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Evangelische US-Glaskathedrale wird katholisch


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Evangelische US-Glaskathedrale wird katholisch





Das Zuhause des TV-Gottesdienstes „Hour of Power“ soll verkauft werden.

Garden Grove (idea) – Die insolvente Glaskathedrale (Crystal Cathedral) in Garden Grove (US-Bundesstaat Kalifornien) soll an die katholische Diözese von Orange County verkauft werden.

In der 31 Jahre alten und mit 10.000 Glasscheiben sowie 2.700 Sitzplätzen ausgestatteten evangelischen Kirche wird der Fernsehgottesdienst „Hour of Power“ (Stunde der Kraft) aufgezeichnet, der im deutschsprachigen Europa über die Sender Bibel TV und Tele5 zu sehen ist. Wie der Geschäftsführer von „Hour of Power“ Deutschland, Frank Handrich (Augsburg), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea am 18. November auf Anfrage sagte, werden die Sendungen zunächst wie bisher weiter laufen. Die Glaskathedralengemeinde kann das Gebäude noch etwa drei Jahre lang nutzen. Der deutsche Trägerverein ist laut Handrich rechtlich unabhängig und finanziert sich aus eigenen Spenden. Die „Stunde der Kraft“ hat wöchentlich weltweit etwa 20 Millionen Zuschauer.

Zieht die Glaskathedralengemeinde in katholische Kirche um?

Die vor 55 Jahren von dem reformierten Pfarrer und Fernsehprediger Robert H. Schuller (85) gegründete Großgemeinde mit nach eigenen Angaben etwa 10.000 Mitgliedern hatte im Oktober 2010 ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. Sie hat einen Schuldenberg von umgerechnet rund 50 Millionen Euro angehäuft. Am 17. November entschied Insolvenzrichter Robert N. Kwan, dass die Liegenschaft an die katholische Diözese verkauft werden soll. Sie hat ein Gebot von umgerechnet 42,5 Millionen Euro abgegeben. In den kommenden drei Jahren kann die Glaskathedralengemeinde die Gebäude mieten. Danach muss sie umziehen, möglicherweise in die nahe gelegene katholische St. Callistus-Kirche, die von der Diözese aufgegeben wird. Der Vorstand der Glaskathedrale hatte lange Zeit einen Verkauf an die private Chapman-Universität der Kirche „Disciples of Christ“ (Nachfolger Christi) bevorzugt, die ein Gebot von 43,6 Millionen Euro abgegeben hatte. Doch in letzter Minute entschied sich das Leitungsgremium ebenfalls für den Verkauf an die Diözese, weil dies die Möglichkeit biete, dass alle Gemeindeaktivitäten vorerst weitergeführt werden können. Die Chapman-Universität wollte ihre medizinische Forschung und Lehre auf dem Gelände konzentrieren. Glaskathedralengründer Schuller erklärte in einem Schreiben an das Insolvenzgericht, er könne sich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass die Kathedrale eines Tages nicht-religiösen Zwecken dienen sollte. Die Diözese habe versichert, dass sie die Aufgabe, „die Botschaft Christi der Menschheit zu verkündigen“, weiterführen werde.

Hauptpastorin: Für ein Wunder ist es nicht zu spät

In einer Videobotschaft erklärte die Hauptpastorin der Glaskathedrale, Sheila Schuller Coleman, es sei noch nicht zu spät für ein Wunder Gottes. Man dürfe hoffen, dass die Gemeinde binnen drei Jahren die Möglichkeit erhalte, die Liegenschaft zurückzukaufen. Anfang August hatte der Gemeindevorstand einen Spendenaufruf gestartet, um den Verkauf zu verhindern. Bis zum Erntedankfest (Thanksgiving) am 24. November sollen Freunde und Förderer mindestens 35 Millionen Euro aufbringen, um den Großteil der etwa 400 Gläubiger zu bedienen. Doch nach vorläufigen Schätzungen reicht die eingehende Summe nicht aus.

Positives Denken und Familienzwist

Die Glaskathedralengemeinde ist vor allem durch die Verkündigung einer vom positiven Denken geprägten Botschaft bekannt geworden. Doch im Jahr 2008 war es zu Streitigkeiten innerhalb der Großfamilie Schuller gekommen, die in der Leitung stark vertreten ist. Robert A. Schuller (57), ältester Sohn und designierter Nachfolger des Gründers, hatte sich von der Gemeinde getrennt. Außerdem soll es einer Klage der Gläubiger zufolge Unregelmäßigkeiten im Finanzgebaren gegeben haben. So hätten sich Familienangehörige hohe Einkünfte aus einem Rentenfonds gesichert. Danach erhält der Gründer bis zum Lebensende jährlich rund 218.000 Euro; ferner werden seine Krankenversicherung und Reisekosten bezahlt. Robert A. Schuller soll mehr als 170.000 Euro plus 700.000 Euro als Starthilfe für seine neue Gemeinde erhalten haben. Profitiert haben sollen auch Schullers Töchter und Schwiegersöhne Jeanne und Paul Dunn sowie Carol und Tim Millner. Robert H. Schuller wies die Vorwürfe als „unfair und unwahr“ zurück. Der Gemeindevorstand habe „in gutem Glauben“ gehandelt und nur die Interessen der Gemeinde im Sinn gehabt.

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Was wird aus dem TV-Gottesdienst „Stunde der Kraft“?







Augsburg/Neumarkt (idea) – Schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen des Fernsehgottesdienstes „Hour of Power“ (Stunde der Kraft) erhebt ein früheres Vorstandsmitglied des deutschen Trägervereins.

Der Unternehmer Bill Holler (Neumarkt/Oberpfalz), der dem Leitungsgremium bis Ende 2009 angehörte, behauptet in einem Offenen Brief, dass die deutschen Zuschauer über die Finanz- und Führungskrise der Crystal Cathedral (Glaskathedrale) im kalifornischen Garden Grove im Unklaren gelassen würden. Die insolvente Großgemeinde, in der der international verbreitete Gottesdienst aufgezeichnet wird, hat Schulden von umgerechnet rund 50 Millionen Euro angehäuft. Sie muss die mit 10.000 Glasscheiben sowie 2.700 Sitzplätzen ausgestattete Kirche für 42,5 Millionen Euro an die katholische Diözese von Orange County verkaufen. Holler wirft der deutschen Zentrale von „Hour of Power“ unter anderem vor, den Zuschauern „Mogelpackungen“ von „zusammengeschnittenen TV-Konserven“ vorzusetzen. In der aktuellen Weihnachtsausgabe der Zeitschrift „Powerful Life“ werde zudem eine vollbesetzte Kirche mit großem Orchester gezeigt und der Gründer und Fernsehprediger Robert H. Schuller (85) „wie in alten Zeiten“ zitiert. Über die Insolvenz sei hingegen kein Wort zu lesen.

Geschäftsführer: Wiederholungen kommen öfter vor

Der Geschäftsführer von „Hour of Power“ Deutschland, Frank Handrich (Augsburg), wies die Vorwürfe am 1. Dezember gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea zurück. Zwar treffe es zu, dass im November viermal Wiederholungen aus dem Jahr 1987 gezeigt worden seien, aber nicht, um etwas zu verschleiern. Der Grund sei vielmehr, dass man für Schullers jetzt auf Deutsch erschienenes Buch „Entdecke Deine Möglichkeiten und lebe sie“ werben wollte. Im Dezember würden aus technischen Gründen Aufzeichnungen von Adventsgottesdiensten aus dem Jahr 2010 ausgestrahlt; ab Januar seien wieder aktuelle Gottesdienste im Breitformat zu sehen.

Besuch der Glaskathedrale sinkt

Laut Handrich hat es auch früher immer wieder einmal Wiederholungen gegeben. Die Insolvenz habe er im Internet erwähnt, sei aber mit Informationen über die Folgen zurückhaltend gewesen, weil beispielsweise der Verkauf der Glaskathedrale bis Ende des Jahres noch nicht rechtskräftig sei. Einen Spendeneinbruch beim eigenständigen deutschen Trägerverein kann Handrich bisher nicht feststellen. Der Besuch in der Glaskathedrale sei zwar zurückgegangen, aber noch immer kämen zu den beiden Sonntagsgottesdiensten jeweils etwa 750 Gäste. Früher waren es bis zu 2.500. Damals bezifferte „Hour of Power“ die weltweite Zuschauerzahl mit 20 Millionen; heute werden zehn Millionen angegeben. Im deutschsprachigen Europa ist die „Stunde der Kraft“ über Bibel TV und Tele5 zu sehen.

Streit in der Großfamilie

Vor 55 Jahren hatte der reformierte Pfarrer Robert H. Schuller die Ursprungsgemeinde in einem Autokino gegründet. Sie wuchs auf bis zu etwa 10.000 Mitglieder an. Schuller ist vor allem durch eine am „positiven Denken“ orientierte Botschaft bekannt. Im Jahr 2008 kam es zum Zwist in der Großfamilie Schuller, die in der Leitung stark vertreten ist. Der älteste Sohn und designierte Nachfolger des Gründers, Robert A. Schuller (57), trennte sich von der Gemeinde. Außerdem soll es einer Klage der Gläubiger zufolge Unregelmäßigkeiten im Finanzgebaren gegeben haben. Hauptpastorin wurde Sheila Schuller Coleman, älteste Tochter von Robert H. Schuller.

Schwiegersohn in Verbindung mit Wunderheiler?

Wie Holler weiter schreibt, sei Robert A. Schuller „von seinen eigenen Geschwistern und Schwägern aus dem Amt gedrängt“ worden. Dieser habe festgestellt, dass fast die gesamten Familienmitglieder und ihre Angehörigen in irgendeiner Weise finanziell von der Gemeinde profitierten; dies habe er abstellen wollen. Schuller sen. habe sich dabei von seinen Kindern manipulieren lassen. So sei die Ordinierung seiner Tochter Sheila mangels einer fundierten theologischen Ausbildung nicht berechtigt gewesen. An die Spitze der Glaskathedralenleitung habe sich Schullers Schwiegersohn Jim Penner gesetzt, der – so Holler – „wohl sehr eng mit einem mexikanischen Wunderheiler zu tun hatte“. Die von Schuller angekündigten namhaften Prediger hätten sich fast ausnahmslos von dem Geschehen in der Glaskathedrale distanziert. Viele Musiker und Chorsänger seien verschwunden. Laut Holler gibt es die frühere „Stunde der Kraft“ nicht mehr; vielmehr sei ein völlig verändertes Gottesdienstformat pfingstlerischer Prägung zu sehen: „Dies hat mit dem, was Robert Harold Schuller aufgebaut hat, nichts mehr zu tun.“

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