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Muslimfreundliche“ Bibelübertragungen verfälschen Zeugnis


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Rolf

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„Muslimfreundliche“ Bibelübertragungen verfälschen das Zeugnis von Jesus Christus als dem Sohn Gottes






17.04.2012

In den letzten Monaten gab es immer mehr Nachrichten über „muslimfreundliche“ Bibelübersetzungen in asiatischen und afrikanischen Sprachen, die das biblische Zeugnis über Gott, den Vater, und über Jesus Christus als den Sohn Gottes verfälschen durch „angepaßte Formulierungen“, die bei den muslimischen Lesern „Mißverständnisse vermeiden“ sollen. Die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ kommen in bezug auf Gott und Christus in dieser Klarheit gar nicht mehr vor, sondern werden durch verhüllende, vielseitig deutbare Formulierungen ersetzt, die z.B. „der Geliebte“ oder „der, den Gott gesandt hat“ oder auch „der geistliche Sohn, der von Gott kommt“ bedeuten. In gewissen Übersetzungen wurden die Begriffe einfach weggelassen oder durch die islamisch akzeptable Formulierung „der Messias Jesus“ oder „der Prophet“ ersetzt.

Die Ablehnung der Gottessohnschaft Jesu Christi durch den Islam

Der Anlaß für solche „Anpassungen“ ist die Tatsache, daß Moslems sich besonders vehement gegen das biblische Zeugnis wehren, daß der Gott der Bibel der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist und daß Jesus Christus der Sohn Gottes und damit selbst Gott ist. Für einen strenggläubigen Moslem sind Bibeln, die diese Wahrheit klar bezeugen, unakzeptabel. Das Bekenntnis, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist, bedeutet für sie, „shirk“, die unvergebbare Sünde zu begehen.

Das war früher für die treuen Boten des Evangeliums kein Grund, von den heiligen Worten Gottes, die dies bezeugen, abzuweichen. Die Ablehnung der Moslems hat ihren Grund darin, daß der Islam eine antichristliche Religion ist, die das biblische Zeugnis von Jesus Christus bewußt verwirft.


Ich habe euch nicht geschrieben, als ob ihr die Wahrheit nicht kennen würdet, sondern weil ihr sie kennt und weil keine Lüge aus der Wahrheit ist. Wer ist der Lügner, wenn nicht der, welcher leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht. Wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. (1Joh 2,21-23)

Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, der hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das Zeugnis geglaubt hat, das Gott von seinem Sohn abgelegt hat. Und darin besteht das Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. (1Joh 5,10-12)

Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Joh 3,35-36)

Die Ablehnung der grundlegenden biblischen Wahrheit, daß Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist und Jesus Christus der Sohn Gottes, hat seine Wurzeln in der Verfinsterung der Herzen, in der Feindschaft des Fleisches gegen Gott und dem Geisteseinfluß der Finsternis. Diese Feindschaft kommt nicht aus „Mißverständnissen“ oder „unglücklichen Übersetzungen“. Sie kann auch nicht durch listige Veränderungen am Wortlaut der Bibel überwunden werden, sondern nur durch das überführende Wirken des Geistes Gottes (vgl. Mt 16,16-17). Wer diese Wahrheit nicht annimmt und damit auch mit dem islamischen Irrglauben bricht, der kann nicht errettet werden, denn die Gottessohnschaft Jesu Christi gehört zu den Grundpfeilern des biblischen Evangeliums.

Die neue Taktik der „kontextualisierten Mission“

Die opportunistische und des biblischen Glaubens unwürdige Taktik, das biblische Zeugnis der Wahrheit einfach zu verfälschen, damit Muslime leichter die Bibel lesen, kommt aus einer heute sehr einflußreichen Strömung unter den Evangelikalen, die das Evangelium und den christlichen Glauben verfälscht und im Grunde schon verlassen hat. Das neue Konzept einer „missionalen“ Missionsarbeit beinhaltet, wie wir in dem Artikel über Kontextualisierung und Insiderbewegungen gezeigt haben, eine unbiblische Anpassung der Evangeliumsbotschaft, der Lehre und der Gemeinde an die jeweilige heidnische Kultur und Religion.

Der heute von vielen Evangelikalen verfochtene Ansatz der „Kontextualisierung“ hat die Bibelkritik und die Relativierung der biblischen Offenbarungsbotschaft zur Grundlage (vgl. dazu die Meldung „Kontextualisierung“ und „Insiderbewegungen“: Untergrabung der biblischen Missionsarbeit). Das erlaubt diesen Leuten, bei anderen Religionen auch Elemente des „Wahren“ und „Guten“ zu sehen und Vorstellungen aus heidnischen Religionen in ihre Verkündigung mit hineinzunehmen. Diese „Kontextualisierung“ bedeutet die Abkehr vom biblischen Evangelium und die Förderung einer vermischten, pseudochristlichen Welteinheitsreligion. Das wurde schon vor einiger Zeit in dem „Dialog“ führender Evangelikaler mit islamischen Führern deutlich, in dem das Bekenntnis zur Gottessohnschaft Jesu Christi ebenfalls unterschlagen wurde (vgl. den Beitrag Führende Evangelikale verpflichten sich zum Dialog mit dem Islam).

In der Arbeit unter Muslimen gehen diese faschen „Missionare“ davon aus, daß die islamische Gottheit „Allah“ mit dem Gott der Bibel gleichzusetzen sei. Sie behaupten, die Muslime würden den Gott der Bibel anbeten und hätten nur noch einige „Mißverständnisse“ über ihn. Das ist aber im Licht der oben angeführten Aussagen der Bibel eine dreiste Verfälschung der Wahrheit. Der Gott der Bibel, der Vater, der Gott der Gnade und des Heils, ist ein völlig anderer als der „Allah“ des Islam. Eine solche Behauptung ist Verrat am Herrn Jesus Christus und an der biblischen Wahrheit.

Doch genau diese Verfälschung wird dadurch bekräftigt, daß in den „muslimfreundlichen“ Bibelübertragungen für „Gott“ der muslimische Begriff „Allah“ eingesetzt wird. Es mag zwar stimmen, daß „Allah“ teilweise als ein allgemeiner Begriff für „Gott“ in gewissen Sprachen üblich ist, doch müßte eine getreue Bibelübersetzung angesichts der Beschlagnahmung dieses Namens durch den Islam unbedingt einen anderen Begriff wählen (was viele Übersetzungen auch tun) um Mißverständnisse und Religionsvermischung zu vermeiden.

Die Verfälschung des biblischen Zeugnisses von Gott, dem Vater, und dem Sohn Gottes

Die nächste Stufe des Betrugs ist es dann, daß das biblische Zeugnis von dem wahren Gott, der der Vater unseres Herrn Jesus Christus ist, verfälscht wird, indem die einfachen wörtlichen Begriffe „Vater“ und „Sohn“, die das Wort Gottes dafür gebraucht, ausgetilgt und durch dehnbare, schwammige Ersatzformulierungen ersetzt werden.

Zur Begründung für dieses ungeheuerliche Vorgehen werden zahlreiche „wissenschaftliche“ (theologische und linguistische) Argumente angeführt. Es wird z.B. behauptet, im Arabischen würden die Begriffe „Vater“ und „Sohn“ sich lediglich auf biologische Zeugung beziehen, was so einfach nicht stimmt. Man müsse deshalb andere Begriffe wählen, um das auszudrücken, was die Bibel sagt. Dabei wird aber verschwiegen, daß die Bibel eben auch davon spricht, daß der Vater den Sohn „gezeugt“ hat - z.B. in Hebr 1,5, aber auch indirekt in dem Begriff mono-genes = einzig-gezeugter Sohn z.B. in Joh 1,18. Natürlich bedeutet das eine geistliche und keine normale biologisch-geschlechtliche Zeugung. Dennoch besagen die biblischen Begriffe von „Vater“ und „Sohn“ in bezug auf Gott mehr als nur, wie behauptet wird, eine „soziale Vaterschaft“ (im Sinne von Adoptivvater, Familienoberhaupt).

Die Bibel nimmt eben die biologische Vater-Sohn-Beziehung auf und gebraucht sie als Bild für eine geistliche Realität. Diese Wahrheiten können in jeder Sprache und Kultur nur geistlich verstanden werden und sind dem natürlichen Menschen überall ein Anstoß. Sie werden durch die „muslimfreundlichen“ Ersatzformulierungen überhaupt nicht wiedergegeben. Die Lehre von der Gottheit und der Gottessohnschaft des Herrn Jesus Christus wird damit verdunkelt, und man fördert aktiv die Irrlehren eines „Chrislam“.

Nun wurden diese Praktiken einer größeren Öffentlichkeit bekannt, und viele Gläubige sind zu Recht empört darüber. Als Antwort darauf liest man nun manche Rechtfertigungsversuche von betroffenen Organisationen und Missionswerken; dazu gehören u.a. auch die Wycliffe-Bibelübersetzer. Bezeichnenderweise verteidigen die Sprecher von Wycliffe International den Kern des Übels, nämlich die Abweichung von der einfachen wörtlichen Übersetzung von „Vater“ und „Sohn“ in bestimmten Sprachen. Sie distanzieren sich nur von den Fällen, in denen „Sohn Gottes“ durch „Messias“ ersetzt oder gar nicht übersetzt wurde. Sie befürworten stattdessen mehrdeutige, verschwommene Ersatzformulierungen wie „Gottes innig und einzigartig Geliebter“.

Der springende Punkt ist jedoch, daß solche jesuitischen Formeln immer noch nicht die Gottheit Jesu Christi klar bezeugen, wie es der Begriff „Sohn“ tut. Das wird in der Szene in Johannes 10 so deutlich, in der sich auch zeigt, daß die „Verständnisschwierigkeiten“ in bezug auf die Gottessohnschaft Jesu Christi aus dem sündigen Herzen der Menschen kommen, seien sie Juden oder Moslems. Dort bezeugt der Herr:


(…) Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater; um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm und sprachen: Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst! Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«? Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift kann doch nicht außer Kraft gesetzt werden -, wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst!, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? (Joh 10,30-36)

All die gelehrten Fachargumente, die die Verfechter der „bedeutungsorientierten“ Übertragungen anführen, helfen hier nicht weiter. Es stimmt natürlich, daß es zwischen den Originalsprachen der Bibel (Hebräisch und Griechisch) und den Zielsprachen, in die übersetzt werden muß, immer wieder zu Problemen mit der Wiedergabe von Begriffen kommt, die so in der Zielsprache nicht vorkommen. Diese Probleme kann man auch im Sinne einer wortgetreuen Übersetzung lösen. Aber das zählt im Falle von „Vater“ und „Sohn“ ja nun wirklich nicht, denn dafür hat jede Sprache eindeutige Begriffe. Hier wählt der Geist Gottes die aus dem Familienleben aller Völker vertrauten Wörter für den menschlichen Vater und den von ihm gezeugten Sohn, um diese geistlich auf den himmlischen Vater und den Sohn Gottes anzuwenden. Diese geistliche Übertragung muß beim Leser durch den Geist Gottes bewirkt werden, nicht durch die verfälschte Wiedergabe von zwei Begriffen, die zu den elementarsten und klarsten der weltweiten Sprachen gehören und überall wörtlich übersetzt werden können – und müssen.

Auch wenn das die Verfechter der „kontextualisierten“ Bibeln weit von sich weisen: die Abweichung von den klaren Begriffen „Vater“ und „Sohn“ bedeutet einen Verrat an der biblischen Offenbarung und an dem wahren Evangelium. Es bedeutet eine unzulässige, letztlich religionsvermischende Annäherung an die Denkweise des Islam, ein Zurückweichen vor dem antichristlichen Geist, der darin wirkt. Solche „muslimfreundliche Bibeln“ sind kein lauteres Zeugnis für das unverfälschte biblische Evangelium mehr; es ist kaum vorstellbar, daß durch sie Menschen zum echten, rettenden Glauben kommen können. Diese verfälschten Bibeln werden höchstens die höchst bedenkliche Mischbewegung eines „Chrislam“ fördern, der sich bereits in den falschen „Jesusbewegungen“ herausbildet und einen weiteren Baustein zu einer antichristlichen Welteinheitsreligion bildet.

Der Hintergrund: die moderne „kommunikative“ Übersetzungsmethode

Die Verfälschungen in diesen „kontextualisierten“ Bibelübertragungen sind nur möglich, weil man bei sehr vielen heutigen Bibelübersetzungen unter dem Einfluß von Eugene Nida, den Wycliffe-Bibelübersetzern und dem mit ihnen verbundenen SIL (Summer Institute of Linguistics) schon lange das unbiblische Konzept der dynamisch-äquivalenten (kommunikativen) Übersetzung betreibt. Dieser unbiblische Ansatz geht davon aus, daß man bei der Bibelübersetzung nicht an die inspirierten Worte gebunden sei, sondern die zugrundeliegenden Gedanken herausfinden und dann in der Zielsprache „gleichwertig“ ausdrücken müsse, auch wenn dies die Verwendung anderer Wörter oder umschreibender, ausdeutender Redewendungen beinhaltet.

Dieser „kommunikative“, „dynamisch-äquivalente“ oder „bedeutungsorientierte“ Ansatz geht letztlich auf bibelkritische Irrlehren zurück. Zum einen beruht er auf der Vorstellung, nicht die konkreten Worte der Bibel, sondern bloß die zugrundeliegenden Gedanken seien inspiriert. Zum anderen beruhen sie allgemein auf der liberaltheologischen Annahme, die Bibel sei nicht die ewige, überzeitliche und kulturübergreifende Offenbarung Gottes. Vielmehr sei sie eine zeitlich und kulturell gefärbte und geprägte Botschaft von kulturell begrenzten Menschen, die immer wieder neu für andere Kulturen und andere Zeiten angepaßt und umgeformt werden müsse. Aufgrund dieser Irrlehren nehmen sich die modernen Übersetzer eine „Freiheit“, die sich ihre gottesfürchtigen Vorgänger vor dem 20. Jahrhundert nie genommen hätten – nämlich den inspirierten Wortlaut der Bibel beiseitezusetzen und nach ihrem eigenen Gutdünken (und akademischen „Fachwissen“) zu entscheiden, was denn Gott vielleicht gemeint haben könnte und was die zeitgenössischen Leser nun verstehen sollten.

Diese unbiblische und verführerische Übersetzungsmethode steckt auch hinter den „moslemfreundlichen“ Übertragungen, die jetzt Gegenstand berechtigter Empörung geworden sind. Die Ergebnisse dieser liberalen Übersetzungsmethoden können die deutschen Leser in der wachsenden Zahl von „Übertragungen“ wie Gute Nachricht, Hoffnung für alle, Neues Leben usw. begutachten (vgl. meine Untersuchung Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe und das ausführlichere Buch Gottes Wort oder Menschenwort?). Ohne diese verkehrte, im letzten bibelkritische Übersetzungsmethode wären die aufgetretenen Bibelverfälschungen so gar nicht möglich gewesen.

In diesem Sinn haben auch die Wycliffe-Bibelübersetzer und das SIL eine geistliche Mitverantwortung für diese Verfälschungen, auch wenn sie sich jetzt – wohl auch, weil ihre Spendenunterstützung Schaden zu leiden droht? – von solchen Übertragungen teilweise distanzieren. Es hilft nicht viel, wenn sie sich auf ihre „Glaubensbasis“ berufen, in der natürlich steht, daß man an die inspirierte Bibel und an die Gottheit Christi glaubt. Zwischen Glaubensbekenntnis und geistlicher Wirklichkeit klafft heute oftmals leider ein ziemlicher Gegensatz, denn die allermeisten Evangelikalen haben den einfältigen, direkten Glauben an die Inspiration und Irrtumslosigkeit der Bibel längst verloren. Auffällig ist, daß sich Wycliffe und SIL sehr deutlich zu den liberal-ökumenischen „missionalen“ Lehren bekennen: „Wir glauben, daß Bibelübersetzung ein wesentlicher Bestandteil der Verantwortung der Kirche ist, wenn sie sich an Gottes Mission beteiligt, Seine Schöpfung zu erlösen und wiederherzustellen“. Das ist die Sprache des Ökumenischen Weltkirchenrates und seiner Irrlehren von der „erlösenden und heilenden Mission Gottes hier in dieser Welt“ (SIL: „The Role of Translation Theory“; mehr darüber in meinem künftigen Buch Zerstörerisches Wachstum).

Das kommt auch in den Argumenten der Wycliffe-Sprecher zum Ausdruck, die sehr betonen, daß die Bibelbücher für eine bestimmte Zeit und Kultur geschrieben worden seien und nun in eine andere Kultur angemessen übertragen werden müßten, und dabei ganz unnötig Angriffe gegen wortgetreue Übersetzungen führen. Auf jeden Fall stehen sie hinter der verkehrten Methode der dynamisch-äquivalenten Übertragung wie auch hinter den Lehren der „Kontextualisierung“. Es mutet seltsam an, wenn in der Stellungnahme der Wycliffe-Weltallianz zu Fragen der Kontextualisierung steht: „Unser Ziel ist es nicht, Menschen von einer Religion zu einer anderen zu bekehren“. Damit wird der üble Ansatz der Insiderbewegungen indirekt bestätigt.

Nun sind die betroffenen Organisationen sehr unangenehm berührt über die kritischen Anfragen der „ungelehrten, naiven“ Laien, die ja nichts von moderner Übersetzungskunst wissen und oft ein „vorkritisches, fundamentalistisches, wortwörtliches“ Bibelverständnis haben. Unglücklicherweise sind es gerade solche Laien, die mit ihren Spenden die Bibelübersetzung und Bibelverbreitung fördern. Sie sind nun zu recht beunruhigt und empört; sie erkennen jetzt, was heute unter dem Etikett „Bibelübersetzung“ manchmal betrieben wird.

Deshalb versucht man nun, einen Nebel von Dementis und von theologisch wohlformulierten Erklärungen um diesen Skandal zu breiten; doch das scheint nicht so gut zu funktionieren. Demnächst soll eine „unabhängige Untersuchungskommission“ der weltweiten Evangelischen Allianz die Übersetzungspraktiken von Wycliffe begutachten; aber in dieser Kommission sitzen mit ziemlicher Sicherheit lauter Theologen, die dieselben unbiblischen Missions- und Übersetzungskonzepte lehren, die zu den „muslimfreundlichen Bibeln“ geführt haben.

Es mag sein, daß Wycliffe und SIL zumeist eher indirekt und am Rande, als Berater und Gutachter, in die extremen Fälle von verfälschten Übertragungen verwickelt sind. Dennoch muß man das Zeugnis betroffener Gläubiger ernst nehmen, die das etwas anders darstellen (vgl. das Zeugnis eines ehemaligen Wycliffe-Mitarbeiters in „Kontextualisierte Bibelübersetzungen unter Moslems“). In jedem Fall haben Wycliffe und SIL im Rahmen der jetzigen aufklärenden Stellungnahmen zugegeben, daß sie bei Übersetzungen in bestimmte Sprachen schwammige, unbiblische Ersatzformulierungen wählen und die wörtliche Übersetzung „Vater“/„Sohn“ vermeiden, und auch das ist unakzeptabel und nicht zu rechtfertigen.

Es ist gut, daß diese schlimmen Mißbräuche offenbar geworden sind. Sie helfen, den Gläubigen die Augen zu öffnen für die schleichenden Entwicklungen innerhalb vieler evangelikaler Missionen, die immer weiter vom biblischen Evangelium abdriften.


Quellen:

Verschiedene Artikel auf www.wycliffe.net, darunter:

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Rudolf Ebertshäuser, Kontextualisierte Bibelübersetzungen unter Moslems (neu veröffentlicht)

Rudolf Ebertshäuser, Gottes Wort oder Menschenwort? Moderne Bibelübersetzungen unter der Lupe

www.das-wort-der-wahrheit.de Rudolf Ebertshäuser 17. 4. 2012
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