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Martin Dreyer: Warnung vor der Wort und Geist Organisation


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Rolf

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Warnung vor der Wort und Geist Organisation






Was ich jetzt schreibe geht mir nicht leicht von der Hand. Eigentlich bin ich zu weich für solche Sachen, ich hasse Streits, kontroverse Diskussionen und Auseinandersetzungen. Ich will keinen kritisieren und verletzen, ich möchte supporten, lieben, wertschätzen, fördern und selbst auch geliebt und wertgeschätzt werden.


Nach langer Überlegung, Gebet und Absprache mit Leitern aus der christlichen Szene, fühle ich mich aber doch dazu gedrungen, diesen Post zu veröffentlichen.


Meine Geschichte mit Wort und Geist:

Anfang 2002 hörte ich das erste Mal von einem geistlichen Aufbruch in Röhrnbach und der dortigen Bibelschule. Nach dem mir einige Besucher derart begeistert davon berichtet hatten, wollte ich mir das auch mal ansehen. Vordergründig war allerdings, dass meine Frau Rahel zu der Zeit sehr krank war und wir uns beide vorgenommen hatten (nachdem kein Arzt wirklich helfen konnte) im geistlichen Bereich nichts unversucht zu lassen, dass es ihr wieder besser geht.
Als wir die Bibelschule betraten, dauerte es nicht lange, bis einige Geschwister mit begeisterten Gesichtsausdruck auf mich zukamen: „Martin? Du bist auch hier? Das ist ein Zeichen von Gott!“. So oder so ähnlich waren die Reaktionen, die ich zu dem Zeitpunkt nicht einordnen konnte. Nun bin ich eher nicht so schnell für neue geistliche Sachen zu begeistern, ich denke, dass liegt an meiner Prägung von Wolfram Kopfermann, der auch ein kritisch denkender Christ ist. Dazu kommt, dass meine Frau anstatt geheilt zu werden, nach einem Tag Röhrnbach im Krankenhaus gelandet ist und ich so nicht soviel von den Bibelschulabenden und der Lehre mitbekommen habe.
Ich besitze aus der Zeit aber noch ca. 4 Predigt CDs von Helmut Bauer, die ich mehrfach gehört habe.
Als nächster Berührungspunkt kam die Nachricht, dass Morti aus Hannover die JF Bewegung verlässt um sich Wort und Geist anzuschließen. Dann kam es Fall auf Fall, Taade, Alex Thomsen und sogar Paddy, der sich zuerst auch kritisch geäußert hatte, verließen nacheinander die Bewegung. Da ich schon immer so drauf war, dass alles, was gegen die Bewegung geht, ich auch als ‚gegen mich’ empfunden hab und die Jesusfreaks gegen alle Kritik und Angriffe von aussen verteidige, wurde WuG damit erstmal zum „Feind“ (in Anführungszeichen).
Eine der ersten Sachen die Gott mir bei den Freaks gezeigt hatte (und über die ich auch gelehrt hab) war, dass Satan versucht uns nicht nur mit Sünden und Anfechtung zu bekämpfen, sondern vor allem mit Spaltung. Daher war für mich klar: Hier ist der Feind am Werk! Wie mir Mirko später erzählt hat, gab es im Vorwege einige Kämpfe im Leitungskreis der Bewegung. Alex T wollte wohl, dass Jesusfreaks sich der Leitung von Helmut Bauer unterordnen und eine Jugendbewegung von WuG werden soll. Storch, Mirko und auch Sprotte waren aber dagegen (wobei die Frage ist, wer von der Bewegung wirklich mitgegangen wäre).


Mitte 2008 war ich dann auf einem Volxbibel Einsatz in Nürnberg und habe bei Taade übernachtet. Irgendwie haben wir das Thema WuG die ganze Zeit gemieden, keine Ahnung warum. Aber ich war in seinem Gottesdienst und habe ihn dort einmal live als „Pastor“ erlebt. Ich war von der Veranstaltung schwer beeindruckt. Alleine in einem Kinosaal eine Gemeinde zu haben, dass war für mich ganz klar ein alter Jesusfreaktraum! Der Raum war zu 70% gefüllt und die Stimmung war gut. Trotzdem hab ich in der letzten Reihe gesessen, mit verschrenkten Armen, vielleicht auch um meine Distanzierung damit zum Ausdruck zu bringen. Anschließend brachte mich Taade noch zum Bahnhof und wir haben uns das erste Mal inhaltlich über WuG unterhalten. Irgendwie spürte ich sein Herz in der Sache und ich hatte das Bedürfnis, auch als sein geistlicher Vater, ihn zu bestätigen, ihn zu loben.


In den darauf folgenden Monaten gab es immer mal wieder Berührungspunkte. Ein Videoclip auf You Tube mit Alex T., wo er mich namentlich erwähnt, die Entdeckung eines Forums im Internet von WuG Opfern, etc. Ich spürte, dass bei den Jesusfreaks ganz viele Leute besonders Taade und Paddy vermissen, dass es dort eine große Verletzung gibt und der einzige Weg diese Verletzung heilen zu lassen, Vergebung ist. Also hab ich die Chance auf dem Freakstock genutzt und im Hauptseminar in der Gebetszeit nach meiner Predigt zu einem vergebenden Gebet angeleitet, wo man sich auch noch mal vor Gott von den Beiden segnend verabschieden konnte. Das hat mir auch selbst geholfen, von dem Zeitpunkt an, hatte ich Frieden mit der ganzen Kiste, für eine lange Zeit.


Nun bekam ich letzte Woche die Information, dass Paddy seine Frau mit den Kindern verlassen haben soll, und mit einer Frau von einem anderen Pastor von WuG zusammen wäre, die er in der Bibelschule in Röhrnbach kennen gelernt hat. Ganz ehrlich, eine total verrückte Vorstellung für mich, denn ich hatte noch einige Stunden zuvor eine Predigt von ihm gehört, die auf seinem Blog verlinkt ist, wo er von seiner Familie schwärmt. Die Gerüchteküche fing weiter an zu kochen. Auch aus der Nürnberger Gemeinde hörte man Geschichten, sogar die Ehe der Derwands wäre betroffen, Roger hätte eine Freundin. Ein anderer erzählte mir, dass dort im Gottesdienst auch untern fremden Ehepartnern rumgeknutscht wird, ob das alles nur Gerüchte sind, keine Ahnung. Das ganze bekam auch einen offiziellen „theologischen“ Titel: „Wir fließen gerade im Liebesstrom bei Wort und Geist und dieser Strom treibt einen hin wo er will“.
Bevor ich mich jetzt an Gerüchten beteilige, hab ich sofort das Telefon genommen und Paddy angerufen. Er saß gerade im Bus, war auf dem Weg zum Arzt, darum konnten wir nicht so richtig offen reden. Aber die Kurzfassung ist, dass zumindest die groben Sachen alle stimmen. Er hat seine Frau verlassen, ist nach Röhrnbach gezogen und dort mit einer anderen Frau zusammen.
Dabei erzählte er Einzelheiten mit ansteckender Freude in der Stimme und einem Lachen. Er betonte immer wieder, dass es ihm so gut gehen würde wie noch nie. „Martin, die Sachen von denen ich früher immer geträumt habe, die erlebe ich jetzt!“ sagte er. Er wäre gerade wieder auf Predigttour gewesen.


Weiter Informationen folgten, u.a. einen Emailkontakt mit Peter Wenz der über WuG in einem Gottesdienst gepredigt hat und eine Zeitschrift von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, wo ein Aufsatz sich kritisch mit WuG auseinandersetzt.


Überall wo man sich mit Leuten unterhält, die wiederum Leute gut kennen, die sich jetzt zu WuG zählen, hört man folgendes: „Der ist jetzt ganz anders“. „Man kann gar nicht mehr mit dem normal reden“. „Es kommt einen vor, als hätte der eine Gehirnwäsche gehabt“, „Die sind so komisch verändert, reden ganz anders, immer die gleichen Sprüche“, usw.


Zusammenfassend komme ich, ohne auf theologische Feinheiten einzugehen, zu folgendem Schluss:
-Wort und Geist ist nicht gut, es ist gefährlich und ich möchte hiermit alle Leute davor ausdrücklich warnen.
-Bitte schmeißt die CD’s und Predigtkasen weg, die du von WuG hast und empfehlt keinen jungen Christen, sich die Sachen reinzuziehen! Das macht süchtig, es bringt dich schräge drauf und am Ende auch weg von Gott.
-Geht nicht in die Bibelschule nach Röhrnbach, wenn ihr Leute kennt, die dort hingehen wollen, warnt sie (liebevoll) davor.
-Geht nicht in die Gottesdienste von irgendwelchen Wort und Geist Gemeinden, meidet die so weit es geht. Besucht auch keine Gottesdienste wo irgendwelche WuG Hansels predigen und ladet die auch nicht zu Euch ein. Ich würde nur wirklich stabile Christen dort hingehen lassen, die in der Lage sind, Dinge auch zu hinterfragen und die den Geist der Unterscheidung besitzen. Was dort gelehrt wird ist nicht auf den ersten Blick als Irrlehre erkennbar. Es gibt viele richtige Sachen die die erkannt haben, diese Sachen werden aber auf perverse Art und Weise in den Mittelpunkt gestellt und weichen m.E. mehr und mehr von dem ab, was Jesus eigentlich will. Die Verführungskraft ist enorm und es kommt ganz schleichend, ohne dass man es merkt. Selbst Leute, die mal Punks waren, die kritische gedacht und jesusmäßig drauf waren, fallen auf die Masche rein. Das ganze scheint sich zu verselbständigen und irgendwann ist man plötzlich drin.


Mittlerweile warnen einige geistliche Leiter aus Deutschland vor WuG, sogar die aus der so genannten Glaubensbewegung, wie John Angelina oder Peter Wenz. Ich hab gehört, dass einige der Bibellehrer, die die Sache mit gegründet haben, sich mittlerweile davon distanzieren, hab aber keine Bestätigung dazu gefunden. Die ehemaligen Geschwister, die dort zurzeit drin stecken, sind gedanklich und gefühlsmäßig in der Lehre total verstrickt, man kann sie oftmals mit Worten nicht mehr erreichen. Sie sind in ihrem neuen Weltbild total gefangen. Dieses Weltbild ist sehr einfach, für jeden zu begreifen und hat auf alle Fragen eine Antwort.


Ich sehe es heute als Bewahrung an, dass unser Besuch in Röhrnbach damals so behindert worden ist. Lass uns dafür beten, dass nicht noch mehr Ehen zerstört werden, noch mehr kaputte Christen und noch mehr Unheil aus dieser Sache hervorgehen wird. Denn das Heer der Verletzen, die aus WuG in einigen Jahren kommen, wird enorm groß sein. Ich hoffe der Leib ist bis dahin bereit dazu, diese auch aufzufangen. Denn das sind alles ganz liebe und wertvolle Leute, die eigentlich nur mehr von Jesus wollten, weiter nichts. Für mich ist es total ätzend, plötzlich so eine negative Position gegen ehemalige Geschwister einzunehmen, so was wollte ich nie. Ich habe das Gefühl, dass bei WuG Jesus aus dem Mittelpunkt gerückt ist, und stattdessen das Wort angebetet wird, wenn nicht sogar der „Apostel“ Helmut Bauer himself. Damit sind sie für mich wirklich „off the Road“ und ich kann nur noch beten, dass Jesus kommt, dort einschreitet und seine Stellung wieder einnimmt, die Stellung, die ihm gebührt.
WuG hat gut begonnen, keine Frage. Sie hatten eine Botschaft für den Leib und die haben sie immer noch. Leider haben sie diesen Auftrag aber nicht angenommen und stattdessen sehr viele Gemeinden gespalten und sogar Ehen zerstört.
Es gibt mittlerweile ein Informationsblatt von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, die sich kritisch mit WuG beschäftigt. Dazu mehrer Stellungnahmen von unterschiedlichen Personen (wie Peter Wenz und Wolfram Kopfermann, Wolfard Margies, und anderen) und Gremien (Kreis charismatische Leiter Deutschlands, Leitungskreis der Pfingstgmeinden, etc.).. Wer Interesse da dran hat, kann sich ja bei mir melden.


Matin Dreyer

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