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Scientology: In Deutschland ein Auslaufmodell?


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Rolf

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Scientology: In Deutschland ein Auslaufmodell?






Keine Skandale, keine Aufsehen erregende Aktionen - um Scientology ist es in Deutschland still geworden. Oder trügt der Schein? Wir haben bei einem Experten nachgefragt: Diplom-Psychologe Dr. Michael Utsch von der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin.



In der Vergangenheit versuchte Scientology alles, um in Deutschland ähnliche Mitgliedserfolge zu erzielen wie in den USA – zum Beispiel kostenlose Nachhilfe für Schulkinder. Die Medien reagierten heftig. Nun scheint es still geworden zu sein. Hat Scientology aufgegeben?

Nein. Natürlich versucht Scientology immer noch mithilfe verschiedener Tricks und Tarnorganisationen an die Leute heranzukommen. Sie haben in der Vergangenheit vieles ausprobiert. Doch momentan haben sie in Deutschland einfach keinen Spielraum. Das liegt daran, dass staatliche und kirchliche Stellen Aufklärungsarbeit betreiben. Außerdem sind die Deutschen eben nicht so einfach zu ködern. Der von Scientology kostenlos angebotene Stresstest beispielsweise ist mittlerweile gut entlarvt. Und auch die Informationen aus dem Internet nutzen die Leute gut. Wir Deutsche sind relativ skeptisch und nicht so einfach bereit, uns locken zu lassen. Nur wegen kostenloser Tests erwerben die wenigsten von uns teure Bücher. Deswegen hat Scientology in den letzten Jahren keinen Zulauf in Deutschland gehabt.


Laut Verfassungsschutz sind die Mitgliederzahlen von Scientology in Deutschland rückläufig. Haben diese Zahlen eine realistische Aussagekraft?

Meiner Meinung nach arbeitet der Verfassungsschutz sehr gründlich und gewissenhaft. Den Zahlen kann man schon trauen. Ich denke, dass momentan Rechts- oder Linksextremismus eine größere Gefahr für Deutschland darstellen. Vor allem in den neuen Bundesländern, wie zum Beispiel in Thüringen, kommt es vor, dass die Verfassungsämter inzwischen sogar die Beobachtung von Scientology aufgegeben haben. Sie sagen sich, dass die meisten Scientologen, die noch aktiv sind, in wirtschaftlich starke Städte gehen. Also ins Ruhrgebiet, Stuttgart, Hamburg oder München, wo der Rubel rollt und die teuren Kurse noch an den Mann zu bringen sind. In eher ärmeren Gebieten haben die Leute andere Probleme.


Vor drei Jahren haben Sie ein Buch mit dem Titel „Wie gefährlich ist Scientology“ veröffentlicht. Wie beantworten Sie diese Frage heute? Gibt es Unterschiede zu 2008?

Scientology hat es bisher nicht geschafft, in Deutschland richtig Fuß zu fassen, versucht es aber weiter – zum Beispiel durch den Einfluss prominenter Schauspieler oder Musiker. Da sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene gefährdet, die ein Erfolgsrezept für ihr Leben suchen. Scientologys Slogan „Erfolg ist möglich“ und das Versprechen „Du kannst dich entwickeln und sogar optimieren“ klingen reizvoll, deswegen müssen wir wachsam bleiben.
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