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Entrückung - wann?


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31 Antworten in diesem Thema

#1
Guest_Peter Wiem_*

Guest_Peter Wiem_*
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Zuerst zur Klarstellung: wir warten nicht auf Etwas, sondern auf Jemand!
Die Entrückung darf unter keinen Umständen den Blick zu unserem Herrn eintrüben.
Sie darf uns noch viel weniger unseren Glauben diktieren, wenn es um Chancen und Risiken der Nachfolge Jesu geht.

Unser Glaubensleben soll die Qualitäten Glaube, Liebe und Hoffnung beinhalten.
Dabei steht der Glaube für unsere Überzeugung, die Liebe für unsere Gesinnung und die Hoffnung für unsere Erwartung Gott und damit auch den Menschen gegenüber.
Ein Glaubensleben, das diesen Namen verdient, ordnet diese Qualitäten richtig ein.
Der Masstab für unseren Glauben muss der Anfänger und Vollender unseres Glaubens sein, nämlich Jesus Christus.
Sein Glauben muss zu unserem Glauben werden, seine Liebe zu Unserer und auch seine Hoffnung zu der Unsrigen.

Die Entrückung gehört zum Bereich der Hoffnung unseres Glaubens.
Sie darf niemals und zu keiner Zeit den Masstab der Hoffnung, Jesus, ersetzen wollen.

Es gibt drei Theorien, wann die Entrückung stattfinden soll:

1.) Vor der grossen Trübsal
2.) Während der grossen Trübsal
3.) Nach der grossen Trübsal

Die erste Theorie soll an unsere Wachsamkeit appellieren, die dritte an unsere Leidensscheu, die mittlere an unsere Unentschlossenheit als Christen. Somit haben alle drei Theorien ihren (allzu) menschlichen Beigeschmack, der je nach Standpunkt und je nach Gewichtung dieses Ereignisses eigenartige bis fanatische Formen anzunehmen vermag.
Längst schon ist dieser "Beigeschmack" wichtiger geworden als das eigentliche Thema.
Deshalb ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema stets ein Griff ins Wespennest.

Und nun zu der Beantwortung der Frage, wie ich das Wort Gottes über den Zeitpunkt der Entrückung deuten würde.

1.) Gott hat dem Abram eine Nachkommenschaft unzählbar wie die Sterne versprochen. 1. Mo 15,5-6
2.) In Off 7,9 ist von einer unzählbar grossen Volksmenge aus der grossen Trübsal kommend die Rede (7,14).
3.) in Gal 3,7 erklärt Paulus alle Gläubigen zu Abrahams Söhne.

Wenn ich diese drei biblischen Tatsachen inhaltlich und aussagemässig zusammenziehe, dann würde ich für mich den Zeitpunkt der Entrückung während der grossen Trübsal favorisieren.
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#2
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Dem würde widersprechen, dass Gott gesagt hat, niemand würde Tag und Stunde kennen, nicht einmal der Sohn.

Wenn die Entrückung aber in der Mitte stattfinden würde, brauchte man nur dem Friedensvertarg mit Israel dreieinhalb Jahre zuzurechnen.

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#3
Guest_Naomi-Liebliche_*

Guest_Naomi-Liebliche_*
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Manch einer fokusiert auch den evt. Bau des drittten Tempels weil sich dort hinein der A-Christ setzen wird usw... Sprich damit das möglich wird, muss die Fülle des Heiligen Geistest schon weg sein, die in uns Gläubigen zusammen wohnt. Erst dann wird es aus dieser Sichtweise heraus möglich sein dass er sich im Tempel breit macht ...
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#4
Guest_Peter Wiem_*

Guest_Peter Wiem_*
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Dem würde widersprechen, dass Gott gesagt hat, niemand würde Tag und Stunde kennen, nicht einmal der Sohn. Wenn die Entrückung aber in der Mitte stattfinden würde, brauchte man nur dem Friedensvertarg mit Israel dreieinhalb Jahre zuzurechnen.

Lieber Hermann!

Ich halte es für einen Pluspunkt dieser Auslegung, dass sie sich nicht auf Tag und Stunde festlegt.
Sie soll ein Ansatzpunkt für evtl. weitere Überlegungen in dieser Richtung dienen.

Ich halte es auch nicht für einen prinzipiellen Nachteil, hier mit Zeiträumen und auch etwas präziseren Zeitangaben zu hantieren.
Ich würde aber gerade bei diesem Thema auf den Unterschied zwischen Überlegung und Festlegung hingewiesen haben wollen.

Liebe Grüsse: Peter
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#5
Rolf

Rolf

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Es handelt sich hierbei nicht um eine Auslegung, sondern um ein Zitat aus der Bibel.


Herzliche Grüße


Rolf
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#6
heiner

heiner

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Über den Zeitpunkt der Entrückung gibt es ganze Bücher.

Meines Erachtens wird die Entrückung aus folgenden drei Gründen vor der Zeit des Antichristen stattfinden:

1. Wäre die Entrückung in der Mitte oder am Ende der Trübsalszeit, wäre sie, wie schon erwähnt, berechenbar.
Die Entrückung ist jedoch von niemandem berechenbar. Das hat Jesus in Matth. 24, 36 gesagt, wie schon erwähnt.

2. Die Bibel sagt eindeutig, daß Gottes Zorn vom Himmel aus offenbar wird über alles gottlose Wesen (Röm. 1, 18), wir aber dem Zorn Gottes
entronnen sind (1. Thess. 1, 10 - Jesus, der uns von dem kommenden Zorn errettet) (Röm. 2, 9 Trübsal und Angst kommt über jede
Menschenseele, die das Böse tut) (Röm. 5, 9 ....werden wir vor !!! dem Zorn gerettet werden).

3. Der Antichrist dürfte zwar schon da sein, kann jedoch erst dann an die Macht kommen, wenn die Kraft des Heiligen Geistes von dieser
Erde verschwunden ist (ihr wißt doch, was ihn gegenwärtig noch aufhält, daß er zu der ihm bestimmten Zeit offenbar werde. ...der ihn bis zur Stunde
noch aufhält (der Heilige Geist), muß erst beseitigt werden -2. Thess. 5 - 7-).
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#7
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Über den Zeitpunkt der Entrückung im Verhältnis zur Trübsal reden auch die Israelischen Feste. Wenn Paulus von der letzten Posaune spricht, dann meint er damit die letzte, die 100. Posaune beim Posaunenfest und den Aufruf zum Abmarsch Militärsprache). Dieses Fest kommt chronologisch vor dem Versöhnungstag. Das spricht für eine Entrückung vor der Wiederherstellung Israels.

Das Buch von Arnold Fruchtenbaum "Die Feste Israels" ist da sehr aufschlussreich!

Gruß Hermann

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#8
Guest_Naomi-Liebliche_*

Guest_Naomi-Liebliche_*
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Ja Fruchtenbaum ist sogar jüdischen Blutes und lebt als Pastor in USA und schreibt tolle Bücher, les ich auch gerne.
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#9
Rolf

Rolf

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Ich kann die Bücher von Arnold Fruchtenbaum auch nur dringend empfehlen, ganz besonders sein Buch über Prophetie. Man sollte das jedem Pfingstler als Pflichtleküre angedeihen lassen.


Herzliche Grüße


Rolf
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#10
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Ich komme eben von der "Konferenz für Gemeindegründung" aus Rehe zurück.

Dort hat seit Donnerstag Arnold Fruchtenbaum über die Entrückung gesprochen. Es war gigantisch, was man lernen kann, wenn man den jüdischen Hintergrund der Prophetie berücksichtigt und eine solche Kapazität über diese Themen redet!

Die Seminare wird es natürlich auf CD und als Video geben und ich empfehle sie denen sehr, die das Thema interssiert: www.kfg.org

Gruß Hermann


  • 0

#11
Mirco

Mirco

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Was ist hiermit?

1.Thes 4:15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des Herrn, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen.
1.Thes 4:16 denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst.
1.Thes 4,17 Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit.

Im Kontext geht es hier übrigens um die Trauer der Gläubigen über ihre bereits verstorbenen Mitgläubigen, um die sie trauerten, und dachten sie würden sie nicht wiedersehen und nicht primär um eine Vorentrückung.

und

2.Thes 2:3 Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er (JESUS CHRISTUS) kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens,
2.Thes 2:4 der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.

sowie

Offenbarung 13:5 Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, dass es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang.
Offenbarung 13:6 Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen.
Offenbarung 13:7 Und ihm ward gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ihm ward gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden.

außerdem

Off 7:13 Und es antwortete der Ältesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese, mit den weißen Kleidern angetan, und woher sind sie gekommen?
Off 7:14 Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.
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#12
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Was ist hiermit?

1.Thes 4:15 Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben auf die Zukunft des Herrn, werden denen nicht zuvorkommen, die da schlafen.
1.Thes 4:16 denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden auferstehen zuerst.
1.Thes 4,17 Darnach wir, die wir leben und übrig bleiben, werden zugleich mit ihnen hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn sein allezeit.

Im Kontext geht es hier übrigens um die Trauer der Gläubigen über ihre bereits verstorbenen Mitgläubigen, um die sie trauerten, und dachten sie würden sie nicht wiedersehen und nicht primär um eine Vorentrückung.

Doch, es geht um die Vorentrückung, denn die Thessalonicher glaubten, sie verpasst zu haben. Es kamen Leute zu ihnen, die ihnen das einreden wollten. Es Beweis für die Vorentrückung ist eben der Umstand, dass die Thess. darauf warteten. Die Aussagen dieser Leute hat ihre Verunsicherung ausgelöst und Paulus erklärt ihnen, dass zuerst die in Christus Verstorbenen (Menschen aus der Gemeindezeit) auserweckt werden, dann, sofort danach die noch Lebenden verwandelt werden und mit der ersten Gruppe zusammen Jesus entgegengerückt werden.

und

2.Thes 2:3 Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er (JESUS CHRISTUS) kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens,
2.Thes 2:4 der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.

Hier ist die Rede vom 2. Wiederkommen Jesu auf die Erde. Bedenke, dass der Herr bei der Entrückung nicht bis auf die Erde kommt, sondern das "Entgegenentrücktwerden" besagt, dass ER den Gläubigen "auf halber Strecke" entgegenkommt, um sie abzuholen. Der entgültigen Wiederkunft Jesu geht natürlich der Abfall und die Grosse Trübsal voraus.

sowie


Offenbarung 13:5 Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden große Dinge und Lästerungen, und ward ihm gegeben, dass es mit ihm währte zweiundvierzig Monate lang.
Offenbarung 13:6 Und es tat seinen Mund auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte und die im Himmel wohnen.
Offenbarung 13:7 Und ihm ward gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu überwinden; und ihm ward gegeben Macht über alle Geschlechter und Sprachen und Heiden.

Eindeutig ist das die Drangsal Jakobs, also die zweite Hälfte der Großen Trübsal.


außerdem

Off 7:13 Und es antwortete der Ältesten einer und sprach zu mir: Wer sind diese, mit den weißen Kleidern angetan, und woher sind sie gekommen?
Off 7:14 Und ich sprach zu ihm: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind's, die gekommen sind aus großer Trübsal und haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.

Hier befinden wir uns in der "nachgemeindlichen Zeit", nämlich am Tag Christi. Die, in den weißen Kleidern sind die Märtyrer der Grossen Drangsal. Auch in der Zeit werden Menschen Jesus als ihren Retter erkennen und Ihm nachfolgen. Diese werden unter des Regimes des Antichrist ermordet. Aber es handelt sich nicht um Gemeindezeit-Gläubige.



Eines ist sehr wichtig: Es muss zwischen den beiden "Wiederkünften Jesu" unterschieden werden. Wir müssen uns immer erst fragen, von welcher spricht der Text hier. Wenn wir das nicht auseinanderhalten, dann bringen wir die Reihenfolge durcheinander und es kommt zu Missdeutungen des Wortes und zu einer falschen Einordnung der eschatologischen Dinge. Damit verbaut man sich auch das Verständnis dafür und verliert die Freude am Forschen über dieses Thema.

Also, ich empfehle jedem Interessierten die Vorträge von Arnold F. von der Kfg-Veranstaltung wie schon vorbemerkt. Es steckt noch mehr drin im Thema als wir hier abhandeln können.

Dazu auch nochmal die Bücher "Handbuch zur Prophetie" und "die Feste Israels", sowie alle anderen von Arnold Fruchtenbaum. Natürlich sind die Bücher und Vorträge von Roger Liebi ebenfalls kompetent und zu empfehlen!

Gruß Hermann

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#13
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Letztlich kann ich Arnold Fruchtenbaum selbst nicht ausreichend beurteilen, da ich mich bislang zu wenig mit ihm und seinen Materialien beschäftigt habe. Aber da sein Name hier im Forum erwähnt worden war, wollte ich einfach mal nach seiner Person "googeln". Dabei bin ich auf die Auseinandersetzung gestossen, die mich zu der Frage: "Kann man Arnold Fruchtenbaum trauen?" veranlasste.

Aus meinen Israel-Erfahrungen weiss ich, dass es immer da problematisch werden kann, wo es um den Namen, den Rang und die Stellung des Messias Jesus geht. Deshalb bin ich da genau. Viele messianische Juden versuchen auf alle möglichen Arten und Weisen, im Leib Christi eine Zweiteilung aufzustellen: Die "aus den Juden" und "die aus den Heiden", wobei dann letztlich "die aus den Heiden" eine geringere Wertigkeit haben. Von Jesus als Messias allgemein reden Alle, aber welchen Anspruch er hat, da gibt es entscheidende Unterschiede. Am Ende "ist das jüdische Volk schon beim Vater", nur die Heiden müssen den Umweg über Jesus machen. Oder es gab die Initiative zu "Jerusalem Council II", verdeckt ökumenisch initiiert, der die meisten messianischen Leiter in Israel momentan anhangen. Sie erklärt Jünger Jesu ohne "jüdische Großmutter" zu Gläubigen zweiter Klasse. Da gäbe es viel mehr zu sagen, als hier im Forum möglich ist.

Nur wenn die Person und das Werk Jesu Christi im Mittelpunkt bleiben, und Elohim im Vater, Sohn und Heiligen Geist gleichermaßen der EINE ist, der angebetet wird, kommt keine Irrlehre rein.
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#14
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Letztlich kann ich Arnold Fruchtenbaum selbst nicht ausreichend beurteilen, da ich mich bislang zu wenig mit ihm und seinen Materialien beschäftigt habe. Aber da sein Name hier im Forum erwähnt worden war, wollte ich einfach mal nach seiner Person "googeln". Dabei bin ich auf die Auseinandersetzung gestossen, die mich zu der Frage: "Kann man Arnold Fruchtenbaum trauen?" veranlasste.

Aus meinen Israel-Erfahrungen weiss ich, dass es immer da problematisch werden kann, wo es um den Namen, den Rang und die Stellung des Messias Jesus geht. Deshalb bin ich da genau. Viele messianische Juden versuchen auf alle möglichen Arten und Weisen, im Leib Christi eine Zweiteilung aufzustellen: Die "aus den Juden" und "die aus den Heiden", wobei dann letztlich "die aus den Heiden" eine geringere Wertigkeit haben. Von Jesus als Messias allgemein reden Alle, aber welchen Anspruch er hat, da gibt es entscheidende Unterschiede. Am Ende "ist das jüdische Volk schon beim Vater", nur die Heiden müssen den Umweg über Jesus machen. Oder es gab die Initiative zu "Jerusalem Council II", verdeckt ökumenisch initiiert, der die meisten messianischen Leiter in Israel momentan anhangen. Sie erklärt Jünger Jesu ohne "jüdische Großmutter" zu Gläubigen zweiter Klasse. Da gäbe es viel mehr zu sagen, als hier im Forum möglich ist.

Nur wenn die Person und das Werk Jesu Christi im Mittelpunkt bleiben, und Elohim im Vater, Sohn und Heiligen Geist gleichermaßen der EINE ist, der angebetet wird, kommt keine Irrlehre rein.



...und wie stehst Du zum THEMA dieses Threads, um das es hier geht???
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#15
Rolf

Rolf

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Über den Zeitpunkt der Entrückung gibt es ganze Bücher.




Heiner hat Recht. Wobei es nur nicht viele Bücher zu dem Thema gibt, sondern auch ebensoviele unterschiedliche Auffassungen.


Herzliche Grüße


Rolf
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#16
Rolf

Rolf

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Ein Mitleser im Forum schickte mir heute per Email diese Ausarbeitung. Arthur Fünning ist mir seit langem als guter Bibellehrer bekannt. Aus meiner Sicht hat er die Zusammenhänge korrekt erfasst und wiedergegeben.



Herzliche Grüße


Rolf



Autor: A. Fünning






Thema: 32 Beweise für die Entrückung vor der großen Trübsal





Wir leben in einer sehr schweren und dunklen Zeit. Das Volk Gottes in aller Welt bewegt so manche ernste Frage, zum Beispiel: Wo stehen wir in der Endentwicklung? Ist die gegenwärtige Weltlage in der Schrift zu finden und wo? Stehen wir unmittelbar vor der großen Trübsal? Dann: Kommt die Gemeinde Jesu in die große Trübsal hinein? Was lehrt die Schrift darüber?
Im folgenden sollen 32 biblische Beweise, daß die Gemeinde Jesu Christi vor der großen Trübsal entrückt werden wird, behandelt werden.

1. Den ersten Beweis finden wir 1. Korinther 15, 51-52: »Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden...« Hier nennt Paulus die Entrückung ein Geheimnis. Ein Geheimnis ist immer etwas, das vorher verborgen gehalten war. Wie nun die Gemeinde selbst ein Geheimnis ist (Eph. 3, 3-4), so ist auch ihre Entrückung ein Geheimnis. Beide Geheimnisse waren in den 4 000 Jahren vor Christus nicht, auch keinem Propheten, geoffenbart, sondern verborgen gehalten worden. Diejenigen, die da lehren, daß alle Stellen, die von der Entrückung handeln, sich auf Jesu Wiederkunft in großer Kraft und Herrlichkeit beziehen, also nach der großen Trübsal, irren sehr. Denn die sichtbare Wiederkunft des Herrn in großer Kraft und Herrlichkeit war durch viele Jahrhunderte im Alten Testament immer wieder neu verkündigt worden. Man kann doch nicht etwas, was seit Jahrhunderten klar geoffenbart worden ist, ein Geheimnis nennen!

2. Wie der 1. Thessalonicherbrief einen Irrtum der dortigen Gläubigen korrigierte, so korrigierte auch der 2. Thessalonicherbrief - besonders Kapitel 2 - einen Irrtum. Irrlehrer hatten ihn in Abwesenheit des Paulus den Gläubigen beigebracht. Der Irrtum bestand darin, daß diese den dortigen Gläubigen sagten, der »Tag des Herrn sei schon da«. Ihre Trübsale und Verfolgungen, die sie zu erdulden hatten, seien ein sicherer Beweis davon, daß der »Tag des Herrn« wirklich da sei. Der »Tag des Herrn«, das ist der große und schreckliche Tag, der brennen soll wie ein Ofen (Mal. 3, 19).
Über diese Mitteilung, daß dieser schreckliche Tag schon da sei, wurden die dortigen Gläubigen außerordentlich traurig. Warum denn? Nun, sie waren von ihrem Lehrer Paulus gelehrt worden, daß zuerst die Entrückung komme (1. Thess. 4, 13-18), und dann komme der Tag des Herrn. Wenn es aber nun wahr sei, daß der Tag des Herrn schon da sei, dann haben wir ja die Entrückung verpaßt und sind von ihr ausgeschlossen - o wehe uns! Darüber wurden sie ungemein traurig.

Paulus hatte den Thessalonichern gesagt, der Tag des Herrn (vor dem sie so Angst hatten) komme nicht, »es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und geoffenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens«. Statt dessen lesen heute viele Gläubige: »denn Er kommt nicht«, das heißt, der Herr komme nicht, es sei denn... also etwas, was gar nicht im Text steht.
Wären die Gläubigen in Thessalonich gelehrt worden (was heute leider so viele lehren), daß die Entrückung mit der sichtbaren Wiederkunft des Herrn, also am Tage des Herrn oder doch in der großen Trübsal stattfinden werde, dann ist absolut nicht einzusehen, warum die Gläubigen daselbst so traurig waren. Statt traurig zu sein, hätten sie sich ungemein freuen sollen. Denn wenn ihre Leidenszeit schon der große Tag des Herrn sei, dann wußten sie ja, jetzt wird der Herr ganz schnell kommen und uns zu sich nehmen.
Zu unserem zweiten Beweis lese ich noch 2. Thessalonicher 2, 6.7: »Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden.«

In diesen Versen ist von etwas und von jemand die Rede, das und der die Offenbarung des Menschen der Sünde noch aufhält. Aus dem Text geht hervor, daß »das« oder »der« eine gewaltige Persönlichkeit sein muß, die stärker als der Antichrist, ja stärker als der Satan sein muß. Weder der Antichrist noch der Satan kann diese gewaltige Persönlichkeit beseitigen. Was oder wer ist dieser Aufhaltende? Sind es die bestehenden Staatsformen, wie manche meinen? Niemals, denn die bestehenden Staatsformen haben die Diktatoren weggefegt wie Spreu auf der Sommertenne. Das Aufhaltende ist der Heilige Geist in der Gemeinde Jesu Christi. Und der ist stärker als der Satan; deshalb sagt Johannes von ihm (1. Joh. 4, 4): »Denn der in euch ist, ist größer, als der in der Welt ist.«

3. Wir lesen in Offenbarung 3, 10, wie der erhöhte Herr vom Himmel herab der Philadelphia-Gemeinde zuruft: »Weil du bewahrt hast das Wort meiner Geduld, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden.«

Doch da beanstandet jemand die Übersetzung »vor« und sagt: genauer heißt es: »aus«. Ja, das stimmt, im Urtext steht ek = aus. Doch wer den Urtext kennt, der weiß, daß das Fürwort »ek« in den seltensten Fällen mit »aus«, sondern fast immer mit »von« oder »vor« übersetzt wird. Also die Übersetzung »vor« in Offenbarung 3, 10 ist ganz am Platz. Doch wir können auch die Übersetzung »aus« beibehalten und lesen dann: »bewahren aus der Stunde...«. Doch nicht wahr, im Text steht nicht: »bewahren in der Stunde«? Das erfuhr Noah, der in dem schauerlichen Gericht der Sintflut bewahrt wurde und der deshalb ein Bild des gläubigen Überrestes aus Israel ist. Doch in Offenbarung 3, 10 von der Gemeinde heißt es nicht: »Ich will dich bewahren in«, sondern: »aus der Stunde«. Das heißt: aus der Stunde der Versuchung herausgenommen, nämlich vor der schrecklichen antichristlichen Trübsalszeit. Folglich spricht auch diese Stelle (Offb. 3, 10) für die Entrückung der Gemeinde vor der großen Trübsal.

4. Die Einteilung der Offenbarung. Diese wird vom Herrn selber vollzogen. Er befiehlt Seinem Knecht Johannes zu schreiben,

• »Was du gesehen hast« (Offb. 1, 19). Was hatte denn Johannes gesehen? Den erhöhten Herrn in Seiner wunderbaren Majestät (Offb. 1, 10-18);

• »und was da ist«, d. h. was in den Tagen des Johannes war, nämlich die sieben Gemeinden (Kap. 2 und 3), die ein prophetischer Abriß und Spiegelbild der ganzen Kirchengeschichte sind;

• dann »und was geschehen soll danach« - Kapitel 4 und folgende. Ab Kapitel 4 hören und lesen wir nichts mehr von einer Gemeinde, bis sie uns wieder begegnet, und zwar in der Herrlichkeit als himmlische Heere (Offb. 17, 14 und 19, 14).

Mit Kapitel 3 schließt also das Zeitalter der Gemeinde ab. Was ist aus ihr geworden? Nach Offenbarung 4, 1 ergeht der Ruf an Johannes: »Steig her (genauer: Komm hier herauf!)«. Das ist ein Vorbild der Entrückung der Gemeinde. Die 70. Jahrwoche, in deren Rahmen die große Trübsal liegt, beginnt aber erst mit Offenbarung 6. Diese klaren Umstände sollten genügen, uns zu überzeugen, daß die Gemeinde nicht durch die große Trübsal zu gehen hat.

5. Der Herr Jesus lehrt: »Von dem Tage und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater« (Mark. 13, 32). Diejenigen, die da lehren, daß der Herr während oder am Schluß der 70. Jahrwoche (das ist am Schluß der dreieinhalbjährigen Schreckenszeit des Antichristen) die Gemeinde entrücken werde, setzen sich aufs schärfste in Widerspruch mit dem soeben angeführten Wort Jesu. Wenn diese Lehre wirklich die richtige wäre, brauchten die Gläubigen in der großen Trübsal nur aufpassen, wann der Antichrist auftreten und den Bund mit Israel schließen werde (siehe Dan. 9) und von da ab 7 Jahre zählen, oder achtgeben, wann der Antichrist diesen Bund brechen werde, und wiederum von da ab dreieinhalb Jahre zählen, dann könnten sie Jesu Wiederkunft ganz genau ausrechnen. Dann wäre das Wachen überflüssig, was absolut mit obigem Wort Jesu nicht übereinstimmt.

6. Für dieses ganze Zeitalter gilt Jesu Wort (Matth. 25, 13): »Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher - der Antichrist? nein, nein, sondern - des Menschen Sohn kommen wird.«

7. »Ich will euch nicht verhalten, liebe Brüder, dies Geheimnis, auf daß ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel zum Teil widerfahren, so lange, bis die Fülle der Heiden (oder Vollzahl der Nationen) eingegangen ist« (Röm. 11, 25).

Hier redet der Apostel von dem Geheimnis der Verstockung Israels (Jes. 6, 9-13). Danach ist dem Volke Israel zwischen dem mit Israel abgerissenen und wieder anzuknüpfenden Faden - während der großen Einschaltung (des Haushalts der Nationengemeinde; Anm. durch den Bearbeiter) ¬Verstockung widerfahren. Doch der Apostel versäumt es nicht, uns auch die Zeitdauer dieses Geheimnisses der Verstockung Israels mitzuteilen. »Bis daß die Fülle oder Vollzahl der Heiden - das ist die Gemeinde - eingegangen ¬d. h. entrückt - ist.« Mit der Entrückung der Gemeinde wird also die Verstockung Israels aufgehoben werden. Entrückung der Gemeinde und Aufhebung der Verstockung Israels fallen zusammen.

Würde die Gemeinde während oder gar am Ende der großen Trübsal entrückt werden, so müßte Israel so lange noch verstockt bleiben, da ja die Verstockung erst mit der Entrückung der Gemeinde aufgehoben wird. Da wäre dann die Predigt der beiden Zeugen (Offb. 11) die reinste Komödie, da ja Israel noch verstockt ist, noch gar nicht Buße tun kann.

8. Auf dem Apostelkonzil zu Jerusalem, nachdem Petrus gesprochen und auch Paulus und Barnabas erzählt hatten, wie große Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Heiden getan hatte, ergriff Jakobus das Wort und sagte (Apg. 15, 14-17): »Simon hat erzählt, wie Gott zuerst heimgesucht und angenommen hat ein Volk aus den Heiden zu Seinem Namen. Und damit stimmen der Propheten Reden, wie geschrieben steht: Nach diesem will ich wiederkommen und will wieder bauen die Hütte Davids, die zerfallen ist, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und will sie aufrichten, auf daß, was übrig ist von Menschen, nach dem Herrn frage, dazu alle Heiden, über welche mein Name genannt ist, spricht der Herr, der das alles tut.« Hier haben wir das große dreiteilige Programm unseres Gottes seit Jesu erstem Kommen:

1. Das in Apostelgeschichte 15, 14 erwähnte Volk aus den Heiden ist die Gemeinde, die Er reinigte als Sein Eigentumsvolk (Tit. 2, 14);

2. Erst danach (besser: nach diesem) will der Herr wiederkommen und die zerfallene Hütte Davids bauen und sie wieder herstellen;

3. dann sollen durch ein bekehrtes Israel alle Völker der Erde zum Herrn gebracht werden. Auch hier zuerst Entrückung der Gemeinde und dann Wiederherstellung Israels.

9. In 1. Thessalonicher 1, 10 betont Paulus von Jesus, der vom Himmel kommt: »der uns von dem zukünftigen Zorn erlöst (oder errettet)«. Menge übersetzt: »Der uns von dem kommenden Zorngericht errettet.« Der zukünftige Zorn Gottes aber wird am Tage des Zorns, am schrecklichen Tage des Herrn, in der antichristlichen Zeit geoffenbart werden. Paulus lehrt auch sehr deutlich, wen der Zorn Gottes treffen wird: »Der Zorn Gottes kommt über die Kinder des Ungehorsams« (Eph. 5, 6). In Epheser 5, 8 sagt er: »Ihr wart einst Finsternis, nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn«, und in 1. Thessalonicher 5, 9: »Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu besitzen.« Menge: »Denn Gott hat uns nicht für Sein Zorngericht bestimmt, sondern wir sollen die Errettung erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus.« Wenn die Gläubigen aber errettet, befreit sind vom zukünftigen Zorn und Zorngericht, dann ist es doch klar, daß sie gar nicht in diesen und dieses hineinkommen. Sie müssen also, bevor der Zorn und das Zorngericht anhebt, ihm entrückt werden.

10. Die Worte des Heilandes: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen« (Joh. 5, 24). »Kommt nicht in das Gericht«, so steht hier geschrieben. Wo entscheidet sich denn das Nicht-Ins-Gericht-Kommen? Nirgends anders als unter dem Kreuz auf Golgatha. Dort muß sich der Mensch entscheiden, für oder gegen Jesus. Wer in dem Gekreuzigten den erblickt, der unsere Sünden auf Golgatha hingerichtet, ans Kreuz geschlagen hat (Röm. 8, 3), und an den glaubt, der die Gottlosen gerecht macht, und lebt dann dem Herrn, der »kommt nicht in das Gericht«. »Nicht in das Gericht kommen« aber heißt: ihm enthoben, entrückt sein.

11. Einen anderen kräftigen Beweis, daß die Gemeinde des Herrn nicht in die große Trübsal kommt, gibt Paulus in 1. Thessalonicher 5, 4 und 5: »Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, daß euch der Tag (des Herrn) wie ein Dieb ergreife. Ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis.« Also die Glieder der Gemeinde sind Kinder des Lichts und des Tages, d. h. des Tages des Heils (2. Kor. 6, 2); infolgedessen wird der Tag des Herrn, das ist der große und schreckliche Tag der Gerichtsoffenbarungen Gottes, sie nicht wie ein Dieb ergreifen.

12. »Wisset ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden?«, schreibt Paulus (1. Kor. 6, 2.3), und: »Wisset ihr nicht, daß wir über Engel richten werden?« Nun ist es durchaus selbstverständlich, daß die zu solcher Würde berufene Gemeinde an jenem Tage unmöglich auf der Anklagebank sitzen noch Gegenstand des göttlichen Strafurteils sein kann. Ebenso selbstverständlich ist es, daß ein Gerichtshof sich erst ordnungsgemäß zusammensetzen muß, ehe er eröffnet werden und seine Funktionen aus¬üben kann. Es ist also eine zwingende Notwendigkeit, daß die Gemeinde des Herrn eine gewisse, ihr selbst unbewußte und unberechenbare Zeit vor der richterlichen Offenbarung des Herrn zu ihrem Haupte versammelt werde, der dann jedem Gliede Seines Leibes seinen Posten und seine Aufgabe für die Gerichtsvollstreckung zuerkennen wird.

13. Die Gemeinde wird in den apostolischen Briefen nirgends ermahnt, sich auf die große Trübsal oder auf den Antichristen vorzubereiten, was doch am Platze gewesen wäre. Müßte die Gemeinde durch die große Trübsal gehen, so fänden wir doch wenigstens eine Stelle, die uns für deren Bereitschaft auffordert, jedoch wir finden keine.

14. Statt dessen werden die Seinen ermahnt, »zu entfliehen diesem allem, was geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn« (Luk. 21, 36). »Entfliehen diesem allem«, das sind die schrecklichen Dinge der Letztzeit (Luk. 21, 25-27). Nun, »entfliehen diesem allem«, das meint doch, daß man gar nicht in die schrecklichen Dinge und Begebenheiten hineinkommt, wie in Offenbarung 3, 10 ausgeführt.

15. Auf Seinen Sohn vom Himmel herab soll die Gemeinde warten, wie geschrieben steht 1. Thessalonicher 1, 10; Philipper 3, 20; Titus 2, 15; 1. Petrus 5, 4; 1. Johannes 3, 2 (bitte, genau nachlesen).

16. Die große Trübsal ist insonderheit für Israel, dann für die abgefallene Christenheit und für die Nationen, aber nicht für die Gemeinde. Die Hauptstellen, die von der großen Trübsal handeln, sind folgende: Jeremia 30, 4-7; Hesekiel 20, 34-38; Daniel 12, 1; Joel 2, 1-2; Matthäus 24, 15-22; Markus 13, 14-23. Diese Stellen zeigen sehr deutlich, daß die große Trübsal in erster Linie Israel treffen wird, weshalb sie auch »Angst in Jakob« genannt wird.

17. Ein anderer Beweis sind die 24 Ältesten, die wir in Offenbarung 4-19, 4 finden. Wer sind diese 24 Ältesten? - Sie repräsentieren unmöglich Engel, sondern sind und repräsentieren erlöste Menschenkinder; sie reprä¬sentieren die Gemeinde in der Herrlichkeit vor Gottes Thron. Doch warum 24? Diese Zahl weist zurück auf die vom König David eingesetzten 24 Priesterordnungen (1. Chron. 24), dann aber auch vorwärts auf die Erlösten des Alten und Neuen Bundes, sie sind 2 x 12 = 24.

Da wir die 24 Ältesten in der Offenbarung in der Herrlichkeit mit ihren Herrlichkeitsleibern und mit Kronen (ihrem Lohn) erblicken, so ist das ein ganz sicherer Beweis davon, daß die Verwandlung und Auferstehung der Heiligen, also die Entrückung zum Herrn (1. Thess. 4, 13-18), bereits stattgefunden hat. Wie kann und soll denn die Gemeinde in oder nach der großen Trübsal zum Herrn entrückt werden, wenn wir sie schon, bevor die Gerichte losbrechen, in der Herrlichkeit sehen?

18. Die Reihenfolge der künftigen herrlichen Ereignisse, hinsichtlich der Gemeinde, wird meines Erachtens folgende sein: Entrückung, dann Gericht vor dem Richterstuhl Christi (2. Kor. 5, 10), mit Lohnausteilung, und endlich Darstellung der Gemeinde vor dem Vater (Eph. 5, 27). Da die Gemeinde sich in Offenbarung 4, repräsentiert in den 24 Ältesten, in der Herrlichkeit befindet, so muß das Gericht vor dem Richterstuhl Christi und die Darstellung der Gemeinde vor dem Vater demnach vor der Herrlichkeitsoffenbarung der Gemeinde in den 24 Ältesten (Offb. 4) stattgefunden haben. Folglich ist es ganz unmöglich, daß die Gemeinde dann noch auf Erden ist und dort durch die große Trübsal zu gehen hat.

19. Auf die Frage des Engels an Johannes, wer die seien, die aus der großen Trübsal kommen, antwortet Johannes: »Herr, du weißt es« (Offb. 7, 13.14). Der Apostel Johannes, einer der Säulenapostel (Gal. 2, 9), hat sich nach dem Tode des großen Heidenapostels Paulus in ganz besonderer Weise der Pflege und Aufsicht gerade der aus den Heiden gewonnenen Christen hingegeben. Und nun sagt derselbe Apostel von der Schar, die ihm gezeigt wurde und die er gepflegt und geleitet haben soll, er kenne sie nicht! Willst du dem Apostel Johannes solche Unwissenheit zumuten? Nein, gerade sein Ausspruch, daß er diese Schar nicht kenne, ist ein Beweis, daß die Gemeinde mit dieser Schar nichts zu tun hat, ja, daß die Gemeinde bereits entrückt ist.

20. Ein weiterer Beweis sind die in der Schrift so oft erwähnten zwei besonderen Tage; es ist der Tag Christi und der Tag des Herrn. Vom Tag Christi sprechen 1. Korinther 1, 8; 2. Korinther 1, 14; Philipper 1, 6-10. Der Tag des Herrn ist der Tag der Rache (Jes. 61, 2), von dem die Propheten so viel Grauenhaftes zu sagen haben.

• Der Tag Christi ist für die Gemeinde, der Tag des Herrn für Israel und die Nationen.

• Am Tag Christi ruft der Herr die Seinen zu Sich, am Tag des Herrn kommt Er mit Feuerflammen.

• Am Tag Christi kommt der Herr nur bis in die Luft, am Tag des Herrn bis auf die Erde.

• Am Tag Christi kommt der Herr unsichtbar der Welt, am Tag des Herrn sichtbar für Israel und alle Welt.

• Der Tag Christi mag jede Minute anbrechen, der Tag des Herrn beginnt in der 70. Jahrwoche.

21. In Offenbarung 17, 12-14 wird uns gesagt, daß die 10 Könige ihre Kraft und Macht dem Tier (Antichrist) geben, und daß diese dann streiten mit dem Lamm. Doch das Lamm, welches der Herr aller Herren und König aller Könige ist, überwindet sie. Mit dem Lamm sind Berufene, Auserwählte und Gläubige. Sie sind des Herrn Begleiter, die teilnehmen sollen an Seinem Sieg. Doch wer sind sie? Sind das Engel? Nie und nimmer, denn Engel werden nirgends in der Schrift so genannt. Wer sind sie denn? Die drei Namen Berufene, Auserwählte und Gläubige sagen uns, wer sie sind. Diese Schar, die sich beim Herrn befindet, sind die vorher zum Herrn bereits entrückten Heiligen. Und nun sollen sie, die wir hier bereits beim Herrn finden, erst nach der antichristlichen Trübsal entrückt werden? Welch eine Unmöglichkeit!

22. Verwandt mit dieser Stelle ist Offenbarung 19. Dort sehen wir
• die seligen Scharen im Himmel,
• die Hochzeit des Lammes mit Seinen Heiligen,
• nach der Hochzeit sehen wir die Heere im Himmel (das sind die Berufenen, Auserwählten und Gläubigen von Offenbarung 17, 14), die vorher entrückten Heiligen, die nun den Herrn bei dessen sichtbarer Wiederkunft zum Sturz des Antichristen begleiten.

Wenn die Seligen, Seine Gemeinde, beim Herrn, mit dem Herrn Hochzeit feiern und Ihn nachher sogar begleiten, so ist es klar, daß sie vorher zum Herrn entrückt sein mußten. - Nun noch einige Vorbilder:

23. Henoch, der siebente von Adam, der mit Gott wandelte, wurde eines Tages plötzlich von der Erde entrückt. Henoch weissagte von der schrecklichen Flut, die kommen werde, er selbst aber kam nicht hinein. Henoch ist ein Vorbild der Gemeinde. Auch sie weissagt von dem kommenden Gericht. Aber wie Henoch nicht in das Gericht hineinkam, so wird auch die Gemeinde nicht in das Gericht der großen Trübsal hineinkommen, sondern vorher – wie Henoch – entrückt werden.

24. Lot. - Nachdem der Engel des Herrn Lot mit den Seinen aus Sodom herausgeführt hatte und er sich auf dem Wege nach Zoar befand, sprach dieser Engel des Herrn zu ihm (1. Mose 19, 22-24): »Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis daß du hineinkommst« (nämlich nach Zoar). Als Lot in Zoar geborgen war, da erst ließ der Herr das Gericht über die gottlosen Städte hereinbrechen. Lot ist hier ein herrliches Vorbild der Gemeinde. Lot kam nicht in das schreckliche Gericht hinein, er war vorher geborgen. So auch die Gemeinde.

25. Asnath, Josefs Weib. - Josef wurde, wie Jesus, von Seinen Brüdern verworfen. In dieser Zeit der Verwerfung nahm Josef sich ein Weib - eine Heidin. Asnath, Josefs Weib, eine Heidin, ist ein köstliches Vorbild von der Gemeinde, vorwiegend aus den Heiden gewonnen. Josef hatte sich der Heidin vermählt und sie zu sich genommen, bevor seine Brüder Buße taten und ihn als ihren Retter erkannten und annahmen. Wie Josefs Weib, ein Vorbild der Gemeinde, die schreckliche Trübsal der Brüder Josefs nicht durchgemacht hat, so wird auch die Gemeinde, eine Heidin, die schreckliche Trübsal nicht durchzumachen haben.

26. Zippora, Moses' Weib. - Auch Moses wurde, wie Josef, von seinem Volk verworfen (Apg. 7, 35) und ging zu den Heiden. Dort gab ihm Gott die Zippora zum Weib - eine Heidin. Als später nach furchtbarer Trübsal Israel seinen Retter, Moses, erkannte und annahm, da hatte auch dieser bereits sein Weib - eine Heidin.

Wie jene Vorbilder - Asnath, Josefs Weib, und Zippora, Moses' Weib nicht durch Israels schreckliche Drangsalszeit hindurchzugehen hatten, so wird auch das Gegenbild, die Gemeinde, nicht durch die große Trübsal hindurchgehen.

27. Während die Strafgerichte Gottes sich über Ägypten ergossen, befand sich das Volk Gottes, Israel, im tiefsten Frieden, ja in einem so wundervollen Frieden, daß in Israel sich nicht einmal ein Hund muckte (2. Mose 11, 7) ein köstliches Vorbild der Gemeinde, die auch im tiefsten Frieden sein wird, wenn die Gerichte Gottes herniedersausen werden.

28. Erst wurde die Hure Rahab, die durch den Glauben gerettet wurde (Hebr. 11, 31), aus der Stadt des Verderbens, Jericho, herausgeführt, und dann erst wurde die Stadt mit Feuer verbrannt (Jos. 6, 22-24). Sie wurde nicht aus der brennenden Stadt herausgeschleppt, halb verbrannt - das wäre gleichbedeutend der Lehre, daß die Gemeinde mitten aus der großen Trübsal heraus gerettet werden wird -, nein, Rahab wurde erst dem furchtbaren Gericht entrückt, und erst dann, als sie geborgen war, wurde die Stadt mit Feuer verbrannt. Wiederum ein köstliches Vorbild der Ge-meinde.

29. Als die Jünger Jesu die Gerichtswetter über Jerusalem immer näher kommen sahen, da befolgten sie ihres Herrn Rat (Matth. 24, 16: »alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist«) und begaben sich, wie Eusebius uns mitteilt, eiligst nach Pella, jenseits des Jordans, wo sie während der ganzen Zeit der schrecklichen Gerichte Gottes über Jerusalem sicher und geborgen waren. Auch nicht ein Jünger soll in Jerusalem zurückgeblieben sein.

Wieder ein köstliches Vorbild der Gemeinde. Während sich die Gerichte Gottes über Israel, die abgefallene Christenheit und über die Welt ergießen werden, wird die Gemeinde Jesu all diesem entrückt, sicher und geborgen sein.

30. In Matthäus 13, 46-50 sehen wir, daß der Kaufmann (Jesus) sich zuerst in den Besitz der köstlichen Perle (Gemeinde) setzte und dann erst das Gerichtsnetz auswarf.

31. In Offenbarung 22, 16 lesen wir: »Ich bin die Wurzel und das Geschlecht (Wurzelsproß) Davids, der strahlende Morgenstern.« Der Morgenstern ist das Sinnbild vom Kommen des Herrn für die Seinen (Gemeinde), während Jesus als Sonne der Gerechtigkeit das Sinnbild vom Kommen des Herrn für Israel und die Völkerwelt ist, welche Sonne dann mit ihrer versengenden Glut die Gottlosigkeit in Jakob (Röm. 11, 26) und die Gottlosigkeit der Völker anzünden und verzehren, aber auch Israel und der Völkerwelt »Heil unter ihren Flügeln« bringen wird (Mal. 3,19-20). Wie wir wissen, geht zuerst der Morgenstern auf und dann die Sonne. So wird Christus zuerst als Morgenstern, für die Gemeinde, und dann als Sonne der Gerechtigkeit, für Israel und die Völkerwelt, aufgehen. Also auch hier: Zuerst kommt die Entrückung.

32. Mein letzter und zwar sehr kräftiger Beweis ist, daß die Schrift sehr klar lehrt, daß wenn der Herr Jesus wiederkommen wird in großer Kraft und Herrlichkeit, alle Seine Heiligen mit Ihm kommen werden. Das sah schon der alte Bruder Henoch vor etwa 5 000 Jahren, wenn er nach Judas 14 ausruft: »Siehe, der Herr kommt mit viel tausend Heiligen!« Das sah auch Sacharja (Kap. 14, 5). Und Paulus schreibt in 2. Thessalonicher 1, 10: »...wenn Er kommen wird, daß Er herrlich erscheine mit Seinen Heiligen und wunderbar mit allen Gläubigen.« -

Ich hoffe, mit diesen 32 Beweisen der Schrift vielen Kindern Gottes einen Dienst erwiesen zu haben, daß sie auf diesem Gebiet endlich einen festen biblischen Stand erhalten, um dann auch andern helfen zu können.
Doch eins darf ja nicht vergessen und übersehen werden. Es ist gottgewollt und überaus segensreich, wenn wir den ganzen Ratschluß Gottes erforschen und verkündigen. Doch die große Hauptsache ist und bleibt, daß wir selbst »Philadelphia-Christen« sind und zur Entrückungsgemeinde gehören.

Dazu ist unbedingt nötig, daß wir selbst wiedergeboren sind zu einer lebendigen Hoffnung, daß wir würdig wandeln des Evangeliums Jesu Christi und Jesu Hauptanliegen (Apg. 1, 8) auch unser Hauptanliegen auf Erden sei, Ihm, dem erwürgten Lamme, Seelen zuzuführen, auf daß Sein Ruhm vermehrt werde bis an das Ende der Erde. Je nach Befolgung oder Nichtbefolgung des Hauptbefehles Jesu fällt unser Lohn oder Verlust des Lohnes vor dem Richterstuhl Christi aus.

Wann wird die Entrückung stattfinden? Dies kann nach der Schrift jeden Augenblick geschehen. »Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird« (Matth. 25, 13)!


(Quelle: "Gnade und Herrlichkeit; 6/1995; Paulus-Verlag
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#17
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Ganz hervorragend!

Gruß Hermann

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#18
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Also Herrmann,

das Thema des Threads war "Kann man Arnold Fruchtenbaum trauen?".

Dazu habe ich nochmal Stellung genommen. Was den Zeitpunkt der Entrückung angeht, das kam später rein. Da habe ich mich noch nicht endgültig entschieden bezüglich der Einzelheiten.

Der Fruchtenbaum hat auch bestimmte Ansätze, von denen er ausgeht. Alles gut, solange auch er nicht den Leib Christi zerteilt.

Es gibt Leiter in der messianisch-jüdischen Bewegung, die verbreiten, die Braut Jesu wäre der Überrest aus den Gläubigen mit "jüdischer Großmutter", die jetzt gerade in Israel leben und einen israelischen Paß haben/beantragen können. Diese irrige Auffassung greift um sich und hat weitreichende Konsequenzen.

Natürlich ist es lehrreich, was wir aus dem AT über Christus und Heilsgeschichte lernen können. Das ist ja auch der Vorteil, den Paulus in Römer 3 sah. Juden konnten zu seiner Wirkungszeit schneller erfassen, worum es bei dem wahren Messias ging. Es gab ja noch keine ganze Heilige Schrift, die AT und NT beinhaltete. Heute ist der Hintergrund diesbezüglich egal, soweit sich jemand ernsthaft vom Heiligen Geist führen lässt in diesen Dingen.

Shalom
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#19
Guest_Hermann_*

Guest_Hermann_*
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Wenn man "Arnold Fruchtenbaum nicht ausreichend beurteilen kann" und sich zum Thema Zeitpunkt der Entrückung "noch nicht entgültig entschieden hat", wäre es vielleicht angebracht, sich zu erst informieren, bzw. zu entscheiden, ehe man sich äußert und damit Polemik betreibt und anerkannte Lehrer evtl. auch verunglimpft. Wenn man den jüdischen Hintergrund nicht hat, wie die meisten von uns, ist es nicht leicht, sich in die Denke der Juden hineinzuversetzen und immer zu verstehen, warum sie etwas so oder so sehen.

Nicht immer ist der, der am liebsten Negatives zur Diskussion bringt, jemand, der die Geister wirklich unterscheiden kann.

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#20
Guest_Hermann_*

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Also Herrmann,

das Thema des Threads war "Kann man Arnold Fruchtenbaum trauen?".



Im Übrigen ist das Thema dieses Threads: "Entrückung - wann?" und wurde von Peter Wiem eingestellt.

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