zu gelangen.

Der amerikanische Finanzausschuss des Senats leitete 2007 eine Untersuchung gegen Joyce Meyer sowie weitere fünf Fernsehevangelisten ein - alle Vertreter der Wort-des-Glaubens-Bewegung. Unter anderem wollte der Ausschuss genaue Angaben zu sehr teuren Anschaffungen für die Missionszentrale von Meyer. Eine 23.000 US-Dollar teure Kommode zählte ebenso wie ein 30.000 US-Dollar teurer Konferenztisch und eine französische Uhr im Wert von 11.219 US-Dollar zu dem exklusiven Inventar, das aus gemeinnützigen Spendengeldern finanziert wurde. Ferner sollen 400.000 US-Dollar respektive 725.000 US-Dollar Spendengelder für zwei Luxusvillen für Tochter und Sohn von Meyer geflossen sein. Auch die laufenden Unterhaltskosten sowie die Grundsteuer für diese Luxusvillen sollen Spendengeldern entnommen worden sein.14 Joyce Meyer war bereit, mit dem Ausschuss zu kooperieren und alle gewünschten Informationen offen darzulegen. Dies mag man als positiv werten. Ihr luxuriöser Lebensstil und die maßlose Verschwendung von Spendengeldern für derart teure Einrichtungsgegenstände (sowie die noch ungeklärte Zweckentfremdung von Spendengeldern) bleiben dennoch in höchstem Maße zweifelhaft.

Der Charismatiker D. R. McConnell hat in seinem bereits im Jahre 1988 erschienen Buch A Different Gospel (deutsche Ausgabe: Ein Anderes Evangelium; Verlag C.M. Fliß, derzeit vergriffen) die Irr- und Sonderlehren der Wort-des-Glaubens-Bewegung eindrücklich untersucht. In der dritten Auflage vom Dezember 2004 schreibt er in seinem Nachwort: „Es geht um Lehre, tödliche Lehre, Lehre, die Hunderten von Menschen das Leben gekostet hat und tausendfältig den Glauben und Gemeinden zerstört hat. Jemand wird Rechenschaft für all dies ablegen müssen. Einige von uns haben eine lange Zeit darauf gewartet, dass die Hauptfiguren unter den Leitern der Glaubensbewegung ihren Kritikern selbst Antworten geben. Wir warten noch immer darauf.“15

Jesus rief seine Jünger nicht dazu auf, ihr Leben zu genießen. Er forderte von ihnen, ihr Leben zu verlieren und auf Gottes Altar zu opfern (Mt 16,25; Röm 12,1). Doch von Kreuzesnachfolge und Selbstverleugnung will der selbstsüchtige Mensch der Endzeit (siehe 2Tim 3,2) nichts mehr wissen. Joyce Meyer und Morris Cerullo sind nur zwei von unzähligen Verkündigern eines „Evangeliums“, das den Menschen und sein Wohlergehen in den Mittelpunkt stellt. Dass diese Art von Evangelium, das Wohlstandsevangelium, so populär geworden ist, lässt sich alleine dadurch erklären, dass unzählige Christen in eine Selbsttäuschung verfallen sind.

Über den Hang des Menschen zur Selbsttäuschung schrieb A. W. Tozer bereits vor Jahrzehnten: „Das gefallene Herz des Menschen ist von Natur aus götzendienerisch. Wir schrecken scheinbar vor nichts zurück, um unsere Götzen zu retten, während wir uns gleichzeitig einreden, dass wir Christus alleine vertrauen. Ein entschiedenes Handeln ist angesagt, um uns von unseren verborgenen Götzen zu befreien… Wie können wir von Selbsttäuschung bewahrt bleiben? Die Antwort hört sich altmodisch und simpel an. Aber sie lautet: Du meinst, was Du sagst, und sage niemals etwas, das Du nicht so meinst, weder zu Gott noch zu Menschen. Habe aufrichtige Gedanken und handle stets ehrlich, was auch immer die Konsequenzen sein mögen. Wenn Du das tust, wird das Kreuz in Deinem Leben aufgerichtet und Du wirst Dich selbst in den Tod geben…“16

Das wahre Evangelium hat weder den Menschen noch seine Bedürfnisse zum Mittelpunkt; es hat Gott und seine Herrlichkeit zu Mittelpunkt. Vielleicht weiß der Schöpfer unserer Seelen besser, was seinen Geschöpfen eine Wohltat ist. Gottes Wegen zu folgen, versetzt uns in den Stand als Heilige und Geliebte Gottes, die in den Augen unseres Schöpfers unserem Wohl dient. Diesen himmlischen, heiligen und demütigen Wohl-Stand sollten wir alle anstreben. Vom falschen Wohlstands-Evangelium hingegen sollten wir uns nicht verführen lassen.


Anmerkungen

1 zum Beispiel auf Bibelserver.com bei der Schlagwortsuche genießen in der Rev. Elberfelder Bibel.
2 bw Family TV, Bibel TV, Tele 5, Schweiz 5, Star TV, rheinmaintv, Das Vierte.
3 URL:

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4 Ebd.
5 The 25 Most Influential Evangelicals in America. TIME Magazin, 7. Februar 2005.
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6 URL:

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7 Andrew Perriman (Hrsg.), Faith, Health & Prosperity – A Report on “Word of Faith” and “Positive Confession” Theologies by The Evangelical Alliance (UK) Commission on Unity and Truth among Evangelicals, Paternoster Press, Carlisle, Cumbria/UK, 2003, S.VII-VIII.
8 Bill Smith, Meyer’s ministry withdraws program from Channel 24. St. Louis Post-Dispatch, 2. Januar 2004.
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9 Eckhart Tolle, A New Earth – Awakening Your Life’s Purpose, Penguin Group, 2005, S. 104.
10 Melvin Jones, Get out before they suck you dry! 5. Februar 2008.
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11 Ebd.
12 Ebd.
13 Roland Howard, Charismania, Mowbray, London, 1997, S.66.
14 Miriam Franklin, Joyce Meyer, her ministry, her motives, her materialism. Artikel im Internet:
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15 D.R. McConnell, A Different Gospel, Hendrickson Publishers, Massachusetts, USA, 2004, S. 213.
16 A. W. Tozer, Man: The Dwelling Place of God, Christian Publicatio
ns, Camp Hill, Pennsylvania, S.97,99.


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Hat uns die Bibel ein genussvolles Leben verheißen?





Als Saulus zum Pauls wurde, erklärte eine göttliche Stimme: „Ich will dir zeigen, wie er nun sein Leben viel besser genießen kann!“ Steht das tatsächlich so geschrieben? Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden muß um meines Namens willen, sagt Gott zu Hananias (Apg. 9,16). Also ziemlich das Gegenteil von dem, was manch einer heute unter Christentum versteht.

Das Neue Testament durchzieht der Grundtenor des Leids und gerade das schmeckt der alten Natur nicht, die gerne ihr Fleisch pflegen und genießen möchte.

So ermahnten Paulus und Barnabas die Jünger, im Glauben zu bleiben, und sagten, daß wir durch viel Trübsal müssen in das Reich Gottes eingehen (Apg. 14,22).

An die Thessalonicher schreibt Paulus besorgt: daß niemand wankend werde in diesen Bedrängnissen (Griech. thlipsis, also Trübsal, Anm.). - Denn ihr selbst wißt, daß wir dazu bestimmt sind; denn auch als wir bei euch waren, sagten wir euch vorher, daß wir bedrängt sein würden, wie es auch geschehen ist und ihr wißt (1. Thess. 3,3-4).

Seinen treuesten Jünger Timotheus erinnert der Völkerapostel, und alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden (2. Tim. 3,12).

Auch das klingt nicht nach einem Leben in vollen Zügen und überfließendem Reichtum, wie es uns oft heute vorgegaukelt wird.

Wir haben sogar einen ganzen Brief, der sich mit dem Thema Leid befasst, nämlich den 1. Petrusbrief.

Petrus erklärt, wie durch die Anfechtungen und Traurigkeiten der Glaube vertieft und geläutert wird (1. Petr. 1,6-7). Also so ziemlich das Gegenteil von einer Spaßgesellschaft und einem Christentum, das die Nachfolge ebenfalls mit Genuss und Spaß verwechselt hat. Christus wird den Gläubigen in Kleinasien als Vorbild in dem, was er gelitten hat, vorgestellt, dass wir nun seinen Fußstapfen nachfolgen sollen (1. Petr. 2,21).

Der Hebräerbrief erwähnt sogar von unserem Herrn: So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt (Kap. 5,8). Wenn das für den Sohn Gottes galt, wie viel mehr dann für uns. Der Knecht ist bekanntlich nicht größer als sein Herr.

So heißt es weiter bei Petrus: Weil nun Christus im Fleisch gelitten hat, so wappnet euch auch mit demselben Sinn; denn wer im Fleisch gelitten hat, der hat aufgehört mit der Sünde, daß er hinfort die noch übrige Zeit im Fleisch nicht den Begierden der Menschen, sondern dem Willen Gottes lebe (Kap. 4,1-2).

Leid und nicht Genuss oder materielle Segnungen sind das durchgängige Thema in den Briefen der Apostel. Paulus erklärt sogar: Denn euch ist es gegeben um Christi willen, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden (Phil. 1,29).

Ähnlich ermahnt Petrus in besagtem Brief, ihr Lieben, laßt euch durch die Hitze nicht befremden, die euch widerfährt zu eurer Versuchung, als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freut euch, daß ihr mit Christus leidet, damit ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mögt (Kap. 4,12-13).

Wird so etwas noch in unserer westlichen Wohlstands- und Wohlfühlgesellschaft verkündigt wo man Nachfolge inzwischen „feiert“? Müsste man heute solche Sätze nicht einfach streichen? Haben wir inzwischen nicht ein Wellness-Evangelium kreiert, das der Seele und dem alten Adam schmeichelt?

Den Korinthern, die ebenfalls in der Gefahr standen, zu herrschen, „Dominion“ auszuüben, schreibt Paulus ungeschminkt ins Stammbuch: Ihr seid schon satt geworden? Ihr seid schon reich geworden? Ihr herrscht ohne uns? Ja, wollte Gott, ihr würdet schon herrschen, damit auch wir mit euch herrschen könnten! Denn ich denke, Gott hat uns Apostel als die Allergeringsten hingestellt, wie zum Tode Verurteilte. Denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt und den Engeln und den Menschen. Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet. Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße und werden geschlagen und haben keine feste Bleibe und mühen uns ab mit unsrer Hände Arbeit. Man schmäht uns, so segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wir's, man verlästert uns, so reden wir freundlich. Wir sind geworden wie der Abschaum der Menschheit, jedermanns Kehricht, bis heute (1. Kor. 4,8-13).

Klingt das nach Genuss, Erfolg, Wohlstand, Wellness usw.? Es ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was uns heute von „Erfolgsevangelisten“ vorgegaukelt wird.

Damit dies nicht als eine Leidensdeklaration missverstanden wird, soll erwähnt werden, wie Gott möchte, dass wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit (1 Tim. 2,2). Im selben Timotheusbrief heißt es: Den Reichen in dieser Welt gebiete, daß sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen (1 Tim. 6,17).

Wir sind dankbar für allen Frieden und auch Wohlstand, den die Gnade Gottes uns nun in diesem Teil der Welt erstaunlich lange geschenkt hat. Doch daraus ein Evangelium abzuleiten, widerspricht dem Geist des Neuen Testaments, milde gesagt. Auch verheißt uns der Herr ein erfülltes Leben (Joh. 10,10), weil vor allem die Schuld- und Sinnfrage für den Christen geklärt ist. In diesem Gehorsam gegenüber Gott darf der Jünger Jesu auch um Freude, sogar vollkommener Freude wissen (1. Joh. 1,4). Doch spielt sich dies in erster Linie auf geistlicher und nicht unbedingt materieller Ebene ab.

Als Paulus seinen von „Freude diktierten“ Brief an die Philipper schreibt und die Gläubigen ermahnt, „sich allezeit zu freuen“ (Kap. 4,4), sitzt er selber als ein Gebundener im Gefängnis.

In seiner Auseinandersetzung mit ebenso vollmundigen wie „vollmächtigen“ triumphalistischen Verkündigern, die Paulus ironisch Superapostel nennt, rühmt er sich seiner Schwachheit, besonders auch deswegen, weil diese ruhmredigen Irrlehrer sich bevorzugt auf ihre großen Kraft und Vollmacht beriefen (2. Kor. 12,9). Auch vermittelten sie den Eindruck, erst durch sie sei erst richtig die damalige Welt mit einem „vollmächtigen“ oder „vollen“ Evangelium erreicht worden (2. Kor. 10,12-16). Diesen falschen Arbeitern, wie Paulus sie auch nennt, hält er nun die Fülle seiner Leiden entgegen (2. Kor. 11,22-33) und belegt so, dass er ein Apostel ist.

Wird so etwas heute noch verkündigt, gerade auch im christlichen Fernsehen? Residierten die Apostel in schönen Häusern und diktierten von dort ihre Briefe? Die tiefsten Einblicke in das Geheimnis der Gnadenzeit, nämlich die Briefe an die Epheser und Kolosser, schriebt Paulus im Gefängnis. In seiner Abschiedsrede in Milet erklärt der Apostel: nur daß der heilige Geist in allen Städten mir bezeugt, daß Fesseln und Bedrängnisse auf mich warten (Apg. 20,23). Klingt ebenfalls nicht nach besonders genussvollen Ereignissen.

Gefängnis, Leid, Schläge, Verachtung, Armut, Verfolgung, Verspottung, Geißelung, Todesgefahr, Trübsal usw., tatsächlich, ein sehr „genussvolles“ Leben. Selbst als Paulus fleht, wenigstens physisch ein normales Leben führen zu dürfen und ohne diese Behinderung bzw. diesen Pfahl im Fleisch existieren zu können, wird ihm dieses Bitte nicht erfüllt. Sollte man nicht mindestens da versuchen, durch „positives Denken“ oder Visualisierungen dem entgegenzusteuern?

Dieser Mann Gottes konnte noch von sich sagen: als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben (2. Kor. 6,10). Es ist zu befürchten, dass von etlichen unserer „Erfolgsprediger“ man leider buchstäblich konstatieren muss: „Die wir reich sind und viele arm machen“.

Dieses ganze Wohlstandsevangelium ist eine Erfüllung von 2. Tim. 4,3, wo es heißt, dass die Menschen der letzten Tage Lehrer hofieren werden, die das erzählen, wonach die Ohren jucken. Und wer möchte nicht gerne hören, wie Gott ihn, groß, reich, gesund, bedeutend usw. machen möchte. Es war die Botschaft der Freunde Hiobs, die nicht begreifen konnten, dass Hiob in all diesem Elend war, weil er sich im Willen Gottes befand.

Es ist die Botschaft für eine hedonistische Generation, wie es Paulus ankündigt, dass die sogenannten „Frommen“ der letzten Tage nicht nur sich selber (2. Tim. 3,2), sondern auch das Vergnügen lieben werden (Vers 4), wie philhedonos wörtlich übersetzt lautet.

Wolfhard Margies, der ebenso wie Joyce Meyer diese „Dominiontheologie“ vertritt, versteigt sich sogar zu der Behauptung, dass verfolgte Christen deshalb so leiden mussten, weil sie falsch glaubten. Sie (die Christen in der ehemaligen SU) "... haben durch ihre unbiblischen, dem Willen Jesu zuwider laufenden Leidensprioritäten die Obrigkeit indirekt in die jahrhundertelangen antigöttlichen Herrschaftsformen getrieben. Mit ihrem verkehrten Verständnis haben sie dann schließlich das geerntet, was sie gesät haben." (W. Margies, Das Kreuz der Gesegneten, Berlin 1990).

Hat dann Jesus auch eine falschen Glauben angeboten? Der Gemeinde zu Smyrna verkündigt der erhöhte Herr: Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben (Offb. 2,10).

Das ist das pure Gegenteil von dem heutigen Triumphalismus eines Wohlstandesevangeliums.

Es ist ungeheuerlich, was heute alles in der Christenheit geduldet wird und propagiert werden darf. Diese westliche Generation hat aus ihrer Anpassung an den Zeitgeist, ihrem Hedonismus, Gesundheitswahn, ihrer Spaßorientierung, fleischlichen Genusssucht und Selbstliebe buchstäblich ein Evangelium gemacht.

So charakterisiert vielleicht am besten den geistlichen Zustand dieser Prediger und Anhänger des Wohlpfühls- und Erfolgsevangeliums die Aussage Jesu Christi an eine wohlhabende und erfolgsverwöhnte Gemeinde, nämlich Laodizea: Du sprichst: Ich bin reich und habe genug und brauche nichts! und weißt nicht, daß du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß (Offb. 3,17).



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