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Christen warnen vor Geistheiler: „Reiner Spiritismus“


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Christen warnen vor Geistheiler: „Reiner Spiritismus“







Alsfeld (idea) – Evangelikale Christen haben mit einem Informationsstand und einer Pressekampagne vor den Europäischen Geistheilertagen vom 10. bis 13. November im mittelhessischen Alsfeld gewarnt.

Die Veranstaltung in den Hessenhallen sei „reiner Spiritismus“. Auch das Evangelische Dekanat Alsfeld der hessen-nassauischen Kirche ging auf Distanz und bot den Besuchern Seelsorge und Beratung an. An der Veranstaltung mit dem brasilianischen „Geistheiler“ Joao de Deus nahmen über 5.000 Besucher aus ganz Europa teil. Die Ratsuchenden zogen nach Angaben des Veranstalters „Oasis Trust“ (Köln) an dem „Medium Joao“ vorbei, der sie – unterstützt von 36 „Wesenheiten“ – „mit Liebe und Hingabe“ behandelt habe. Wie es hieß, soll Joao angeblich bereits 40 Millionen Menschen in aller Welt geheilt haben. Der Eintrittspreis lag bei 108 Euro pro Tag.

Infostand direkt gegenüber den „Geistheilertagen“

Mitglieder der Christlichen Brüdergemeinde Grünberg – einer 270 Mitglieder zählenden Aussiedlergemeinde – hatten ihren Informationsstand mit Genehmigung der Stadtverwaltung direkt gegenüber den Hessenhallen aufgebaut. Allein in den ersten zwei Tagen verteilten Mitarbeiter rund 2.500 Faltblätter unter den Besuchern und anderen Interessenten, sagte der Initiator der Kampagne, der Kinderarzt Eduard Freitag (Grünberg), gegenüber idea. Darüber hinaus wurde das Faltblatt auch der Lokalzeitung beigelegt. Trotz Kälte hätten 30 Freiwillige an allen vier Tagen von 8 bis 17 Uhr am Stand für Gespräche zur Verfügung gestanden und dabei auf den spiritistischen Charakter der „Geistheilertage“ hingewiesen. Einige Besucher hätten das Angebot angenommen, für sich beten zu lassen. Sie hätten einer „sehr verzweifelten Eindruck“ gemacht. In dem Faltblatt widersprachen die Christen einer Aussage des Geistheilers Joao, er heile durch die Kraft Gottes. Dies könne nicht der Fall sein, da die „Wesenheiten“, auf die er sich berufe, Verstorbene seien. Laut Neuem Testament können spirituelle Kräfte der Geister Verstorbener „niemals vom lebendigen Gott des Christentums ausgehen“. Der Kontakt mit Spiritismus könne zu Ängsten, Schlaflosigkeit und Verfolgungswahn führen. Die „Geistheilertage“ fanden zum fünften Mal in Alsfeld statt. Die Brüdergemeinde möchte laut Freitag mit ihrer Kampagne auch erreichen, dass die Veranstaltung nie wieder in die Stadt zurückkehrt.

„Heil ist mehr als gesund“

Nach Angaben von Dekan Jürgen Sauer (Alsfeld) haben Protestanten und Katholiken gemeinsam mit zwei Vortragsveranstaltungen die esoterischen Hintergründe des Kongresses aufgezeigt. Den Besuchern habe man in den Pausen Gespräche, Beratung und Seelsorge angeboten. Dafür sei mit Handzetteln unter dem Motto „Heil ist mehr als gesund“ in allen Hotels in Alsfeld geworben worden. Tatsächlich hätten einige Interessenten Gespräche und Gebete gesucht. Sauer zeigte sich gegenüber idea davon nicht überrascht: „Die Menschen sind verzweifelt – denn die Geistheiler können letztlich keine nachweisbaren Erfolge aufzeigen.“ Der Religionswissenschaftler Ralf Müller (Alsfeld) von der Fachstelle Bildung und Ökumene des Dekanats kritisierte ebenfalls den Kongress. Der Veranstalter versuche, „hilfsbedürftige Menschen für die wirren Gedanken des Spiritismus zu gewinnen“.

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