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Die Verrückung der uralten Grenze


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Rolf

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Die Verrückung der uralten Grenze



1. Dispensationalismus



Spr.22,28 Verrücke nicht die uralte Grenze, die deine Väter gemacht haben!




0. Einleitung

Ausgehend von diesem Vers möchte ich einige Predigten darüber halten, warum wir der Überzeugung sind, dass
Deutschland und die Welt reformierte Baptistengemeinden braucht - heute mehr denn je.
Welches ist diese uralte Grenze, die wir nicht verrücken sollen; wer sind die Väter?
Wir denken dabei an die Väter der Reformation. An Luther, Calvin, Zwingli, John Knox, John Owen, Jonathan
Edwards, .... an Männer, die vor 500 Jahren die Reformation begründet haben, an Männer, die sie in den darauf
folgenden Jahren vorangetrieben haben. Denn Reformation ist nicht ein Ereignis, dass sich auf eine Jahreszahl
festlegen lässt, sondern ein Vorgang, der sich durch die Jahrhunderte fortsetzt.
Vieles von dem, was diese Väter aus der Schrift entdeckt und in der Gemeinde Jesu verwirklicht haben, wurde längst
wieder rückgängig gemacht und wird heute geleugnet. Die Grenzen werden immer weiter verrückt. Als Folge davon
ist auch in vielen Gemeinden vieles verrückt und bei manchem sogenannten Gottesdienst geht es total verrückt zu.
Wenn ich nun versuche darauf einzugehen, warum wir eine reformierte Baptistengemeinde brauchen, dann möchte
ich aufzeigen, warum wir nicht einfach in eine der umliegenden Gemeinden gehen können. Wir können nicht einfach
einige dieser Verrücktheiten mitmachen.

Wo wurde die Grenze verrückt? Was sind diese Abweichungen von der Schrift, die so bedeutend sind, dass es für uns
schwer, wenn nicht unmöglich ist, dazu zu schweigen?
Wie komme ich dazu, zu behaupten, dass unser Land ausgerechnet reformierte Baptistengemeinden braucht?
Buchempfehlung: Samuel E. Waldron, A Reformed Baptist Manifesto
In einigen Predigten möchte ich aufzeigen, dass vieles an den evangelikalen Gemeinden in unserem Umfeld erheblich
verrückt ist. Man ist in dem lobenswerten Bestreben nach Einheit und in den Bemühungen, Menschen mit dem
Evangelium zu erreichen, leider unmerklich immer weiter von der Schrift abgerückt. Inzwischen geht es vielerorts
schon längst nicht mehr um biblische Einheit sondern um Popularität. Es geht nicht mehr darum, Menschen für
Christus zu gewinnen, sondern für eine Gemeinde; oft schlimmer: für ein Happening, das sich Gottesdienst für
Kirchenferne nennt.




Was sind die Verrückungen der uralten Grenzen?




Die Verrückung der uralten Grenze 1. Der Dispensationalismus

1. Der Dispensationalismus

Vorweg: Es geht mir nicht darum, Geschwister anzugreifen. ... zu sagen, dieser oder jener ist kein richtiger Christ.
Einige von den Geschwistern, die mir am nächsten stehen, sind Dispensationalisten. Sie führen ein geheiligtes Leben
und lieben den Herrn Jesus Christus. Ich möchte die Gemeinschaft mit diesen lieben Geschwistern nicht missen.
Es geht darum: in bestimmten Punkten haben sie eine falsche Lehre, unbiblische Überzeugungen. Die Liebe zur
Wahrheit verpflichtet uns, die Wahrheit zu sagen und Lüge als solche zu entlarven - ohne Ansehen der Person.
Was ist Dispensationalismus?

Die Lehre, die unter diesem Namen bekannt wurde hat in der Zeit ihres Bestehens, etwa 150 Jahre, eine diffuse
Entwicklung durchgemacht. Heute muss man sagen: den Dispensationalismus gibt es in diesem Sinne nicht. Wir
haben es inzwischen mit einem ganzen Spektrum zu tun.
Daher will ich mich auf einige wesentliche Merkmale beschränken.

1.1. Die Heilszeiten

Die Bewegung hat ihren Namen von den sogenannten Heilszeiten. Das englische Wort „dispensation“ bedeutet
Heilszeit, Haushaltung.
Der Dispensationalismus lehrt, dass die Geschichte der Menschheit in 7 sogenannte Heilszeiten zerfällt.
1.Heilzeit: Unschuld: 1.Mo.1,28-3,6
2.Heilzeit: Gewissen: 1.Mo.3,7-1.Mo.8,14
3.Heilzeit: Menschliche Regierung: 1.Mo.8,15-1.Mo.12.1
4.Heilzeit: Verheißung: 1.Mo.12,1-2.Mo.19.1
5.Heilzeit: Gesetz: 2.Mo.19,1 - Apg.2,1
6.Heilzeit: Gemeinde: Apg.2,1-Off.4.1
7.Heilzeit: Königreich: Off.20,4
(vgl. Scofield-Bibel, Fußnote zu 1.Mo.1,28, Überschrift!
Die Bedeutung dieser „Heilszeiten“ liegt darin, „den Menschen unter eine besondere Regel für sein Verhalten zu
stellen“ (ibid.)

In allen Heilszeiten hat aber der Mensch diese besonderen Regeln nicht gehalten. Er versagt vollkommen. Das ist es,
was man im Dispensationalismus unter der vollkommenen Verderbtheit des Menschen versteht. Es bedeutet also,
dass der Mensch von sich aus unfähig ist, die ihm von Gott auferlegten Regeln und Gesetze zu halten. So weit - so
gut.

Dieses Verständnis schließt aber nicht ein, dass der Mensch so verderbt ist, dass er sich von sich aus nicht zu Gott
bekehren kann. Nach diesem Verständnis kann der Mensch sich von sich aus zu Gott bekehren, wenn er nur will.
Wir wenden uns gegen diese Lehre von 7 Heilszeiten, weil sie die uralte Grenzen verrücken.
Wenn jemand durch ein Grundstück Zäune zieht, so dass es in 7 Teile zerfällt, dann hat er falsche Grenzen aufgerichtet.
Diese Unterteilung in 7 Heilzeiten ist künstlich. Sie lässt sich von der Schrift her nicht belegen. Diese Unterteilung
zerhackt die Bibel in Teile, die man streng voneinander trennen muss.
Das hat verheerende Folgen:

- Du zitierst etwas aus den Propheten und bekommst zur Antwort: „Das gilt für Israel!“
- Du zitierst etwas aus dem 1.Buch Mose und man erwidert: „Das ist doch AT!“
Woher kommt das? man zerteilt die Bibel und sagt: „das war doch für eine andere Heilszeit. Für uns gilt das nicht
mehr!“

Ein weiteres Beispiel ist das Gebot der Sabbatheiligung. Man sagt, das Gebot der Sabbatheiligung gilt nur für Israel
und schon ist der Weg frei, den Sonntag für alle möglichen Vergnügungen zu gebrauchen. Dass auch der NT von
einem Tag des Herrn weiß, einem Tag, der für den Herrn geheiligt werden muss, dass bedeckt man mit der
sogenannten christlichen Freiheit.

Vor allem wenden wir uns gegen diese Aufteilung des Wortes Gottes, weil sie das Volk Gottes zerteilt und weil ein
falsche Lehre über die Erlösung daraus erwächst. Dazu gleich noch mehr.

1.2. Die Zerteilung des Volkes Gottes

Gemäß dem Dispensationalismus ist Israel das irdische Volk Gottes, die Gemeinde Jesu dagegen das himmlische
Volk Gottes. Israel hat irdische Verheißungen (Reichtum, Frieden auf Erden, etc), die Gemeinde Jesu dagegen
himmlische Verheißungen (ewiges Leben, Lohn im Himmel,...)
Calvin sagt von Leuten seiner Zeit, die eine ähnliche Lehre vertreten haben:
„sie denken über das Volk Israel nicht anders als über eine Schweineherde“
vgl. Johannes Calvin, Institutio, S.260

Wir bekennen in unserem Glaubensbekenntnis Kapitel 26 /1
Die allgemeine oder weltweite Gemeinde, . . . , besteht aus der Gesamtzahl der Erwählten, die in Vergangenheit,
Gegenwart oder Zukunft unter Christus, ihrem Haupt, in eins vereinigt sind. Sie ist die Braut,
der Leib und die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.
Das bedeutet, dass alle Erretteten seit Adam und bis zum letzten Tag zu dieser einen allgemeinen, weltweiten
Gemeinde, zum Leib Christi gehören.

Nicht so der Dispensationalismus.
Abraham, Mose, David, Jesaja - sie alle gehören laut Dispensationalismus nicht zur Gemeinde Jesu.
Sie gehören zu anderen Heilszeiten. Zur Gemeinde Jesu gehören hier nur Menschen, die sich zwischen Pfingsten und
der Entrückung bekehrt haben.
Ein Dispensationalist wird zwar sagen, dass alle allein aus Gnade durch Glauben errettet sind, aber er wird auch
sagen:
- die AT - Gläubigen waren nicht wiedergeboren aus dem Geist
- die AT - Gläubigen sind nicht Glied am Leib Jesu
- im AT gab es noch keinen Leib Jesu
- die AT - Gläubigen hatten keine lebendige Einheit mit Christus
Dazu fragen wir: wie kann jemand errettet sein, der keine lebendige Einheit mit Christus hat?
Wie kann jemand errettet sein, der nicht aus dem Geist Gottes wiedergeboren ist?
Joh.3 . . . Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Wenn sie sagen: „Abraham ist kein Glied der Gemeinde Jesu“
fragen wir: „Wie kann dann Abraham als Vater der Gläubigen bezeichnet werden? Wie können wir Abrahams
Nachkommenschaft sein und Erben der Verheißungen, die Gott dem Abraham gegeben hat?“:

Röm.4,16 Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade , damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft
sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller
Vater ist, 17 - wie geschrieben steht: «Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt» -
Gal. 3,28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle
seid einer in Christus Jesus. 29 Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft
und nach Verheißung Erben.
Wenn sie behaupten, man muss Israel und die Gemeinde auseinander halten, dann sagen wir im Gegenteil: die
Gemeinde ist das Israel Gottes:
Gal. 6,16 Und so viele dieser Richtschnur folgen werden, Friede und Barmherzigkeit über sie und über das Israel
Gottes!

Es gibt nur eine weltweite Gemeinde Jesu und wer diese teilen will, der verrückt die uralten Grenzen. Da machen wir
nicht mit.

1.3. Die Lehre von der Erlösung

In unserem Glaubensbekenntnis bekennen wir Kapitel 11 / 6:
Die Rechtfertigung der Gläubigen im Alten Testament war in jeglicher Hinsicht ein und dieselbe wie die
Rechtfertigung der Gläubigen im Neuen Testament.
Was sagen die Dispensationalisten (Scofield, Fußnote zu 1Mo.1,28, Überschrift):
„Diese verschiedenen Heilszeiten sind nicht verschiedene Wege der Erlösung. Während jeder Heilszeit kann
der Mensch nur auf einem Weg mit Gott versöhnt werden, nämlich aus Gottes Gnade durch das Werk
Christi, das am Kreuz vollbracht und in Seiner Auferstehung bestätigt wurde.“
Aber: das ganze Lehrgebäude des Dispensationalismus widerspricht dieser Aussage! Genau im Blick auf diese
zentrale Aussage über die Erlösung ist die Lehre des Dispensationalismus völlig inkonsistent und widerspricht sich
selbst. Wenn die Dispensationalisten diese Aussage konsequent durchdenken und bejahen, müssen sie ihren gesamten
Dispensationalismus fahren lassen und reformiert werden.

1. Die Unterscheidung zwischen Israel und der Gemeinde widerspricht der biblischen Lehre von der Erlösung
allein aus Glauben an Jesus Christus

Gemäß der Lehre des Dispensationalismus
- sind Israel und die Gemeinde völlig verschieden, zwei verschiedene Völker
Israel ist das irdische, die Gemeinde das himmlische Volk Gottes
Wie kann Israel auf die gleiche Weise errettet werden, wenn es andere Verheißungen hat als die Gemeinde, und zwar
irdische?

Gemäß der Lehre des Dispensationalismus
- haben beide eine unterschiedliche Beziehung zu Jesus, sowohl jetzt als auch in der Zukunft
Wie kann Israel auf die gleiche Weise durch Jesus Christus errettet werden, wenn es eine andere Beziehung zu ihm
hat als die Gemeinde?
Gemäß der Lehre des Dispensationalismus
- sind die Israeliten nicht Erben des Heiligen Geistes, sie sind nicht wiedergeboren und eins gemacht mit
dem Herrn Jesus.

Wie können sie dann überhaupt errettet sein, wo doch Jesus selbst lehrt, dass niemand das Reich Gottes sehen wird,
der nicht aus dem Geist Gottes wiedergeboren ist?
Die Bibel lehrt, dass Christus der einzige Erlöser für alle Menschen ist (Apg.4,12). Wir bekennen das. Auch der
Dispensationalist bekennt dies, aber seine Lehre widerspricht ihm.

2. Das dispensationalistische Verständnis von Prädestination, Erwählung und Souveränität Gottes
widerspricht der biblischen Lehre von der Erlösung allein aus Glauben an Jesus Christus.
Der Dispensationalismus lehrt, dass Erwählung und Prädestination bedeutet, dass Gott von Ewigkeit her wusste, wer
sich bekehren würde, wenn man ihm das Evangelium predigen würde. Gott hätte dann die erwählt, die sich auch
bekehren würden. Dies sei die „Vorkenntnis“ Gottes. Dabei beruft man sich auf
1Pe1,1 Petrus, Apostel Jesu Christi, den Fremdlingen von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadozien,
Asien und Bithynien, die auserwählt sind 2 nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, in der Heiligung des
Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi ...
Nach diesem Verständnis liegt die Ursache für die Erlösung letztlich beim Menschen.

Man sagt praktisch: „Einige sind anders als andere: sie sind willens, das Evangelium anzunehmen; deshalb gehören
sie zu den Auserwählten Gottes und werden errettet. Gott hat nach seiner Vorkenntnis schon vorher gewusst, dass sie
sich bekehren würden, deshalb hat er sie auserwählt.“
Eine völlige Verkehrung von Ursache und Wirkung.
Wir widersprechen dem, weil die Bibel dem widerspricht. Die Ursache zur Erlösung liegt allein bei Gott, in seiner
unergründlichen Liebe zu nichtsnutzigen, unfähigen Sündern. Damit Gnade Gnade bleibt.

Die Auswirkungen von diesem falschen Verständnis von Erwählung, Bekehrung und freiemWillen des Menschen
sehen wir schmerzhaft in der Evangelisation der heutigen Tage.
Wenn der Mensch sich bekehren kann, dann bring ihn doch dazu, sich zu bekehren! Heiz´ ihm richtig ein! Mach die
richtige Musik, stell die richtige Stimmung her, so dass er dazu kommt, sich zu bekehren.
Letztendlich sagt der Dispensationalismus, dass der Mensch in seinem gegenwärtigen Zustand immer noch annehmbar
für Gott ist. Gott liebt ihn in diesem Zustand, und wenn der Mensch nur will, dann wird Gott ihn erretten. Ja,
letztlich ist der Mensch selbst es, der damit seine Erlösung in Händen hat. Es liegt alles bei ihm: er kann ja sagen,
oder nein, wie er will. Gott ist jetzt nur noch Zuschauer. Gott ist in dieser Hinsicht machtlos. Gott hat sich selbst
beschränkt, um dem Menschen seine Freiheit zu lassen. usw.

Wie verrückt!

Hier wurde die uralte Grenze verrückt. Hier wird Gott die Ehre geraubt und der Mensch erhöht. Hier wird eine Lehre
vertreten, die unendlich viel Schaden in der Evangelisation angerichtet hat.
Diese Lehre widerspricht der Erlösung allein aus Gnaden durch Glauben; denn es muss ja noch der Wille des
Menschen dazukommen.

3. Die Lehre von den Heilszeiten widerspricht der biblischen Lehre von der Erlösung allein aus Glauben an
Jesus Christus.


Die Heilszeiten sind Zeiten, in denen der Gehorsam des Menschen in unterschiedlicher Weise geprüft wird. Das
bedeutet, dass es in den verschiedenen Heilszeiten unterschiedliche Arten der Rechtfertigung gibt.
Wenn es unterschiedliche Arten der Rechtfertigung gibt, dann gibt es damit auch unterschiedliche Wege zur
Erlösung.

Das kann nicht sein.

4. Die Lehre vom Angebot eines Königreichs widerspricht der Notwendigkeit des Kreuzes

Der Dispensationalismus lehrt, dass Jesus gekommen ist, um der König Israels zu werden. Dieses Königreich sollte
nach AT-weise errichtet werden und sich unter der Herrschaft Jesu über die ganze Erde ausbreiten. Nur weil die
Juden Jesus als König verworfen haben, kam es soweit, dass er gekreuzigt wurde. Sonst hätte es nie eine Kreuzigung
und nie ein Gemeindezeitalter gegeben!

Es hätte damit eine erlöste Welt ohne das stellvertretende Opfer Jesu gegeben!
Die Dispensationalisten sagen, dies konnte nicht geschehen, weil Gott von Ewigkeit her wusste, dass die Juden Jesus
verwerfen würden. Das bedeutet aber, dass Gott den Juden vor die Wahl gestellt hätte, Jesus zu verwerfen und damit
den Weg zum Kreuz frei zu machen, oder gehorsam und im Glauben Jesus als König zu akzeptieren und damit das
Kreuz und die Erlösung der Menschheit unmöglich zu machen.
Wie absurd! Wie verrückt ... ist diese Grenze!

5. Der dispensationalistische Antinomismus widerspricht völlig dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

Ein Kennzeichen des Dispensationalismus ist der Antinomismus. Antinomismus ist die Lehre, dass ein Mensch
gerettet wird ohne irgendeine Verpflichtung dem Gesetz gegenüber. Das bedeutet, dass jemand durch „Glauben“
errettet werden kann, selbst wenn er die Gebote Gottes mit Füßen tritt.
Die Schrift lehrt, dass ein solcher Glaube tot ist. Der Dispensationalismus lehrt, dass man durch einen solchen
Glauben errettet werden kann!



Welche Verrückung der uralten Grenzen!



Dies waren in Kürze 5 Punkte, in denen die dispensationalistische Lehre von der Erlösung der heiligen Schrift
widerspricht. Ich denke, das sollte deutlich genug machen, warum wir uns nicht einer dispensationalistischen
Gemeinde beitreten können.
Meines Wissens sind fast alle Gemeinden im weiten Umkreis mehr oder weniger vom Dispensationalismus geprägt.
Am stärksten ist der Dispensationalismus wohl bei den Brüdergemeinden ausgeprägt. Aber freie evangelische
Gemeinden, Gemeinschaften, Baptistengemeinden etc haben längst diese Lehren mehr oder weniger übernommen.

Warum?

Ein Grund ist, dass der Dispensationalismus auf die Frage nach der Endzeit faszinierende Antworten hat. Zu diesem
Thema hatte ich manche Gespräche und es war für mich mehr und mehr überraschend, wie einzelne Phrasen sich
wiederholen:

Die Verrückung der uralten Grenze 1. Der Dispensationalismus Seite 6
„ durch Gottes Gnade durfte ich erkennen ...“
und dann kommt die 70te Jahrwoche Daniels, die Entrückung, die große Trübsal, die Bekehrung ganz Israels, das
Tier aus der Erde und das Tier aus dem Meer usw.
Faszinierend. Interessant. Man glaubt, einem Propheten gegenüber zu stehen.

1.4. Die Eschatologie des Dispensationalismus

.. . ist eines seiner herausragendsten Merkmale. Fairerweise muss man sagen, dass es vielleicht auch das harmloseste
ist, solange es nicht ständig im Mittelpunkt der Predigt steht.
Dennoch muss man sagen, dass sie neben all den wilden Spekulationen und abenteuerlichen Auslegungen auch
ernsthafte Irrtümer enthält: die Teilung des Volkes Gottes wird hier bis in Ewigkeit fortgesetzt. Die Gemeinde Jesu
im Himmel, Israel auf einer erneuerten, vollkommenen Erde. Was Israel betrifft, erinnern dann manche
dispensationalistische Beschreibungen schon an die Zeugen Jehovas.
Diese Verrückung von Grenzen können wir nicht ertragen. Die Bibel lehrt uns, dass es ein Volk Gottes gibt, für das
der Sohn Gottes sich hingegeben hat, um sie mit Gott zu versöhnen und ihnen eine ewige Herrlichkeit im Himmel zu
erkaufen. Alles, was weniger ist als das, schmälert den Ruhm unseres Heilandes.
Das können wir nicht ertragen.


Zusammenfassend:

Diese wenigen Merkmale des Dispensationalismus sollten klar machen, warum wir uns keiner dispensationalistischen
Gemeinde anschließen können.
Der Hauptgrund ist, dass die Lehre von Erlösung von der biblischen Lehre stark abweicht. Das hat fatale
Auswirkungen in der Evangelisation, unter denen die Welt seit vielen Jahren leidet:
es wird ein anderes Evangelium gepredigt,
es werden unbiblische Methoden angewandt,
es werden Menschen in die Gemeinde aufgenommen, die nicht bekehrt sind,
die Gebote Gottes werden immer mehr in den Hintergrund gedrängt und damit nimmt ein geheiligtes Leben
immer mehr ab. Das Licht in der Welt wird immer mehr gedämpft.
Wir wollen eine solche Verrückung der uralten Grenzen nicht akzeptieren.
Wir sind zwar wenige, aber die Schrift sagt, dass der Weg der Wahrheit schmal ist.
Wir wollen nicht auf uns selbst schauen, nicht auf die Schwierigkeiten, sondern auf unseren Herrn und Heiland Jesus
Christus.

13 Wir aber müssen Gott allezeit für euch danken, vom Herrn geliebte Brüder, dass Gott euch von Anfang
an erwählt hat zur Rettung in Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit, 14 wozu er euch auch
berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus. 15 Also
nun, Brüder, steht fest und haltet die Überlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder
durch unseren Brief. 16 Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und
in Gnade ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben hat, 17 tröste eure Herzen und stärke
in jedem guten Werk und Wort!
2Thes.2,13-17

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