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Brüdergemeinden wohin?


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7 Antworten in diesem Thema

#1
Rolf

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Brüdergemeinden wohin?










Die Brüdergemeinden hat auch der Zeitgeist erreicht. Zumindest die Jugend, wie man in nachfolgendem Video von einer Jugendkonferenz in Dillenburg sehen kann.

Angesichts der Gesetzlichkeit in vielen Brüdergemeinden hätte man dashiernicht erweartet.


Herzöiche Grüße


Rolf
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#2
Rolf

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Hier eine Stellungnahme, die ich per Email erhielt:



Brüdergemeinden - wohin? Shocking Video von den Dillenburger Jugendtagen auf youtube


"DILLENBURGER Brüdergemeinden - wohin?" - so müßte die Anfrage eigentlich lauten. Die Dillenburger Jugendtage werden vom "Freien Brüderkreis" bzw. den "Dillenburger Brüdergemeinden" verantwortet. Die Dillenburger repräsentieren jedoch nicht die Brüderbewegung. Die "Blockfreien Brüder" bzw. "ehemals exklusiven Brüdergemeinden", denen ich nahe stehe, werden im Grundsatzpapier der Dillenburger gar nicht anerkannt.

Dazu wurden beim "Reher Kreis" 2008 hauptsächlich mangelnde Organisation sowie die konsequente Unabhängigkeit von Bünden und Dachverbänden genannt. Repräsentanten der "Dillenburger" sind als Leiter des Reher Kreises Hartmut Jaeger und Karlheinz Vanheiden. Ersteren habe ich beim Reher Kreis 2008 auf die Zeitschrift "Perspektive" angesprochen, dass der Einfluss der Bund-Brüder aus Wiedenest größer wird. Hartmut Jaeger bestätigte dies mit einem Bedauern. Nachdem in der "Perspektive" offen für ProChrist und Aktionen der Evangelischen Allianz geworben wird, enthielt die Ausgabe Nr. 11/2010 sogar einen Artikel von einem Kommilitonen aus meiner FTA-Zeit, der sich seinerzeit als Extrem-Charismatiker im Toronto-Segen fördernden "Christlichen Zentrum Gießen" engagierte.

Neben seiner Tätigkeit als Pastor einer Brüdergemeinde im Bund der EFG lehrt er heute auch an einem charismatischen Bibelseminar. Dass ein Charismatiker in der "Perspektive" schreibt ist nun ebenso verwunderlich wie der Einsatz von Hardrock und charismatischem Lobpreis in Dillenburg. In der Jugendarbeit hinkt Dillenburg den "Brüdern" von Wiedenest immer etwas hinterher. So wurde vor einigen Jahren in Dillenburg die Chormusik durch Lobpreis-Band und Hardrock ersetzt sowie Theaterstücke und Sketche à la Willow Creek etabliert. Was in Dillenburg nur noch eine Frage der Zeit ist, ist auf folgenden Fotos aus Wiedenest zu erkennen; siehe auch meinen Artikel im Anhang dieses Mails.



Wiedenest plädiert für mehr Gefühle - (Fast) alles ist erlaubt!


Von Thorsten Brenscheidt, Bochum


Nüchternheit und Wachsamkeit war gestern; heute müssen die Gefühle raus - auch in Brüdergemeinden.
Diesen Eindruck vermittelt die Wiedenester Konferenz 2008 mit dem Thema „Gefühle für Gott - empfinden
und zeigen?!“
Zu Beginn seines Vortrags „Abgefahrener Worship - aber fehlende Stille?“ beschreibt Martin Scharnowski
einen „peinlich wirkenden, enthemmten, herum springenden, die Gemeinde anfeuernden“ Lobpreisleiter.
Dieses Motiv ist Kennern charismatischer Lobpreislehren bekannt. Es wird verglichen mit Davids Tanzen bei
der Überführung der Bundeslade (2. Sam. 6), um damit die charismatisch-schwärmerische
Lobpreisstimulation biblisch zu rechtfertigen. Scharnowski warnt davor, so wie Michal David verachtete, sich
über niemanden aufgrund seines Lobpreisstils zu überheben und andere Formen anzuprangern, abzulehnen
oder zu bewerten. Er rät: „Wir müssen der Freude in unseren Gemeinden Raum geben und nicht nur
theoretisch darüber reden.“ Neben praktischer Freude plädiert Scharnowski auch für „kämpferischen
Lobpreis“. „Bibellesen ist nicht so mein Zugangsweg zu Gott.“, bekennt er. Zum Abschlussgebet bittet
Scharnowski Gott um Vergebung, „wo wir ganze Gemeinderichtungen aburteilen“ und wünscht sich, „deine
Gegenwart wieder zu genießen“.

In seinem zweiten Vortrag „Wie lassen sich ‚fromme’ Gefühle ausdrücken?“ findet sich mehrfach Polemik,
zum Beispiel beim Thema Nüchternheit in der Äußerung, dass „Manches, was in Gemeinden läuft, kaum
nüchtern zu ertragen ist“. Gefühle gäbe es bedauerlicherweise nur in Verbindung mit Fussball. Auch ein
Seitenhieb in Richtung der Kritiker darf nicht fehlen. Da heißt es über Paulus: „Er musste sich immer mit
diesen falschen Brüdern rumschlagen, die scheinbar heute noch leben und in ihren frommen Blättchen
schreiben und gegen uns arbeiten.“ Abschließend wünscht Scharnowski dafür zu beten, „dass diese Tage in
Wiedenest für dich eine Möglichkeit werden, in Bereiche deines Lebens hineinzugehen, die dir bisher einfach
untersagt geblieben sind.“, mit dem Ziel, „dass die Freude durchbricht“ - zu deutsch Gefühle rauskommen.
Angesprochen darauf, wie es in seiner eigenen Gemeinde funktioniert, verrät Scharnowski: „Wir schauen
nicht negativ auf die Leute, die die Hände unten lassen!“ Aber in dem Sich-gehen-lassen sieht er auch eine
Grenze: „Also einfach sich so auskotzen vor Gott, wie man das manchmal vor Menschen macht - auch da
würde ich eine Grenze sehen, auch zwischen Menschen, dass ich nicht alles akzeptieren würde, sondern es
muss schon ein wenig auch noch ’ne Ehrerbietung da sein.“

Fazit: Die Gefühle müssen raus, man darf sich gehen lassen und mit „ein wenig Ehrerbietung“ ist nahezu
alles erlaubt. Die Richtung ist dann auch klar: Durch Bedürfnisbefriedigung hin zu sinnlichem,
erlebnisorientiertem Christsein. Das aber ist nicht Jüngerschaft, sondern Selbstverwirklichung!
Dieser durch charismatische Ansichten eingeschlagene Weg ist in Wiedenest nicht neu. So kam zum
Beispiel „Worship World“, ein Arbeitszweig des charismatischen „Christus-Treff Marburg“ (CTM), schon
mehrfach in Wiedenest zum Einsatz. Ebenso Guido Baltes, der ehemalige Anbetungsleiter vom CTM, der
immer wieder zum Thema „Musik in der Gemeinde“ referieren darf.
Roland Werner, der Gründer und Leiter des CTM, predigt auch im Jugendgottesdienst der EFG Wiedenest.
Diese Gemeinde, „die innerhalb des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden zur Arbeitsgemeinschaft
der Brüdergemeinden gehört“, stellt sich mit folgendem Text im Internet vor: „Ein wichtiges Element in jedem
Gottesdienst ist die ‚Lobpreis- und Anbetungszeit’. Wir haben viele gute und begabte Musiker in unseren
Reihen, die sich abwechselnd in die Gottesdienste einbringen und durch diese Zeit leiten.“

Zu den „7 Kriterien“ der EFG Wiedenest gehören „bewegende Gottesdienste“: „Wir wollen durch
gemeinsames Singen und Beten Gott loben und darin seine Gegenwart erfahren.“ Diese Ansicht ist
durchweg schwärmerisch.
Im Seminar „Jugendarbeit I - Modell zeitgemäßer Jugendarbeit“ des Schuljahres 2005/06 der Bibelschule
Wiedenest dienen sogar die Jesus Freaks als Beispiel für ein „zielgruppenorientiertes Modell“.
Über den Charismatiker Arne Kopfermann heißt es bei Gerth Medien: „Viele kennen ihn durch seine
Lobpreisleitung bei Willow Creek, der Wiedenester Pfingstjugendkonferenz (PJK), "Anbetung und Erweckung
2000", ...“
In Anlehnung an charismatische Erweckungsvisionen heißt es im Flyer zur PJK 2007: „Wir werden Gott
bitten, dass sein Reich kommt und seine Ehre in dieser Welt groß wird.“ Zum Workshop des „Pfijuko-Chores“
heißt es: „Stimmung, Rhythmus, klatschen, ... du lernst einen hippen Gospel, der Gott Freude macht und
bringst abends die Halle zum Kochen.“

Natürlich nennt man es nicht direkt „charismatisch“, sondern eher „lockere, offene Form der Anbetung“, wie
sie „praise2b“ bei der PJK praktizierte.
Seit Jahrzehnten finden sich extrem charismatische Lieder im Buch „Wiedenester Jugendlieder“, in denen
der Heilige Geist angebetet und charismatische Sonderlehren vertreten werden.
Bei der PJK 2006 wurde den Jugendlichen suggeriert: „Sei Gemeinde - weil du es bist! Gemeinde ist die
Hoffnung der Welt! ... Die Pfingstjugendkonferenz 2006 zeigt dir, wie Gott Gemeinde will ...“
Was ist zu erwarten, wenn Jugendliche in Wiedenest mit charismatischen Praktiken „verwöhnt“ werden und
sie dann in ihre Heimatgemeinden zurückkehren?
Nicht nur Wiedenhof - auch Wiedenest!
Die Szene auf dem Foto unten entstammt nicht einer „Feuer-Konferenz“ mit Reinhard Bonnke, auch nicht
dem charismatischen Wiedenhof, sondern Wiedenest, denn schwärmerische Lobpreisstimulation ist seit
einiger Zeit auch bei der dortigen Pfingstjugendkonferenz „in“. In Gottes Gegenwart „sich gehen lassen“ geht
vor dem biblischen Gebot der Nüchternheit und Wachsamkeit. Wie stehen die Verantwortlichen in den
Brüdergemeinden dazu, deren Jugend durch Wiedenest oft stark geprägt wird?



Alle Rechte vorbehalten.
Abdruck, Veröffentlichung jeglicher
Art, auch auszugsweise, nur mit ausdrücklicher
Genehmigung des Autors.
Thorsten Brenscheidt
Gräfin-Imma-Str. 11
D-44797 Bochum
[email protected]
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#3
1.Kor.1,30

1.Kor.1,30

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Entwicklung der Brüderbewegung
Hallo
Als erstes möchte ich mich vorstellen. Ich bin gläubig und in 4 verschiedenen Brüdergemeinden aufgewachsen, mit 18 bin ich getauft worden und bis heute liebe ich meinen Heiland und bin aktiver Christ. der Herr Jesus Christus ist der Mittelpunkt meines Lebens. Ich lebe schon über 15 Jahre im Ausland deswegen entschuldigt meine Rechtschreibfehler. Mit diesem Beitrag möchte ich niemanden verletzen oder beschuldigen oder anklagen und wenn sich jeman so fühlt bitte ich ihn um Vergebung. Als Christ glaube ich kann man ehrlich und offen über alles sprechen deswegen schreibe ich diese Zeilen. Dieses ist ein ehrliche und offenes Zeugniss wie ich meine Kindheit und Jugendjahre erlebt habe. Und bis heute bin ich Christ und liebe alle Brüder und Schwestern im Herrn, egal ob Baptisten, ev.Kirche, Brüdergemeinde u.s.w.
Was heute in der Brüdergemeinde gelehrt wird weiss ich nicht ich beziehe mich auf meine Jugendzeit 1980-1990. Als Kind und Jugendlicher bin ich in der Brüdergemeinde Stuttgart aufgewachsen (Neckarstr.) Diese Gemeinde teilte sich oder spaltete sich auf oder sagen wir es so die Brüder stritten und wer nicht glaubt wie einige es sagten muss gehen .So gingen wir nach Korntal eine neue Gemeinde entstand. Ich verlor Freunde die anderen wahren die nichtgläubigen und schlechte .Gottes Liebe über alles siegte. oder das böse der Teufel ? ist es biblisch und christlich wenn sich Brüder streiten? Aber es sollte schlimmer kommen für mich. Wir zogen in ein kleines Dorf nach
süd Deutschland. Dort sassen die Frauen getrennt von den Männern. Die Frauen durften nicht beten, beten schon nur nicht laut, sagen wir mal sie durften nicht sprechen in der Gemeinde. Gäste die nicht einen Brief von einer Brüdergemeinde brachten durften nicht Predigen nicht beim Abendmahl teilnehmen und wenn sie beteten sagten die Ältesten nicht Amen. Gäste durften nicht in die erste Stunde des Gottesdienstes eingeladen verden wo das Brotbrechen stattfand. Die Frauen mussten Rock (lang) und Kopftuch tragen, eine Frisur durften sie nicht haben nur lange Haare und Schmuck durften sie auch nicht tragen.
Ich durfte nicht ins Kino gehen oder Radio hören und der Fernseher war teuflisch.
Freunde die nicht Christen sind waren nicht willkommen. Meine erste Freundin die an Jesus glaubte und Christin war durfte ich nich mehr sehn , weil sie nicht aus der Brüdergemeinde war sonder zur Liebenzeller Mission angehörte,(Da diese Org. zur Ev.Kirche gehört und Kinder tauf sagte man mir seien das nicht Gläubige) mich lehrte man das alles was nicht Brüdergemeinde ist nicht gläubig ist und wir hatten nur zu Christen die änlich gesinnt wahren Kontakt. Dann geschah etwas seltsames mein Vater begann sich zu fragen wieso die Frauen nicht beten dürfen, denn er wahr Aussiedler und ist in einer Brüdergemeinde ausehalb Deutschlands grossgewachsen. Er oder unsere Familie wurden aus der Gemeinde ausgeschlossen.Eine andere Trennung , Nun gingen wir in eine freie Brüdergemeinde. Währen meiner Kinder und Jugenzeit erlebte ich mindestens 4 Zerbrechen von Brüdergemeinden mit. Es wahr für mich nicht einfach einen Weg im Wirrwar der Gemeinden zu finden, aber eines weiss ich "Das mein Erlöser lebt" und ein Kind Gottes kann niemand aus der Hand Gottes reissen. Ich möchte euch fragen wieso machen wir das selbe wie die Sekten in unserer Gemeinde ? Kritisieren andere als unbiblisch und selbst sehen wir nicht ein das wir Sünder sind und Fehler machen können.
Gott segne alle die diese Zeilen lesen. Deieses habe ich geschrieben weil ich an die Wahrheit glaube dein Wort ist Wahrheit !

aus:www.2jesus.de/bibel-forum/viewtopic.php?f=10&t=3128
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#4
Guest_Peter Wiem_*

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Liebe 1. Kor.1,30, lieber Rolf!

Der deutschsprachige Raum ist im geistlichen Bereich durch zwei Ereignisse geprägt: Die "Berliner Erklärung" und der "Torontosegen". Beide ergänzen sich im negativen Sinn vortrefflich und beide richten nach wie vor unermesslichen Schaden auch unter den Christen an.

Beide Ereignisse wurden nie widerrufen, im Gegenteil:
Sowohl die Evangelikalen, als auch die Charismatiker halten unbeirrt an diesen geistlichen Sprengsätzen fest.
Nur wurde dem "christlichen Fussvolk" die Auseinandersetzung darüber mehr oder weniger verwehrt, indem Ihnen die Zuständigkeit einerseits und das Nachsinnen andererseits über diese zwei geistlichen Fehlentscheidungen abgesprochen wurde.

Die Leiterschaft in beiden Lagern bekennt sich nach wie vor relativ geschlossen zu diesen Lehrirrtümern samt ihren Folgen. Das bedeutet, dass sowohl bei den Charismatikern, als auch bei den Evangelikalen unheilige Geister das Anrecht eingeräumt wurde, wesentliche Lehrinhalte zu beeinflussen und entscheidende geistliche Entwicklungen in ihrem Sinne zu prägen.

Wiederum bedeutet dies, dass die "lehrmässige Gesetzlichkeit" einerseits, als auch die "geistliche Toleranz" andererseits immer wieder neue und immer wieder schönere Blüten treiben darf. Solche Dinge, wie sie hier beschrieben wurden, sind deshalb möglich, weil einige wenige geistliche Leiter in Deutschland teilweise unaufrichtig und unnüchtern ihre Interessen lehrmässig und praktisch durchgedrückt haben, um ihre ganz persönlichen Ziele nicht aus den Augen verlieren zu müssen.

Jeder, der nicht bereit ist, sich in eine dieser beiden "geistlichen Fehlentwicklungen" einreihen zu lassen, bekommt irgendwann Probleme.
Und wer aktiv gegen "Berliner Erklärung und/oder "Torontosegen" in Deutschland Stellung bezieht, hat auf Dauer keine Zukunft, was irgend ein geistlicher Dienst oder sonst eine Aufgabe für den Herrn in der Gemeinde anbetrifft.
Ich weiss leider an dieser Stelle, wovon ich rede!

Ich kann nur ermutigen, zwischen Gott und seinem Wort einerseits, und dem, was Menschen in guter oder weniger guter Absicht andererseits hineininterpretiert haben, zu unterscheiden. Unser Gott weiss, wie er sein Volk trösten will (Jes 40,1).

Wir müssen nur unterscheiden kernen zwischen Original und Fälschung, zwischen dem wahren Trost aus erster Hand, und den manchmal so verlogenen und entstellenden Kopien aus den Händen von Menschen.[/i]
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#5
Guest_Naomi-Liebliche_*

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Hallo Peter,

ich war von Anfang an gegen Todd Bentley und Lakeland Erweckung und auch gegen Benny Hinn und co. Zunächst aus dem Bauch heraus, einfach von Gott her Unfrieden gehabt, dann in die Beobachtung gegangen und festgestellt, dass Toronto, Brownswille und Lakeland u.v.a.m. kein Wehen des Heiligen Geistes war/ist. Man braucht dazu nur Demut und etwas Distanz, die man sich schaffen muss, um klar zu sehen.

Die Berliner Erklärung war genauso schräg, wie Du schon schriebst, nur aus der genau umgekehrten Ecke. Man hetzte dadurch unbescholtene, einfache Kinder Gottes auf sich gegen alles zu sträuben was nur irgendwie geistlich sein könnte.

Fatal, dies alles und noch die Ökumene die fast überall mitgetragen wird, zusammen mit allerlei Heilungs-Hokus-Pokus wie Familienaufstellungen und zuletzt die Lachsalbungen die mehr ordinär als lustig und somit sehr traurig machen, all das hat mich vor fast sechs Jahren dazu herausgefordert in die Gemeindelosigkeit abzuwandern. Sicher auch nicht die optimale Lösung aber für den Moment mal ganz gut, weil man diese ganzen falschen Schuhe gar nicht gezwungen wird anzuprobieren.

Meine Hoffnung ist dass sich hier und dort Leute wieder finden die aus diesem Wirrwarr heraus gegangen sind und anfangen wieder die Gemeinde Gottes zu leben die Gott sich eigentlich wünscht, nüchtern, gebadet in der göttlichen Liebe und barmherzig und offen für den Willen Gottes auf Erden...

soviel dazu...

Segensreiche Grüße

Naomi-Liebliche

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#6
Rolf

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Die "geschlossenen Brüder"






Die sog. "geschlossenen Brüder" sind auch unter den Bezeichnungen "exklusive Brüder", "Christliche Versammlung" oder "alte Versammlung" sowie international als "Kelly-Lowe-Continental(-Glanton) Brethren" oder "Reunited Brethren" bekannt. Sie selbst nennen sich schlicht "Christen, die sich nach Matthäus 18,20 allein im Namen Jesu versammeln" und verstehen sich als eine Art neutraler Boden außerhalb aller bestehenden Kirchen und Freikirchen, "in Absonderung von allem Bösen und ohne jede menschliche Organisation oder Benennung".

Die "geschlossenen Brüder" betonen die Notwendigkeit, sich von konfessionellen "Systemen" (Denominationen) fernzuhalten, da diese die Einheit aller Gläubigen verhinderten. Sie bemühen sich dagegen, am "Tisch des Herrn" im "Brotbrechen" (= Abendmahl) die Einheit des Leibes Jesu "darzustellen". Zur Teilnahme werden allerdings nur "wahre Gläubige" zugelassen, die weder selbst in direkter Verbindung mit "Bösem" stehen noch bewusst oder dauerhaft anderen konfessionellen Gruppen angehören, da diese sich nach dem Verständnis der "geschlossenen Brüder" alle nicht konsequent von Falschem und "Bösem" trennen.

Seit den 1990er Jahren lösten sich einige Gemeinden von diesen Absonderungsgrundsätzen; nach und nach entstanden vielerorts "blockfreie" oder "unabhängige" Brüdergemeinden. Die große Mehrheit der deutschen "geschlossenen Brüder" (ca. 215 Versammlungen) setzt jedoch auch nach der (noch immer andauernden) Spaltung den bisherigen Weg fort.

Den "geschlossenen Brüdern" sind folgende Verlage zuzuordnen: die Christliche Schriftenverbreitung (CSV; Hückeswagen), der Ernst-Paulus-Verlag (Neustadt/Weinstraße) und der Beröa-Verlag (Zürich). Hinzu kommen zwei evangelistisch bzw. missionarisch ausgerichtete Verlage: die Verbreitung der Heiligen Schrift (VdHS; Eschenburg-Eibelshausen; vorwiegend Traktate) und der Gute Botschaft Verlag (GBV; ebenfalls Eschenburg-Eibelshausen; Bücher und Traktate in Fremdsprachen).

Die wichtigsten Zeitschriften sind Ermunterung und Ermahnung (CSV) und Halte fest (Beröa-Verlag). Daneben gibt es eine Jugendzeitschrift (Folge mir nach, CSV), eine Kinderzeitschrift (Der beste Freund, CSV) und eine Missionszeitschrift (Mitteilungen aus dem Werk des Herrn in der Ferne, herausgegeben von den "Freunden christlicher Mission und Wohltätigkeit", Dillenburg).


Dokumente auf bruederbewegung.de (PDF):

Willem J. Ouweneel: Aus der Praxis des Versammlungslebens (übersetzt aus: Bode van het heil in Christus, 1986). Sechsteilige Artikelserie, in der einige traditionelle Lehren und Praktiken der "geschlossenen Brüder" vorsichtig in Frage gestellt werden: "Die Leitung des Heiligen Geistes in den Zusammenkünften", "Zulassung von Gläubigen, die nicht 'in Gemeinschaft' sind", "Zusammenarbeit mit 'andersdenkenden' Gläubigen", "Besondere Gefahren", "Trotz Sündenbekenntnis ausschließen?" Mit einem Leserbrief von Dato Steenhuis und einer Fragenbeantwortung aus The Bible Treasury [36 Seiten, 231 KB].

Max S. Weremchuk: Ihr liefet gut ... Nachgedanken zur Brüderbewegung (1989). Kritische Bestandsaufnahme der Situation in den "geschlossenen Versammlungen" von einem Insider [33 Seiten, 225 KB]. – Eine überarbeitete englische Fassung von 1996 liegt ebenfalls vor: You Ran Well ... Who Has Stopped You? [28 Seiten, 204 KB].

Willem J. Ouweneel / Jacob G. Fijnvandraat: Stellungnahmen zu "Ihr liefet gut" (übersetzt aus: Bode van het heil in Christus, 1989). Zusammenstellung dreier Beiträge zur Rezeption der Broschüre Ihr liefet gut in den Niederlanden: (1) W.J. Ouweneel, "Buchbesprechung 'Ihr liefet gut'"; (2) "Aus der [Bode-]Redaktion"; (3) J.G. Fijnvandraat, "Laufen wir gut?" [13 Seiten, 113 KB].

Willem J. Ouweneel: Sektiererei: Ihre Gefahren für die "Brüderbewegung" (²1992). Kritik an sektiererischen Tendenzen unter den "geschlossenen Brüdern", insbesondere im Blick auf die Zulassung von Gästen zum Abendmahl [31 Seiten, 230 KB].

Willem J. Ouweneel: "Christliche Versammlung" – wohin? (übersetzt aus: Jaarboek voor de geschiedenis van het Nederlands Protestantisme na 1800, 1996). Analyse der verschiedenen Strömungen innerhalb der Brüderbewegung in Vergangenheit und Gegenwart mit Schwerpunkt auf den "geschlossenen Brüdern" [27 Seiten, 213 KB].

Max S. Weremchuk: Can We Recover the Brethren Legacy? (1998). Aufruf an die "Brüder" (speziell der "geschlossenen" Richtung), die Vielfalt auf christlichem Gebiet positiv zu sehen und von anderen Gruppen zu lernen [16 Seiten, 109 KB].

Michael Schneider: Die Sprache der "geschlossenen Brüder". Kennzeichen und Probleme (nach: Zeit & Schrift, 2001). Beschreibung und Kritik sprachlicher Besonderheiten der "geschlossenen Brüder" [12 Seiten, 102 KB].

Philip Nunn: Observations and Reflections of a Concerned Missionary (2002). Beobachtungen zu aktuellen Tendenzen unter den "geschlossenen Brüdern". Der Autor war Missionar in Kolumbien [22 Seiten, 147 KB]. (Eine deutsche Übersetzung findet sich auf der Website des Autors (PDF) sowie bei SoundWords (HTML) und Zeit & Schrift (PDF).)

Philip Nunn: The Re-dividing of the Reunited Brethren. An attempt to diagnose (2003). Analyse der Ursachen der gegenwärtigen Spaltungsbewegung unter den "geschlossenen Brüdern" [52 Seiten, 332 KB]. (Eine deutsche Übersetzung findet sich auf der Website des Autors (PDF) sowie bei Zeit & Schrift (PDF).)

Arndt Schnepper: Die "geschlossenen Brüder" öffnen sich. Über den Umbruch der darbystischen Kreise in Deutschland (aus: Christsein Heute, 2005). Kurzer, stellenweise etwas ungenauer geschichtlicher Abriss mit Schwerpunkt auf den Auseinandersetzungen zwischen "geschlossenen Brüdern" und Freien evangelischen Gemeinden sowie auf den Entwicklungen seit den 1990er Jahren. Der Autor ist Öffentlichkeitsreferent im Bund Freier evangelischer Gemeinden [6 Seiten, 66 KB].


Wichtiger Hinweis:
Da das Webangebot bruederbewegung.de einer privaten Initiative entstammt, stellen die Texte keine Selbstdarstellung der betreffenden Gruppierungen oder Werbung für eine der Richtungen dar. Zudem ist selbstverständlich, dass eine derart knappe Einführung nicht allen Besonderheiten des jeweiligen Selbstverständnisses gerecht werden kann. Sollten wir allerdings wesentliche Aspekte unberücksichtigt gelassen oder missverständlich formuliert haben, bitten wir um einen Hinweis per Mail.
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#7
Rolf

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Gottesmörder - antisemitische Parolen aus der christlichen Brüderbewegung






Von K.P. am 18. November 2012



Kaum ist der 9. November vorbei, einen Tag später nämlich, kann der evangelikale Prediger sich nicht länger beherrschen und posaunt die antisemitische Parole vom Gottesmord durch die Juden in die Welt.

Die Juden sind verstockt und geistig tot, weil sie keine Christen sind:

»
Aber das Volk Israel hat seinen eigenen König verworfen. Das hat dazu geführt, dass das Volk selbst unter das Gerichtsurteil Gottes kam. Nicht nur wurde Jerusalem im Jahr 70 nach Christus zerstört. Das ganze Volk wurde vertrieben und lebt zu großen Teilen noch heute in der Zerstreuung. Geistlicherweise beschreibt der Geist Gottes den Zustand dieses Volkes mit Blindheit.«

Die Juden dürfen sich glücklich schätzen, dass der christliche Gott sie nicht als Strafe für den Mord an seinem Sohn hat total vernichten lassen. Auschwitz als Werk der Vorsehung und pädagogisches Instrument. Erst »nach der Entrückung« (wann immer das ist) werden die Juden

»
die Augen geöffnet bekommen, dass sie selbst es waren, die den wahren Messias ans Kreuz gebracht haben«

Mit dieser Parole wurden über die Jahrhunderte Juden vertrieben und ermordet, wurde der Mob angefeuert.

(Während die evangelische wie katholische Kirche sich längst (selbst-)kritisch zu diesem Teil ihrer Geschichte verhält, versammeln die fundamentalistischen Christen die Radikalen um sich, die mit Aufklärung nichts zu tun haben wollen. Sie finden die alten Parolen genau so geil wie die jungen Nazis den Hitlergruß. Sie sind der Kitt, der die Gemeinden zusammenhält.)

Manuel Seibel, von dem der zitierte Artikel stammt, schreibt u.a. für »Folge mir nach« eine evangelikale Jugendzeitschrift der geschlossenen Brüder.

»
Folge mir nach, Zeitschrift für junge Christen: Jugendzeitschrift der "geschlossenen Brüder". Erscheint seit 1993 bei der Christlichen Schriftenverbreitung (CSV; 1993-1995 alle zwei Monate, 1996-2007 alle sechs Wochen, seit 2008 monatlich). Redaktion: 1993-2000 Rainer Brockhaus, Klaus Güntzschel, Hans-Joachim Kuhley und Werner Mücher; seit 2001 Rainer Brockhaus, Rainer Möckel, Martin Schäfer, Manuel Seibel und Michael Vogelsang, seit 2006 außerdem Thorsten Attendorn und Hartmut Mohncke.«

Schriften des CSV-Verlages werden in Hohen Neuendorf in der Gemeinde des Emmaus e.V. verteilt, die sich zu den geschlossenen Brüdern zählt; Klaus Güntzschel betreibt das Ferienlager Reiherhals und den evangelikalen Daniel-Verlag, Heinrich Güntzschel sitzt im Vorstand des Emmaus e.V.

Der Text sei eine »kurze Andacht«. Die Vorstellung ist schwer erträglich: während wir mit jüdischen Freunden beim Essen sitzen, läuft nebenan im Gottesdienst des Emmaus e.V. diese Predigt mit den tödlichen Stereotypen aus dem volkstümlichen christlichen Antisemitismus.
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#8
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Um die Richtigkeit des eingestellten Artikels prüfen zu können, ist hier der Original-Artikel von Manuel Seibel.
Wer soll hier von wem frisch gemacht werden?

Zwei Blinde werden sehend

Manuel Seibel


"Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn Davids!" (Mt 9,27) - eine kurze Andacht.

Nur Matthäus berichtet von diesen beiden Blinden, die zu Jesus Christus kamen, um geheilt zu werden. Das große Thema des ersten Evangelisten ist, dass er den Herrn Jesus als den Messias vorstellt, der zu seinem Volk Israel gekommen war, um über dieses zu regieren. Aber das Volk Israel hat seinen eigenen König verworfen. Das hat dazu geführt, dass das Volk selbst unter das Gerichtsurteil Gottes kam. Nicht nur wurde Jerusalem im Jahr 70 nach Christus zerstört. Das ganze Volk wurde vertrieben und lebt zu großen Teilen noch heute in der Zerstreuung. Geistlicherweise beschreibt der Geist Gottes den Zustand dieses Volkes mit Blindheit. Das Volk lebt in der Finsternis (Jesaja 8,23) und ist unwissend über den Sohn Gottes und das Heil, das Gott dem Menschen in Jesus Christus anbietet.

Bleibt das so? Nein, Gott wird nicht nur Einzelne sondern nach der Entrückung der Versammlung (Gemeinde) wieder ein Volk aus Juda und Israel haben, das diesen Namen auch verdient. Es wird ein gläubiges Volk sein. Dazu aber muss Gott seine Macht zugunsten des Volkes einsetzen.

Davon lesen wir in Sacharja 12,10: „Und ich werde über das Haus David und über die Bewohner von Jerusalem den Geist der Gnade und des Flehens ausgießen; und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen gleich der Wehklage über den einzigen Sohn und bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich über den Erstgeborenen Leid trägt." Erst dann wird das Volk, das heute noch ablehnt, dass sich Stellen wie Jesaja 53 und Sacharja 12 und 13 auf den Herrn Jesus beziehen, die Augen geöffnet bekommen, dass sie selbst es waren, die den wahren Messias ans Kreuz gebracht haben. Und es wird gerettet werden. Wunderbarer Beweis der Gnade Gottes.

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