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Fragwürdiger Statistikglaube


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4 Antworten in diesem Thema

#1
Wahrheit minus eins

Wahrheit minus eins

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Studie: Evangelisation im Internet ist nachhaltig

Einer Studie von "Global Media Outreach" zufolge bewirkt die Mission im Internet nicht nur ein Strohfeuer, sondern hat auch nachhaltige Wirkung.

Über die Hälfte derjenigen, die sich online für Jesus Christus entschieden haben, hätten ihren Glauben auch mit anderen Menschen geteilt, lautet ein Ergebnis der Studie. Über 51 Prozent der Befragten hätten dies mehr als dreimal oder öfter getan, 37 Prozent zwei- oder einmal, sagte Walt Wilson, der Gründer und Vorsitzende von "Global Media Outreach".

Die Studie trägt den Namen "Christlicher Wachstums-Index" ("Christian Growth Index"). Sie wertete die Antworten von mehr als 100.000 Menschen auf der ganzen Welt aus, die angegeben haben, sich durch die Seiten von "Global Media Outreach" für Jesus Christus entschieden zu haben. In der Umfrage ging es auch um das Glaubensleben. Demnach lesen 34 Prozent der Befragten täglich in der Bibel, mehr als die Hälfte würde jeden Tag zehn Minuten beten.

"Diese Ergebnisse sind bemerkenswert. Denn sie zeigen, dass Evangelisation im Internet nicht nur zu kurzlebigen Entscheidungen führt. Auch nach der Entscheidung bleiben die Menschen beim Glauben und wachsen darin. Online-Evangelisation und Nachfolge ist wirklich messbar und effektiv", resümierte Wilson.

Walter Wilson war als Manager in zahlreichen Computer- und Internetunternehmen tätig. Er ist Verfasser des Buches "The Internet Church" ("Die Internet-Kirche") und schreibt für das "Christian Computing Magazine". Außerdem hält er in Unternehmen und an Universitäten Vorträge, die sich mit den Auswirkungen neuer Technologien auf die Gesellschaft befassen.

Im Jahr 2004 gründete Wilson "Global Media Outreach". Das Ziel dieser Internet-Mission ist, das Evangelium im Internet zu präsentieren und Menschen im Glauben zu begleiten. Der Dienst unterhält mehr als 90 Internet-Seiten, darunter "whoisjesus-really.com", "growinginchrist.com" oder "ichristianlife.com". Weltweit sind mehr als 5.500 ausgebildete Online-Missionare aktiv, die auf Glaubensfragen per Email antworten.

Laut eigenen Angaben ist die Zahl derjenigen, die sich online für Jesus Christus entschieden haben, kontinuierlich gewachsen. Im Gründungsjahr 2004 habe es 21.000 neue Gläubige gegeben. Im Jahr 2010 seien mehr als 15 Millionen Menschen zum Glauben gekommen. Im Dezember letzten Jahres habe es einen Rekord gegeben: An einem einzigen Tag hätten 687.000 Menschen die Seiten von "Global Media Outreach" besucht. Über 56.000 davon hätten angegeben, sich für Christus entschieden zu haben.

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Meine Meinung hierzu:


Ein tausendmal, tausendmal ... nie endendes Halleluja zu diesem "Erfolg" der anonymen Evangelisation, wenn sich denn deren Nachhaltigkeit durch Statistiken belegen ließen.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich stehe voll hinter der Verbreitung der Wahrheit des ewig gültigen Wortes des einzigen Gottes, der sich in seinem Sohn JESUS CHRISTUS uns Menschen gezeigt und in seinen Worten auch mitgeteilt hat, auch via Internet! Würde ich die Möglichkeiten des www. zur Verbreitung des Evangeliums nicht schätzen, wäre ich nicht in diesem Forum!

Zur Qualität der Fragen und Antworten:
1. Was heißt "den Glauben mit anderen Menschen teilen" (Evangelisation/Mission oder Gemeinschaft mit Glaubenden), was heißt "dreimal oder öfter" (pro Tag, pro Woche ...)?
2. Läßt sich "Nachhaltigkeit" von Evangelisation/Mission an Angaben der Missionierten/Evangelisierten zu den von ihnen "geleisteten" Seiten an Bibellese oder Gebetsminuten festmachen?
3. Ist es überhaupt Sache der Glaubenden bezgl. "ihres" Erfolges "Erbsen zu zählen", Erfolgsstatistiken zu führen, entsprechend Sam. 18,7?

Und das sind nicht alle meiner Fragen, meiner Bedenken bzgl. der Veröffentlichung von "Erfolgsstatistiken" im christlichen Lager. Ich habe ganz einfach den Verdacht, daß es in vielen Fällen eben nicht darum geht, den Namen unseres HERRN JESUS CHRISTUS groß zu machen, sondern darum, den eigenen Namen, den Namen eines sog. Christlichen Unternehmens, oder auch den eigenen, ganz profanen Profit zu mehren!

lg. w-m-e
Karl
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#2
Guest_Peter Wiem_*

Guest_Peter Wiem_*
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Der Glaube kommt zuerst aus dem gesprochenen und nicht zuerst aus dem geschriebenen Wort Gottes.
Gott ist fair: so gut wie alle Menschen können hören, aber nicht alle Menschen können lesen.

Statistiken, die sich nicht auf die Prinzipien der Schrift berufen können oder berufen wollen, begegne ich reserviert.
  • 0

#3
Wahrheit minus eins

Wahrheit minus eins

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Der Glaube kommt zuerst aus dem gesprochenen und nicht zuerst aus dem geschriebenen Wort Gottes.


Lieber Peter, sei herzlich gegrüßt in IHM, unserem HERRN JESUS CHRISTUS.
Gewiss kommt der Glaube aus der "Predigt", doch sind mir nicht wenige "Fälle" bekannt, in denen allein das geschriebene Wort, die "Schrift", Menschen überführt hat vom Unglauben zum Glauben an JESUS CHRISTUS. Und auch dies wäre noch hinzuzufügen: ich kann auf die höchste Kanzel steigen, mit lautester Stimme fromme/"heilige" Worte von mir geben: solange mein Alltagsleben eine andere "Sprache" spricht, und erst recht, wenn ich zur Verkündigung des hl. Namens Gottes nicht eingesetzt (1.Kor.12,28 ) bin, bin ich tönendes Erz.

Gott ist fair: so gut wie alle Menschen können hören, aber nicht alle Menschen können lesen.


Und außerdem haben weitaus mehr Menschen Ohren als sie einen PC besitzen. :lol:
Ob Menschen nun des Lesens oder Hörens mächtig sind: es bleibt auch noch das Sehen! Ich kann meinen Nachbarn Traktate oder CD's und MC's in die Hand drücken, wenn sie meinen evtl. unsoliden Lebenswandel dagegensetzen können, ist alles gesagt und die "Messe gelesen"!
Doch möchte ich bei aller Skepsis gegenüber der einen oder anderen Form der Verkündigung auch bei Paulus bleiben: "Wird doch auf jede Weise, sei es aus Vorwand oder in Wahrheit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich." (Phil.1,18 )

Doch die Proklamation von Erfolgszahlen, der "Erfolgsnachweis" mittels Statistiken ist nicht angesagt im "Reich der Himmel". "Wohl dem Knecht, den der Herr, wenn er kommt bei der Arbeit findet ..." Und nicht jener Knecht, der dem Herrn erzählt, wieviele Sack Kartoffeln er schon aufgesammelt hat. Jenes "Wir sind nur unnütze Knechte gewesen", zeigt m.E. eine Arbeitsmoral, die unseren HERRN JESUS CHRISTUS besser ehrt.

Statistiken, die sich nicht auf die Prinzipien der Schrift berufen können oder berufen wollen, begegne ich reserviert.

Sicher! Doch gibt es bzgl. Statistiken überhaupt anwendbare Prinzipien der Schrift, mit Ausnahme jener, dass wir nicht "falsch Zeugnis" reden sollen? (Späßle gmacht)

Sei herzlich gegrüßt
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#4
Rolf

Rolf

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Ich will nicht ausschließen, dass man sich auch durch eine aufgeschrieben Predigt bekehren kann. Viel interessanter ist doch: Wie kam diese Statistik zustande? Wer ist eigentlich gefragt worden? Wo hat man gefragt?

Dass eine Organistaion den Begriff "Global" imNamen trägt, sagt garnichts. Hat man die Mehrzahlöder Befragungen in USA durchgeführt? Was soll man von den Wiedergeburtsbekenntnissen halten, die 70% der dortigen Bewohner abgeben, während die gleichzeitig Orte wie "Guantanamo" schaffen oder tausende Menschen wegen ihrer Ölgier in Afrika vergiften?

Ein Sprichwort sagt: "Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe." Wenn es so viele Internetbekehrungen gibt, dass man mal eben repräsentativ 100.000 Bekenner befragen kann, dann frage ich mich allerdings, warum weiß ich davon nichts? Wo sind denn diese massenhaften Leute? Welche Gemeinden sind dadurch gewachsen? Kennt irgendwer von Euch jemanden, der sich durch das Internet bekehrt hat?

Also ich würde dieser Meldung nicht so viel Bedeutung beimessen. Ich hatte sie auch heute im Newaticker uznd befand sie garnicht wert, sie im Forum zu veröffentlichen.


Herzliche Grüße


Rolf
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#5
Wahrheit minus eins

Wahrheit minus eins

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Lieber Rolf,
sicher ist diese Meldung, alleine für sich gesehen, kein großer "Aufreger". Mir scheint dies aber ein (weiteres) Symptom für die Bemühungen, das, was an missionarischen Rudimenten (zumindest in der westl. Welt) noch vorhanden ist, weiter einzulullen! Nach dem Motto: "Was wollt ihr denn, es läuft doch prächtig mit der Evangelisation/Mission?"

Ich warte auf den Tag, wenn sich z.B. "Pro Christ" mit ähnlichen Zahlen meldet und sich im Gefolge das Engagement der Gemeindeglieder auf's Teekochen und "angenehme Atmosphäre schaffen" reduziert. Das Oberthema heißt ja hier "Wahrhaftige Evangelisation und Gottesdienste" und insofern könnten wir uns dann ja schon einmal an Hand dieses Beispiels ganz konkret über wahrhaftige Evangelisation und Gottesdienste austauschen.

Dies war meine Überlegung.
Sei herzlich gegrüßt
w-m-e
Karl
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